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    <title>jetzt.de - Startseite</title>
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    <description>Alle Texte aus jetzt.de - Startseite</description>
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      <title>jetzt.de - Startseite</title>
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      <title>Die Neuen am Tresen</title>
      <description>Nicht immer Helles und Spezi: Seit einiger Zeit stehen auffällige Flaschen in den Bar-Kühlschränken der Stadt. Eine Verkostung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886372.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pa-Li&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das sagen die Erfinder:&lt;/strong&gt; Die Pa-Li (f&amp;uuml;r Pachmayr-Limonade) war ab den 50ern bis in die 70er Jahre eine der bekanntesten Limonaden in Oberbayern. Der M&amp;uuml;nchner Familienbetrieb verkauft jetzt nur noch in M&amp;uuml;nchen und f&amp;uuml;llt immer noch nach dem alten Originalrezept ab &amp;ndash; seit Kurzem wieder in Retro-Optik und in den alten Flaschen aus den 70ern. Peter Pachmayr: &amp;bdquo;Nach jahrelangem Gebrauch haben die Flaschen nat&amp;uuml;rlich Kratzspuren, die abgenutzte Patina macht aber auch den Charme der alten Flaschen aus.&amp;ldquo; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das sagt der Trinker:&lt;/strong&gt; &amp;bdquo;Bionade ist doch voll Mainstream.&amp;ldquo; Der typische Pa-Li-Trinker war bis vor Kurzem vielleicht noch selbst Bionade-Fan. Seit die aber jeder trinkt, ist sie ihm nicht mehr hip genug.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;So schmeckt&amp;rsquo;s:&lt;/strong&gt; Weniger s&amp;uuml;&amp;szlig; als die Orangenlimos, die man kennt oder an die man sich von fr&amp;uuml;her erinnert. Die Pa-Li ist nicht so knallig orange wie Fanta, hat weniger Kohlens&amp;auml;ure und schmeckt nicht so k&amp;uuml;nstlich wie die meisten Limonaden.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das will die Flasche sagen:&lt;/strong&gt; Jetzt wird&amp;rsquo;s patriotisch. &amp;bdquo;In M&amp;uuml;nchen erfunden, in M&amp;uuml;nchen abgef&amp;uuml;llt&amp;ldquo; steht auf der 0,2-Liter-Flasche direkt neben dem &amp;bdquo;Otto Pachmayr 1867&amp;ldquo;-Logo. Der &amp;bdquo;Pa-Li-Kopf&amp;ldquo; ist von einer Werbeanzeige f&amp;uuml;r Orangensirup aus den fr&amp;uuml;hen 50er Jahren inspiriert.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Man k&amp;ouml;nnte auch sagen: &lt;/strong&gt;Die Pa-Li ist der bayerische Club Mate. Was der Matetee in Berlin ist, k&amp;ouml;nnte die Pa-Li in M&amp;uuml;nchen werden. Im manchen Bars, zum Beispiel im Padres in der Blumenstra&amp;szlig;e oder der Bar Cabane in der Theresienstra&amp;szlig;e wird die Limo auch schon mit Wodka oder Gin gemixt.&lt;br /&gt;Warum es das braucht: Weil die Pa-Li die echte Heimatlimonade ist und das nostalgische Fl&amp;auml;schchen Kindheitserinnerungen weckt &amp;ndash; dabei ist es eigentlich egal, an welche Limo. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;So schmeckt's warm:&lt;/strong&gt; Wie Kinderpunsch mit Orangengeschmack und Sprudel. Durchaus interessant.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall tun:&lt;/strong&gt; mit Cola verunreinigen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hier zu kaufen:&lt;/strong&gt; In Caf&amp;eacute;s und Bars wie dem Atomic Caf&amp;eacute;, Caf&amp;eacute; Glockenspiel, Caf&amp;eacute; Kosmos, Ksar, M&amp;uuml;nchen 72, Padres und Edmoses f&amp;uuml;r etwa 2,50 Euro. Im Pachmayr-Laden in der Theresienstra&amp;szlig;e, bei Getr&amp;auml;nke Lorenz oder bei Feinkost K&amp;auml;fer f&amp;uuml;r etwa 50 Cent pro 0,2-Liter-Flasche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886368.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Aqua Monaco&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das sagen die Erfinder:&lt;/strong&gt; &amp;bdquo;In M&amp;uuml;nchen wird tolles Bier gebraut, da muss es auch tolles Wasser geben&amp;ldquo;, sagt Florian Breimesser. Er hat sich gewundert, dass es keine spezielle M&amp;uuml;nchner Mineralwassermarke gibt. Mit vier Freunden aus M&amp;uuml;nchen wollte er das &amp;auml;ndern. Seit Herbst 2011 f&amp;uuml;llen sie nat&amp;uuml;rliches Mineralwasser aus der M&amp;uuml;nchner Schotterebene direkt am Quellort ab und verkaufen es in 0,33-Liter-Flaschen in Bars und Caf&amp;eacute;s. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das sagt der Trinker:&lt;/strong&gt; &amp;bdquo;Im Abgang schmeckt man noch die feine Gletschernote.&amp;ldquo; Wer Aqua Monaco trinkt, muss aber kein Getr&amp;auml;nkesnob sein. Beliebt ist es auch bei Autofahrern, die an der Bar auch eine h&amp;uuml;bsche Flasche in der Hand halten und mit Strohhalm austrinken wollen. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;So schmeckt&amp;rsquo;s:&lt;/strong&gt; Die rote Variante mit weniger Kohlens&amp;auml;ure schmeckt, als h&amp;auml;tte man ein Glas Mineralwasser drei Tage stehen lassen und dann wieder davon getrunken. Keine gute Idee. Die blaue Sorte trinkt sich schon besser, wie ein gutes, wenig saures Mineralwasser. Florians Erkl&amp;auml;rung: &amp;bdquo;Das liegt daran, dass es vor 10 000 Jahren reinstes Gletscherwasser war und in der Schotterebene durch eine 150 Meter dicke Ger&amp;ouml;llschicht vor Verunreinigungen gesch&amp;uuml;tzt ist. Daher weist es einen ungew&amp;ouml;hnlich niedrigen Nitratwert auf und ist im Gegensatz zu vielen Mineralw&amp;auml;ssern mit einem pH-Wert von mehr als 7 nicht sauer.&amp;ldquo; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das will die Flasche sagen:&lt;/strong&gt; Sie erz&amp;auml;hlt die Geschichte des Wassers &amp;ndash; man muss am Tisch ja Gespr&amp;auml;chsstoff haben. Also: Am Ende der letzten Eiszeit sickerte das Schmelzwasser durch das karbonatreiche Gestein der M&amp;uuml;nchner Schotterebene, wo es heute aus 150 Metern Tiefe gewonnen wird. Weil das noch nicht genug M&amp;uuml;nchner Lebensgef&amp;uuml;hl vermittelt, sorgen unter anderem Dirndl-Ausschnitte, eine Ziehharmonika und die M&amp;uuml;nchner Skyline f&amp;uuml;r Lokalkolorit. Die Etiketten mit Fotos und Grafiken wechseln alle zwei bis vier Monate. Dieser Umstand liefert noch mehr Gespr&amp;auml;chsstoff f&amp;uuml;r Glockenbacher Grafikdesigner und soll den Flaschen Sammelcharakter verleihen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Man k&amp;ouml;nnte auch sagen:&lt;/strong&gt; Das Designwasser f&amp;uuml;r Geizige. Im Feinkostladen kostet eine 0,33-Liter-Flasche Aqua Monaco 1,50 Euro. Zum Vergleich: Das goldgefilterte &amp;bdquo;Gize&amp;ldquo; aus Kanada kostet 15 Euro pro 0,75-Liter-Flasche, das Gletscherwasser &amp;bdquo;Voss&amp;ldquo; aus Norwegen 4 Euro pro 0,8-Liter-Flasche.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum es das braucht:&lt;/strong&gt; Weil nicht nur ein Wein Geschichte braucht, sondern auch Wasser. In diesem Fall kann man neben dem historischen Hintergrund mit dieser Anekdote angeben: Aus dem Wasser aus der M&amp;uuml;nchner Schotterebene werden die M&amp;uuml;nchner Biere gebraut. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;So schmeckt&amp;rsquo;s warm:&lt;/strong&gt; Immer noch nach Wasser. &lt;br /&gt;Auf keinen Fall tun: Eine Aspirin darin aufl&amp;ouml;sen. Funktioniert nat&amp;uuml;rlich wunderbar, bringt aber nur hochgezogene Augenbrauen ein.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hier zu kaufen:&lt;/strong&gt; Zum Beispiel im Hey Luigi, der 089 Bar, im Nage und Sauge und in der Rubybar. In der Gastronomie kostet eine 0,33-Liter-Flasche etwa 2,80 Euro, bei Feinkost K&amp;auml;fer 1,50 Euro. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886370.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Crew Ale&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das sagen die Erfinder:&lt;/strong&gt; Mario Hanel und Timm Schnigula sind nach ihrem BWL-Studium durch die USA und Australien gereist und haben oberg&amp;auml;rige Biere kennengelernt. In Deutschland sind solche Sorten noch nicht angekommen, darum haben die beiden begonnen, in ihrer WG-K&amp;uuml;che zu experimentieren. &amp;bdquo;Die Tendenz bei deutschen Bieren geht hin zu leichten Sorten, das f&amp;uuml;hrt dazu, dass wir nur noch geschmackliches Einheitsbier trinken&amp;ldquo;, sagt Timm. Das Brauen haben sie sich vor allem mit Hilfe des Internets und B&amp;uuml;chern beigebracht. Nach einem halben Jahr war das Rezept fertig. Von einem befreundeten Braumeister haben sie 15 000 Flaschen brauen lassen, die sie seit Dezember verkaufen. F&amp;uuml;r das Crew Ale werden nur nat&amp;uuml;rliche Rohstoffe verwendet.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das sagt der Trinker:&lt;/strong&gt; &amp;bdquo;Becks ist doch kein Bier!&amp;ldquo; Crew-Ale-Trinker m&amp;ouml;gen beim Bier zwar Abwechslung, trotzdem trinken sie nicht alles und setzen vorsichtshalber auf M&amp;uuml;nchner Herkunft. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;So schmeckt&amp;rsquo;s:&lt;/strong&gt; Wie eine Mischung aus Wei&amp;szlig;- und Starkbier, fruchtig und herb zugleich. Das kommt von den f&amp;uuml;nf verschiedenen Hopfensorten, verr&amp;auml;t Mario: &amp;bdquo;Wir haben Hopfen aus Neuseeland, den USA und Deutschland verarbeitet &amp;ndash; und das Crew Ale enth&amp;auml;lt drei Mal so viel Hopfen wie das hopfenhaltigste deutsche Bier.&amp;ldquo;&lt;br /&gt;Man k&amp;ouml;nnte auch sagen: Die Fritz Kola f&amp;uuml;r Biertrinker oder die l&amp;auml;ssige M&amp;uuml;nchner Alternative zum Corona. Timm hat den Eindruck, &amp;bdquo;dass Frauen das Crew Ale besonders gern m&amp;ouml;gen. Das muss an der Mischung aus fruchtig und herb liegen, die ja auch das Erfolgsgeheimnis des Aperol Sprizz ist&amp;ldquo;, sagt Timm.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum es das braucht:&lt;/strong&gt; f&amp;uuml;rs Fernweh. Pale Ale lernen viele in England, Australien oder den USA kennen, in Deutschland gibt es bisher keines, das in gro&amp;szlig;em Stil f&amp;uuml;r die Gastronomie gebraut wird. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das will die Flasche sagen:&lt;/strong&gt; Das naturtr&amp;uuml;be Crew Ale wird in braunen, modernen Flaschen verkauft. Mit Schnickschnack ist aber sp&amp;auml;testens hier Schluss: Das Etikett vermittelt Handarbeit, die Rede ist von der &amp;bdquo;Ale-Werkstatt&amp;ldquo; und &amp;bdquo;handwerklichem&amp;ldquo; Brauen. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;So schmeckt&amp;rsquo;s warm:&lt;/strong&gt; Ein aufgew&amp;auml;rmtes dunkles Bier soll ja bei Erk&amp;auml;ltung helfen. Das Crew Ale schmeckt warm tats&amp;auml;chlich wie Erk&amp;auml;ltungstee mit Hustensaft. Lieber frisch aus dem K&amp;uuml;hlschrank trinken.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall tun: &lt;/strong&gt;Wie ein Radler gegen den Durst trinken. Dass das Crew Ale stolze 5,6 Prozent Alkoholgehalt hat, schmeckt man nicht. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hier zu kaufen:&lt;/strong&gt; bisher in zehn Kneipen, vor allem im Glockenbachviertel. Zum Beispiel im Caf&amp;eacute; Pini, in der Aroma Kaffeebar, im Ruffini und in einzelnen Getr&amp;auml;nkem&amp;auml;rkten. In der Gastronomie kostet eine Flasche etwa 3,30 Euro, eine Kiste mit 24 Flaschen aus dem Getr&amp;auml;nkemarkt 24,90 Euro.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/540446</link>
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      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Nicht ohne meine Münchner</title>
      <description>Den &quot;What people think I do&quot;-Collagen im Netz ist kaum zu entkommen. Mittlerweile gibt es für fast alle Berufe oder Menschengruppen eigene Versionen. Nur die Vertreter unserer Stadt fehlten noch - bis jetzt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich war es nur eine 15-min&amp;uuml;tige Pause. Der US-K&amp;uuml;nstler &lt;a href=&quot;http://www.facebook.com/events/26069421518/#!/profile.php?id=6003191&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Garnet Hertz&lt;/a&gt; sa&amp;szlig; an seinem Schreibtisch und arbeitete an einem Vorschlag f&amp;uuml;r eine Ausstellung. L&amp;auml;stiger B&amp;uuml;rokram, der ihn nervte und der wenig mit der Idealvorstellung zu tun hatte, die er von seiner Arbeit als K&amp;uuml;nstler hatte. Hertz surfte ziellos im Internet und fand eine Collage, die sich &amp;uuml;ber &lt;a href=&quot;http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150605513129617&amp;amp;set=a.472333484616.251898.103137454616&amp;amp;type=1&amp;amp;theater&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rollenspiele&lt;/a&gt; und die g&amp;auml;ngigen Klischees dar&amp;uuml;ber lustig machte. Dieses Bild und seine eigene Missstimmung &amp;uuml;ber seine Arbeit brachten ihn dazu, sein Bildbearbeitungsprogramm zu &amp;ouml;ffnen. Ein paar Mausklicks sp&amp;auml;ter hatte er eine eigene Collage gebastelt, die seinen Beruf als K&amp;uuml;nstler und die auseinanderdriftenden Vorstellungen beschrieb, die er, seine Freunde, Mutter und die Gesellschaft &amp;uuml;ber diesen Beruf hatten. Seine Freunde sehen ihn als Kiffer, seine Mutter als ein Kind, das mit Wachsmalkreiden spielt, die Gesellschaft als einen verkleideten Spinner. Hertz stellte das Produkt seiner Prokrastinations-Viertelstunde auf Facebook und machte sich wieder an die Arbeit. Was er nicht ahnte: W&amp;auml;hrend er wieder an seinem Ausstellungskonzept schrieb, begann eine bisher beispiellosen Internet-Kettenreaktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt, etwa zwei Wochen sp&amp;auml;ter, ist das Bild tausende Male ver&amp;auml;ndert und &amp;uuml;ber Facebook weiterverbreitet worden. Jeder Facebook-Nutzer, der die vergangenen Tage nicht allein meditierend und abgeschnitten vom Internet in einer H&amp;ouml;hle verbracht hat, d&amp;uuml;rfte zumindest eine der zahlreichen Varianten des Bildes gesehen haben. Die meisten Berufe, Hobbys und Menschengruppen wurden schon beackert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile nehmen einige Varianten schon diejenigen aufs Korn, die das Meme &amp;ndash; so nennt man ein sich derart verselbstst&amp;auml;ndigendes Internet-Ph&amp;auml;nomen &amp;ndash; weiterverbreiten, verkn&amp;uuml;pft mit der Bitte, damit doch nun endlich aufzuh&amp;ouml;ren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss diesen Menschen Recht geben; es reicht wirklich langsam. Aber man muss ihnen auch sagen, dass folgende typische M&amp;uuml;nchner in der langen Reihe der &amp;bdquo;What people think I do&amp;ldquo;-Bilder auf gar keinen Fall fehlen d&amp;uuml;rfen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886412.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886416.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886418.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886420.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/540444</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/540444</guid>
      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>„Ich mag selbst die Arschlöcher“</title>
      <description>Diese Woche startet &quot;Young Adult&quot; in den deutschen Kinos. Ein Interview mit Regisseur Jason Reitman über Filmrealitäten, Stripclubs und seine Angst vor humorlosen Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886430.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;jetzt.de: In deinen Filmen geht es h&amp;auml;ufig um &amp;Auml;ngste &amp;ndash; in &amp;bdquo;Young Adult&amp;ldquo; zum Beispiel um die Angst vorm Alleinsein. Du selbst hast mal erw&amp;auml;hnt, dass du vor nichts mehr Angst hast, als vor humorlosen Menschen. Warum?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jason Reitman: &lt;/strong&gt;Humorlose Menschen ruinieren das Leben. Ich meine: Das Leben ist von Natur aus lustig. Aber wenn wir nicht mehr dar&amp;uuml;ber lachen k&amp;ouml;nnen, tun wir grausame Dinge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ist das auch der Grund daf&amp;uuml;r, warum du Regisseur geworden bist &amp;ndash; um die Leuten auf die sch&amp;ouml;nen Dinge des Lebens aufmerksam zu machen?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Nein, das hat einen sehr viel egoistischeren Grund. Ich bin Filmemacher geworden, um mich mit mir selbst auseinanderzusetzen und mich mit meinen &amp;Auml;ngsten zu konfrontieren. Ich m&amp;ouml;chte Alltagssituationen portr&amp;auml;tieren. Aber ich glaube fest daran, dass das Leben lustig ist und dass jede Trag&amp;ouml;die kom&amp;ouml;diantische Aspekte besitzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie wichtig ist es f&amp;uuml;r deinen Sinn von Humor, die Leute mit unangenehmen Situationen zu konfrontieren?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, es sind vor allem die unangenehmen Situationen, die Menschen wachsen lassen und sie zum Nachdenken bringen. Deshalb haben derlei Situationen h&amp;auml;ufig eine p&amp;auml;dagogische Komponente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Gab es einen speziellen Grund daf&amp;uuml;r, den Film in Minnesota spielen zu lassen?&lt;/b&gt; Eigentlich nicht. Vor allem die K&amp;auml;lte dort war nervig und hat mir echt zu schaffen gemacht hat. Aber Minnesota ist cool, hat sch&amp;ouml;ne Landschaften, nette Leute, und in Minneapolis gibt es mehr Stripclubs als in jeder anderen Stadt in den USA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Echt? Wieso?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich wei&amp;szlig; nicht. Wahrscheinlich, weil es dort so kalt ist...  &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...dass sich alle sofort die Klamotten vom Leib rei&amp;szlig;en?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;(lacht) Nein. Aber die K&amp;auml;lte dort ist deprimierend, sodass die Leute vielleicht Ablenkung in Stripclubs suchen. Man kann bei der K&amp;auml;lte ja auch nicht nach drau&amp;szlig;en, also muss man sich Aktivit&amp;auml;ten f&amp;uuml;r drinnen suchen. Strippen zum Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Hauptrolle in deinem neuen Film spielt Charlize Theron. Stimmt es, dass du sie in einem Restaurant getroffen und ihr dort die Rolle angeboten hast?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, das stimmt. Sie hat mir bei den Oscars 2008 mal auf die Schulter getippt und gesagt, dass sie gerne mal einen Film mit mir machen w&amp;uuml;rde. Als ich sie dann im Restaurant sitzen sah, habe ihr auf die Schulter getippt und gesagt, ich h&amp;auml;tte jetzt einen Film f&amp;uuml;r sie.  &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&lt;br /&gt;Das war alles?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Sie hat sich dann nat&amp;uuml;rlich erst einmal das Drehbuch durchgelesen, hatte noch ein paar Fragen und meinte dann wortw&amp;ouml;rtlich: Alright, let&amp;rsquo;s jumpf off that cliff together!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=1-9PAvv3LCY&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=1-9PAvv3LCY&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Figur, die sie spielt, ist nicht sonderlich sympathisch. Als wie schwierig empfindest du es als Filmemacher unter diesen Voraussetzungen, Identifikationsm&amp;ouml;glichkeiten mit dem Publikum zu schaffen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;F&amp;uuml;r mich geht es nicht darum, ob Charaktere sympathisch oder unsympathisch sind. Mir geht es darum, ob sie ehrlich sind. Ob man sie f&amp;uuml;r echte Menschen h&amp;auml;lt. Manche Leute sehen sich gerne Filme an, bei denen die Menschen auf der Leinwand keinerlei Bezug zur Realit&amp;auml;t haben wie in &amp;bdquo;Brautalarm&amp;ldquo;. Ein toller Film, aber die Figuren haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Mir ist der Realit&amp;auml;tsbezug aber weitaus wichtiger. Und ich mag alle Figuren in meinen Filmen &amp;ndash; selbst die Arschl&amp;ouml;cher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;In deinem Film geht es auch darum, nicht erwachsen werden zu wollen. Ist das ein typisches Problem unserer Zeit?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Auf jeden Fall. Die Leute wollen nicht mehr &amp;auml;lter werden und sind dem Jugendwahn verfallen. Sie ziehen sich an wie Kinder und verhalten sich auch so. Sie wollen keinerlei Verantwortung tragen, sind besessen von Ruhm und schauen blo&amp;szlig; noch Reality-TV. Unsere Generation hat irgendwann die Erlaubnis erhalten, nicht mehr erwachsen werden zu m&amp;uuml;ssen. Aber wenn ich so dar&amp;uuml;ber rede, klinge ich immerhin selbst wie ein alter Mann.  &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In &amp;bdquo;Young Adult&amp;ldquo; geht es auch um die Unf&amp;auml;higkeit, seine eigene Schulzeit hinter sich zu lassen. H&amp;auml;ngst du den alten Zeiten auch noch so nach wie die Hauptfigur im Film?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Nein, gar nicht. Ich war froh, als die Schulzeit vorbei war, denn ich war ein unbeliebter Film-Nerd und hatte in der Schule nicht viel zu lachen. Ich war wirklich wahnsinnig langweilig und war nicht auf sonderlich vielen Partys, sondern habe stattdessen haufenweise Filme geguckt und weder geraucht noch getrunken &amp;ndash; mit dem Trinken habe ich erst vor ein paar Jahren angefangen und festgestellt, dass ich das schon viel fr&amp;uuml;her h&amp;auml;tte tun sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wirst du denn zu Jubil&amp;auml;en eingeladen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich war beim 5- und 10-j&amp;auml;hrigen. Das war auch ganz okay, aber das 20-j&amp;auml;hrige soll eigentlich erst dasjenige sein, bei dem sich die Leute derma&amp;szlig;en ver&amp;auml;ndert haben, dass man es kaum glauben kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie gehen deine Schulkameraden denn damit um, dass du es vom ehemaligen Film-Nerd bis zu den Oscars geschafft hast?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Viele meiner Mitsch&amp;uuml;ler sind heute selbst erfolgreiche &amp;Auml;rzte, Anw&amp;auml;lte oder Gesch&amp;auml;ftsm&amp;auml;nner, insofern gibt es da keinerlei Neid &amp;ndash; zumindest bekomme ich ihn nicht mit. Mein Vater war ja ebenfalls Regisseur, und als Kind bin ich h&amp;auml;ufig damit aufgezogen worden. Abgehalten hat mich das aber offensichtlich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;In deinen Filmen hat Musik immer einer wichtige Rolle gespielt. Im Soundtrack von &amp;bdquo;Young Adult&amp;ldquo; kommt beispielsweise Teenage Fanclub vor. In den Staaten waren die aber nie besonders gro&amp;szlig;, oder?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Doch, sie hatten einen kurzen Moment, als sie vom Spin Magazine zur gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Rock&amp;rsquo;n&amp;rsquo;Roll-Band der Welt erkl&amp;auml;rt wurden. Das war allerdings eine Woche bevor Nirvanas &amp;bdquo;Nevermind&amp;ldquo;-Album ver&amp;ouml;ffentlicht wurde &amp;ndash; und deren Welle des Erfolges sind sie untergegangen.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 18:30:00 +0100</pubDate>
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      <title>Das ist mein Zuhause!</title>
      <description>Wieso darf in diese Wohnung jeder rein? Wie macht man Katzencontent ohne Katze? Und warum singt der Präsident schon wieder? Antworten auf diese Fragen und sehenswerte Videos dazu gibt es in unseren fünf Filmen der Woche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bringen wir ihn einfach gleich hinter uns, den heutigen Katzencontent. Aber: Ist gar keine echte Katze. Ist blo&amp;szlig; die Assistentin eines jungen Mannes, der (inspiriert durch eine &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=AxrhmA5mB8A&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;japanische Erfindung&lt;/a&gt;) &lt;a href=&quot;http://www.instructables.com/id/Animatronic-Cat-Ears/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;animatronische Katzenohren&lt;/a&gt; gebaut hat. Die Dame probiert sie nun aus und l&amp;auml;chelt nett. Es braucht ja nicht zwingend eine Katze, um ein niedliches Video zu machen. Die Ohren reichen schon.&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=Bmfi5lZXoHc&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=Bmfi5lZXoHc&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein gutes Mittel gegen Einsamkeit ist es, einfach Menschen bei sich Zuhause reinzulassen, egal wen, egal wann. Genau so macht es der Mann in dem folgenden Video. Den zwei jungen Filmemachern, die es gedreht haben, fiel eines Abends in Manhattan ein hell erleuchtetes Fenster mit einem vollgestopften Raum dahinter auf, den sie f&amp;uuml;r eine Art Antiquariat hielten. Es ist aber die Wohnung des besagten alten Mannes, der in seinem Leben eine Menge Kram angesammelt hat. Jeder der m&amp;ouml;chte, darf sich bei ihm umschauen. Er verkauft nichts, er hat auch keine Angst, bestohlen zu werden, er ist einfach froh, wenn jemand kommt und Leben in seine Bude bringt. In dem Filmchen erz&amp;auml;hlt er seine Geschichte &amp;ndash; und auch Geschichten seiner G&amp;auml;ste. Sch&amp;ouml;n!&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://vimeo.com/37093042&quot;&gt;http://vimeo.com/37093042&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn dieser Tage die Sonne scheint und es teilweise ganze 20 Grad w&amp;auml;rmer ist als noch vor zwei Wochen, dann meint man, schon den Fr&amp;uuml;hling zu sp&amp;uuml;ren. Aber der Schein tr&amp;uuml;gt und ein bisschen dauert es ja doch noch. Darum ist es auch noch nicht zu sp&amp;auml;t, sich den sch&amp;ouml;nen Seiten des Winters zu widmen. Wenn man eine dieser sch&amp;ouml;nen Seiten dann au&amp;szlig;erdem extravagant inszeniert, kommt so etwas wie das pulververschneite, irgendwie irreale anmutende &amp;bdquo;Glowing Man&quot;-Video dabei heraus, und man will pl&amp;ouml;tzlich gar nicht mehr, dass es Fr&amp;uuml;hling wird.&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;http://vimeo.com/36979569&lt;span&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Braucht es wirklich noch einen Film, der eine Reise im Zeitraffer zusammenfasst? Ja, diesen hier von zwei Teilnehmern der &amp;bdquo;Mongol Rally&quot; kann man sich wirklich anschauen. Denn erstens ist die Mongolei noch nicht in Grund und Boden gereist und zweitens ist die vollkommen leidenschaftslose Art des Sprechers ziemlich sympathisch. Man ist ihm dankbar daf&amp;uuml;r wie er &amp;bdquo;There's a cute little rainbow on the left&quot; sagt, sich total entspannt &amp;uuml;ber B&amp;auml;ume freut und die Fahrt auf Asphalt nach kilometerlangen unbefestigten Stra&amp;szlig;en nebenbei als &amp;bdquo;almost orgasmic&quot; kommentiert. Mit ihm an der Seite ist sicherlich jede Reise ein grundentspanntes Erlebnis.&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=Ou8NZJ-QK7o&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=Ou8NZJ-QK7o&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwar wurde dem Gesangstalent des amerikanischen Pr&amp;auml;sidenten schon im &lt;a href=&quot;/texte/anzeigen/539224/Obamas-Coolness-Bilanz&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;bdquo;F&amp;uuml;nf Filme Obama-Spezial&amp;ldquo;&lt;/a&gt; gehuldigt, aber gerade darum k&amp;ouml;nnen wir seine neuste Showeinlage hier einfach nicht unterschlagen. Diesmal h&amp;ouml;rt man sogar noch ein bisschen mehr von ihm. Bei der Blues Night im wei&amp;szlig;en Haus lie&amp;szlig; er sich dazu &amp;uuml;berreden, gemeinsam mit B.B. King ein par Zeilen von &amp;bdquo;Sweet Home Chicago&amp;ldquo; zu singen. Wenn er so weitermacht, wird er sich irgendwann zu einem Video hochgearbeitet haben, in dem er einen ganzen Song singt.   &amp;nbsp;&amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=hhO1DnNKYbo&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=hhO1DnNKYbo&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Sowas wie Frühling</title>
      <description>Es liegt schon in der Luft: jetzt-Userin &quot;fuckartletsdance&quot; über den Vorfrühling.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Ich habe es gesehen. Es machte den Boden trocken und die B&amp;auml;ume leuchten. Ich habe es gesehen als es drau&amp;szlig;en war und man zum ersten mal seit langen wieder Konturen von Bergen im Hintergrund sehen konnte, die nicht von Nebel verh&amp;uuml;llt waren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Ich habe herausgeschaut als es da war, in der Luft und im Licht, ich wei&amp;szlig; nicht ob die anderen es gesehen haben oder ob sie sich nur sch&amp;uuml;tzend die H&amp;auml;nde vor die Augen legten und die Bibliotheksaufsicht baten die Rollos herunterzufahren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Sie geben sich so viel M&amp;uuml;he es zu verbergen, dicke Fensterscheiben, Rollos, meterlange Tischreihen, Klimaanlage, aber ich habe es gesp&amp;uuml;rt als es da war, in den Erinnerungen an w&amp;auml;rmere Tage, an &amp;Uuml;bergangsjacken, an Tage an denen niemand &amp;bdquo;ganz sch&amp;ouml;n kalt heute&amp;ldquo; sagt und sich warm reibt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Ich nenne es Vorfr&amp;uuml;hling.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Er war da drau&amp;szlig;en heute, vor meinen Fenster, ich habe ihn nicht aus den Augen gelassen, alle F&amp;uuml;nf Minuten ein Blick vom Buch nach drau&amp;szlig;en ob er noch da ist. Das Licht drau&amp;szlig;en, das war so warm und dr&amp;uuml;ckend wie im Sommer, wenn man durch Hochhaussiedlungen geht und irgendwo aus dem Beton das Geschrei von Kindern kommt, wenn die Stra&amp;szlig;en schon ganz still sind. Es liegt etwas in der Luft und alle wissen gleich wird etwas gro&amp;szlig;es passieren, vielleicht nur ein Donnerschlag, vielleicht ein Regenschauer, vielleicht auch der Weltuntergang. Aber ich lasse nicht zu, dass ich den Weltuntergang gesch&amp;uuml;tzt von Mauern aus Papier beobachte, ich will da sein wenn alles zu Ende geht.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Aber da drau&amp;szlig;en scheint niemand zu sehen was ich sehe, sie gehen zur Arbeit oder kommen gerade von dort nach Hause, sie &amp;uuml;berlegen sich welches Programm sie sich heute ansehen oder zeigen sich Bilder auf ihren Handys.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Sie haben ihn nicht gesehen, den Vorfr&amp;uuml;hling, aber ich bin da gewesen, als er endete und nicht mit Get&amp;ouml;se in einem Gewitter unterging sondern nur still und heimlich in der Dunkelheit versank. Und in drei Wochen werden sie sagen: &amp;bdquo;Seht her, er ist da! Endlich, endlich!&amp;ldquo; und ich werde der einzige Mensch sein, der sich an diesen Testlauf von Fr&amp;uuml;hling erinnern wird.&lt;/p&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 18:30:00 +0100</pubDate>
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    <item>
      <title>Gemusterte Jogginghosen und "Der Prinz von Bel-Air"</title>
      <description>Eine Website hat mit Promi-Bildern den Zeitgeist der Neunziger eingefangen. Was verbindet ihr mit dieser Dekade? Und: Welche Bilder stehen für unsere Zeit heute?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer wie ich in den Neunzigern aufgewachsen ist, erinnert sich weniger an politische und gesellschaftliche Ereignisse aus dieser Zeit, sondern an viele Kleinigkeiten. An die Klamotten, die wir damals &amp;ndash; alle! &amp;ndash; getragen haben, auch wenn wir vieles lieber verdr&amp;auml;ngen w&amp;uuml;rden. Wie zerrissene Hosen und dicke Zopfgummis. An Stars, die wir bewundert haben. Wie Will Smith und die Olsen-Zwillinge. An Serien, die wir zum ersten Mal gesehen haben. &amp;bdquo;Die Nanny&amp;ldquo;, &amp;bdquo;Der Prinz von Bel-Air&amp;ldquo; und &amp;bdquo;Sabrina &amp;ndash; total verhext!&amp;ldquo;. An die Sachen, die wir gesammelt haben. Wie &amp;Uuml;berraschungseier-Figuren und Diddl-Maus-Bl&amp;ouml;cke. An die Spiele, die wir damals gespielt haben. &amp;bdquo;Tetris&amp;ldquo; auf dem grauen, klotzartigen Game Boy und &amp;bdquo;Zelda&amp;ldquo; auf dem Nintendo64. An Tamagotchis und Discmans. An Mila Superstar und Sailor Moon. Ich schweife ab.  &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ka/kathrin-hollmer/text/regular/886476.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;color: #888888;&quot;&gt;&lt;em&gt;So manches modische Ph&amp;auml;nomen aus den Neunzigern w&amp;uuml;rden wir heute lieber verdr&amp;auml;ngen.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Website &amp;bdquo;&lt;a href=&quot;http://www.buzzfeed.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Buzzfeed&lt;/a&gt;&amp;ldquo; hat den Zeitgeist der Neunziger gerade mit &lt;a href=&quot;http://www.buzzfeed.com/mjs538/pictures-that-perfectly-capture-the-90s&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;48 Star-Fotos&lt;/a&gt;, Werbeanzeigen und Zeitschriften-Covern zusammengefasst. Darin trifft man unter anderem Bob Saget, den Papa aus &amp;bdquo;Full House&amp;ldquo; und Jonathan Taylor Thomas, den mittleren Sohn aus &amp;bdquo;H&amp;ouml;r mal wer da h&amp;auml;mmert&amp;ldquo;. Musikalische Ph&amp;auml;nomene wie Aaron Carter und &amp;rsquo;N Sync inklusive Justin Timberlake. Den jungen Leonardo DiCaprio und die junge Drew Barrymore. Noch sch&amp;ouml;ner als die Stars sind aber die Sachen, die sie benutzen oder anhaben. Der gemusterte Jogging-Anzug von Jackie Chan. Die Sonnenbrillen mit den kleinen, runden, farbigen Gl&amp;auml;sern von Mary-Kate and Ashley Olsen. Die &lt;em&gt;Nike Airs&lt;/em&gt; und die gemusterten Hosen, in denen Will Smith an seiner Nintendo-Konsole spielt &amp;ndash; das K&amp;auml;ppi nat&amp;uuml;rlich schief aufgesetzt. Und die gro&amp;szlig;en Ordner, die wir wie Sara Gilbert und Drew Barrymore in &amp;bdquo;Poison Ivy &amp;ndash; Die t&amp;ouml;dliche Umarmung&amp;ldquo; zus&amp;auml;tzlich zum Schulranzen herumgeschleppt &amp;ndash; und vorher nat&amp;uuml;rlich mit Stickern und Zeitungsschnipseln beklebt haben.  &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; War doch eine tolle Kindheit!  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woran erinnerst du dich aus dieser Zeit? Welche Motive verbindest du mit den Neunzigern? Was w&amp;auml;ren die entsprechenden Bilder von heute? Welche Motive stehen deiner Meinung nach f&amp;uuml;r die Zeit, in der wir leben?&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 23 Feb 2012 08:00:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Google killt den Videostar</title>
      <description>Microsoft wirft dem Internetkonzern Missbrauch von Patenten vor&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; M&amp;uuml;nchen - Versetzt ausgerechnet Google den Filmen im Netz den Todesschuss? Nach Deutung von Microsoft schon. Der Softwarekonzern hat bei der EU-Kommission eine Beschwerde eingereicht. Der Vorwurf: Die Mobilfunksparte von Motorola verlangt zu hohe Geb&amp;uuml;hren von Mitbewerbern, wann immer diese bei der Entwicklung ihrer Computer, Telefone oder Konsolen auf eines der Patente zur&amp;uuml;ckgreifen. Damit bricht der Handyhersteller, den sich Google gerade wegen genau dieses Schatzk&amp;auml;stchens von etwa 17000 Patenten einverleiben will, mit einem ehernen Prinzip in der Branche: Demnach muss der vom Patenthalter geforderte Preis f&amp;uuml;r die Nutzung fair, angemessen und nicht diskriminierend sein.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/je/jetzt-redaktion/text/regular/886406.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;color: #888888;&quot;&gt;&lt;em&gt;Versetzt ausgerechnet Google den Filmen im Netz den Todesschuss?&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Was er unter diesen drei Worten versteht, rechnet Microsoft-Manager Dave Heiner im Firmenblog vor: F&amp;uuml;r einen Laptop, der im Laden 1000 Dollar kostet, verlange Motorola von Microsoft 22,5 Dollar f&amp;uuml;r 50 Patente auf einen Videostandard. Aber damit der im Netz aufgerufene Film tats&amp;auml;chlich &amp;uuml;ber den Bildschirm flackert, seien weitere 2300 Patente von 29 verschiedenen Firmen betroffen. Was Microsoft pro Laptop an Geb&amp;uuml;hren f&amp;uuml;r die eigenen Patente erh&amp;auml;lt? Gerade mal zwei Cent.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Heiner hat auch eine Erkl&amp;auml;rung parat f&amp;uuml;r die aus seiner Sicht &amp;uuml;berzogenen Forderungen von Motorola: 'F&amp;uuml;r den Todesschuss bedarf es nur einer Kugel,', zitiert er einen Motorola-Anwalt aus einem Patentstreit.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Und Google? Schweigt. Noch habe man Motorola ja nicht &amp;uuml;bernommen, l&amp;auml;sst der Internetkonzern ausrichten. Dabei hat Google f&amp;uuml;r die &amp;Uuml;bernahme vor einer Woche die letzte H&amp;uuml;rde genommen: Die Wettbewerbsh&amp;uuml;ter in Br&amp;uuml;ssel und Washington haben gr&amp;uuml;nes Licht gegeben: Sie haben dabei aber betont, dass sie den Umgang mit Patenten zu industriellen Standards sehr genau beobachten werden. Die Schlacht k&amp;ouml;nnte also bald schon in die n&amp;auml;chste Runde gehen.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 18:37:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Acta ist die Lok</title>
      <description>Warum der Europäische Gerichtshof sich nun bewähren und einen ganzen Zug aufhalten muss&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Die EU-Kommission will die Emp&amp;ouml;rung d&amp;auml;mpfen, die Kritiker bes&amp;auml;nftigen, die Debatte beruhigen. Deshalb schickt sie die Acta-Akten nach Luxemburg. Sie hatte zwar mit einem Aufruhr im Internet gerechnet, nicht aber mit dem gesamteurop&amp;auml;ischen Widerstand auf den Stra&amp;szlig;en. Nun ist die Kommission alarmiert; sie sp&amp;uuml;rt, wie immer mehr europ&amp;auml;ische Regierungen nerv&amp;ouml;s werden und das Abkommen nicht mehr unterzeichnen wollen. Deshalb legt die Kommission das Anti-Piraterie-Abkommen Acta, das sie selbst ausgehandelt hat, dem Europ&amp;auml;ischen Gerichtshof zur Pr&amp;uuml;fung vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/je/jetzt-redaktion/text/regular/886414.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;color: #888888;&quot;&gt;&lt;em&gt;Rebecca Harms, Mitglied des Europ&amp;auml;ischen Parlaments, protestiert in&amp;nbsp;Strasbourg gegen Acta.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Der soll gem&amp;auml;&amp;szlig; Artikel 218 Absatz 11 des Vertrags &amp;uuml;ber die Arbeitsweise der EU ein Gutachten erstatten. Die EU-Kommission geht davon aus, dass die EU-Richter dem Abkommen ihren Segen geben. Sie sollen best&amp;auml;tigen, was die Kommission behauptet: Acta sei v&amp;ouml;llig harmlos. Acta sei nur ein anderes Wort f&amp;uuml;r einen ma&amp;szlig;vollen Schutz des geistigen Eigentums. Aber das stimmt so nicht. Acta ist zwar ein eher unspektakul&amp;auml;rer Vertrag, mit vielen verwaschenen Formulierungen und ohne die Schrecknisse, die von Kritikern behauptet werden: Dort steht nichts von 'three strikes', kein Wort davon also, dass nach zwei Urheberrechts-Vergehen, die leicht bestraft werden, beim dritten Mal der gro&amp;szlig;e Hammer folgt - die Netzsperre, der zeitweise Entzug des Internetzugangs. Acta entspricht dem geltenden Recht in Deutschland, plus ein paar Kleinigkeiten. Bemerkenswert ist allerdings, was in Acta fehlt: Es fehlen angemessene Rechtsschutzm&amp;ouml;glichkeiten f&amp;uuml;r die Beklagten.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Und noch sehr viel bemerkenswerter ist, was noch so alles in Vorbereitung ist: Hinter Acta lauert Ipred (Intellectual Property Rights Enforcement Directive), die EU-Richtlinie zur Durchsetzung der Rechte an immateriellen G&amp;uuml;tern. Darin sollen die stumpfen Formulierungen des Acta-Abkommens scharf geschliffen werden. Dort wird wahr, was die Netzgemeinde f&amp;uuml;rchtet. Acta ist also nur die Lokomotive, die die Waggons mit dem Gefahrgut ziehen soll. Die EU-Kommission will sich vom EU-Gerichtshof eine T&amp;Uuml;V-Plakette f&amp;uuml;r die Lok und gr&amp;uuml;nes Licht f&amp;uuml;r den gesamten Zug geben lasen. Es w&amp;auml;re fatal, wenn das so funktionieren w&amp;uuml;rde.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Die Vorlage von Acta in Luxemburg ist eine gro&amp;szlig;e Pr&amp;uuml;fung f&amp;uuml;r den EU-Gerichtshof. Er muss nun zeigen, was er ist: ein Wettbewerbs-Gerichtshof f&amp;uuml;r Wirtschaft und freien Handel - oder auch ein Gerichtshof f&amp;uuml;r die B&amp;uuml;rger und die B&amp;uuml;rgerrechte. Bisher ist das Gericht immer noch eher ein Gericht der weiland EWG, der Europ&amp;auml;ischen Wirtschaftsgemeinschaft. Bisher gilt die unternehmerische Freiheit als Haupt- und Grundfreiheit. Bisher ist das EU-Gericht der juristische Olymp einer Wirtschaftsunion, aber nicht der Olymp einer Union der B&amp;uuml;rgerinnen und B&amp;uuml;rger. Bisher hatten die sozialen Rechte und B&amp;uuml;rgerrechte im h&amp;ouml;chsten EU-Gericht noch keinen H&amp;uuml;ter. Diese Aufgabe mussten nationale Verfassungsgerichte &amp;uuml;bernehmen. Der Gerichtshof hat jetzt die Chance, das zu &amp;auml;ndern.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/540472</link>
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      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 18:37:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Eine, die ganz sie selbst sein darf</title>
      <description>Was Adeles Triumph bei den Brit Awards über den Pop erzählt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Jetzt ist der Triumph der britischen S&amp;auml;ngerin Adele also komplett. Bei den diesj&amp;auml;hrigen Grammys in Los Angeles gewann die 23-J&amp;auml;hrige am vorvergangenen Sonntag schon sechs Preise, darunter die wichtigsten - f&amp;uuml;r die beste Aufnahme und den besten Song (beides mal 'Rolling In The Deep') sowie das beste Album ('21'). Jetzt folgten bei den Londoner Brit Awards noch einmal zwei: bestes Album, beste britische Solo-K&amp;uuml;nstlerin. Einen &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigenderen Beweis f&amp;uuml;r die Wertsch&amp;auml;tzung der Kollegen - beide Jurys bestehen aus Interpreten, Musikern, Songwritern, Produzenten und Branchenvertretern - kann es im Pop nicht geben. Ed Sheerans Auszeichnung als bester britischer K&amp;uuml;nstler und bester Newcomer, Coldplays W&amp;uuml;rdigung als beste Band und Rihannas Preis als beste internationale K&amp;uuml;nstlerin standen dementsprechend in Adeles Schatten.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/je/jetzt-redaktion/text/regular/886402.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;color: #888888;&quot;&gt;&lt;em&gt;Jetzt ist der Triumph der britischen S&amp;auml;ngerin Adele also komplett.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Dazu der kommerzielle Erfolg: Bald d&amp;uuml;rfte sich das im Januar 2011 ver&amp;ouml;ffentlichte '21' mehr als zwanzig Millionen Mal verkauft haben. Abs&amp;auml;tze in dieser Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enordnung gelingen l&amp;auml;ngst selbst den gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten etablierten Stars eigentlich nicht mehr. Das Umsatzvolumen der Branche hat sich in den vergangenen zehn bis f&amp;uuml;nfzehn Jahren halbiert. Entgegen vieler Prognosen hat es mit '21' dennoch ein Popmusikalbum geschafft, zum erfolgreichsten Unterhaltungsprodukt des Jahres zu werden. Trotz Computerspielen wie 'Call Of Duty: Modern Warfare 3' oder DVD-Ver&amp;ouml;ffentlichungen wie der letzten Harry-Potter-Folge.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Wie kann es sein, dass der gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Popstar der Welt derzeit eine S&amp;auml;ngerin ist, deren Statur, Look und Auftreten einer grundvern&amp;uuml;nftigen nordenglischen Supermarkt-Verk&amp;auml;uferin n&amp;auml;her ist als Popspektakel-F&amp;uuml;rstinnen wie Beyonc&amp;eacute;, Rihanna, Katy Perry oder Lady Gaga? Ganz einfach, sagen jetzt die, die es hinterher immer ganz genau wissen: Adele ist echt. Sie ist ihren eigenen Weg gegangen, sie steht zu ihrem &amp;Uuml;bergewicht, sie macht keine albernen Faxen. Mit anderen Woten: Abgesehen davon, dass sie herzzerrei&amp;szlig;end gut singen kann, ist sie wie wir.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Wir wollen gar nicht bestreiten, dass all das eine Rolle spielt - neben ein paar wirklich guten Songs vielleicht und mit 'Rolling In The Deep' einem wirklich au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlichen. Aber irgendwie sind wir das Argument der Identit&amp;auml;t von Star und Mensch auch leid, denn der Erfolg der sorgf&amp;auml;ltig entworfenen Kunstgesch&amp;ouml;pfe ist in der Popmusik in den vergangenen Jahren ja auch gigantisch gewesen. Wir pl&amp;auml;dieren deshalb jetzt endlich f&amp;uuml;r die allgemeine Anerkennung der zwei Herzen, also der grunds&amp;auml;tzlich gespaltenen Pers&amp;ouml;nlichkeit aller. Haben wir nicht genauso l&amp;auml;ngst den radikalen Rollenspieler in uns und den, der am liebsten ganz er selbst sein will?&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Was das Gesch&amp;auml;ft mit dem Pop betrifft, f&amp;auml;llt der Erfolg Adeles in eine Zeit, in der sich die Musikbranche langsam mit den neuen Bedingungen, die das Internet geschaffen hat, arrangiert zu haben scheint - und wieder einmal gr&amp;uuml;ndlich neu ordnet. Im November des vergangenen Jahres wurde EMI verkauft - und zugleich zerteilt. Das Label der Beatles war bislang neben Universal, Sony und Warner einer der verbliebenen vier 'Majors' der Branche. Jetzt sind es also nur noch drei.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Sollten die Deals in diesem Jahr von den amerikanischen und europ&amp;auml;ischen Kartellbeh&amp;ouml;rden genehmigt werden, w&amp;uuml;rde Universal k&amp;uuml;nftig 40 Prozent des weltweiten Tontr&amp;auml;gergesch&amp;auml;fts kontrollieren, auf Sony entfielen 32 Prozent und Warner w&amp;auml;re mit 15 Prozent Marktanteil schon ein gutes St&amp;uuml;ck abgeschlagen. So wie Informations- und Unterhaltungskonzerne wie Google, Facebook und Apple in ihren Gesch&amp;auml;ftsfeldern inzwischen Quasi-Monopole besitzen, scheint sich nun also auch der Musikmarkt immer mehr zu monopolisieren.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Welche Folgen das f&amp;uuml;r Qualit&amp;auml;t und Art der popul&amp;auml;ren Musik in Zukunft haben wird, ist nat&amp;uuml;rlich ungewiss. Frank Zappa schimpfte in den achtziger Jahren - die Wahrheit ist immer eine &amp;Uuml;bertreibung - auf die risikoscheuen neuen jungen Platten-Bosse, die nicht mehr einfach neue Musik auf Zuruf ver&amp;ouml;ffentlichen wollten, sondern zu wissen meinten, was das Publikum wirklich h&amp;ouml;ren will. Diese naseweisen, profitgeilen Manager seien eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Bedrohung f&amp;uuml;r die Kunstform Pop als die ignoranten alten, aber wenigstens wagemutigen Bosse fr&amp;uuml;herer Zeiten.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Geschmackspolizist kann ein Monopolist sicher noch besser spielen. Die Tatsache allerdings, dass YouTube, Facebook und Twitter heute v&amp;ouml;llig unbekannte K&amp;uuml;nstler in kurzer Zeit einem Millionenpublikum bekannt machen k&amp;ouml;nnen, setzt der Major-Willk&amp;uuml;r inzwischen Grenzen, die Zappa gefallen h&amp;auml;tten. Der Superstar Adele zum Beispiel ist auch eine Niederlage f&amp;uuml;r die Talentsucher der Major-Labels. Nachdem ein Freund 2006 ein Video der 1988 geborenen S&amp;auml;ngerin und Sch&amp;uuml;lerin der Londoner BRIT School f&amp;uuml;r darstellende K&amp;uuml;nste im Netzwerk MySpace hochgeladen hatte, bot ihr das Londoner Indie-Label XL Recordings einen Vertrag an. In ihrer Dankesrede bei den diesj&amp;auml;hrigen Brit Awards dankte sie XL ausdr&amp;uuml;cklich daf&amp;uuml;r, dass man sie dort 'die K&amp;uuml;nstlerin sein lie&amp;szlig;, die ich sein wollte'.&lt;br /&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 22 Feb 2012 18:37:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der verstummte Sarkozy</title>
      <description>Der französische Präsident startet den Wahlkampf mit einem neuen Twitteraccount. Kurz darauf schaltet der Kurznachrichtendienst Satirekanäle ab, die Sarkozy veralberten. Nun lautet der Vorwurf: Zensur!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886072.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&quot;Sorry, dieser Benutzer ist gesperrt.&quot; Mit dieser Nachricht muss sich seit ein paar Tagen jeder begn&amp;uuml;gen, der Twitter-Nachrichten des Accounts&amp;nbsp; @_NicolasSarkozy lesen m&amp;ouml;chte. Und das, obwohl zum Wahlkampfauftakt des franz&amp;ouml;sischen Pr&amp;auml;sidenten vergangene Woche erst die Nachricht durch die Medien ging, dass der jetzt auch mit einem eigenen Account auf Twitter vertreten ist.  Am 15. Februar um 8.14 schickte er seine ersten 140 Zeichen durchs Web. &quot;Guten Tag zusammen, ich bin sehr gl&amp;uuml;cklich, heute mein Twitter-Konto zu starten. Danke an diejenigen, die mir gerne folgen m&amp;ouml;chten - NS&quot;. Und jetzt soll es das schon wieder gewesen sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886070.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein. Sarkozy twittert weiter. Der gesperrte Account war nicht sein eigener, sondern ein satirischer, den es schon seit zwei Jahren gegeben haben soll. Wie vier andere Accounts wurde er aber von Twitter verbannt. Ein &lt;a href=&quot;http://www.internetsansfrontieres.com/Twitter-Censure-des-Comptes-Non-Favorables-a-Nicolas-Sarkozy_a396.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bericht der Organisation Internet sans fronti&amp;egrave;res&lt;/a&gt; machte die Vorg&amp;auml;nge publik und kritisierte sie als Zensur. Auch auf Twitter selbst verbreitete sich die Nachricht schnell. Unter dem Hashstag &lt;a href=&quot;http://www.internetsansfrontieres.com/Twitter-Censure-des-Comptes-Non-Favorables-a-Nicolas-Sarkozy_a396.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;#Sarkocensure&lt;/a&gt; klagen Nutzer &amp;uuml;ber die gesperrten Kan&amp;auml;le und werfen Sarkozy Zensur vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Grund f&amp;uuml;r die Abschaltung der Accounts ist offenbar der Vorwurf der Irref&amp;uuml;hrung. In einer im Netz offen einsehbaren &lt;a href=&quot;http://pastebin.com/YASzir5Z&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kopie der Mitteilung&lt;/a&gt;, die Twitter an die Betreiber der Accounts verschickt haben soll, hei&amp;szlig;t es: &amp;bdquo;Obwohl Twitter fest an die Redefreiheit glaubt, ist ein Auftritt, der irref&amp;uuml;hrt, verwirrt oder t&amp;auml;uscht, gegen die Regeln von Twitter.&amp;ldquo; Der Account sei vor&amp;uuml;bergehend abgeschaltet, bis &amp;Auml;nderungen vorgenommen w&amp;uuml;rden, die klar machen, dass es sich nicht um den echten Sarkozy handelt. Das m&amp;uuml;sse schon am Nutzernamen erkennbar sein, zum Beispiel indem die Worte &amp;bdquo;fake&amp;ldquo;, &amp;bdquo;not&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;fan&amp;ldquo; integriert w&amp;uuml;rden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Satire muss auf Twitter offenbar in engeren Grenzen stattfinden als in der echten Welt. Denn eigentlich war f&amp;uuml;r jeden halbwegs klar denkenden Menschen ersichtlich, dass die Tweets des Accounts @_NicolasSarkozy nicht der Pr&amp;auml;sident in die Tastatur gehackt haben konnte. Schon das sehr unvorteilhafte Profilfoto lie&amp;szlig; keinen Zweifel, dass ein Politikprofi wir Sarkozy sich so niemals in seinem offiziellen Auftritt darstellen w&amp;uuml;rde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht gekl&amp;auml;rt ist bislang, wer veranlasste, dass Twitter die Satire-Accounts genauer untersuchte und sie schlie&amp;szlig;lich verbannte. Der Zeitpunkt legt jedoch die Vermutung nahe, dass es jemand aus Sarkozys Wahlkampfteam war. Es ist wohl kaum ein Zufall, dass die Satire quasi zeitgleich mit dem Launch des neuen Pr&amp;auml;sidenten-Accounts verstummen musste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Team des sozialisischen Herausforderers Fran&amp;ccedil;ois Hollande wurde in Reaktion auf die Sperrungen jedenfalls ganz offen aktiv. Es verfasste einen offenen Brief an Twitter und bezeichnete das Verhalten des Unternehmens als unverst&amp;auml;ndlich, vor allem, weil Parodie-Accounts ihres Kandidaten weiterhin zug&amp;auml;nglich seien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter @_NicholasSarkozy steckt die satirische Internetseite &lt;a href=&quot;http://kaboul.fr/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kaboul.fr&lt;/a&gt;. Auch wenn die Spa&amp;szlig;twitterer den falschen Sarkozy-Account nicht mehr bef&amp;uuml;llen k&amp;ouml;nnen, geht ihnen die Arbeit momentan nicht aus. Denn es gibt noch ein paar andere Identit&amp;auml;ten, derer sie sich bem&amp;auml;chtigt haben. Die Gattin des Pr&amp;auml;sidenten zum Beispiel. In dem Account &lt;a href=&quot;https://twitter.com/#!/_Carla_Bruni&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;@_Carla_Bruni&lt;/a&gt; ist allerdings deutlich gekennzeichnet, dass es sich nicht um die echte handelt. Das Risiko, dass auch sie mundtot gemacht wird, war wohl zu gro&amp;szlig;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christian-helten/text/regular/886074.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 21 Feb 2012 18:32:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der Fachkräftemangel</title>
      <description>Wir leben in Zeiten, in denen sich alles ändert. Echt? Unser Autor erzählt von Dingen, die ihm bleiben. Heute: Der Fachkräftemangel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man wirklich wissen will, was sich nicht &amp;auml;ndert, muss man nur die Tagesschau einschalten. Nicht die von heute, sondern die von vor 20 Jahren. Sie l&amp;auml;uft jeden Tag auf dem Digitalsender der ARD - Eins Extra - um 22.45 Uhr. Ich sehe die gerne, weil das Nachrichten ohne Griechenland-Pleite, Wulff oder dem Traumpaar Merkozy sind. Irgendwie beruhigend. Nat&amp;uuml;rlich gab es damals auch Riesen-Krisen: Ende Dezember 1991 brach die Sowjet-Union zusammen. Pl&amp;ouml;tzlich war das gesamte Atom-Arsenal der Roten Armee in der Hand von Boris Jelzin &amp;ndash; einem Mann mit Wodka-Problem. In Ost-Deutschland wurde unter dem etwas zynischen Motto &amp;bdquo;bl&amp;uuml;hende Landschaften&quot; die veraltete DDR-Industrie platt gemacht. Und Rechtsradikale jagten Ausl&amp;auml;nder relativ ungest&amp;ouml;rt durch Hoyerswerda, Rostock und anderswo. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant ist aber vor allem, was sich in 20 Jahren kaum oder gar nicht ver&amp;auml;ndert hat. Zum Beispiel das Thema Naher Osten: W&amp;uuml;rde man nebenher b&amp;uuml;geln und nicht genau hinh&amp;ouml;ren, w&amp;auml;ren Signalw&amp;ouml;rter wie &amp;bdquo;Zwei-Staatenl&amp;ouml;sung&quot;, &amp;bdquo;Siedlungspolitik&quot; oder &amp;bdquo;Friedensprozess&quot; absolut gleich geblieben. Die Politiker sind andere, aber ansonsten k&amp;ouml;nnte man eine Nachricht zu Israel und seinen arabischen Nachbarn heute fast Wortgleich verlesen. Jede Ver&amp;auml;nderung beginnt eben in den K&amp;ouml;pfen. Wenn sich die Denkstrukturen nicht &amp;auml;ndern, ist es egal, welche Leute gerade am Ruder sind. Wie es ausschaut, wird sich am jetzigen Status quo wohl auch in den n&amp;auml;chsten beiden Jahrzehnten kaum etwas &amp;auml;ndern.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/886098.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte mit Israel mag vielleicht nicht &amp;uuml;berraschen. Vor kurzem jedoch stolperte ich in einer alten Tagesschau-Sendung &amp;uuml;ber eine Meldung, die mich wirklich aufhorchen lie&amp;szlig;. Miss Tagesschau Dagmar Berghoff verk&amp;uuml;ndete: &amp;bdquo;Deutsche Industrie warnt vor Fachkr&amp;auml;ftemangel&quot;. Es wurde dabei ein Szenario aufgebaut, dass die deutsche Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch steht, wenn die Politik keine neuen Rahmenbedingungen schafft. Hatte ich die Meldung nicht schon mal geh&amp;ouml;rt? Genau. Gerade letztens wurde verk&amp;uuml;ndet, dass Deutschland unter einem Fachkr&amp;auml;ftemangel leidet und das die Politiker unheimlich schnell was machen m&amp;uuml;ssen, um den Wohlstand in unserem Land zu erhalten. Zwei Meldungen, 20 Jahre dazwischen, die gleiche Botschaft: Ohne gut ausgebildete Fachkr&amp;auml;fte gehen hier bald die Lichter aus. Da ist sie wieder: die gute alte German Angst.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;N&amp;uuml;chtern kann man konstatieren: Es gibt Deutschland noch. Mehr noch: Es geht uns sogar ziemlich gut. Die Wirtschaft w&amp;auml;chst, die Arbeitslosenzahlen sinken und wir exportieren wie die Weltmeister. Trotz scheinbar viel zu weniger Leute, mit entsprechender Ausbildung. Letztlich steckt hinter der Meldung eine ganz andere Botschaft: H&amp;ouml;rt nicht auf Panikmacher, lasst euch nicht von Lobbyverb&amp;auml;nden irgendwelche Geschichten erz&amp;auml;hlen. Denn daf&amp;uuml;r ist das Leben einfach zu kompliziert. Wer kann schon sagen, ob und wie der Klimawandel wirklich zustande kommt. Den EURO-Rettungsschirm mit den Hebeln verstehen noch nicht einmal mehr viele Parlamentarier, die ihn durchwinken. Und wenn uns jemand erz&amp;auml;hlt, es g&amp;auml;be Fachkr&amp;auml;ftemangel, dann m&amp;uuml;ssen wir ihm das wohl notfalls glauben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlie&amp;szlig;lich ist es ganz normal, dass es f&amp;uuml;r Unternehmen zu wenig Fachkr&amp;auml;fte auf dem Arbeitsmarkt gibt. Dies sind Experten. Regale im Discounter einr&amp;auml;umen kann jeder, komplizierte Maschinenbauteile entwickeln und fertigstellen nur wenige. Sonst w&amp;auml;ren es ja keine Fachkr&amp;auml;fte, sondern moderne Lohnsklaven des Zeitarbeitertums. Der Begriff &amp;bdquo;Fachkraft&quot; tr&amp;auml;gt im Grunde den Mangel schon in sich.   Also werden auch noch in vielen Jahren deutsche Firmen &amp;uuml;ber den &amp;bdquo;Fachkr&amp;auml;ftemangel&quot; sprechen. Unternehmen werden &amp;uuml;ber die schlechte Bildung von Sch&amp;uuml;lern und Studenten klagen. W&amp;auml;hrend Vorstandsvorsitzende st&amp;auml;ndig neue Gefahren f&amp;uuml;r den Standort Deutschland ausmachen.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Nachrichten werden immer wieder auftauchen. Harmlose, wie die Tipps gegen den Silvester-Kater. Aber auch ernste: Als vor 3 Jahren Pr&amp;auml;sident Obama die Inaugurationsrede hielt, schaute ich mir am gleichen Tag die Ansprache von George Bush Sr. an. Von 1989. Er erz&amp;auml;hlte das gleiche wie Obama: Frieden, Chancen, Wachstum, Zusammenhalt. Was soll auch anderes gesagt werden? Bestimmte Aspekte unseres Zusammenlebens werden sowieso nie zufriedenstellend gel&amp;ouml;st. Was gut ist. Denn Unzufriedenheit ist der Motor f&amp;uuml;r Ver&amp;auml;nderung. Komisch nur, dass die Unzufriedenheit sich nicht &amp;auml;ndert. Vielleicht herrscht wirklich ein Fachkr&amp;auml;ftemangel: an Motorenbauern.&lt;span&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/540336</link>
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      <pubDate>Tue, 21 Feb 2012 18:32:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Das Blütenfloh-Krümelwürmchen</title>
      <description>Seltsame Kosenamen, Sexspielzeug mit Speicherplatz und ein rührender Liebeswettbewerb: In der Topsexliste greifen wir tief in die Kuriositätenkiste der Unternrumwelt sowie tief in euer Herz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Beginn wischen wir erstmal die eigene H&amp;uuml;tte ordentlich durch und sto&amp;szlig;en dabei gleich auf super Topsexlisten-Content. Denn in der &lt;a href=&quot;/texte/anzeigen/539418/Lauter-stillende-Muetter&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Diskussion &amp;uuml;ber stillende M&amp;uuml;tter und ihre Stillfotos auf Facebook&lt;/a&gt; wurde auf eine sehr lustige &lt;a href=&quot;http://jezebel.com/5882886/the-very-best-hat-for-a-breast+feeding-baby&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Brustm&amp;uuml;tze&lt;/a&gt; hingewiesen, die wir allen Listenlesern sowie allen werdenden oder noch stillenden M&amp;uuml;ttern nicht vorenthalten wollen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/886080.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/886082.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleiben wir beim Thema, treten aber aus dem Haus und besuchen ein Blog mit dem klangvollen Namen &lt;a href=&quot;http://titthinksitspeople.blogspot.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;bdquo;Tit thinks it's people&quot;&lt;/a&gt;. Diverse Tumblr, auf denen Tiere wie Menschen aussehen oder sich wie solche verhalten, sind uns ja wohlbekannt &amp;ndash; aber Br&amp;uuml;ste, die denken, sie seien Menschen? Um zu erfahren, was genau dahintersteckt (kleiner Spoiler: der Quatsch, nach dem es aussieht), erf&amp;auml;hrt man, wenn man das &lt;a href=&quot;http://www.vice.com/de/read/lass-deine-brueste-aussehen-wie-kleine-maenner/?utm_source=twitterpage&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Interview mit Heidi Leigh&lt;/a&gt; liest. Sie hat dereinst damit angefangen, die m&amp;auml;nnliche wie weibliche Brust in Personen zu verwandeln und diese Kreationen &amp;bdquo;Buppets&quot; getauft. Karneval und Fasching finden zwar gerade wieder einmal ein Ende, aber Br&amp;uuml;ste verkleiden geht halt immer.&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/886084.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;Verkleiden kann man ja auch untenherum, lustige Schamhaarper&amp;uuml;cken und sonstige Accessoires werden nicht zuletzt in dieser Liste hier gerne pr&amp;auml;sentiert. Jetzt gibt es wieder etwas Neues aus der Kuriosit&amp;auml;tenkiste der Intimbereichsversch&amp;ouml;nerung (oder  -verunstaltung, je nachdem): Schamlippenfarbe! Das Produkt nennt sich &lt;a href=&quot;http://www.mynewpinkbutton.com/My-New-Pink-Button-Audry/M/B002OXSKF8.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;bdquo;My New Pink Button&quot;&lt;/a&gt; und soll allen Frauen, die langsam ergrauen, einen jugendlichen Anstrich geben &amp;ndash; zum Beispiel das &amp;bdquo;bold burgundy pink&quot; des Farbtons &amp;bdquo;Audrey&quot;. Der Hersteller verspricht: &amp;bdquo;Our products are never tested on animals, but it will bring out the animal in you!&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie, schon der vierte Listenpunkt und bisher noch keine Wissenschaftsnews? Das darf nicht so bleiben, darum servieren wir fix zwei f&amp;uuml;r unsere Belange interessante Studien. Die erste ist die diesj&amp;auml;hrige &lt;a href=&quot;http://www.fem.com/private/kosenamenstudie-2012-beliebteste-kosenamen-14137.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kosenamenstudie&lt;/a&gt;, die man schnell abfr&amp;uuml;hst&amp;uuml;cken kann: Schatz, Schatzi, Hase, B&amp;auml;rchen und Liebling werden am h&amp;auml;ufigsten gebraucht. Allerdings gibt es auch regionale Unterschiede: M&amp;uuml;nchner und Hamburger geben sich gerne kosmopolitisch und sagen &amp;bdquo;Darling&quot; oder &amp;bdquo;Sweetheart&quot;, die Berliner halten es mit dem &amp;bdquo;Engel&quot;. Die ungew&amp;ouml;hnlichsten Kosenamen 2012 sind angeblich &amp;bdquo;Schokodropsie&quot; und &amp;bdquo;Bl&amp;uuml;tenfloh-Kr&amp;uuml;melw&amp;uuml;rmchen&quot;. Fast m&amp;ouml;chte man wetten, dass derjenige, der diesen letzten Namen angegeben hat, seinen Partner in Wirklichkeit einfach nur beim Vornamen nennt und sich jetzt eins ins F&amp;auml;ustchen lacht, dass das &amp;bdquo;Bl&amp;uuml;tenfloh-Kr&amp;uuml;melw&amp;uuml;rmchen&quot; tats&amp;auml;chlich in der Studie auftaucht.&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;a href=&quot;http://jezebel.com/5886652/guys-change-how-they-talk-based-on-your-fertility&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;zweite Studie&lt;/a&gt; versucht zu beweisen, dass M&amp;auml;nner anders mit Frauen sprechen, wenn diese gerade fruchtbar sind. Daf&amp;uuml;r mussten die weiblichen Testpersonen den m&amp;auml;nnlichen ein Bild beschreiben, diese mussten es danach ebenfalls beschreiben. Das Ganze Prozedere wurde mehrmals und zu unterschiedlichen Zykluszeitpunkten der Frauen durchgef&amp;uuml;hrt. Ergebnis: Wenn die Frauen sich gerade in der Zeit um den Eisprung herum befanden, wiederholten die M&amp;auml;nner seltener die Formulierungen, die ihr Gegen&amp;uuml;ber f&amp;uuml;r die Beschreibung des Bilds verwendet hatte. Sie sprachen also kreativ und individuell mit einer fruchtbaren Frau und eher unmotiviert mit einer gerade nicht so fruchtbaren. Ob das jetzt bedeutet, dass M&amp;auml;nner Frauen mehr beeindrucken wollen, wenn die Chance besteht, ein Kind mit ihr zu zeugen, ist aber noch nicht ganz raus &amp;ndash; die Leiter der Studie r&amp;auml;umten ein, dass das Setting eventuell nicht realistisch genug sei und die M&amp;auml;nner in freier Wildbahn vielleicht sogar eher die Sprachmuster fruchtbarer Frauen &amp;uuml;bern&amp;auml;hmen, um sie an sich zu binden, anstatt sich als m&amp;ouml;glichst kreativ zu pr&amp;auml;sentieren. Hauptsache sie sagen nicht &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&amp;bdquo;Bl&amp;uuml;tenfloh-Kr&amp;uuml;melw&amp;uuml;rmchen&quot;...&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/886092.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;Nach so viel Theorie nun wieder etwas Handfestes. Dieses kleine Ger&amp;auml;t hei&amp;szlig;t &lt;a href=&quot;http://www.thedailybeast.com/articles/2012/02/18/the-duet-the-ipod-of-vibrators.html?utm_source=feedburner&amp;amp;utm_medium=feed&amp;amp;utm_campaign=Feed%3A+thedailybeast%2Farticles+%28The+Daily+Beast+-+Latest+Articles%29&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;bdquo;The Duet&quot; &lt;/a&gt;und wirft zun&amp;auml;chst die Frage auf, was es in einer Topsexliste zu suchen hat. Viel, lautet die Antwort, denn es ist ein Vibrator. Mit USB-Anschluss. Und 16 Gigabyte Speicherplatz. Kann man an jedem handels&amp;uuml;blichen Computer aufladen, all seinen Kram draufpacken und dann noch anderen Kram damit machen. Praktisch. Komisch eigentlich, dass in einer Welt, in der man mit den meisten Ger&amp;auml;ten tausend Dinge auf einmal machen kann, nicht schon vorher jemand auf diese Idee gekommen ist.&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/886096.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;Wo wir gerade bei Ideen sind: Eine sehr lustige steckt hinter der &lt;a href=&quot;http://www.pimpettes.de/index.php/2012/02/02/porn-is-moving-werbung/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Werbekampagne &quot;Porn is moving&quot;&lt;/a&gt;. In der geht es darum, den Umzug der einschl&amp;auml;gigen pornografischen Seiten auf die .xxx-Domain zu kommunizieren. Daf&amp;uuml;r braucht es nat&amp;uuml;rlich Umzugshelfer, die die Protagonisten der Filmchen mal so richtig ordentlich... wegtragen.&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Schluss noch etwas f&amp;uuml;r's Herz. Und f&amp;uuml;r's Hirn! Das Stanford Center for Cognitive and Neurobiological Imaging hat eine &amp;bdquo;Love Competition&quot; ausgetragen, in der derjenige gewann, dessen Hirn die meiste Aktivit&amp;auml;t zeigte, w&amp;auml;hrend er in einem Kernspintomographen f&amp;uuml;nf Minuten lang irgendjemanden oder irgendetwas so fest liebte wie er nur konnte. Zu gewinnen gab es nichts, zumindest keinen Sachpreis, daf&amp;uuml;r aber neue Erkenntnisse &amp;uuml;ber die Gehirnaktivit&amp;auml;t bei Liebe, gro&amp;szlig;e Freude beim Sieger und f&amp;uuml;r alle, die nicht dabei waren, das folgende Video. Die 15-min&amp;uuml;tige Doku ist einfach ein sch&amp;ouml;ner Film, in dem Menschen &amp;uuml;ber Liebe sprechen und sie hinterher dann ausprobieren. Inklusive r&amp;uuml;hrendem Schluss, der einem den Tag vers&amp;uuml;&amp;szlig;t.&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://www.youtube.com/watch?v=kFatZrbGODw&lt;span&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 21 Feb 2012 18:32:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Anonymität zum Nachlesen</title>
      <description>Die Spiegel-Online-Journalisten Stöcker, Lischka und Reissmann porträtieren das Protest-Phänomen &quot;Anonymous&quot;. Ein Lektüre-Tipp nicht nur für die eigenen Eltern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;background-color: #ffff00;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;background-color: #ffffff;&quot;&gt;Angestrichen:&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&quot;Wie Anonymous in ein paar Monaten oder in einem Jahr aussehen wird, l&amp;auml;sst sich kaum vorhersagen. Fraglich ist, ob das Kollektiv Institutionen ausbildet, so wie soziale Bewegungen schlie&amp;szlig;lich Gewerkschaften hervorgebracht haben oder wie die F&amp;uuml;rsprecher Freier Software sich organisiert haben. (...) Doch selbst wenn der Name &quot;Anonymous&quot; nicht f&amp;auml;llt, sind die vom Kollektiv erprobten Mittel und Wege nun da und k&amp;ouml;nnen von Gruppen genutzt werden, die sich um die Belange des Netzes k&amp;uuml;mmern.&quot;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wo steht das denn?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In dem gerade ver&amp;ouml;ffentlichen Buch &lt;a href=&quot;http://sz-shop.sueddeutsche.de/mediathek/shop/Produktdetails/Buch+We_are_Anonymous+Ole_Reiszmann_Christian_Stoecker_und_Konrad_Lischka/7393896.do&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;We are Anonymous&quot;&lt;/a&gt;, in dem sich die Journalisten Christian St&amp;ouml;cker, &lt;a href=&quot;https://twitter.com/#!/klischka&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konrad Lischka&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://twitter.com/#!/oler&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ole Reissmann&lt;/a&gt; mit der &quot;Maske des Protests&quot; befassen. Gemeint ist die Guy-Fawkes-Maske, die in den vergangenen Monaten zur Grundausstattung des netzaffinen Demonstranten wurde. Das 250-seitige Buch erz&amp;auml;hlt meist lesenswert, was es mit der Maske und der sie nutzenden Anonymous-Bewegung auf sich hat. Wie kann sich ein Kollektiv organisieren, das sich dem Grundprinzip der personalisierten Medien&amp;ouml;ffentlichkeit entzieht und auf Gesichter und greifbare Repr&amp;auml;sentanten verzichtet? Wie setzt ein solches Kollektiv seine Interessen durch und auf welche Widerspr&amp;uuml;che sto&amp;szlig;en sie dabei?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/886068.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Buch zeichnet die Geschichte der Bewegung nach und liefert damit nicht nur Erkl&amp;auml;rmaterial f&amp;uuml;r die erstaunten Eltern, die z.B. bei der Anti-Acta-Demonstration am kommenden Wochenende fragen werden: Warum tragen die diese komischen Masken?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem geht es um die Urspr&amp;uuml;nge der Bewegung, ihren Bezug zu 4chan, ihren Widerspruch gegen Scientology und ihren Kampf gegen das mexikanische Drogenkartell. Menschen, die sich im Web bewegen, ist all das nicht neu und manche Stelle w&amp;uuml;rde man gerne im schnellen Vorlauf lesen. Umgekehrt wiederum h&amp;auml;tte man zu den sehr aktuellen Aktionen gerne mehr erfahren. Beides funktioniert nicht recht, was aber weniger an den Autoren als vielmehr am Medium Buch liegt. Das jedoch hat den gro&amp;szlig;en Vorteil: Man kann es mitnehmen und verschenken. F&amp;uuml;r beides eignet sich &quot;We Are Anonymous&quot; in jedem Fall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;F&amp;uuml;r Menschen, die auch &lt;a href=&quot;/texte/anzeigen/533561&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die Piratenpartei - Alles klar zum Entern&lt;/a&gt; mochten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 21 Feb 2012 18:32:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>"Die tatsächliche Revolution findet auf der Straße statt"</title>
      <description>Die Blog Awards &quot;The BOBs&quot; fördern Blogs, die einen offenen Diskurs im Internet antreiben. Wir haben mit dem einzigen deutschen Jurymitglied gesprochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Der Blog Award der Deutschen Welle &quot;&lt;a href=&quot;http://thebobs.com/deutsch/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;The BOBs&lt;/a&gt;&quot; (Best of the Blogs) zeichnet Webseiten aus, die Informations- und Pressefreiheit im Internet vorantreiben und bereichern. Patricia Cammarata ist zum ersten Mal in der Jury und vertritt Deutschland. Seit sieben Jahren bloggt die Berlinerin unter dem Pseudonym &lt;a href=&quot;http://dasnuf.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;dasnuf&lt;/a&gt; &amp;uuml;ber Alltagsbeobachtungen. Ein Gespr&amp;auml;ch &amp;uuml;ber die Relevanz von Blogs f&amp;uuml;r die Meinungsfreiheit und den Arabischen Fr&amp;uuml;hling.&lt;/i&gt; &amp;nbsp;  &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;jetzt.de: Man hat immer noch den Eindruck, dass Blogs &amp;ndash; bis auf wenige Ausnahmen &amp;ndash; von Medien und Politik nicht ernst genommen werden. Wie empfinden Sie das?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt; &lt;b&gt;Patricia Cammarata:&lt;/b&gt; Nicht alle Blogs wollen politisch etwas bewegen, aber ich glaube schon, dass die, die etwas bewegen wollen, tats&amp;auml;chlich auch etwas bewegen. Das ist nat&amp;uuml;rlich auch mein pers&amp;ouml;nlicher Fokus, aber ich habe den Eindruck, dass vor allem im vergangenen Jahr viel passiert ist und dass Blogs immer &amp;ouml;fter ernst genommen werden.   &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ka/kathrin-hollmer/text/regular/885878.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;color: #888888;&quot;&gt;&lt;em&gt;Vier der Gewinner 2011 im Uhrzeigersinn: atunisiangirl (links oben), benablog, &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;color: #888888;&quot;&gt;&lt;em&gt;juarezenlasombra &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;color: #888888;&quot;&gt;&lt;em&gt;und textilvergehen.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Zum Beispiel?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt; Die ganze Organisation rund um die Doktorarbeit von Herrn zu Guttenberg oder Siegfried Kauder, der Urheberrechtsverletzung mit Netzsperren bestrafen wollte und dabei selbst fremde Fotos auf seiner eigenen Homepage benutzt hat. Das sind Sachen, die vom Netz in Gang gebracht worden sind &amp;ndash; und die so auch nicht aufgekl&amp;auml;rt worden w&amp;auml;ren. Diese F&amp;auml;lle zeigen, dass man Blogs doch ernst nehmen muss.   &lt;b&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Sie bloggen seit sieben Jahren. Warum haben Sie damals angefangen?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Ich hatte einfach Lust aufs Geschichtenschreiben und das nicht nur f&amp;uuml;r mich, sondern vor einem gewissen Publikum. Als Freunde von mir nach Australien gegangen sind, hat sich das zuf&amp;auml;llig ergeben, weil wir damit den Kontakt halten wollten. In den vergangenen Jahren habe ich nicht aufgeh&amp;ouml;rt, es macht mir einfach Spa&amp;szlig;.  &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;Uuml;ber welche Themen schreiben Sie?&lt;/b&gt; &lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://dasnuf.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dasnuf&lt;/a&gt; ist ein klassisches Weblog, ein Tagebuch, in dem ich &amp;uuml;ber alles schreibe, was mich interessiert, zum Teil mein Familienleben, Erziehungsthemen oder Emanzipation. Im vergangenen Sommer und im Herbst habe ich auch mal &amp;uuml;ber politische Themen wie die FDP-Wahlplakate hier in Berlin geschrieben oder dar&amp;uuml;ber, was ich vom Einzug der Piraten ins Abgeordnetenhaus halte. Da sind auch Themen dabei, die jetzt nicht die Welt bewegen, aber trotzdem gibt es einige, die mitlesen.   &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Wie wichtig finden Sie Blogs f&amp;uuml;r die Meinungsfreiheit?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Sie helfen, Inhalte leichter und einem gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Publikum zug&amp;auml;nglich zu machen. Durch den Blogger k&amp;ouml;nnen Leser Welten erfahren, an denen sie sonst nicht teilhaben k&amp;ouml;nnten, weil sie keine Schnittpunkte zum eigenen Leben haben. Das muss nicht unbedingt politisch sein. Dieses Jahr hat &lt;a href=&quot;http://meinaugenschmaus.blogspot.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Julia Probst&lt;/a&gt; viel Aufmerksamkeit erregt. Sie ist geh&amp;ouml;rlos und bloggt. Damit konnte sie viele daf&amp;uuml;r sensibilisieren, dass wir in Deutschland noch weit von Barrierefreiheit und Akzeptanz entfernt sind. Oder &lt;a href=&quot;http://www.behindertenparkplatz.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Christiane Link&lt;/a&gt;, die &amp;uuml;ber ihr Leben im Rollstuhl bloggt. Dadurch bekommt man als Leser Einsichten, die man sonst nicht h&amp;auml;tte, Barrieren, an die man gar nicht denkt, wenn man sich frei bewegen kann. Was bleibt, ist ein Bewusstsein f&amp;uuml;r diese Probleme und daf&amp;uuml;r, dass jeder im Alltag Vorurteile abbauen kann. Daf&amp;uuml;r sind Blogs eine sehr gute Plattform.  &amp;nbsp;  &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Blogs lesen Sie noch?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://wirres.net/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wirres.net&lt;/a&gt; von Felix Schwenzel, der sich mit Alltagsthemen auseinandersetzt, mit Medien, Journalismus und Technik. Daran mag ich, dass er sich sehr klug mit diesen Dingen auseinandersetzt und ab und zu den Finger auf eine Wunde legt, aber immer auf eine konstruktive Art und Weise. Das Blog von &lt;a href=&quot;http://antjeschrupp.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Antje Schrupp&lt;/a&gt;, die feministische Themen behandelt, aber nicht so angreifend wie andere feministische Blogs, sondern sehr sachlich und klar. Oder Blogs zu Themen aus dem Familienalltag wie &lt;a href=&quot;http://www.journelle.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Journelle&lt;/a&gt;, die &amp;uuml;ber ihre Familie und ihre Rolle als Frau und Mutter schreibt.   &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ka/kathrin-hollmer/text/regular/885892.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;color: #888888;&quot;&gt;&lt;em&gt;Patricia Cammarata bloggt auf dasnuf.de&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Im Internet kann sich jeder an politischen Debatten beteiligen. Wird diese M&amp;ouml;glichkeit ausreichend genutzt?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Das k&amp;ouml;nnte nat&amp;uuml;rlich mehr sein. Aber es wird immer mehr. Man unterscheidet ja seltsamerweise immer noch das echte Leben und das im Netz. Spontan habe ich jetzt an die Acta-Demonstrationen hier in Berlin gedacht. Nat&amp;uuml;rlich wird das auch in Blogs diskutiert, aber das sind Menschen, die auch bereit sind, daf&amp;uuml;r auf die Stra&amp;szlig;e zu gehen. Da geht es um die Sache, nicht um das Medium. &amp;nbsp; &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Rolle spielen Blogs f&amp;uuml;r den Arabischen Fr&amp;uuml;hling?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Durch die Medien ist es so dargestellt worden, als wenn Blogs und Twitter den Arabischen Fr&amp;uuml;hling erst m&amp;ouml;glich gemacht h&amp;auml;tten. Ich denke, dass sie die Koordination und Organisation der Proteste erleichtert haben und dass die Informationen schneller flie&amp;szlig;en konnten. Aber die tats&amp;auml;chliche Revolution findet auf der Stra&amp;szlig;e statt. Man darf auch nicht vergessen, dass f&amp;uuml;r diese Sache wirklich mehrere hundert Menschen ihr Leben gelassen haben. Das haben sie nicht, weil sie einen Protestzug &amp;uuml;ber Facebook organisiert haben, sondern weil sie selbst auf der Stra&amp;szlig;e waren, sich der Unterdr&amp;uuml;ckung als Mensch widersetzt haben &amp;ndash; und f&amp;uuml;r ihr Recht mit ihrem Leben eingestanden sind. Es ist bestimmt eine Erleichterung oder eine neue Form, aber nur &amp;uuml;ber soziale Medien l&amp;auml;sst sich ein politischer Wandel nicht einl&amp;auml;uten.   &amp;nbsp;  &lt;em&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/em&gt;&lt;b&gt;Wo sind die Grenzen f&amp;uuml;r Meinungs&amp;auml;u&amp;szlig;erungen im Netz?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Dieselben wie im allt&amp;auml;glichen Leben auch. Man muss sich an Gesetze halten und beachten, welche Stimmung oder welchen Rahmen ein Land bietet. Wenn man das &amp;uuml;berschreitet, ist es v&amp;ouml;llig egal, ob man das in einem Blog oder au&amp;szlig;erhalb des Internets tut, da muss man mit Konsequenzen rechnen. Auch wenn man kein vollst&amp;auml;ndiges Impressum mit Namen hat, besteht die Gefahr, wenn man gegen ein Regime anschreibt, dass man ausfindig gemacht und verfolgt wird.   &lt;i&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt; &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sind zum ersten Mal in der Jury der Blog Awards. Inwieweit f&amp;ouml;rdert diese Auszeichnung die &lt;/b&gt;&lt;b&gt;Informations- und&amp;nbsp;Pressefreiheit?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Die Auszeichnung soll eine besondere Aufmerksamkeit erzeugen, &amp;uuml;ber die man mehr Leute erreicht als alleine mit einem Blog, auch &amp;uuml;ber Landesgrenzen hinaus. Ein Blog Award kann aber keine Meinungs- und Pressefreiheit f&amp;ouml;rdern. Er kann Aufmerksamkeit schaffen, ein Netzwerk und eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Plattform bieten. Politisch ver&amp;auml;ndern k&amp;ouml;nnen solche Awards nat&amp;uuml;rlich nichts. So schade es ist, ein Preis allein kann nicht die Meinungsfreiheit unterst&amp;uuml;tzen, sondern nur die Menschen, die dar&amp;uuml;ber schreiben. Man kann nur deren Mut belohnen, indem man ihnen ein gr&amp;ouml;&amp;szlig;eres Publikum beschert.  &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Werden Blogs durch solche Preise wichtiger?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Ich habe da eine zwiesp&amp;auml;ltige Meinung. Ich halte mich viel im Internet auf, kenne viele Menschen, die bloggen und Blogs lesen. Da habe ich oft das Gef&amp;uuml;hl, dass sie wichtiger und relevanter werden. Auch die Bewegung, dass etwas in einem pers&amp;ouml;nlichen Weblog geschrieben ist und dann &amp;uuml;ber Twitter bei Spiegel Online oder so landet, hat an Geschwindigkeit zugenommen. Wenn ich mich aber in einer anderen Lebenswelt bewege, wenn ich meine Eltern nehme oder die anderen M&amp;uuml;tter im Kindergarten, dann merke ich, dass viele nicht einmal mit dem Wort Blog was anfangen k&amp;ouml;nnen und dass in so einem Umfeld niemand einen Twitter-Account hat. Ich glaube manchmal, dass ich in so einer Blase hocke, in der ich den Eindruck habe, dass Blogs immer wichtiger werden und eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Rolle spielen. Wenn ich wieder einen Schritt rausgehe, stelle ich fest, dass es zwar ein paar etablierte Sprachrohre gibt, wie Markus Beckedahl, der zwischen diesen Welten wechselt, weil er viel im Fernsehen und in Interview auftritt und sehr kompetent und gut &amp;uuml;ber Netzpolitikthemen Auskunft geben kann, dennoch glaube ich, Blogs sind noch lange nicht so etabliert wie eine Zeitung.  &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glauben Sie, dass sich das &amp;auml;ndern wird?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Ich denke ja, weil es auch mit der Generation zu tun hat, wie man aufw&amp;auml;chst und es gewohnt ist, Informationen zu sammeln, deswegen glaube ich, dass man da reinw&amp;auml;chst. F&amp;uuml;r n&amp;auml;chste Generation, die in den achtziger Jahren und sp&amp;auml;ter geboren ist, ist es selbstverst&amp;auml;ndlich, diese Medien zu benutzen und auch ernst zu nehmen. Deswegen denke ich, dass sich da viel tun wird.  &amp;nbsp;  &lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Bis 13. M&amp;auml;rz 2012 k&amp;ouml;nnen Vorschl&amp;auml;ge f&amp;uuml;r Blog Awards eingereicht werden.&lt;/i&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 20 Feb 2012 18:31:00 +0100</pubDate>
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