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    <title>maria-freilich.jetzt.de</title>
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    <description>Alle Texte von maria-freilich auf jetzt.de</description>
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      <title>maria-freilich.jetzt.de</title>
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    <item>
      <title>Wie gehe ich richtig mit Stress um?</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stress entsteht nicht automatisch, weil man viel zu tun hat. Stress erlebt man, wenn man Angst hat, eine Aufgabe nicht bew&amp;auml;ltigen zu k&amp;ouml;nnen. Eine ganze einfach &amp;Uuml;bung gegen Stress geht deswegen folgenderma&amp;szlig;en: &amp;Uuml;berleg dir zuerst, was genau dich stresst. Ist es die Hausarbeit, die du &amp;uuml;bern&amp;auml;chste Woche abgeben musst? Oder die Geburtstagseinladung  einer halbguten Freundin am Freitagabend, die wiederum dein Freund nicht ausstehen kann? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hast du es herausgefunden? Gut. Jetzt stell dir vor, was passiert, wenn du die Arbeit nicht abgibst und du auf der Feier einfach nicht erscheinst. Versuch, dir das Szenario in allen Einzelheiten auszumalen. Wahrscheinlich musst du in diesem Fall das Seminar wiederholen, vielleicht sind deine Eltern ein bisschen entt&amp;auml;uscht, vorausgesetzt du erz&amp;auml;hlst es ihnen. Die halbgute Freundin wird beleidigt sein und dich f&amp;uuml;r arrogant halten.  NA UND? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Du hast immer noch keine unheilbare Krankheit, musst Hunger leiden, weil du keine Arbeit findest, und bist auch nicht zum eigenartigen Waldschrat mit Warzen mutiert. Dein Leben geht bis auf minimale Ver&amp;auml;nderungen weiter wie bisher. Nat&amp;uuml;rlich ist es besser, wenn du die Hausarbeit p&amp;uuml;nktlich abgibst und niemand dich f&amp;uuml;r arrogant h&amp;auml;lt, aber die Welt geht davon nicht unter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal also hilft es, sich das Worst-Case-Szenario vorzustellen, denn oft ist die Angst, die den Stress ausl&amp;ouml;st, unbegr&amp;uuml;ndet.  Der Tipp hilft allerdings relativ wenig, wenn dein Chef dir auftr&amp;auml;gt, bis morgen eine Pr&amp;auml;sentation f&amp;uuml;r einen Kunden fertig zu machen. Wenn du die Arbeit verweigerst, wirst du fr&amp;uuml;her oder sp&amp;auml;ter gefeuert und das ist dann doch doof. Also hau rein, tr&amp;ouml;del nicht rum, mach alles so schnell und so gut wie m&amp;ouml;glich fertig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Wenn du jetzt nach Hause kommst, f&amp;uuml;hlst du dich ausgelaugt und m&amp;uuml;de, gleichzeitig auch aufgekratzt. Das ist eine sehr unangenehme Mischung. Die meisten Leute setzen sich nun vor dem Fernseher, trinken ein Bier oder gehen anderen &amp;bdquo;low-effort-activities&amp;ldquo; nach. Das Problem mit diesen Aktivit&amp;auml;ten, die wenig Anstrengung erfordern, ist nur: Sie entspannen kaum. Versuch also, deinem inneren Schweinehund zu widerstehen und lass dich nicht auf die Couch fallen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es klingt paradox, aber den Stress wirst du am ehesten los, wenn du etwas tust, auf das du dich konzentrieren musst: Das kann Sport sein, kochen, sich mit Freunden treffen oder auch nur ein Buch lesen. Wichtig ist, dass dein Gehirn sich mit etwas vollkommen anderen besch&amp;auml;ftigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Es ist &amp;uuml;brigens auch erwiesen, dass Meditieren gegen Stress hilft. Wenn du glaubst, das ist nur etwas f&amp;uuml;r Esoteriker, M&amp;uuml;sli-Freaks und Rainer Langhans, dann liegst du falsch. Meditieren kann jeder und viele Leute sagen, es sollte auch jeder. Setz dich hin, schlie&amp;szlig;e die Augen und konzentriere dich auf deinem Atem. Atme ein und atme aus. Fr&amp;uuml;her oder sp&amp;auml;ter taucht ein Gedanke in deinem Gehirn auf, zum Beispiel, dass dein Chef Mundgeruch hat oder der Wunsch nach einer Pizza Diavolo. Das ist nicht schlimm. Stelle den Gedanken fest. Denke: Ich habe gerade gedacht, dass mein Chef Mundgeruch hat oder ich habe gerade den Wunsch nach einer Pizza Diavolo versp&amp;uuml;rt. Kehre jetzt wieder zu deinem Atem zur&amp;uuml;ck. Mach das t&amp;auml;glich f&amp;uuml;r etwa 20 Minuten. Nach sp&amp;auml;testens drei Tagen wirst du unglaublich entspannt durch die Welt laufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meditiere regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig, und nicht erst dann, du kurz vor dem Burn-Out bist. Meditation ist kein Instant-Medikament gegen Stress, es beugt Stress vor.  Was du nicht, also auf GAR KEINEN FALL, tun solltest, ist, deinen Stress an deinen Mitmenschen auszulassen. Merke dir: Deine Arbeit ist dein Problem. Dein Stress ist dein Stress und nicht der deines Partners. Dein Partner ist nicht dein M&amp;uuml;lleimer f&amp;uuml;r deinen unbew&amp;auml;ltigten Stress. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Beziehungen scheitern an einer so genannten &amp;bdquo;Minus-Minus-Symptomatik&amp;ldquo;. Beide Partner f&amp;uuml;hlen sich ausgelaugt und erwarten vom anderen, bespa&amp;szlig;t und umsorgt zu werden. Der Partner soll aus ihrem Minus ein Plus machen. Das klappt nat&amp;uuml;rlich nicht und nicht selten geht eine Beziehung wegen Dauerstress in die Br&amp;uuml;che. Lerne also erst, mit deinem Stress umzugehen, bevor du deinem Partner alles vor die F&amp;uuml;&amp;szlig;e kippst. Achte auf dein Verhalten. Wenn du gestresst bist, kriegst du schnell etwas in den falschen Hals und reagierst aggressiv. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Maria Freilich, 29, meditiert seit zehn Jahren t&amp;auml;glich und hat seitdem kein einziges Mal wieder Stress empfunden.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;lexikonbox&quot;&gt;&lt;strong&gt;Vier Tipps f&amp;uuml;r Gestresste: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;1. Konzentriere dich auf deinem Atem. Geht immer, kostet nichts und hilft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Wenn dich Arbeit, die noch vor dir liegt, stresst, erledige sie schnell und schiebe sie nicht auf.  Stress ist wie Wasser, er sucht sich immer seinen Weg. Er h&amp;ouml;rt erst auf, wenn du seine Ursache erledigt hast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Zigaretten helfen nicht. Im Gegenteil - Rauchen setzt das Immunsystem unter Stress.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Wenn dein K&amp;ouml;rper Reaktionen wie Schlafst&amp;ouml;rungen, Haut- oder Magenprobleme zeigt, &amp;auml;ndere etwas an deinem Leben! Klingt nach einem Oma-Spruch, aber es stimmt: Nichts kann so wichtig sein, dass du deine Gesundheit aufs Spiel setzen musst.&lt;/div&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/525893</link>
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      <pubDate>Thu, 15 Sep 2011 18:30:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Anti-College-Bewegung</title>
      <description>Die Studiengeb&amp;#252;hren in den USA sind derart hoch, dass mehr und mehr Amerikaner den Sinn eines Studiums nicht mehr sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Angestrichen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;background-color:#ffff00;&quot;&gt;Yet despite the mounting skepticism about the value of a college degree, and in the face of the economic downturn, colleges continue to demand ever higher fees, saddling graduates with crushing debt along with their diplomas. In June of last year the Federal Reserve released new figures showing that the nation's total student loan debt now sits at about $830 billion - for the first time surpassing the nation's credit card debt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wo steht das denn?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.theatlantic.com/national/archive/2011/03/an-anti-college-backlash/73214/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Im Magazin &quot;The Atlantic&quot;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Und was hei&amp;#223;t das?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bildung ist die beste Investition. Wer eine gute Ausbildung hat, wird sp&amp;#228;ter in seinem Job erfolgreich sein und viel Geld verdienen. Wof&amp;#252;r, wenn nicht f&amp;#252;r ein Studium, sollte man Schulden machen? Schon aus &amp;#246;konomischer Sicht lohnt es sich f&amp;#252;r Eltern, aber auch f&amp;#252;r Banken, junge Studenten finanziell zu unterst&amp;#252;tzen &amp;#8211; Bildung ist das am besten verzinste Kapital.      Doch genau dieses Dogma wird in den USA gerade angezweifelt. Mehr und mehr Experten, Professoren und Studenten stellen sich die Frage: Lohnt sich ein Studium tats&amp;#228;chlich?     &lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/838174.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wer hier in Princeton studieren will, sollte 200.000 Dollar f&amp;#252;r vier Jahre haben.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den deutschen Studiengeb&amp;#252;hren sind die Kosten, auf einem amerikanischen College zu studieren, nicht zu vergleichen: Auf 50.000 Dollar belaufen sich die Geb&amp;#252;hren an der Elite-Uni Princeton &amp;#8211; im Jahr. Viele staatliche Universit&amp;#228;ten verlangen weitaus weniger, aber fast &amp;#252;berall liegen die j&amp;#228;hrlichen Geb&amp;#252;hren im f&amp;#252;nfstelligen Bereich.      Viele Studienabg&amp;#228;nger haben nach ihrem Abschluss Schulden von 100.000 US-Dollar und mehr. Weil es sich nur wenige amerikanische Familien leisten k&amp;#246;nnen, das Studium ihrer Kinder zu finanzieren, bieten amerikanische Banken Ausbildungskredite an. Deren Volumen &amp;#252;berschreitet mittlerweile die Summe der Kreditkartenschulden aller Amerikaner. Amerikanische Studenten stehen mit 830 Milliarden US-Dollar in der Kreide.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen k&amp;#246;nnen diese Schulden zur&amp;#252;ckgezahlt werden, wenn der Student eine gut bezahlte Stelle gefunden hat. Doch seit der Finanzkrise gelingt es l&amp;#228;ngst nicht mehr allen College-Absolventen, einen Job zu finden. Die Arbeitslosenquote von Universit&amp;#228;tsabg&amp;#228;ngern liegt momentan bei knapp f&amp;#252;nf Prozent.  Gleichzeitig haben viele Universit&amp;#228;ten in den letzten Jahren ihre Geb&amp;#252;hren erh&amp;#246;ht. Immer &amp;#246;fter wird deswegen in den USA von der &amp;#8222;Anti-College&quot;-Bewegung gesprochen. &amp;#8222;College ist &amp;#252;berbewertet&quot;, sagt James Altucher &lt;a href=&quot;http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/09/09/AR2010090903350.html?sid=ST2010090904227&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;in einem Artikel in der Washington Post&lt;/a&gt;. Altucher hat selbst eine &amp;#8222;Ivy-Leage&quot;-Uni besucht und ist heute Chef eines Hedge Funds. Aber jetzt kann er sich vorstellen, dass es gar nicht so schlecht sein muss, wenn seine eigenen Kinder das College links liegen lassen und gleich ins Leben starten. &amp;#8222;Ich will meine beiden T&amp;#246;chter dazu ermutigen, ihren Traum zu verfolgen. Reisen, etwas Kreatives machen oder eine eigene Firma gr&amp;#252;nden. Egal, ob sie damit erfolgreich sind oder nicht &amp;#8211; es ist eine interessante Lebenserfahrung. Sie werden viele Leute kennenlernen und mit Geld umgehen lernen.&quot;     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade amerikanische Lebensl&amp;#228;ufe zeigen, dass Erfolg nicht unbedingt einen Uni-Abschluss ben&amp;#246;tigt. Zu prominenten Studienabbrechern z&amp;#228;hlen unter anderen: Steve Jobs, Bill Gates und Michael Dell.&lt;span&gt; Gut m&amp;#246;glich, dass die Anti-College-Bewegung noch mehr Anh&amp;#228;nger findet.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/522539</link>
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      <pubDate>Fri, 01 Apr 2011 18:30:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Das Ende der Männer</title>
      <description>Vielleicht m&amp;#252;ssen wir in ein paar Jahren &amp;#252;ber M&amp;#228;nnerquoten diskutieren. Das starke Geschlecht verliert an allen Fronten - behauptet ein Artikel aus dem Magazin &quot;The Atlantic&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Angestrichen:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style=&quot;background-color:#ffff00;&quot;&gt;Michelle: He's changed majors, like, 16 times. Last week he wanted to be a dentist. This week it's environmental science. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;background-color:#ffff00;&quot;&gt;Erin: Did he switch again this week? When you guys have kids, he'll definitely stay home. Seriously, what does he want to do? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;background-color:#ffff00;&quot;&gt;Michelle: It depends on the day of the week. Remember last year? It was bio. It really is a joke. But it's not. It's funny, but it's not.(...)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;background-color:#ffff00;&quot;&gt;&quot;Women live longer than men. They do better in this economy. More of 'em graduate from college. They go into space and do everything men do, and sometimes they do it a whole lot better. I mean, hell, get out of the way&amp;#8212;these females are going to leave us males in the dust.&quot;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wo steht das denn?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Im Magazin &quot;The Atlantic&quot; - der Text steht unter der &amp;#220;berschrift &lt;a href=&quot;http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2010/07/the-end-of-men/8135/1/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;End of Men&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;W&amp;#228;hrend in Deutschland - zu Recht - &amp;#252;ber Frauenquoten in Konzernen debattiert wird, fragen sich in den USA manche Schuldirektoren, ob es nicht sinnvoll w&amp;#228;re, Jungs zu f&amp;#246;rdern. Mittlerweile machen Frauen 60 Prozent der Master-Abschl&amp;#252;sse und ebenso viele Bachelor-Abschl&amp;#252;sse. Zwar besteht noch immer ein gro&amp;#223;es Einkommensgef&amp;#228;lle zwischen M&amp;#228;nner und Frauen - der Einkommensmedian der Frauen liegt bei 25.474 US-Dollar, der der M&amp;#228;nner bei 32.469 US-Dollar - doch sollte der bestehende Trend andauern, d&amp;#252;rfte das bald der Vergangenheit angeh&amp;#246;ren. 1970 trugen Frauen zwischen zwei und sechs Prozent zum Familieneinkommen bei. Heute sind es durchschnittlich 42 Prozent, schreibt die Autorin Hanna Rosin. Das ist prinzipiell nat&amp;#252;rlich erfreulich, bringt aber neue Probleme mit sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/833883.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zahl der Heiraten ist im selben Zeitraum ebenfalls enorm zur&amp;#252;ckgegangen. Eine Erkl&amp;#228;rung daf&amp;#252;r ist: Viele M&amp;#228;nner gen&amp;#252;gen den Anspr&amp;#252;chen der Frauen nicht mehr. In der heutigen Arbeitswelt z&amp;#228;hlen vermeintlich m&amp;#228;nnliche Eigenschaften wie Aggressivit&amp;#228;t und Konkurrenzf&amp;#228;higkeit nicht mehr viel. Gleichzeitig sind die klassischen Arbeiterjobs, bei denen reine Muskelkraft erforderlich ist, massiv im Schwinden. Aber die Probleme sind nicht rein wirtschaftlicher Art: Schon in der Schule schneiden Jungs schlechter ab, sind verhaltensauff&amp;#228;lliger, begehen h&amp;#228;ufiger Straftaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Guys high-five each other when they get a C, while girls beat themselves up over a B-minus. Guys play video games in each other's rooms, while girls crowd the study hall. Girls get their degrees with no drama, while guys seem always in danger of drifting away.&quot;, hei&amp;#223;t es in dem Text weiter. Die Erkl&amp;#228;rungsversuche f&amp;#252;r diese Entwicklung sind vielf&amp;#228;ltig: Die einen geben aggressiven Feministinnen die Schuld, die Jungs mit Anpassungsschwierigkeiten automatisch als pathologische St&amp;#246;renfriede abkanzeln. Andere machen das so sehr auf verbale F&amp;#228;higkeiten konzentrierte Erziehungssystem daf&amp;#252;r verantwortlich, das die nat&amp;#252;rlichen Interessen von Jungs ignoriere. Manche sprechen von einer anderen Gehirnchemie von m&amp;#228;nnlichen Kindern. Mehr oder wenig einig aber sind sich Experten darin, dass sowohl die Wirtschaft als auch das Schulsystem hohen Wert auf Selbstkontrolle, Konzentration und verbale F&amp;#228;higkeiten legt - Eigenschaften, die junge M&amp;#228;dchen eher aufweisen als Jungs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Fazit des Textes ist gleich seiner &amp;#220;berschrift: Es ist das Ende der M&amp;#228;nner. Ist das schlimm? Das ist eine andere Frage. In einem Weiterbildungskurs f&amp;#252;r V&amp;#228;ter schreibt der Leiter die Zahl 85.000 US-Dollar an die Tafel. &quot;Das ist ihr Einkommen&quot;, sagt er. Dann schreibt er &quot;12.000 US-Dollar&quot;. &quot;Das ist dein Einkommen. Wer ist jetzt der Mann? Wer ist der vedammte Mann?&quot;&lt;span&gt;&amp;#160;&lt;/span&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/520867</link>
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      <pubDate>Fri, 04 Mar 2011 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wie schlecht bist du im Bett?</title>
      <description>Der Rapper Bushido hat seiner Ex-Aff&amp;#228;re vorgeworfen, schlecht im Bett zu sein. Hast du dich auch schon einmal gefragt, ob du selbst schlecht im Bett bist? Mit diesem Test kannst du es herausfinden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztens bei DSDS: Ein Fris&amp;#246;r namens Cosimo singt sehr schlecht, geht dann zur bohlesquen Co-Jurorin namens Fernanda Brandao und knallt ihr eine Bushido-Karte auf den Tisch. &amp;#8222;&amp;#8222;Ich soll dir einen sch&amp;#246;nen Gru&amp;#223; von ihm ausrichten. Du bist schlecht im Bett.&amp;#8220;  Wie eine gro&amp;#223;e deutsche Boulevard-Zeitung berichtet, soll Fernanda vor einigen Jahren mit dem Rapper eine Aff&amp;#228;re gehabt haben. Hast du dich auch schon einmal gefragt, ob du selbst schlecht im Bett bist? Mit diesem Test kannst du es herausfinden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/825699.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Rainer Langhans, der Ex-Kommunarde, geht am Freitag ins RTL-Dschungelcamp. Er hat Beziehungen zu vier Frauen gleichzeitig. Von Penetration h&amp;#228;lt er allerdings nicht viel. Wie findest du &amp;#8222;Rammelsex&amp;#8220;?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Welches Kompliment w&amp;#252;rdest du gerne einmal h&amp;#246;ren?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Und welches Kompliment hast du schon einmal geh&amp;#246;rt?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;Wann ist jemand richtig schlecht im Bett?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;Dein Partner und du seid bei einem anderen befreundeten Paar zum Essen eingeladen. Da die beiden sich sehr viel auf ihre schw&amp;#228;bische Herkunft einbilden, gibt es Maultaschen. Du hasst Maultaschen. Das letzte Mal, dass du so ein Ding im Mund hattest, ist 14 Jahre her. Dein Partner stopft wie immer alles wahllos in sich hinein. Er kommt dir vor wie ein Hausschwein. Wie verh&amp;#228;ltst du dich?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;Jeder, der eine Langzeitbeziehung f&amp;#252;hrt, kennt das Problem: Die Kopulationsfrequenz sinkt rapide ab. Mal ehrlich, wie oft haben dein Partner und du noch Sex in der Woche?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&amp;#160;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;Hast du dich schon einmal eine Beziehung beendet, weil der Sex nicht gut war? Was war da genau der Grund?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;i&gt;F&amp;#252;r kaum eine T&amp;#228;tigkeit gibt es so viele Synonyme wie f&amp;#252;r... &amp;#228;h Liebe machen. Welches davon benutzt du?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&amp;#160;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wenn Du eine Speise erfinden m&amp;#252;sstest, was w&amp;#228;re die Hauptzutat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;Sieh dir bitte kurz dieses Video an&lt;/i&gt; &lt;i&gt;http://www.youtube.com/watch?v=YBEwqQU5s_0&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sagt dir dieser Tanzstil zu?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Welchen dieser Spr&amp;#252;che wurde schon einmal zu dir gesagt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wie viele Stellungen beherrschst du?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Um nochmals zum Anfang zur&amp;#252;ckzukehren: Wie, glaubst du, ist Bushido im Bett?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/517697</link>
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      <pubDate>Mon, 10 Jan 2011 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Party der Zukunft</title>
      <description>Raus aus den Clubs, raus auf die Straße! In Kanada sind &quot;Decentralized Dance Partys&quot; gerade sehr angesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die Party des nächsten Jahrzehnts wird eine Mischung aus Flashmob, Eurodance und Hipstertum sein: Verrückte Leute rotten sich spontan in Großstädten zusammen, verkleiden sich als Bananen oder Aliens und tanzen auf der Straße.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;So zumindest propagieren das die zwei Kanadier Tom Kuzma und Gary Lachance. DDP, Decentralized Dance Party, nennen die beiden die Party Revolution. Eine DDP lebt davon, dass die Teilnehmer ihre eigene tragbare Stereoanlage, die Boombox, mitbringen. Die wird dann auf die Frequenz des DJs eingestellt. Die Party ist so nicht mehr auf eine Soundquelle beschränkt, sondern findet dezentralisiert statt. Das funktioniert übrigens auch mit Radiowecker und Kofferradios. So kann innerhalb kürzester Zeit ein ganzes Viertel in ein Riesenclub umfunktioniert werden. Im Unterschied zum Flashmob, der sich ja nach kurzer Zeit wieder auflöst, bleibt die DDP länger an Ort und Stelle. Wer mitmachen will, muss nicht unbedingt seine eigenes Radio mitbringen, aber wer möchte, bekommt auf der Website Tipps dazu, wie man das Gerät am besten präpariert. Das Projekt ist unkommerziell und finanziert sich nur über Spenden. &lt;em&gt;We will martyr ourselves in the name of the Party, schreiben die beiden auf &lt;a href=&quot;http://www.decentralizeddanceparty.com/&quot;&gt;www.decentralizeddanceparty.com&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Gary und Tom spielen laut eigenen Angaben am liebsten Eurodance und Booty Bass, was aber anscheinend sich nicht negativ auf die Beliebtheit der Decentralized Dance Partys auswirkt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zumindest in Kanada hat das Konzept der beiden funktioniert. Tom und Gary starteten ihre erste DDP mit 20 Teilnehmern, sechs Monate später tanzten bereits 20.000 mit. Das Video der Woche dokumentiert den Aufstieg der denzentralisierten Party.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;plugin youtube link=&quot;&lt;/span&gt;http://www.youtube.com/watch?v=hUKu_idyzm8&lt;span&gt;&quot;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;640&quot; height=&quot;385&quot; data=&quot;http://www.youtube.com/v/hUKu_idyzm8?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot;&gt;&lt;param name=&quot;allowScriptAccess&quot; value=&quot;never&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;allowNetworking&quot; value=&quot;internal&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/hUKu_idyzm8?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;false&quot; /&gt;&lt;!--[if IE]&gt;&lt;embed width=&quot;640&quot; height=&quot;385&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/v/hUKu_idyzm8?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot; allowScriptAccess=&quot;never&quot; allowNetworking=&quot;internal&quot; allowFullScreen=&quot;false&quot; /&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/param&gt;&lt;/param&gt;&lt;/br&gt;&lt;/param&gt;&lt;/param&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/515487</link>
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      <pubDate>Wed, 01 Dec 2010 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Moderner Krieg mit Katzenbildern</title>
      <description>Wie sich die Websites 4chan.org und tumblr.com mit DDOS-Attacken bekriegten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich sei es den &lt;a href=&quot;http://www.4chan.org&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;4chan&lt;/a&gt;-Usern zu bunt geworden: Ständig klauten die &lt;a href=&quot;http://www.tumblr.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;tumblr&lt;/a&gt;-User ihre Witze, setzten dieselben Internet-Memes in Umlauf, die tumblr-Leuten kopierten alles, aber schufen nichts Neues. So zumindest erklärt die amerikanische Website &lt;a href=&quot;http://gawker.com/5689652/4chan-vs-tumblr-whoever-wins-we-all-lose&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gawker&lt;/a&gt; den bizarren Streit zwischen beiden Seiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sonntag riefen dann 4chan-Users zu einer DDOS-Attacke auf, um die Website des Gegners lahmzulegen. „Operation Overlord“ sollte den tumblr-Leuten mal zeigen, wo der Hammer hängt. Sie posteten tausende von Porno- und Splatter-Bildern auf der in erster Linie von Teenagern genutzten Plattform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/792880.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine DDOS-Attacke ist eine Art Waffe im Cyberkrieg. „DDOS bedeutet Distributed Denial of Service“, sagt Nora Basting vom Pressereferentin des Bundesamts für Sicherheit und Informationstechnik. „Bei einer solchen Attacke werden gleichzeitig zu viele Anfragen an eine bestimmte Website geschickt. Das können Postings, Mails oder auch nur einfache Seitenaufrufe sein. Der Angreifer fordert entweder viele User dazu auf, oder lässt einen Bot die Arbeit übernehmen. Die attackierte Website kann die Anfragen nicht mehr bearbeiten und bricht zusammen. Solche DDOS-Attacken sind mittlerweile zu einer grundsätzlichen Gefahr für Unternehmen und Regierungen geworden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 wurden zum Beispiel die Server der estnischen Regierung lahmgelegt, und kurz vor dem Krieg zwischen Russland und Georgien im Sommer 2008, ging die Website des georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili offline. Der Grund waren jedes Mal DDOS-Attacken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/792881.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Operation Overlord entpuppte sich allerdings eher als Schuss in den Ofen: Viele tumblr-User bekamen Wind von der Aktion und riefen ihrerseits zu einer Gegenattacke auf: User wurden aufgefordert, 4chan.org mit möglichsten vielen süßen Knuddelbildern zuzuspammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in jedem Krieg gibt es selten richtige Sieger, dafür aber viel Zerstörung. Am Ende waren beide Seiten für mehrere Stunden nicht erreichbar.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/514530</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/514530</guid>
      <pubDate>Tue, 16 Nov 2010 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Bist du nüchtern genug?</title>
      <description>Besoffen SMS, Emails oder Facebook-Nachrichten zu schreiben, kann einen in Teufels Küche bringen. Mach diesen Test und finde heraus, ob du nicht besser sofort ins Bett gehen solltest!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/792419.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fangen wir zunächst mit einem zwar langweiligen, aber wenn es um deine Zurechnungsfähigkeit geht, sehr aussagekräftigen Test an. Bitte löse folgende Textaufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Du steigst angetrunken mit vier anderen Personen in den Nachtbus ein, um nach Hause zu fahren. An der ersten Haltestelle steigen zwei Mädchen zu, von denen sich eines übergeben muss. An der übernächsten Haltestelle verlassen fünf Personen den Bus, weil es jetzt eklig nach Kotze stinkt. Ein rülpsender Mittfünfziger fängt eine Diskussion mit dem Busfahrer an, weil er es eine Unverschämtheit findet, dass er um diese Zeit noch immer seinen Fahrschein herzeigen muss. Nach einer Diskussion verlässt er den Bus und schreit in die Nacht „Weil’s Arschlöcher sind...“, der Busfahrer sagt auch irgendwas und fährt weiter. Wie viele Leute sitzen im Bus?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Was empfindest du, wenn du dieses Lied hörst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/792421.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denke bitte mal kurz an deine/n Nachbar/in. Wie findest du den/die so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würdest du jetzt rübergehen und klingeln? Vielleicht denkt sie ja gerade dasselbe?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ok, aber denke bitte kurz nach: Hast du eine Freund/-in?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/792418.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja? Willst du immer noch rübergehen und klingeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mal ganz ehrlich – meinst du, bei dir da geht jetzt noch was? Jetzt mehr so physikalisch...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zur Abwechslung was Ernstes – macht dir der Aufstieg Chinas eigentlich Angst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jetzt ist ja gerade das G20-Treffen in Seoul...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die neue jetzt.de-Praktikantin ist übrigens Französin...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ja, kann sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn du an deine letzte Beziehung denkst, dann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bitte vervollständige folgenden Satz: Mein bester Freund in der Grundschule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Warum hast du eigentlich eine Unterhose auf dem Kopf?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/792420.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kannst du dich an die erste Frage erinnern? Wie viele Leute sitzen in dem Bus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Auswertung:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/514319</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/514319</guid>
      <pubDate>Fri, 12 Nov 2010 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>"Hey Süße, wie sieht's aus mit uns beiden?"</title>
      <description>In dem Online-Shooter &quot;Hey Baby&quot; kann man als Frau Männer über den Haufen schießen, die einen sexuell belästigen. Manche Autorinnen halten das für eine kluge Gesellschaftskritik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hey Süße, wie sieht’s aus?“, sind so Sprüche, auf die jede Frau gut gerne verzichten kann. Auch vermeintliche Komplimente wie „geile Titten“ sind nicht gut gemeinte Versuche der Kontaktaufnahme, sondern Formen der Belästigung. Die britische Künstlerin und Produzentin Suyin Looui hat einen ungewöhnlichen Weg gewählt, um auf diesen alltäglichen Sexismus hinzuweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Seite &lt;a href=&quot;http://www.heybabygame.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.heybabygame.com&lt;/a&gt; gibt es einen kostenlosen Online-Shooter. Die Spielerin spaziert mit einer Maschinenpistole durch eine amerikanische Stadt. Die Passanten, die sie dabei trifft, sind größtenteils Männer und jeder von ihnen spricht die Frau an: Manche sagen relativ freundlich-charmante Sätze wie „I don’t mean any disrespect, but you’re beautiful“, andere zischen durch die Zähne und wieder andere werden explizit: “Baby, I could blow your back out“. Die Spielerin kann sich zwischen zwei Verhaltensweisen entscheiden; entweder antwortet sie dem Herrn „Thank you, have a great day“, worauf dieser rosa Herzen von sich sprühend geht. Oder aber die Spielerin entscheidet sich dafür, den Belästiger über den Haufen zu schießen. Übrig bleibt ein Grabstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spiel hat kein Ende und kein Ziel – es ist eine Endlosschleife aus Anmache, Belästigung, Gewalt. Für die Journalistin Seth Schiesel von der &lt;a href=&quot;http://www.nytimes.com/2010/06/08/arts/television/08baby.html?_r=1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;New York Times&lt;/a&gt; liegt aber genau darin die Gesellschaftskritik des Spiels. Sie schreibt: „The men cannot ever actually hurt you, but no matter what you do, they keep on coming, forever. The game never ends. I found myself throwing up my hands and thinking, “Well what am I supposed to do?” Which is, of course, what countless women think every day.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Autorin namens Kate Whittle kann im „Ms. Magazine“ den Spiel nicht allzu viel abgewinnen: „It’s entertaining, but after playing for a few minutes you just feel a little bored. I agree with The Sexist’s assessment that it’s more of an interesting concept than a playable game.“ &lt;br /&gt;
Sie weist stattdessen auf &lt;a href=&quot;http://hollabacknyc.blogspot.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hollaback-Blogs&lt;/a&gt; hin . Dort tauschen sich Frauen über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung aus und veröffentlichen Fotos der Männer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seth Schiesel von der New York Times empfiehlt vor allem Männern dieses Spiel zu spielen, um zumindest ansatzweise nachempfinden zu können, wie es einer Frau dabei geht, ständig Belästigungen ausgesetzt zu sein. Ob das funktioniert? Viel Aufmerksamkeit und wildes Herumballern klingt nicht so, als ob man damit Jungs abschrecken könnte.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/508438</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/508438</guid>
      <pubDate>Mon, 26 Jul 2010 18:30:23 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Spürst du schon was?</title>
      <description>Dicht sein ohne Drogen – geht das? Die Website &quot;i-Doser&quot; verspricht es zumindest. Wir haben es ausprobiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menschen, die Drogen nehmen, leiden gewöhnlich an Folgeerscheinungen ihres Konsums wie Kater, schlechter Haut, Mundgeruch und Stimmungsschwankungen. Drogen können außerdem süchtig machen und sozial gravierende Folgen für den Abhängigen bedeuten. Solche unangenehmen Nebeneffekte haben dazu geführt, dass der Konsum von Drogen in den meisten Gesellschaften bis auf wenige Ausnahmen nicht toleriert wird. Was aber wäre, wenn man von Alkohol keinen Kater bekäme? Wenn Kiffen keine Matschbirne machen würde? Wenn Kokain nicht abhängig machen würde? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur mal angenommen: Musik würde dicht machen, und zwar nicht nur ein bisschen schummrig, sondern richtig breit. Angenommen, wir müssten uns nur einen Kopfhörer aufsetzen, ein spezielles Lied abspielen und nach zehn Minuten würde sich unser Zustand von müde auf wach, von traurig auf euphorisch, von schüchtern zu extrovertiert verändern? Wenn für das viel zitierte Lebensgefühl „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ nur noch genau eine Zutat nötig wäre, nämlich Rock’n’Roll? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/776555.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich funktionieren „digitale Drogen“ genauso. Sie machen high, ohne Kater und irgendwelche anderen körperliche Nebenwirkungen. Alles, was man dafür braucht, sind ein Kopfhörer und ein paar Minuten Zeit. Ach ja, und eine Kreditkarte, ohne die geht es auch nicht. Die Firma &lt;a href=&quot;http://i-doser.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;i-doser&lt;/a&gt; bezeichnet sich als „the industry leader in binaural brainwaves audio doses“. An die 100 verschiedene Stimulanzen und Entspannungsmittelchen hat die Firma zu bieten: Von ganz simplen „Alcohol“ und „Rave!“ Halluzinogenen bis hin zu Sexdrogen wie „Multiple-O.“ Die drei beliebtesten Drogen sind „Orgasm“, „Peyote“ und „Marijuana“. Zwischen zwei und sieben US-Dollar kostet eine solche Dosis, die dann nach Freischaltung auf den Computer herunter geladen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Cousto ist Musikwissenschaftler und arbeitet für das Drogenaufklärungsprojekt „eveandrave“. Cousto hat selbst einmal Haschisch- und THC-Moleküle vertont. Dabei, sagt er, sei es aber eher um ein Kunstprojekt als ums Highwerden gegangen. „Es lassen sich mit Musik auf jeden Fall andere Zustände erreichen. Dazu müssen auf beiden Ohren leicht unterschiedliche Frequenzen abgespielt werden. Das Gehirn geht dann in einen niedrigschwellenden Zustand über – wie bei einer Meditation.“ Auch das i-Doser-High will bestimmte Gehirnregionen stimmulieren, in dem über beide Ohren leicht versetzte Töne gespielt werden. Dafür notwendig sind ein gut funktionierendes Paar Kopfhörer, Ruhe und eine entspannte Sitzsituation. Nach ein paar Minuten soll sich das High einstellen. Kann so etwas funktionieren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem Phänomen auf den Grund zu gehen, bleibt uns nichts anderes übrig, als es auszuprobieren. Im Internet tummeln sich viele „fake“-I-Doser-Videos, wie zum Beispiel dieses hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir aber wollen uns das Original besorgen. Zunächst stellen wir fest, dass unsere Hemmschwelle, digitale Drogen zu kaufen, wesentlich niedriger ist, als reale Drogen bei einem Dealer zu besorgen. Wir legen „Marihuana“, „LSD“ und den guten alten „Orgasmus“ (den kennt immerhin jeder) in den Einkaufswagen. Dafür gestaltet sich die Einnahme umso komplizierter: Um die I-Doses zu konsumieren, muss man einen speziellen Player herunterladen, der aber wiederum nur auf PCs und nicht auf Macs läuft. Zwei der eingekauften Dosen funktionieren nicht und rufen eine kryptische Windows-Fehlermeldung hervor. Das frustriert ein wenig, wir aber schieben das auf unsere eigene Unfähigkeit. Schließlich gelingt es, die Marihuana-Dose zu öffnen. Kopfhörer auf, Beine nach oben, Lehne zurück und Augen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der i-Doser beginnt mit einem hohen Geräusch, das am ehesten dem Grundton eines Telefons ähnelt. Es wabert ein bisschen hin und her, wird mal lauter mal leiser, mal höher, mal tiefer. Ein Rauschen kommt dazu, und dann später ein kleines Geklacker. Dieses ganze Tuuuut-klack-klack-tuuuut-tut ist, obwohl es mit jeglicher Form von Musik nichts zu tun hat, nicht unangenehm. Eigentlich, kann man nach einigen Minuten sagen, geht davon eine beruhigende Wirkung aus. Nach etwa zehn Minuten hat sich die Atmung beruhigt und der Körper fühlt sich entspannt an. Nach 30 Minuten kommt die Müdigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 35 Minuten hat sich noch nichts eingestellt, was einem „Breitsein“ ähnelt. Dann ist die Marihuana-Dose leer. In der FAQ-Sektion auf der I-Doser-Website heißt es, es gebe drei Kategorien von Usern: Solche, die für die Wirkung von digitalen Drogen empfänglich seien, andere, die mehrere Versuche benötigen, um die Wirkung zu spüren und solche, bei denen die Töne überhaupt keine Effekte hervorrufe. Kurze Selbstvergewisserung: Ist Wolfgang Lübkes Frisur irgendwie wahnsinnig komisch? Ist die Zimmerpflanze zufällig „endsverspult“ vor? Ist überhaupt gerade alles viel geiler als sonst? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider nicht. Eigentlich ist überhaupt nichts anders, außer, dass das Pfeifen immer noch nachklingt, obwohl die Kopfhörer abgesetzt sind. Es hat sich nach grundlegender Prüfung der Sinne rein gar nichts verändert. Es könnte sein, dass ich als Testperson zu den leidigen 20 Prozent der Bevölkerung gehöre, die für das Lebensgefühl „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ weiterhin drei separate Substanzen benötigen. Es könnte auch sein, dass der i-Doser Blödsinn ist.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/508057</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/508057</guid>
      <pubDate>Tue, 20 Jul 2010 18:30:07 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der DJ der guten Laune</title>
      <description>Heute im Video der Woche: Ein älterer Herr spürt die Freude der Musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dieser Herr seinen Weg durch die Weiten des Internets genommen hat, ist ein Geheimnis. Der „DJ der guten Laune“ tauchte vor einiger Zeit im Netz auf und wird seitdem von Blog zu Blog verlinkt. Auch zu einer eigenen Facebook-Gruppe mit derzeit knapp 500 Mitgliedern hat er es gebracht. Wer dieser Herr ist, und vor allem, bei welcher Gelegenheit dieses Video entstanden ist, weiß man nicht. Der „Dj der guten Laune“ bleibt dezent in der Anonymität. Er lässt aber über einen Youtube-User „grafandraget“ seinen über 400.000 Zuschauern ausrichten:  „Der DJ lacht sich schlapp über die ganzen witzigen und netten Kommentare! Wahnsinn! Weiter so!!!&lt;br /&gt;
Und: Die einzige Droge war MUSIK!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da über seine Identität nichts herauszubekommen ist, kann man nur Hypothesen aufstellen. &lt;br /&gt;
Das Ambiente und das fortgeschrittene Alter dessen Herrn, lassen den Schluss zu, dass es sich um eine etwas gewollte Art der Jugendbespaßung halten könnte: Die Abenddisco der Kolpingjugendfreizeit etwa. Oder die Geburtstagsparty der 12-Jährigen Tochter, wo der Papa mit seiner lustigen Art rechtzeitig verhindert, dass die Feier in eine Knutschorgie ausartet.  &lt;br /&gt;
Es könnte sich aber auch um die Weihnachtsfeier des Yoga-Kurses handeln, bei der zwischendurch „mal alle negativen Energie rausgelassen werden und wir alle mal so richtig die Lebensfreude spüren“. &lt;br /&gt;
Möglich natürlich auch, dass der „DJ der guten Laune“ gar kein Publikum hat. Vielleicht ist er alleine, Frau und Kinder aus dem Haus, und jetzt kann er endlich mal sein neues HiFi-Set ausprobieren und wie früher „so richtig abhotten“. &lt;br /&gt;
Die letzte Hypothese: Der Herr naschte von lustigen Pillen seines Techno-begeisterten Sohnes. Das vermutet die Mehrheit der zahlreichen Youtube-Kommentatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer immer der DJ der guten Laune auch ist, er zeigt: Gut gelaunte Menschen kann man lächerlich finden, böse sein kann man ihnen nicht.</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/507668</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/507668</guid>
      <pubDate>Tue, 13 Jul 2010 18:30:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Verrückte Nackte</title>
      <description>Ein Künstler ruft MELT-Festival-Besucher dazu auf, sich für ein Kunstprojekt auszuziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Angestrichen:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;background-color: yellow;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
nakedHEART ist nicht nur eine Kunstaktion. Es ist ein Erlebnis und eine Bewusstseinsveränderung. Jeder Teilnehmer soll mit „Stolz“ zurückblicken sich an einer guten Sache eingebracht zu haben und später sagen können „Da habe ich mitgemacht“. Das Projekt kann nur gemeinsam entstehen. WIR können es entstehen lassen. WE ARE BETTER TOGETHER. Vielleicht wirst Du später auch sagen, das war das Verrückteste, das ich je in meinem Leben gemacht habe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wo steht das denn?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Auf der Website &lt;a href=&quot;http://www.nakedheart.de/index.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;naked heart!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fotograf und Künstler, Gerrit Starczewski, 24, möchte am Samstag, den 17. Juli, möglichst viele Nackte auf dem Melt-Festival fotografieren. „Meine Vision ist es“, schreibt der auf der Website,  „vor der Hauptbühne ein großes Herz aus nackten Menschen entstehen zu lassen. Das Herz, als Symbol für Liebe und Frieden.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/775326.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nacktsein, das klang mal nach Bürgerschreck Mega-Freiheit und Kommune 1, später dann auch nach kleiner, privater Freiheit (FKK in der DDR) und nach „Ois easy, Oida“ (am Münchner Eisbach). &lt;br /&gt;
Heute aber teilt das Nackigsein in Sachen Revolutionspotenzial das Schicksal von Kiffen und dem Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft: Kann man machen, passt schon aber interessiert auch keinen. Das Nackigsein ist längst in unseren Alltag eingedrungen.&lt;br /&gt;
Ein nackter Körper ist von unserem Computerbildschirm genau zwei Klicks entfernt. Manche von uns hatten Eltern, die nackt durchs Haus liefen. Die Kinder fanden das nicht aufregend, es war ihnen peinlich. 45.000 Deutsche sind in FKK-Vereinen organisiert und laut des Präsidenten des Deutschen Verbandes für Freikörperkultur, Kurt Fischer, sympathisieren weitere sieben Millionen mit dem Nacktbaden. Und beim Roskilde-Festival in Dänemark gibt es alljährlich einen „Naked Run“ (siehe Foto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn also heute jemand zum öffentlichen Nacktsein aufruft, ist das vollkommen in Ordnung. Nur ist das in etwa so verrückt, wie während des Studiums in einer WG zu wohnen. Riskant am zeitgenösischen Nacktsein ist lediglich, dass die eigenen Bilder im Internet veröffentlich werden könnten. Auf der Website zur Melt-Aktion heißt es dazu: &quot;Die Bilder erscheinen exclusiv im INTRO Magazin, dem Giddyheft und werden erstmalig im Rahmen einer Ausstellung beim Berlin Festival zusehen sein.&quot;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/507442</link>
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      <pubDate>Fri, 09 Jul 2010 18:30:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>E.T. wird gefickt</title>
      <description>Das aktuelle Video der Woche zeigt schockierende Aufnahmen, in denen der Alien E.T. von Menschen missbraucht wird&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Außerirdische E.T. hatte es noch nie besonders leicht. Erst wird der kleine Alien von seinen Gefährten bei einer Forschungsreise auf dem Planeten allein zurückgelassen. Zwar freundet er sich bald mit dem zehn-jährigen Jungen Elliot an, leider aber unter furchtbaren Heimweh („Nach Hause telefonieren“). In der Zwischenzeit jagen Regierungsbeamte den Außerirdischen, um mit ihm Experimente durchzuführen. Im Film von Steven Spielberg aus dem Jahr 1982 wird E.T. ganz am Ende doch noch von seinen Alien-Kollegen gerettet. Was Spielberg aber seinen Zuschauer vorenthielt: E.T. wurde auch von Menschen gefickt.&lt;br /&gt;
Das dies tatsächlich geschah, zeigt das Video „Supergum“ des Musikers Tobacco. Gleich mehrere Menschen vergehen sich darin in dem apathisch drein blickenden Außerirdischen. Zu sehen sind die im Porno-Genre üblichen Positionen – E.T. ist dabei stets der passive Part. Da die Zurechnungsfähigkeit des Aliens nicht einwandfrei geklärt ist, steht der Missbrauchsvorwurf latent im Raum. &lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;&gt;&lt;param name=&quot;allowfullscreen&quot; value=&quot;true&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12489148&amp;amp;server=vimeo.com&amp;amp;show_title=1&amp;amp;show_byline=1&amp;amp;show_portrait=0&amp;amp;color=&amp;amp;fullscreen=1&quot; /&gt;&lt;embed src=&quot;http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12489148&amp;amp;server=vimeo.com&amp;amp;show_title=1&amp;amp;show_byline=1&amp;amp;show_portrait=0&amp;amp;color=&amp;amp;fullscreen=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://vimeo.com/12489148&quot;&gt;TOBACCO - Super Gum&lt;/a&gt; from &lt;a href=&quot;http://vimeo.com/tobaxxo&quot;&gt;TOBACCO&lt;/a&gt; on &lt;a href=&quot;http://vimeo.com&quot;&gt;Vimeo&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgedeckt hat diesen Skandal der Musiker Tobacco. Sonst Bandleader der Gruppe „Black Moth Super Rainbow“ ist Tobacco dieses Mal solo unterwegs. Die Single „Supergum“ ist eine Auskopplung seines Albums „Maniac Meat“, das gerade auf dem Label &lt;a href=&quot;http://www.anticon.com/?js=yes&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Anticon&lt;/a&gt; erschienen ist. &lt;br /&gt;
Weshalb der arme, kleine Alien E.T. trotz seiner Putzigkeit so viele Aggressionen auf sich zieht, ist schwer verständlich. Das Blog &lt;a href=&quot;http://www.hirngerechte-gestaltung.com/2010/06/tobacco-super-gum.html &quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hirngerechte Gestaltung&lt;/a&gt; schrieb „Endlich bekommt die kleine Hure, was sie verdient.“&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/param&gt;&lt;/param&gt;&lt;/param&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/506717</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/506717</guid>
      <pubDate>Mon, 28 Jun 2010 18:30:07 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Bring deine Finanzen in Ordnung!</title>
      <description>Der Satz &quot;Ich kann einfach nicht mit Geld umgehen&quot; gehört zum guten Ton. Dabei gibt es kaum etwas Blöderes&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Michele wühlt in ihrem Geldbeutel, das Kleingeld klimpert, noch einmal blickt sie in das Scheinefach ihres roten Geldbeutels aus Leder, den sie auf einem Londoner Flohmarkt letzte Ostern gekauft hat. Die Schlange bewegt sich Richtung Kasse, Krüge klirren, Bier schwappt über Hände.&lt;br /&gt;
„Eine Maß? Alles?“, schrillt die Stimme der Biergartenverkäuferin. „Macht 6,80 Euro plus ein Euro Pfand“&lt;br /&gt;
Michele wühlt und kramt noch etwas, stöhnt, dann legt sie den zerknüllten Fünfer und acht Münzen auf den Tisch. Im Geldbeutel aus London bleiben nur Kupfermünzen zurück.&lt;br /&gt;
„Mei, Wahnsinn“, sagt sie zu Thorben auf dem Weg zurück zur Bierbank. „Das Geld für den Monat ist schon wieder weg. Irgendwie kann ich einfach nicht mit Geld umgehen.“&lt;br /&gt;
„Ich auch nicht“, sagt Thorben. „Mein Dispo ist schon wieder am Limit.“ Darauf stoßen beide sogleich an. Seit ich die zwei kenne, jammern sie darüber, zu wenig Geld zu haben. Andererseits weiß ich auch: Selbst wenn Michele 3000 Euro auf der hohen Kante hätte, würde sie jammern. Sie würde sagen: „Ich habe ja fast gar keine Ersparnisse wie die anderen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/771264.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über wenig Geld zu jammern, gehört zum guten Ton. Wer so tut, als sei er arm, glaubt, dadurch auch sexy zu sein. Ein bis zum Anschlag ausgereizter Dispo soll signalisieren: Hey, ich lebe voll im Jetzt. Ich mache einfach, was mir Spaß macht. Auf Geld kommt es doch eh nicht an. Diese Einstellung soll sympathisch wirken, mit dem Loch im Geldbeutel wollen sich Michele und Thorben von Goldkettchen-Prolls und großkotzigen Rosa-Polohemden-Trägern distanzieren. Sie wollen sagen: Uns sind Spaß und gute Freunde wichtiger als teure Autos und Longdrinks in Nobeldissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist prinzipiell ein ehrenwertes Anliegen und mir sind solche Leute lieber als ebensolche Großkotze und Prolls. Nur: Muss für diese Koketterie immer der Geldbeutel herhalten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wem gehts hier wirklich schlecht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Vor einigen Wochen erschien in der FAZ ein Artikel mit Überschrift: &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub867BF88948594D80AD8AB4E72C5626ED/Doc~E5893BEE350EF482DA424106F9E10B20D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Generation 30 – Hört auf zu jammern!&lt;/a&gt; Die Autorin Bettina Weiguny forderte endlich ein Ende der Miese-Stimmung unter jungen Akademikern, die es angeblich heute so viel schwerer haben als ihre Akademiker-Eltern. 4156 Euro im Schnitt verdiene ein Berufsanfänger heute, 1980 sei dies auch inflationsbereinigt nur die Hälfte gewesen. Unsere Eltern seien einfach nicht jede Woche in ein Restaurant gegangen. &lt;br /&gt;
Was für 30-Jährige zutrifft, gilt auf einem niedrigerem Level auch für 20-Jährige. Natürlich gibt es Studenten und Schüler, die wenig Geld haben: 2,4 Millionen Kinder in Deutschland gelten laut Bundesfamilienministerium als armutsgefährdet. Das ist ein gesellschaftlicher Missstand, für den Kinder nichts können. &lt;br /&gt;
Nur gibt es auf der anderen Seite eben auch genug Studenten wie Thorben und Michele, die monatlich 500 Euro von Papa überwiesen bekommen, zwei mal die Woche in einem Cafe bedienen und so nochmals 800 Euro verdienen und außerdem noch alle drei Monate 500 Euro von Omi zugesteckt bekommen. Sie fliegen in den Semesterferien nach Thailand und haben an sich den Anspruch, stets modisch gekleidet zu sein. Sie könnten, würden sie sich nur ein klein wenig einschränken, jeden Monat 200 Euro zurücklegen. Aber genau diejenigen sind es, die ständig mit ihrem ausgereiztem Dispo kokettieren und mit einem charmanten Grinsen sagen: „Ich kann einfach nicht mit Geld umgehen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dahinter steckt letztlich die Weigerung, Verantwortung für sich zu übernehmen. Was die Pseudo-Arm-aber-sexy-Fraktion vergisst: Es ist nicht cool, nicht für sich selbst sorgen zu können. Man ist auch nicht freier, weil hinter dem Kontostand ein großes „S“ ist. Wenn Studenten jahrelang im Minus sind, hat das meistens mit Bocklosigkeit, mangelnder Selbstdisziplin und Koketterie zu tun. Und das ist eigentlich gegenüber denjenigen, die tatsächlich kein Geld haben, viel arroganter als die Goldketten-Großkotzigkeit.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/505619</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/505619</guid>
      <pubDate>Fri, 11 Jun 2010 18:30:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Oben ohne für alle!</title>
      <description>Ungerechtigkeit im Schwimmbad: Warum müssen Frauen eigentlich ihre Brüste bedecken - und Männer nicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Angestrichen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;background-color: yellow;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
In einer kurzen Diskussion mit einer guten Freundin entfiel meinem losen Mundwerk doch glatt der Satz “Der BH ist die Burka der westlich sozialisierten Welt” - Natürlich ist das weder vergleichbar, angebracht oder pc, sondern schlicht polemisch, aber im Grunde genommen wird von Frauen erwartet, ihre Brust ausreichend zu bedecken, während Männer ihre T-Shirts ausziehen, sobald es warm ist. Ihnen sei ein gebräunter Körper gegönnt, ich hätte allerdings auch gern einen. Und zwar ohne weiße Stellen oder Strafanzeige. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wo steht das denn?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Im Blog des  &lt;a href=&quot;http://missy-magazine.de/2010/06/07/titten-raus/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Missy Magazins&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Feministinnen werden nicht müde, Männer darauf hinzuweisen, dass auch sie von emanzipierten Frauen profitieren: Der Sex werde besser, die Kommunikation und der Druck, der durch Rollenvorstellungen entstehe, vermindere sich, wenn mehr Gleichheit zwischen den Geschlechtern besteht. In der stereotypen Geschlechterdebatte folgt sogleich die Frage: Wie gleich sind Frauen und Männer? Und: Sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sozialer oder biologischer Natur? &lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass es sich bei der Kategorie „Geschlecht“ um eine soziale Konstruktion handelt. Was „männlich“ und was „weiblich“ bestimmt viel mehr die Gesellschaft als die Hormone. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/770816.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einem gewissen Punkt jedoch stößt diese Dekonstruktion an ihre Grenze: Frauen nämlich sehen anders aus als Männer. Frauen haben zum Beispiel Brüste. Da es in unseren Breitengraden sozial etabliert ist, primäre wie sekundäre Geschlechtsmerkmale zu verhüllen, tragen Frauen Bikinis und Männer nicht. Ein Fakt, den Feministinnen immer wieder aufs Neue beklagen: In den Siebzigern gingen Bilder von brennenden BHs um die Welt. 2007 entstand in Schweden das neo-feministische &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Bara_Br%C3%B6ste&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;„Bara Bröst“-Bündnis&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen Kleidervorschriften in Schwimmbädern wie auch in der Öffentlichkeit allgemein beklagen die schwedischen Aktivistinnen als Diskriminierung. Sie fordern ein Ende des „Oben ohne“-Verbots.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Blog-Eintrag heißt es weiter:&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;background-color: yellow;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
„Menschen sollten selbst entscheiden dürfen, ob und wie sie ihre Körper bedecken.“ &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn vielen Jungs diese Sprache etwas arg martialisch empfinden dürften, werden sie gegen diese Forderung kaum Einwände haben können.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/505488</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/505488</guid>
      <pubDate>Tue, 08 Jun 2010 18:30:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der Leberwurst-Ticker</title>
      <description>Kannst du den &quot;Bundeshorst&quot; verstehen? Wann warst du zum letzten Mal beleidigt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/text/regular/769773.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich tritt man ja zurück, weil man selbst Mist gebaut hat. Weil man Geld unterschlagen hat, oder jemand vor laufenden Kameras „Vollpfosten“ genannt hat oder weil man besoffen Auto gefahren ist. Man tritt also zurück, weil man etwas Blödes gemacht hat, das einem Leid tut. &lt;br /&gt;
Man tritt nicht zurück, weil die anderen etwas Blödes gemacht haben. Und erst Recht nicht, bloß, weil man denkt, die anderen hätten etwas Blödes gemacht. Am Ende war man es nämlich doch selbst und hat es nur auf die anderen geschoben. Man tritt also nicht zurück, weil man beleidigt ist. &lt;br /&gt;
Überall dort, wo im Text nun „man“ steht, kann man jetzt „Bundeshorst“ einsetzen. Der ist nämlich nicht zurückgetreten, weil ihm seine Äußerungen, wann, wo und warum Deutschland Krieg führen darf, Leid tun. Sondern weil ihm die Reaktionen der bösen, bösen Medien auf seine Äußerung nicht gefallen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist es aber so, dass Beleidigtsein meistens gar nichts bringt. Es ist in keiner Weise konstruktiv und führt zu nichts anderen, als dass die anderen einen „beleidigte Leberwurst“ nennen. Trotzdem – manchmal kann man nicht anders. Manchmal hat man einfach keinen Bock mehr und würde am liebsten alles mit einem „Leckt mich doch am Arsch!“ hinschmeißen. Oder?&lt;br /&gt;
Wann warst du zum letzten Mal beleidigt? Und was hat’s gebracht?</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/505085</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/505085</guid>
      <pubDate>Wed, 02 Jun 2010 08:00:03 +0200</pubDate>
    </item>

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