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    <title>fabian-fuchs.jetzt.de</title>
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    <description>Alle Texte von fabian-fuchs auf jetzt.de</description>
    <language>de-de</language>
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      <title>fabian-fuchs.jetzt.de</title>
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    <item>
      <title>Mädchen, dürfen wir euch fragen, wie es beim Frauenarzt war?</title>
      <description>Immer zum Wochenende: Jungs fragen M&amp;#228;dchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen. Diesmal: Der tabuisierte Arztbesuch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Jungsfrage:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/881548.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Jetzt mal ganz unverkrampft: Uns ist bekannt, dass ihr nicht ohne Geschlechtsteil auf die Welt gekommen seid. Und wir wissen, dass dieses Teil gelegentlich gewartet werden muss. Jede Frau, jedes Jahr, banale Sache. Trotzdem ist das ganze Frauenarzt-Ding ein ziemliches Tabu, einfach so mal an der Theke dr&amp;uuml;ber quatschen wie &amp;uuml;ber den Zahnarzt geht zwischen nicht liierten M&amp;auml;dchen und Jungen ja eher selten. Und mit der Partnerin wird die diesbez&amp;uuml;gliche Nachfrage auch eher so abgefertigt: &amp;bdquo;Naja, ist halt immer irgendwie komisch.&quot; Also fragen wir schon gar nicht mehr, obwohl uns diverse Vorg&amp;auml;nge vielleicht schon interessieren w&amp;uuml;rden, rein wissenschaftlich. Aber die sollen uns solange nichts angehen, bis die Kinderproduktion anl&amp;auml;uft, wo dann erwartet wird, dass wir selbstbewusst und souver&amp;auml;n mit dem Ultraschallger&amp;auml;t auf eurem Bauch rumfahren und so tun, als w&amp;auml;ren wir schon hundertmal in der Frauenarztpraxis rumgestanden. Warum also nicht die ganze Sache etwas fr&amp;uuml;her entmystifizieren? &amp;Uuml;ber die obligatorische Unterhosen&amp;ouml;ffnung bei unserer Musterung zum Beispiel geben wir doch auch auf jedem Fest gerne und laut Auskunft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die M&amp;auml;dchenantwort:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/881550.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Kurz gesagt: Nein, d&amp;uuml;rft ihr nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lang gesagt: hinkt zun&amp;auml;chst einmal der Zahnarztvergleich. Denn wir haben euch zwei Tage vorher erz&amp;auml;hlt, dass wir hinm&amp;uuml;ssen (bevorstehende Wurzelbehandlung) oder im Gespr&amp;auml;ch eingeworfen, dass wir gerade da waren (durchgestandene Wurzelbehandlung) und ihr fragt dann genauer nach, weil ihr verstanden habt, warum wir das erw&amp;auml;hnen: Wir wollen euer Mitleid und wir wollen euch unser Herz aussch&amp;uuml;tten &amp;ndash; die Schmerzen, die Hilflosigkeit, der b&amp;ouml;se Onkel Doktor! Das ist &amp;uuml;brigens eine geschlechtsneutrale Sache. Von Zahnarztbesuchen erz&amp;auml;hlt jeder jedem, alle m&amp;uuml;ssen da mal hin und alle kennen das angemessene Verhaltensmuster, schlagen die H&amp;auml;nde &amp;uuml;ber dem Kopf zusammen und sagen: &amp;bdquo;Du Arme/r!&quot;     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von unserem bevorstehenden oder gerade absolvierten Besuch beim Frauenarzt aber erz&amp;auml;hlen wir euch nicht von selbst. Zum einen, weil dieser Besuch nicht geschlechtsneutral ist, zum  anderen, weil er meist der Vorsorgeuntersuchung dient, da gibt es nichts Berichtenswertes. Wenn wir nur mal so zum Durchchecken beim Zahnarzt vorbeischauen, gehen wir damit ja auch nicht hausieren. Wenn wir aber auf die sagenumwobene Frauenarztliege m&amp;uuml;ssen, weil irgendwas im Argen ist, dann ist das kein Thema f&amp;uuml;r Thekengespr&amp;auml;che. Denn Brust- oder Unterleibskrankheiten sind zumeist sehr unangenehm und spielen sich noch dazu in K&amp;ouml;rpergegenden ab, die privater sind als die Mundh&amp;ouml;hle, das Innenohr oder der Knorpel im Knie. Davon erz&amp;auml;hlt man nicht jedem, das macht man mit sich selbst aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Au&amp;szlig;erdem k&amp;auml;me uns eure Frage, w&amp;uuml;rdet ihr sie denn stellen, irgendwie unlauter vor. Du sagtest ja schon, dass euch die Vorg&amp;auml;nge &amp;bdquo;rein wissenschaftlich&quot; interessieren w&amp;uuml;rden. Ihr seid einfach neugierig! Aber dann versteckt ihr eure Neugierde hinter einer pers&amp;ouml;nlich und liebevoll eingef&amp;auml;rbten &amp;bdquo;Wie war's&quot;-Frage, anstatt geradeheraus zu fragen, ob euch bitte mal jemand erkl&amp;auml;ren kann, wie das da eigentlich so l&amp;auml;uft, beim Frauenarzt, wer da wo mit was und warum reinschaut. Das w&amp;uuml;rde uns auch besser gefallen, weil wir dann nicht von unserem pers&amp;ouml;nlichen Erlebnis erz&amp;auml;hlen und uns f&amp;uuml;rchten m&amp;uuml;ssten, dass ihr vor eurem inneren Auge seht, wie wir hilflos und halbnackt einem Mann oder einer Frau mit kalten, viel zu gro&amp;szlig;en Ger&amp;auml;tschaften ausgeliefert sind. Sondern wir k&amp;ouml;nnten euch ganz neutral einmal grob den Ablauf erkl&amp;auml;ren wie er in B&amp;uuml;chern f&amp;uuml;r junge M&amp;auml;dchen erkl&amp;auml;rt wird, die Angst vor dem ersten Frauenarztbesuch haben. Oder euch an eines dieser B&amp;uuml;cher f&amp;uuml;r junge M&amp;auml;dchen verweisen.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur ein Junge, der mit einem M&amp;auml;dchen liiert ist, darf sie fragen &amp;bdquo;Wie war's beim Frauenarzt?&quot;, weil er ja neben dem behandelnden Arzt der einzige ist, der mit den betreffenden Regionen in regerem Kontakt steht. Aber auch hier gilt die Frage nur, wenn man davon ausgehen kann, dass damit &amp;bdquo;Ist alles in Ordnung?&quot; gemeint ist. Unsere knappe Antwort lautet dann (im besten Falle) &amp;bdquo;Alles in Ordnung&quot;, ohne, dass wir beschreiben m&amp;uuml;ssen, wie der Arzt zu diesem Urteil gelangt ist. Wollen wir auch gar nicht. Es ist nicht sch&amp;ouml;n, beim Arzt zu sein, das wisst ihr doch auch. Und wenn man mal genauer dr&amp;uuml;ber nachdenkt, ist es eigentlich seltsam, dass man von Zahnarztbesuchen immer so gerne erz&amp;auml;hlt und die unterschiedlichen Leidensstufen beschreibt. Lasst uns besser auch damit aufh&amp;ouml;ren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;/jetztpage/valerie-dewitt&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;valerie-dewitt&lt;/a&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/538750</link>
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      <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Geht Karneval auch stilvoll?</title>
      <description>Stilvolle Faschingsfeste und nostalgische Kost&amp;#252;mb&amp;#228;lle stehen in den St&amp;#228;dten wieder hoch im Kurs. Kannst du das nachvollziehen? Oder noch spannender: Kannst du Charleston tanzen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/880540.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Es geh&amp;ouml;rt nicht viel dazu, Faschings- oder Karnevalsmuffel zu sein. Einfach den obligatorischen Satz: &amp;bdquo;Ich kann mit dieser verordneten Fr&amp;ouml;hlichkeit nichts anfangen!&amp;ldquo; im Brustton der &amp;Uuml;berzeugung sagen und keiner wird etwas dagegen einwenden k&amp;ouml;nnen. Das Karnevalstreiben als ballermannartige Stumpfsinn zu degradieren, das f&amp;auml;llt vor allem au&amp;szlig;erhalb der bekannten Hochburgen leicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist das Verkleiden und Kost&amp;uuml;mieren nat&amp;uuml;rlich ein jahrhundertealter Spa&amp;szlig;, der nicht unbedingt in Tateinheit mit Bierbong und auf den Tischen tanzen einhergehen muss. Egal ob K&amp;uuml;nstlerfeste im alten Wien oder Maskenb&amp;auml;lle an irgendwelchen H&amp;ouml;fen &amp;ndash; das Ganze galt durchaus mal als stilsichere und unpeinliche &amp;Uuml;bung auch f&amp;uuml;r Geistesmenschen. In M&amp;uuml;nchen boomen in dieser Saison die nostalgischen B&amp;auml;lle im Stile der 20er-Jahre, mit einer genauen Einweisung auf der Einladung, was an Maskerade erlaubt ist und mit welchen Kost&amp;uuml;men und Accessoires das Motto richtig getroffen wird. Dazu wird dann nat&amp;uuml;rlich auch keine Polonaise sondern Charleston getanzt. F&amp;uuml;r viele Faschingsmuffel haben diese &amp;bdquo;strengen&amp;ldquo; Feste mit eleganter Note einen besonderen Reiz, jedenfalls sind die meisten derartigen Veranstaltungen schon ausverkauft und vor Ort versucht dann jeder den anderen an Stilbewusstsein und korrekt empfundenem Zeitsprung zu &amp;uuml;bertrumpfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einen genie&amp;szlig;en dabei vielleicht einfach nur einen Retro-Schauer, andere freuen sich, dass sie in eine gro&amp;szlig;e Garderobe schl&amp;uuml;pfen k&amp;ouml;nnen, wie man sie sonst nur in Kinofilmen sieht &amp;ndash; und nicht ins ordin&amp;auml;re Fischst&amp;auml;bchen-Kost&amp;uuml;m. Kannst du den Reiz dieser gro&amp;szlig;en Abendgarderobe nachvollziehen, w&amp;uuml;rdest du auch gerne mal einen Ball oder ein&amp;nbsp; vornehmes Kost&amp;uuml;mfest besuchen? Und was w&amp;auml;re dann deine Epoche, welches w&amp;auml;re deine Garderobe? Ein Frack? Ein Jugendstil-Abendkleid oder doch eher was aus den Jane-Austen-Filmen? Wie w&amp;uuml;rdest du aussehen, wenn du zu so einem Abend eingeladen w&amp;auml;rst?</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/538292</link>
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      <pubDate>Mon, 30 Jan 2012 08:00:01 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Hast du schon Salz drin?</title>
      <description>&amp;#220;ber die Unm&amp;#246;glichkeit, zusammen mit seinem Partner zu kochen und dabei friedlich zu bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/879892.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Einmal haben wir einen Gutschein f&amp;uuml;r einen Partner-Kochkurs geschenkt bekommen. Zwei Termine lie&amp;szlig;en wir verstreichen, zum letztm&amp;ouml;glichen meldeten wir uns an. Es war ein warmer Samstagnachmittag im Mai und wir standen im Kochstudio eines M&amp;uuml;nchner Edel-Kaufhauses, zusammen mit sechs anderen Paaren Anfang drei&amp;szlig;ig. Die hatten im Gegensatz zu uns noch nie etwas anderes gekocht als Nudeln mit So&amp;szlig;e und waren sehr motiviert, was diese neue Challenge in ihrem Zusammenleben anging. Eifrig nickend lauschten sie dem Koch und machten sich im Team an die Arbeit, meist hatte&lt;i&gt; sie&lt;/i&gt; genau zugeh&amp;ouml;rt und soufflierte&lt;i&gt; ihm&lt;/i&gt;, w&amp;auml;hrend er mit dem Filetiermesser im Zander rummetzgerte.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach vier Stunden Kochkurs hatte sich nicht nur der Eifer abgek&amp;uuml;hlt, es wurden auch etliche der angereisten Schatzis in ganz neuem Licht betrachtet, weil sie sich bei den einfachsten Arbeiten anstellten wie Hornochsen. Meine Freundin und ich waren als einzige betrunken und gutgelaunt. Seit wir beobachten durften, wie ein Typ das Vanillemark, das seine Freundin gerade erst m&amp;uuml;hsam aus der Schote gekratzt hatte, mit einem K&amp;uuml;chentuch abwischte und in den M&amp;uuml;lleimer bef&amp;ouml;rderte, kamen wir aus dem Kichern nicht mehr raus.   Erst hinterher ist uns aufgefallen: Dieser komische Nachmittag war eigentlich das sch&amp;ouml;nste gemeinsame Kocherlebnis, das wir je hatten. Vielleicht, weil es so viele andere Personen gab, die alles falsch machten und &amp;uuml;ber die man l&amp;auml;stern konnte. Daheim wechseln wir uns mit Kochen ab, aber nicht aus irgendeinem Kehrwochen-Prinzip, sondern weil es einfach nicht geht, zusammen zu kochen. Alles andere schaffen wir ganz gut zusammen, sogar im Baumarkt einkaufen. In &amp;ouml;rtlichen Reisef&amp;uuml;hrern werden wir l&amp;auml;ngst als sehenswertes Denkmal f&amp;uuml;r ewigw&amp;auml;hrende Harmonie erw&amp;auml;hnt. Die endet aber, sobald wir uns aus Versehen gleichzeitig in der K&amp;uuml;che aufhalten und einer anf&amp;auml;ngt, das &amp;Ouml;l in der Pfanne zu erhitzen. &lt;br /&gt; &amp;bdquo;Pass auf, das wird zu hei&amp;szlig;.&amp;ldquo;-&amp;bdquo;Das muss hei&amp;szlig; sein, das soll schlie&amp;szlig;lich scharf angebraten sein.&amp;ldquo;-&amp;bdquo;Aber doch nicht so scharf, dass es gleich verbrennt, guck mal, das &amp;Ouml;l raucht ja schon.&amp;ldquo; &amp;ndash; &amp;bdquo;Ja, weil du immer dieses Sonnenblumen&amp;ouml;l kaufst, das man nicht &amp;uuml;ber 120 Grad erhitzen darf, damit kann man nicht braten, das habe ich schon hundertmal gesagt.&amp;ldquo; &amp;ndash; &amp;bdquo;Nimm halt Butter, ich nehm f&amp;uuml;r so was immer Butter.&amp;ldquo;-&amp;bdquo;Ja-ha, ich wei&amp;szlig;&amp;ldquo;-&amp;bdquo;Wie meinst du das, hast du daran was auszusetzen? Passt dir nicht, wie ich koche?&amp;ldquo; &lt;br /&gt;Und so weiter.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauert jedenfalls keine f&amp;uuml;nf Minuten, dann ist einer beleidigt, obwohl er doch nur einen guten Rat geben wollte und der andere, weil man ihm die einfachsten Dinge nicht zutraut. Das sind nat&amp;uuml;rlich ganz normale Paar-Streit-Basics, aber beim Kochen erreichen sie auf wundersame Weise rasend schnell den Siedepunkt, viel schneller als der Topf mit Kn&amp;ouml;delwasser jedenfalls (&amp;bdquo;Der muss fei nur sieden.&amp;ldquo; &amp;ndash; &amp;bdquo;Ich wei&amp;szlig;, ich mach doch immer die Kn&amp;ouml;del.&amp;ldquo;-&amp;bdquo;Ist da schon Salz drin?&amp;ldquo;-&amp;bdquo;Ja. Hey, warum tust du jetzt noch welches rein?&amp;ldquo; &amp;ndash; &amp;bdquo;Letztes Mal wars wieder zu wenig.&amp;ldquo; &amp;ndash; &amp;bdquo;Raus!&amp;ldquo;).   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist Kochen alleine so eine friedliche und entspannende Besch&amp;auml;ftigung. Nie bin ich ruhiger, als wenn ich Gem&amp;uuml;se in kleine St&amp;uuml;cke schneide. Wenn ich allerdings meiner Freundin beim St&amp;uuml;cke schneiden zuschauen muss, werde ich schon nerv&amp;ouml;s. Irgendwie sind ihre Bewegungen dabei so anders. Dann nimmt sie das falsche Messer (meint: das, das ich nie nehme) und das unpraktische Brett und hat ja noch nicht mal... . Ich kann nicht hinsehen. Dabei habe ich ihr sogar Skifahren beigebracht ohne auszuflippen.&amp;nbsp;   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Kochen ist eine komplexe Sache, vor allem wenn man es schon l&amp;auml;nger betreibt. F&amp;uuml;r jeden der achtzig kleinen Vorg&amp;auml;nge, die vom Einkaufst&amp;uuml;ten auf den Tisch stellen bis zum fertigen Essen im Topf erledigt werden m&amp;uuml;ssen, hat man dann l&amp;auml;ngst eine eigene (sicher nicht immer: die beste) Art sie ohne Nachzudenken zu erledigen, das geht alles unterbewusst. Alleine: Meditation. Zu Zweit: Konfusion und Kommunikationsdesaster. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist einfach so, wenn man f&amp;uuml;nf Menschen eine Zwiebel schneiden l&amp;auml;sst, hat man vermutlich f&amp;uuml;nf sehr unterschiedliche Abl&amp;auml;ufe. Zudem ist Kochen auch eine taktisch-strategische Aufgabe, bei der Logistik und Zeitabfolge eine Rolle spielen. Dieses pers&amp;ouml;nliche System, wann was zu tun ist mit jemandem zu teilen ist schon schwierig &amp;ndash; und sich als Zweitkoch an ein fremdes System zu halten ist noch schwieriger. Gleichzeitig ist Kochen ja eine &amp;uuml;beraus ergebnisorientierte Angelegenheit, die meist von Hunger flankiert wird, was basisdemokratischer Entspanntheit meistens zuwider l&amp;auml;uft. Bei vielen anderen Duo-Besch&amp;auml;ftigungen kann man den anderen ja erstmal werkeln lassen, soll er eben sehen, wie weit er mit seiner Methode kommt. Beim Kochen aber schwingt immer die Panik mit, selbst auch auf die Fertigpizza zur&amp;uuml;ckgreifen zu m&amp;uuml;ssen, wenn die irre Frau Partnerin jetzt nicht endlich den Topfdeckel nur halb auflegt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein einzelner Koch hat eine genaue Vorstellung vom Ergebnis seiner Anstrengungen. Zwei K&amp;ouml;che haben zwar eventuell noch das gleiche Ergebnis vor Augen, aber sie kennen nur vollkommen unterschiedliche Wege, die dorthin f&amp;uuml;hren, deswegen sind jeder geteilte Schritt und jede Aufgabenverteilung ein potenzieller Knatschpunkt. Dazu kommt, dass sich Kritik an einer Zubereitungsmethode unter Paaren so &amp;auml;hnlich anf&amp;uuml;hlt, wie Kritik an einer Sexpraktik, die einer schon immer so gemacht hat. Nach vier Jahren zu h&amp;ouml;ren, dass man das doch mal anders machen sollte, klingt dann immer nach Generalanklage &amp;aacute; la &amp;bdquo;Dir hat meine Arabbiata-So&amp;szlig;e die ich schon hundertmal so gemacht habe also noch nie geschmeckt, weil ich dazu immer Piment d&amp;rsquo;Espelette verwende?&amp;ldquo;  Noch schlimmer ist es, irgendwo eingeladen zu sein und fremden Menschen die man nicht anraunzen darf bei dem zuzusehen, was sie Kochen nennen. Eigentlich bin ich kein ausgebildeter Rechthaber und ich akzeptiere viele Lebensentw&amp;uuml;rfe, aber &amp;Ouml;l ins Nudelwasser akzeptiere ich nicht. Ich gehe dann in den Flur oder auf den Balkon und halte mir die Ohren zu. &lt;br /&gt;Zum essen komme ich dann aufger&amp;auml;umt wieder zu den Erwachsenen und alles ist fein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun mag man glauben, dass ein aufgeschlagenes Kochbuch die Situation vielleicht entsch&amp;auml;rft, vor dem Rezept sind schlie&amp;szlig;lich alle gleich. Das Gegenteil ist der Fall. Mit dem Rezept hat noch eine dritte Partei die K&amp;uuml;che betreten, noch dazu eine, die unertr&amp;auml;glich rechthaberisch auftritt. Meiner Freundin nun zusehen zu m&amp;uuml;ssen, wie sie sich sklavisch lieber den d&amp;uuml;rren Worten von Herrn Lafer unterwirft, als auf meinen lebenssatten Rat zu h&amp;ouml;ren wenn es um eine Banalit&amp;auml;t wie Reiskochen geht, l&amp;auml;sst mich gleich wieder die Sch&amp;uuml;rze werfen. Es bleibt dabei - wir kochen allein, alles ist wunderbar, der Kochende wird gelobt, der Essende hat Seelenfrieden. Wenn wir mal einen Nachmittag zusammen in einer K&amp;uuml;che genie&amp;szlig;en wollen, buchen wir eben wieder einen Partner-Kochkurs.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 26 Jan 2012 18:44:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Mädchen, was sagen eure Fingernägel über euch aus?</title>
      <description>Immer zum Wochenende: Jungs fragen M&amp;#228;dchen fragen Jungs. Weil manches versteht man einfach nicht bei denen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/me/mercedes-lauenstein/text/regular/878612.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zehn Jahren, als mein Viertel noch nicht als n&amp;auml;chstes In-Viertel gehandelt wurde, konnte man folgenden Vorgang sehr oft beobachten: Ein B&amp;auml;cker, Metzger, Eisenwarenhandel machte zu und nach drei Monaten Leerstand zog ein Nagelstudio in die R&amp;auml;ume ein, dekorierte das Schaufenster mit einer geschwungenen Klebschrift und hatte immer den Vornamen der Besitzerin im Titel. Die Einrichtung bestand stets aus einem bis drei Schreibtischen mit auff&amp;auml;lligen Tischlampen. Sonst eher nix. Kundenstamm und Besitzerinnen &amp;uuml;berschnitten sich nie mit meinem Bekanntenkreis, deswegen waren mir die Vorg&amp;auml;nge dort weitgehend verborgen. Ich wei&amp;szlig; schon: Da l&amp;auml;sst man sich die N&amp;auml;gel &amp;bdquo;machen&quot;. Aber was hei&amp;szlig;t das? Ist das eher so ein paramedizinsch-&amp;auml;sthetischer Vorgang, wie die professionelle Zahnreinigung oder ein Friseurbesuch? Oder ist das nur f&amp;uuml;r diese irren Nagelfetisch-Tusssen, die mich schon fr&amp;uuml;her in jedem Porno angewidert haben? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche Damen mit aufgeklebten, auff&amp;auml;llig geschwungenen und strassbesetzten N&amp;auml;gel-Krallen w&amp;uuml;rde ich jedenfalls nie richtig ernst nehmen k&amp;ouml;nnen. Frauen mit denen ich verkehre haben entweder abgekaute N&amp;auml;gel, machen sich alle paar Woche eigenh&amp;auml;ndig French Nails, was ich als so eine Art Understatment-Nagelschmuck deute oder sie lackieren sich f&amp;uuml;rs Ausgehen irgendeine Farbe, die dann so etwa die Bedeutung eines leicht ironischen Accessoires hat. Tiefroter Nagelnack a la Catherine Deneuve, mit diesem Unterton von Erwachsenenerotik hat noch nie eine Frau aus meiner Umgebung ernsthaft eingesetzt, so was sehe ich h&amp;ouml;chsten bei dieser ehemaligen Klassenkameradin, die als Vorstandsassistentin arbeitet. Kommt also mit Hosenanzug und Firmen-BMW auch der seri&amp;ouml;s lackierte Nagel? Oder ist das einfach eine Charaktersache? Welche Signale gehen von der Beschaffenheit eurer Fingerspitzen aus, welche &amp;Uuml;berlegungen stellt man im Laufe eines normalen M&amp;auml;dchenlebens dazu an?     &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.jetzt.de/jetztpage/fabian-fuchs&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/me/mercedes-lauenstein/text/regular/878614.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie aus deiner Frage ja schon hervorgeht, gibt es &amp;bdquo;das eine&quot; Verh&amp;auml;ltnis von M&amp;auml;dchen zu ihren N&amp;auml;geln gar nicht, sondern blo&amp;szlig; verschiedene Fingernagelm&amp;auml;dchentypen. Die offenbaren daf&amp;uuml;r dann aber tats&amp;auml;chlich eine gewisse Grundhaltung des jeweiligen M&amp;auml;dchens und deshalb werde ich sie n&amp;auml;her erkl&amp;auml;ren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ist erstens das Knabberm&amp;auml;dchen. Sie ist das Nicht-Fingernagelm&amp;auml;dchen der Runde, denn sie knabbert seit sie denken kann zwanghaft an ihren N&amp;auml;geln herum und sch&amp;auml;mt sich daf&amp;uuml;r. Deshalb w&amp;uuml;rde sie lieber einen ganzen Sommer lang mit Schneehandschuhen herumlaufen, als sich dazu &amp;uuml;berreden zu lassen, die ohnehin schon kl&amp;auml;glichen Hornreste an ihren Fingerspitzen auch noch mit bunten Tupfern zu betonen. Sollte sie &amp;uuml;berhaupt jemals irgendetwas Kosmetisches mit ihren H&amp;auml;nden anstellen, dann eine medizinische Manik&amp;uuml;re. Und diese blo&amp;szlig; in der felsenfesten Hoffnung, ein f&amp;uuml;r alle Mal ihr Gewissen zu beruhigen. Das spielt n&amp;auml;mlich seit ihrer fr&amp;uuml;hesten Kindheit einen Satz ihrer Eltern auf Dauerschleife: &amp;bdquo;Die H&amp;auml;nde sind die Visitenkarte eines jeden Menschen!&quot; Innerlich br&amp;uuml;llt sie ihnen oft diese Worte zur&amp;uuml;ck: Jeder hat seine Schw&amp;auml;chen und ich bin viel mehr als meine verdammten Fingern&amp;auml;gel und wer das nicht erkennt, kann nach Hause gehen!      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweitens gibt es das Bedachtsm&amp;auml;dchen. Es hat ihren ersten lackierten Nagel schon sehr, sehr fr&amp;uuml;h, ich w&amp;uuml;rde sagen im Alter von sechs Jahren bekommen. Von Mama im Badezimmer, als diese gerade aus ihren matten Mama-N&amp;auml;geln mithilfe eines puppenhaften Pinselchens viele gl&amp;auml;nzende, bonbonartige Fernsehdivan&amp;auml;gel machte. Das Bedachtsm&amp;auml;dchen war davon fasziniert und streckte ihrer Mama die Hand hin, woraufhin diese g&amp;uuml;tig l&amp;auml;chelnd einen einzigen, winzigen Nagel mit dem kostbaren Lack bestrich. Sie brachte dem Bedachtsm&amp;auml;dchen bei, das N&amp;auml;gelchen anzupusten und warnte davor, irgendwo anzusto&amp;szlig;en. Das M&amp;auml;dchen hielt ihren Nagel mindestens die n&amp;auml;chsten zwei Tage wie ein Heiligtum in die H&amp;ouml;he und f&amp;uuml;hlte sich rundum k&amp;ouml;niglich. Jetzt, da sie erwachsen ist, finden sich in ihrem K&amp;uuml;hlschrank (!) eine ganze Palette verschiedener Nagellack-Farbt&amp;ouml;ne. Die ganzheitliche Pflege ihrer N&amp;auml;gel mit anschlie&amp;szlig;ender Lackierung (beim Gucken ihrer Lieblingsserie) ist f&amp;uuml;r sie zu einem kostbaren Ritual der Entspannung geworden. Ihre Haltung ist eine &amp;bdquo;Zeig mir deine N&amp;auml;gel und ich sag dir wer du bist&quot;-Haltung, bei der sie als die gepflegte Dauereleganz in Person abschneidet.      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drittens gibt es das Naturm&amp;auml;dchen. Sie hat trotz gesunder Eitelkeit noch nie viel mit detaillierter Kosmetik am Hut gehabt, da sie schlichtweg zu ungeduldig ist, l&amp;auml;nger als n&amp;ouml;tig an sich herumzuoperieren. Obendrauf findet sie, dass sich ihre N&amp;auml;gel auch so ganz gut machen. Sollte sie aufgrund akuter Experimentierfreudigkeit doch Lust auf Farbe haben, kauft sie irgendetwas G&amp;uuml;nstiges im Drogeriemarkt und tr&amp;auml;gt es zum Ausgehen auf. Sie findet es dabei nicht schlimm, wenn sie hier und da ein bisschen &amp;uuml;bergemalt hat oder beim W&amp;uuml;hlen in der Tasche den rechten Zeigefinger versaut hat. Als ob da wirklich jemand so genau hinschaut, denkt sie und flitzt ab. Und will damit sagen: Sch&amp;ouml;n ist, wer Spa&amp;szlig; hat.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der vierte M&amp;auml;dchentyp ist der der &amp;bdquo;irren Nagelfetisch-Tusse&quot;, wie du sagst, und da auch ich keine von ihnen zu meine Bekanntenkreis z&amp;auml;hle, ist es schwer, etwas &amp;uuml;ber sie und das Ph&amp;auml;nomen ihres &quot;Stammlokals&quot;, den Nagelsalon, zu sagen. Ich bin mir sicher: Sie ist definitiv noch mal ein anderer Typ als das Bedachtsm&amp;auml;dchen. Ich habe mal einen Artikel gelesen, in dem jemand dieser Nagelstudiosache auf den Grund gegangen ist. Wenn ich mich recht entsinne, sind die erforschten Frauen allesamt Menschen gewesen, f&amp;uuml;r die ihre N&amp;auml;gel der einzige Farbklecks in einem sonst recht eint&amp;ouml;nigen Leben waren. Sie schienen die gesamte Abenteuer-, Experimentier- und Luxussehnsucht ihrer Seele in diesen einen monatlichen Nagelstudiotermin zu stecken. Vielleicht ist das auch der Grund, warum solche N&amp;auml;gel in Pornos auftauchen, weil sie auf eine verzweifelte Art und Weise als der Inbegriff von Wildheit gedeutet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der f&amp;uuml;nfte und letzte Typ ist derjenige deiner genannten Vorstandsassistentin. Sie ist ein Macht-man-so-M&amp;auml;dchen, die &amp;uuml;berhaupt in ihrem Leben immer nur Dinge tut, weil man sie so macht. Sie heiratet, weil man das so macht, kauft einen Einbauschrank, weil man das so macht, tr&amp;auml;gt einen Hosenanzug, weil man das so macht und lackiert sich eben auch die N&amp;auml;gel passend dazu, weil man das so macht.&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.jetzt.de/jetztpage/mercedes-lauenstein&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;mercedes-lauenstein&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 20 Jan 2012 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Komm ruhig rein!</title>
      <description>Von der angelehnten Badt&amp;#252;r bis zur Preisgabe aller Passw&amp;#246;rter: Wir haben die sechs Stufen der Vertrauensbeweise in einer Beziehung versammelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/878392.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1. Vertrauensbeweis: Bad gemeinsam benutzen&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Der Satz dazu&lt;/em&gt;:&lt;/strong&gt; &amp;bdquo;Kannst ruhig reinkommen!&amp;ldquo;  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Die Situation:&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; Ihr habt zwar vielleicht schon ein paar Mal miteinander geschlafen, aber da war es immer ann&amp;auml;hernd dunkel und schummrig und ekstas&amp;ouml;s und am n&amp;auml;chsten Morgen war entweder jeder schon wieder f&amp;uuml;r sich oder ihr seid noch ganz selbstverst&amp;auml;ndlich nacheinander ins Bad gegangen - um mit einem umgewickelten Handtuch wieder zu erscheinen und sich etwas versch&amp;auml;mt anzuziehen. Wird nun die Badt&amp;uuml;r offen gelassen ist der kleine, erste Schritt in den Alltag gemacht. Das bedeutet nat&amp;uuml;rlich nicht, dass du dich gleich neben der Duschenden aufs Klo hockst. Stattdessen musst du betont fr&amp;ouml;hlich die Z&amp;auml;hne putzen und darfst dabei die Tropfnasse via Spiegel (wichtig!) zum ersten Mal so richt bei Tageslicht nackt sehen.  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Das Signal:&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; Ich vertraue dir, dass du mich auch in der Umgebung von Konaktlinsenfl&amp;uuml;ssigkeitsfl&amp;auml;schchen, mit G&amp;auml;nsehaut, tropfenden Haaren und inkl. Handtuchturban noch gut findest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/878394.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Vertrauensbeweis: Den Geldbeutel mitgeben  &amp;nbsp;&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Der Satz dazu:&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; &amp;bdquo;Nimm einfach meinen! Vielleicht gibt&amp;rsquo;s ja auch Schokocroissants?&amp;ldquo;  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Situation:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Ihr wollt gemeinsam fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;cken, fehlt nur noch das n&amp;ouml;tige Br&amp;ouml;tchenmaterial und ein Glas Marmelade. Ihr habt ausgeknobelt wer gehen muss und wer noch im Bett bleiben darf. Eure finanziellen Transaktionen gingen bisher &amp;uuml;ber gegenseitig ausgegebene Drinks nicht hinaus, aber jetzt: Gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig wird nicht nur ein Schein sondern der ganze Geldbeutel hingereicht, zur Selbstbedienung. Und damit alles, was der Mikrokosmos Geldbeutel noch so beinhaltet: Fotos, Brieflein, peinliche Passbilder. W&amp;auml;hrend du das machst, erinnerst du dich nat&amp;uuml;rlich an das erste Mal, als du mit Papas dickem, gutriechenden Ledergeldbeutel etwas einkaufen durftest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Das Signal: &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;Ich vertraue dir, dass du dich nicht damit aus dem Staub machst (sind aber eh nur 35 Euro in bar drin) und dass du mit den paar Kleinigkeiten die da noch zu finden sind so umgehst, als h&amp;auml;ttest du sie nie gesehen.  &amp;nbsp;  &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/878390.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;3. Vertrauensbeweis: Gleiche Zahnb&amp;uuml;rste benutzen&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Der Satz dazu:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; &amp;bdquo;Stell dich nicht so an, wir haben doch schon ganz andere Sachen miteinander gemacht.&amp;ldquo;  &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Situation: &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;Das gegenseitige &amp;Uuml;bernachten ist schon so zu eurer Gewohnheit geworden, dass ihr gar nicht mehr dar&amp;uuml;ber nachdenkt. Nur bl&amp;ouml;d, dass du bei dem Hin-Und-Her eben irgendwann mal deine Zahnb&amp;uuml;rste nicht eingepackt hast. Nun ist die unter Liebenden geteilte Zahnb&amp;uuml;rste zwar nicht gerade ein romantischer Glanzpunkt, aber eben doch ein ziemlich gel&amp;auml;ufiger weiterer Schritt in Richtung: Irgendwann werde ich dir auch meine Niere spenden. Au&amp;szlig;erdem ist diese Zahnb&amp;uuml;rsten-Spende ein &amp;uuml;beraus verbindendes Element: Beide sch&amp;uuml;tteln sich insgeheim bei der Vorstellung nicht-eigener Zahnzwischenr&amp;auml;ume. Deswegen wird kurz nach dem Vorfall auch ein weiterer markanter Sieg errungen: Die zweite Zahnb&amp;uuml;rste im Bad des anderen, die dort dauerhaft verbleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt; Das Signal: &lt;/strong&gt;Im Kampf gegen Karies und Baktus gibt es niemanden, neben dem ich lieber im Sch&amp;uuml;tzengraben l&amp;auml;ge als neben dir.  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/878388.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. Vertrauensbeweis: Wohnungsschl&amp;uuml;ssel nachmachen &lt;/strong&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Der Satz dazu: &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&amp;bdquo;Ich f&amp;auml;nde es sch&amp;ouml;n, wenn du schon da bist, wenn ich heimkomme.&amp;ldquo;  &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Situation:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Man ist wohlgemerkt noch nicht zusammengezogen. Aber der &amp;uuml;berreichte Wohnungsschl&amp;uuml;ssel ist trotzdem eine feierliche Geste, quasi auch noch mal: Schl&amp;uuml;ssel zum Herz.&amp;nbsp; Meistens geht diesem feierlichen Akt ein irgendwie ungl&amp;uuml;ckliches Date mit Dauerregen und Versp&amp;auml;tung und nassem Kuchenpapier voraus. F&amp;uuml;r amour&amp;ouml;s Unentschlossene ist die Schl&amp;uuml;ssel&amp;uuml;bergabe ein deutliches Alarmzeichen, dass es nun wirklich ernst wird. Schlie&amp;szlig;lich hat den einzigen anderen Zweitschl&amp;uuml;ssel Mama.&amp;nbsp;   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Das Signal:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Ich vertraue dir, dass du mir nicht die Bude ausr&amp;auml;umst, erlaube dir hemmungslos in allen Schr&amp;auml;nken und Schubladen zu schn&amp;uuml;ffeln und sogar ans Telefon zu gehen, habe ergo fast nichts mehr zu verbergen, sieht man mal von den zwei Kisten ganz oben hinten auf dem Schrank ab.&amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/878412.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5. Vertrauensbeweis: Das Auto fahren lassen&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Der Satz dazu:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; &amp;bdquo;Nimm doch einfach mein Auto!&amp;ldquo;  &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Situation: &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;G&amp;ouml;nnerhafte Geste, meist angesichts irgendwelcher komplizierter Anfahrtswege und nicht mehr einzuhaltender Termine. Das Auto kann nat&amp;uuml;rlich auch vor dem Wohnungsschl&amp;uuml;ssel an die Reihe kommen, je nach Ausma&amp;szlig; der pers&amp;ouml;nlichen Identifikation des Besitzers mit seinem Schlitten &amp;ndash; bei M&amp;auml;nnern vom Land ist der meistens nicht zu untersch&amp;auml;tzen.   &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Das Signal:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Selbst wenn du einen Kratzer reinmachst (was ha hundertpro passieren wird, so wie du Fahrrad f&amp;auml;hrst!), k&amp;ouml;nnte ich dar&amp;uuml;ber hinwegsehen, blind vor Liebe wie ich bin.  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/878414.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;6. Vertrauensbeweis: Passw&amp;ouml;rter und Geheimzahl verraten&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Der Satz dazu:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; &amp;bdquo;Ich hab was vergessen. Kannst du mal in mein Mailpostfach schauen, da m&amp;uuml;sste...:&amp;ldquo;   &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Die Situation:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Meistens eine akute Not, in der nichts &amp;uuml;brig bleibt, als dem geliebten Menschen auch noch diesen letzten eigenen Bereich zu &amp;ouml;ffnen. Okay, es ist noch nicht das Tagebuch, aber schon fast - schlie&amp;szlig;lich liegen Mails, Facebook-Botschaften und andere Kitzligkeiten offen. Beide Beteiligten wissen: Man kann so ein preisgegebenes Passwort nat&amp;uuml;rlich schnell &amp;auml;ndern. Ob der eine das getan hat oder nicht, wird sich erst zeigen, wenn der andere es mal wieder ausprobiert &amp;ndash; und dann kann er sich schlecht beklagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Das Signal:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Jetzt ist es eh schon wurscht. Erinnere mich, dass ich den Notar kommen lasse, um auch die Erbfolge neu zu regeln.&amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 19 Jan 2012 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Erzähl von deinem schönsten Flirt!</title>
      <description>Beziehung vergisst man, an gute Flirts erinnert man sich immer. Welche Begebenheit f&amp;#228;llt dir bei diesem Stichwort ein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich ist es ein altmodisches Wort: Ein Flirt. Fr&amp;uuml;her hatten die Damen der Gesellschaft einen Flirt w&amp;auml;hrend der Sommerfrische und das bedeutete dann: Einen Herren, der gelegentlich einen Spaziergang mit ihnen wagte, den Arm bot und vielleicht mal im Kurpavillion zum Tanz aufforderte. Nichts Ernstes, nichts Gef&amp;auml;hrdendes, aber eben doch die erfrischendste Form der zwischenmenschlichen Kurzweil.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Begriff hat sich bis heute ein bisschen in seiner Bedeutung ver&amp;auml;ndert. Aus dem Subjekt Flirt ist viel &amp;ouml;fter das &amp;bdquo;flirten&amp;ldquo; geworden, und das hat je nach Einsatz sehr eindeutige oder aber auch sehr nichtssagende Bedeutung &amp;ndash; man flirtet ja auch mit einer neuen Wohnung oder einem Kurzurlaub. Bis heute aber sind Flirts eher nicht Angelegenheiten, die unbedingt in Beziehungen enden m&amp;uuml;ssen. Der Zauber eines langen Blicks, eines netten Wortwechsels in der Bahn oder einer st&amp;uuml;rmischen aber kurzen gegenseitigen Verliebtheit, die nicht bis in die letzten Details gekl&amp;auml;rt wird - das ist ein Flirt. Man erinnert sich an seine Flirts manchmal besser als an seine Beziehungen, weil es eben solche zauberhafte Momente oder superspannenden Abende waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen: Erz&amp;auml;hl uns von deinen Flirts. An welche kannst du dich noch erinnern, welche waren besonders geheimnisvoll oder magisch? Kannst du gut flirten? Hast du jemanden, mit dem du immer wieder flirtest? Wo zieht man da die Grenzen? An welchen Orten wirst du angeflirtet und wie benimmst du dich dann? Oder geh&amp;ouml;rst du zu der Spezies, die von sich selber sagt: Ich kann gar nicht flirten?&lt;br /&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 13 Jan 2012 08:00:01 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Mädchen, warum seid ihr jetzt alle in Ryan Gosling verknallt?</title>
      <description>Immer zum Wochenende: M&amp;#228;dchen fragen Jungs fragen M&amp;#228;dchen. Weil manches versteht man einfach nicht bei denen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/me/mercedes-lauenstein/text/regular/875146.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauert ja meistens eine Weile, bis wir mitkriegen, welcher m&amp;auml;nnliche Prominente bei euch fl&amp;auml;chendeckend als hei&amp;szlig;e Type gilt. Ehrlich gesagt denken wir da immer noch an Brad Pitt, allenfalls fallen uns noch Johnny Depp und Jude Law ein &amp;ndash; schon klar, das waren die Posterheinis von vorgestern. Nun tauchte 2011 ein Name immer &amp;ouml;fter auf, nach dem wir uns jetzt doch mal erkundigen wollen: Ryan Gosling. Das Time Magazin k&amp;uuml;rte ihn zur coolsten Nase des Jahres, die Promi-Blogs rei&amp;szlig;en sich um Bilder von seinen Bauchmuskeln, er ist Oscar-Anw&amp;auml;rter und &amp;uuml;ber all dem eben: Frauenschwarm, Herzensbrecher, Obers&amp;uuml;&amp;szlig;ling. So sehr, dass selbst der zum &amp;bdquo;Sexiest Man 2011&quot; gek&amp;uuml;rte Bradley Cooper (den kennen wir auch nicht) zugeben musste, dass es eigentlich einen gerechteren Gewinner h&amp;auml;tte geben m&amp;uuml;ssen: Gosling. Wir sehen uns den Kerl also an und sehen ein etwas windiges B&amp;uuml;rschchen mit schiefem Kinn. K&amp;ouml;nnt ihr uns erkl&amp;auml;ren, was wir da &amp;uuml;bersehen haben? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/me/mercedes-lauenstein/text/regular/875148.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle fuchteln uns wie wild mit diesem Namen vor der Nase rum. Unsere beste Freundin postet bei Facebook: &amp;bdquo;Oh Gott, ich will ein Kind von Ryan Gosling!&quot;, unser bester Freund fragt: &amp;bdquo;Hast du den neuen Film mit Ryan Gosling schon gesehen?&quot; und wieder jemand anders erz&amp;auml;hlt eine Filmszene nach und f&amp;uuml;gt danach in beil&amp;auml;ufigem Ton an, dass das der Film sei, &amp;bdquo;wo auch Ryan Gosling mitspielt.&quot;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wahrheit ist: Wir wissen noch gar nicht so lange, wer das ist. Nat&amp;uuml;rlich nicken wir trotzdem scheinheilig, sagen: &quot;Jaja, genau, find ich auch&quot; und denken: Oha, jetzt aber schnell mal nachsehen, wie der aussieht, wo der herkommt und was an ihm so besonders sein soll. Dann sehen wir, was du siehst: Windiges B&amp;uuml;rschchen (trifft den Nagel auf den Kopf), Typ schm&amp;auml;chtiger Klassenkamerad, der zwar auch irgendwie ins Erwachsensein mitgewachsen ist, den Scout-Ranzen-Flair aber noch nicht so richtig losgeworden ist. Nicht wirklich unser Fall. Aber: Kann das angehen? Leiden wirklich alle anderen gerade an akuter Geschmacksverirrung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir klicken uns durch diverse Filmszenen mit ihm. Sehen Fotos an. Schalten die Abcheck-Scheinwerfer auf die h&amp;ouml;chste Stufe. Und siehe da, jetzt f&amp;auml;llt uns was auf. Vielleicht sein Grinsen. Wie er so komisch welpenhaft schielt, wenn man ganz scharf von der Seite guckt. Wie seine Augen &amp;uuml;berhaupt viel zu nahe aneinander sind. Was noch? Vielleicht, dass er mal ein anderer Typus Mann ist, und gar nicht so etwas Testosteronm&amp;auml;&amp;szlig;iges hat? Tats&amp;auml;chlich, er wirkt fast ein bisschen d&amp;uuml;mmlich. Wie der kiffende Provinzautomechaniker von nebenan. Treudoof. Und in Wahrheit ist er dann wahrscheinlich doch unheimlich klug, oder so. Und verl&amp;auml;sslich. Aber Sex kann er trotzdem. Interessant, eigentlich. Nein: sehr interessant sogar. Ach, diese unerkl&amp;auml;rliche Auf-den-vierten-Blick-Sexyness macht ihn ja irgendwie schon unwiderstehlich. Der Gosling, der ist schon hei&amp;szlig;.      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zack. Er gef&amp;auml;llt uns auf eine mysteri&amp;ouml;se Art und Weise.      So l&amp;auml;uft  das. Ein komisches Ph&amp;auml;nomen. Meiner  Meinung nach muss da irgendjemand, der in irgendeiner Form meinungsstark  oder eine Was-sie-sagt-kann-nur-stimmen-Attit&amp;uuml;de hat (in meinem Fall zum Beispiel meine beste Freundin), mal angefangen haben, den gut zu finden. So wurden,  nach gewisser anf&amp;auml;nglicher Verwunderung und Genauhinguckerei, alle  St&amp;uuml;ck f&amp;uuml;r St&amp;uuml;ck Gosling-infiziert. Was dabei keiner merkt, ist, dass bis  auf wenige Ausnahmen niemand wirklich in Ryan Gosling, sondern nur in  die tiefe Sehnsucht, endlich mal wieder jemanden so richtig, richtig, richtig teeniegut zu  finden, verliebt ist. Jeder w&amp;uuml;nscht sich doch heimlich einen  Posterboy-&amp;bdquo;Hottie&quot; f&amp;uuml;rs heimliche Anschmachten. Es ist sch&amp;ouml;n, einen zu haben, der den verknallten  Gala-Voyeurismus ins uns weckt. Der uns Gr&amp;uuml;nde daf&amp;uuml;r liefert, nachts hektisch Filme  runterzuladen, um sein schiefes Gucken noch mal in einem anderen Setting  zu beschmachten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ryan Gosling muss da wohl einfach gerade recht gekommen sein. &lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href=&quot;/jetztpage/martina-holzapfl&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;br /&gt;martina-holzapfl&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 06 Jan 2012 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Mädchen, warum seid ihr so anfällig für Esoterik-Kram?</title>
      <description>Immer zum Wochenende: Jungs fragen M&amp;#228;dchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Jungsfrage&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/872622.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Engelsforschung, Sternzeichen, Power-Armb&amp;auml;nder, Pendel, Wahrsager, Raiki, Zen, R&amp;uuml;ckf&amp;uuml;hrungen, Heilsteine, Tarot, Schwingungen aus dem Universum... Ich w&amp;uuml;rde behaupten, dass bei den Anh&amp;auml;ngern dieser und hundert anderer Schwurbeleien auf zehn Frauen nur ein Mann kommt. Und selbst Damen, die sich f&amp;uuml;r supern&amp;uuml;chtern ausgeben, ertappt man irgendwann bei einem Hang zur Makrobiotik, Hom&amp;ouml;opathie oder mit einem Gl&amp;uuml;cks-Ratgeber auf dem Nachtk&amp;auml;stchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will diese Dinge gar nicht im einzelnen bewerten, sondern nur die Frage stellen, warum ihr so gerne an eine oder mehrere Para-Wissenschaften und Lebensphilosophien glaubt und sie ja sogar alle Jahre mal wechselt. Warum bleibt ihr bei aller Abgebr&amp;uuml;htheit bei den Kartenlegern im Fernsehen h&amp;auml;ngen, quietscht &amp;uuml;ber euer Horoskop und legt euch Sorgenp&amp;uuml;ppchen unters Bett? Merkt ihr nicht, dass ihr irgendwann wie die verdrehte Alte sein werdet, die mit Power-Perlen beh&amp;auml;ngt im Treppenhaus S&amp;auml;tze sagt wie: &amp;bdquo;Heute empfange ich aber ganz positive Signale von Ihnen!&amp;ldquo; H&amp;ouml;rt auf mit dem Esoterik-Flirt, denn der ist, neben allem anderen, vor allem immer wahnsinnig unattraktiv! Oder, verpassen wir da in Wirklichkeit irgendwas, mit unserer teflonbeschichteten M&amp;auml;nnerseele?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Auf der n&amp;auml;chsten Seite liest du die M&amp;auml;dchenantwort:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/872620.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern habe ich Star Wars gesehen. Es war gerade ein gro&amp;szlig;es Raumschiffgeballere in Gange und mein m&amp;auml;nnlicher Mitgucker war davon sehr vereinnahmt. Er sagte: &amp;bdquo;Findest du es denn gar nicht spannend? Ich liebe diese High-Tech-Science-Fiction-Sachen!&quot;   Ich, anderweitig rumhibbelnd, sagte: &amp;bdquo;Mich interessiert das Laserschwertgefuchtel nicht. Ich warte bei Star Wars immer nur darauf, dass ein Jedi was Weises sagt, das ich mir dann f&amp;uuml;r meinen Alltag merken kann!&quot;      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So unattraktiv das sein mag, aber mir geht schon ein bisschen das Herz auf, wenn Qui-Gonn Jinn zu Anakin Skywalker Sachen sagt wie: &lt;em&gt;&amp;bdquo;Vergiss nie: Konzentrier dich auf den Moment! F&amp;uuml;hlen, nicht denken! Nutze deinen Instinkt!&quot;, &lt;/em&gt;oder&lt;em&gt;: &amp;bdquo;Die Macht wird mit dir sein!, &lt;/em&gt;oder: &lt;em&gt;&amp;bdquo;Denk immer dran, deine Wahrnehmung bestimmt deine Realit&amp;auml;t.&quot; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Ich wei&amp;szlig;, dass ein Festhalten an solchen Plattit&amp;uuml;den schwer danach aussieht, als habe ich sonst nicht viel zum Festhalten, sei im Poesiealbumalter h&amp;auml;ngen geblieben und innerlich gef&amp;auml;hrlich nah an der einsamen Frau im Treppenhaus. Dabei m&amp;ouml;chte ich bestimmt nicht, dass ein verknicktes Engelsquartett alles ist, was am Ende meines Lebens als einziges Bezugsobjekt herhalten muss. Ich bin bereits zu vielen Menschen begegnet, die aus ihrer Einsamkeit heraus begonnen haben sich einzureden, es sei eben ihre schicksalshafte Verwandtschaft mit dem &amp;Uuml;bersinnlichen, die sie am sozialen Kontakt mit anderen Menschen hindere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem kann ich nicht leugnen, dass in mir ein gro&amp;szlig;es Verlangen nach einem tieferen Verst&amp;auml;ndnis des Universums brodelt. Wenn in meinem Kopf alles zu kompliziert wird, w&amp;uuml;nsche ich mir, dass sich mir etwas Gro&amp;szlig;es offenbart und mich von meiner Orientierungslosigkeit wegbringt. Ich will dann ausschlie&amp;szlig;lich an so Sachen glauben wie Bauchgef&amp;uuml;hl und Liebe, positive Energien und &amp;uuml;berhaupt: alles sch&amp;ouml;n einfach, bitte. Die Pr&amp;auml;position &amp;bdquo;Ur&quot; wird oft hergenommen, um so Sehns&amp;uuml;chtlinge wie mich aus meinen schwersten Stunden zu locken. Sie taucht ja nicht umsonst auf beinahe allen esoterischen Produktbeschreibungen auf und sagt: &amp;bdquo;Ich bin so alt und weise, dass ich nicht einmal mehr als zwei Buchstaben brauche, um meine allumfassende Autorit&amp;auml;t zu beweisen! Benutze mich und ich verspreche, alles was gerade bedrohlich erscheint, zu einem nichtigen Nichts zerfallen zu lassen!&quot; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einigen Situationen ist das ein sehr verlockendes Versprechen und bevor ich dar&amp;uuml;ber nachdenken kann, packt mich ein Verlangen nach einem Bad in Vulkanerde und fern&amp;ouml;stlichen Drachenblutsalbungen und schon wandert der &amp;bdquo;Ur-Tee der heiligen Gl&amp;uuml;cksg&amp;ouml;tter&quot; in meinem Einkaufswagen.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht sind wir M&amp;auml;dchen aktiver und existentieller auf der Suche nach dem sogenannten &amp;bdquo;guten Leben&quot; und deshalb anf&amp;auml;lliger f&amp;uuml;r diese Dinge. Vielleicht k&amp;ouml;nnen wir uns hemmungsloser auf die abgefahrene Hoffnung, dass da irgendwie noch mehr sein m&amp;ouml;ge, einlassen &amp;ndash; weil wir vertr&amp;auml;umter und fantasievoller sind. Irrationaler. Weniger Teflon auf der Seele, wie du sagst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits: Erschrickt nicht jeder geistig einigerma&amp;szlig;en gesunde Mensch bei dem Gedanken daran, dass die Welt nur in unserem Kopf stattfindet und dass, wenn uns einmal jemand kr&amp;auml;ftig ins Gehirn pr&amp;uuml;gelt, alles vorbei ist? So vorbei, dass man noch nicht mal &amp;bdquo;f&amp;uuml;r immer vorbei&quot; sagen kann, um diesen Zustand zu beschreiben? Keine Seele, keine &amp;uuml;brigen Energien, die in ein &amp;bdquo;Ur&quot;-Reich fliegen, keine ewige Party der Gl&amp;uuml;ckseligkeit? Ich finde das zerm&amp;uuml;rbend. Und deshalb strampelt in mir manchmal, wenn mir ein Horoskop oder andere angebliche &amp;Uuml;bersinnlichkeiten in die H&amp;auml;nde geraten, eine kleine Hoffnung los. Sie will, dass es doch etwas gibt, das &amp;uuml;ber uns wacht und das die Dinge irgendwie regelt. Wenn schon kein Gott oder andere Gespenster, dann ja vielleicht zur Not die Sterne.&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.jetzt.de/jetztpage/mercedes-lauenstein&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;br /&gt;mercedes-lauenstein&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 23 Dec 2011 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
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      <title>Kannst du singen?</title>
      <description>Neben dem Weihnachtsbaum wird ja traditionell getr&amp;#228;llert, dass die Kerzen ausgehen. Singst du da mit? Und beherrschst du deine Stimme?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/872462.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; Es wird ja nicht gerne dr&amp;uuml;ber gesprochen, aber an den Weihnachtstagen muss so mancher einen stimmlichen Offenbarungseid leisten. Dann n&amp;auml;mlich, wenn es ans Singen geht. Noch mehr als das Zeichnenk&amp;ouml;nnen geh&amp;ouml;rt das Singenk&amp;ouml;nnen zu den Talenten, an die man immer erst dann denkt, wenn es zu sp&amp;auml;t ist und man sich eingestehen muss: Jetzt wird&amp;rsquo;s peinlich. Und an Weihnachten kann man sich eben oft nicht dr&amp;uuml;cken, vielleicht weil Oma die alten Lieder noch mal h&amp;ouml;ren m&amp;ouml;chte oder man in der Kirche versehentlich in der zweiten Reihe zum Sitzen gekommen ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Singenm&amp;uuml;ssen hat ja schon als Kind begonnen, da musste ja st&amp;auml;ndig irgendwem etwas getr&amp;auml;llert werden: Dem Nikolaus, der Musiklehrerin oder auch nur Mama. Wobei man dabei als Kind einen Welpenschutz genie&amp;szlig;t und auch meistens irgendwie besser durch die Tonleiter kommt als 15 Jahre sp&amp;auml;ter. Andererseits scheinen das mit dem Singenk&amp;ouml;nnen viele nicht so ernst zu sehen, schlie&amp;szlig;lich dr&amp;auml;ngeln sich bei Castingshows Tausende, die sich ihrer Stimmlage sicher sind &amp;ndash; und grauenhaft falsch liegen. Wie sieht es bei dir aus, kannst du singen? So richtig mit Notenlesen und Sopran und zweiter Stimme? Oder wie klingt das, wenn du in der Kirche den Mund bewegen musst? Was war dein schlimmstes Singerlebnis, fr&amp;uuml;her oder heute? Wird bei euch in der Familie traditionell gesungen?</description>
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      <pubDate>Fri, 23 Dec 2011 08:00:01 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wischen impossible</title>
      <description>Taschent&amp;#252;cher, eingetrocknete Flecken, Duschfanatiker: Wir haben &amp;#252;ber das Unausprechliche nachgedacht. Das, was nach dem Sex kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Man sieht es nie in Filmen. Nicht mal in Pornos. In Aufkl&amp;auml;rungsb&amp;uuml;chern steht nichts dar&amp;uuml;ber und die beste Freundin schneidet das Thema auch nicht an. Es ist wom&amp;ouml;glich also das letzte Tabu beim Sex: Hinterher aufr&amp;auml;umen. Das klingt ja nicht nur so, es f&amp;uuml;hlt sich auch so an, wie wenn nach einer rauschenden Party die Lichter angehen. Man ist nicht n&amp;uuml;chtern sondern noch wohlig berauscht, aber man macht oder zumindest denkt trotzdem ern&amp;uuml;chternde Dinge: Flecken auf dem Bettlaken, Entsorgung von Verh&amp;uuml;tungsmitteln, Taschentuchbedarf. Wie kriegt man diese Erfordernisse jetzt auf die Reihe? Wir haben die g&amp;auml;ngigsten M&amp;ouml;glichkeiten unter die Lupe genommen&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/870445.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&amp;nbsp;Kleenex &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Irgendwie hat das Wort Kleenex schon so einen Klang nach Befleckung, genau wie die verd&amp;auml;chtige Packung Taschent&amp;uuml;cher auf den Nachtk&amp;auml;stchen von Junggesellen. Aber es ist unbestreitbar praktisch f&amp;uuml;r das, was nach dem Sex kommt. Jedenfalls d&amp;uuml;rfte es das h&amp;auml;ufigste Verhalten der Alltagssexualit&amp;auml;t sein: Nach einer piet&amp;auml;tvollen Zeit des Ausatmens, &amp;bdquo;Ojojojoj&amp;ldquo;-Sagens und wohligen An-die-Decke- Starrens, wird neben dem Bett nach den Taschent&amp;uuml;chern getastet und zwar bevor alle involvierten Textilien verklebt sind. Die Taschentuch-Etikette unter zufriedenen Paaren sieht vor: Jeder kriegt erstmal eines und dann wird nach aktuellem Bedarf entschieden. Wenn nur noch ein Taschentuch vorhanden ist, haben die Damen nat&amp;uuml;rlich ein Vorrecht darauf. Bedenklich wird es sp&amp;auml;testens dann, wenn man den Sex zwischendurch abbricht, weil kein Taschentuch f&amp;uuml;r Hinterher bereit steht. K&amp;uuml;chenrollen erf&amp;uuml;llen den Zweck nat&amp;uuml;rlich auch, r&amp;uuml;cken das Ganze aber schon stark in Richtung ehelicher Pflichten.&amp;nbsp;   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/870444.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&amp;nbsp;Stumm aufs Klo verschwinden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Bisweilen teilt man das Bett ja auch mit Menschen, von denen man noch nicht alles wei&amp;szlig; und deswegen auch keine Ahnung hat, wie sie es mit den Sekreten halten. Keinesfalls m&amp;ouml;chte man da nach getaner Arbeit irgendwie ungut auffallen und wartet deswegen erstmal ab, auch wenn man nicht vergessen hat, dass irgendwo in den Tiefen des Bettes eine m&amp;auml;&amp;szlig;ig gef&amp;uuml;llte Latexh&amp;uuml;lle herumsuppt. Nat&amp;uuml;rlich kann man dar&amp;uuml;ber hinwegsehen, vor allem wenn es nicht das eigene Bett ist, aber es gibt auch F&amp;auml;lle, in denen es das nicht wert ist. Dann verabschiedet man sich eben erstmal f&amp;ouml;rmlich aufs Klo und sammelt unterwegs Kondome, Kleidungsst&amp;uuml;cke und brisant brennende Kerzen ein und versorgt im Klo alles was tropft. Damen in feinen Hotels und feinen L&amp;auml;ndern sollen wohl in diesen Momenten ein Bidet benutzen. Nachteil: Meist hat man dann auch nicht mehr so richtig Lust in den S&amp;uuml;ndenpfuhl zur&amp;uuml;ckzukehren. Oder der Partner ist beleidigt, weil man nicht gleich weitergeschraubt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/870449.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sofort Duschen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Es gibt eine gewisse Fraktion unter den Mitmenschen, die nach dem Bettsport wie selbstverst&amp;auml;ndlich wieder in die Senkrechte federt und pfeifend aber umgehend in die Dusche steigt. Taschentuch und partielle Reinigung sind ihnen nicht genug, K&amp;uuml;chenpsychologen m&amp;ouml;gen die Gr&amp;uuml;nde f&amp;uuml;r dieses akute Reinheits-Bed&amp;uuml;rfnis ergr&amp;uuml;nden. Der Sex bekommt dabei nicht selten den Beigeschmack eines Tennismatches &amp;ndash; wer ist als Erster wieder in der Umkleide? Solange alle Beteiligten das postkoitale Abk&amp;auml;rchern guthei&amp;szlig;en ist das eine sch&amp;ouml;n reinliche Sache &amp;ndash; sobald man aber der eine von zwei ist, der lieber einfach liegen bleibt, deuten sich am Beziehungshorizont Wolken an. Wer will sich schon frischgeduscht noch mal auf dem Tennisplatz w&amp;auml;lzen?  &amp;nbsp;  Und andererseits - wer will noch mit jemandem kuscheln, der schon im frischen T-Shirt auf der Bettkante sitzt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/870446.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einfach ignorieren &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Das ist nat&amp;uuml;rlich die l&amp;auml;ssigste und waschintensivste Variante, die man besonders bei akuter Verliebtheit, akuter Betrunkenheit und gro&amp;szlig;er Jugend bevorzugt w&amp;auml;hlt. Schlie&amp;szlig;lich ist die beste St&amp;ouml;rung in Liebesdingen immer noch keine St&amp;ouml;rung. Man &amp;uuml;berl&amp;auml;sst also in seinem gro&amp;szlig;en Gl&amp;uuml;ck die aufgebotenen K&amp;ouml;rpers&amp;auml;fte einfach der Schwerkraft und vertraut auf die nivellierende Wirkung von Baumwolle und Mit-der-Hand-wegwischen. Das hat vieles f&amp;uuml;r sich, zumal wenn sich jene sprunghafte M&amp;uuml;digkeit einstellt, die ger&amp;uuml;chtehalber auf Turbo-Heavy-Duty-Orgasmen folgen soll &amp;ndash; dann l&amp;auml;sst man gerne alle Hoffnungen auf trockene Laken fahren. Problem: Krusten. Verklebte Pr&amp;auml;zisionsger&amp;auml;te. Und deshalb evtl Anlaufschwierigkeiten, wenn es in die zweite Runde geht.&amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/870447.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie so Er so&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Hier m&amp;uuml;ssen jetzt doch noch die geschlechtlichen Unterschiede aufgedr&amp;ouml;selt werden, die bei der Beseitigung von Spuren der V&amp;ouml;gelei ins Spiel kommen. Ist ein Kondom im Einsatz, f&amp;uuml;hlen sich Jungs schon meistens f&amp;uuml;r dessen weiteren Verbleib verantwortlich &amp;ndash; wobei das in Jungsmanier eben auch bedeuten kann: Knoten rein und lustig ins Zimmer flitschen lassen oder lasso-m&amp;auml;&amp;szlig;ig &amp;uuml;ber dem Kopf schwingen. Wurden keine k&amp;uuml;nstlichen Auffangbeh&amp;auml;lter verwendet, hat naturgem&amp;auml;&amp;szlig; die Frau die gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Sauerei zu beklagen. Deswegen kann es in diesem Fall zu einem eklatanten Auseinanderdriften kommen: Er angelt sich mit den F&amp;uuml;&amp;szlig;en die Boxershorts, hat damit gen&amp;uuml;gend f&amp;uuml;r den Tropfschutz getan und nickt zufrieden ein.&amp;nbsp; Sie stellt mit Verz&amp;ouml;gerung fest, dass sie ihre Unterhose nicht findet, kein Taschentuch greifbar ist und die Mitbewohnerin das Bad blockiert &amp;ndash; das kann in schlechten F&amp;auml;llen zu Unmut f&amp;uuml;hren, zumal es ja, strenggenommen, nicht ihr Zeug ist, um das sie sich jetzt k&amp;uuml;mmern muss. Eine gewisse gegenseitige Aufmerksamkeit auch nach dem H&amp;ouml;hepunkt sollte also durchaus zum guten Ton geh&amp;ouml;ren.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 06 Dec 2011 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Hundevideos sind süßer als Katzenvideos.</title>
      <description>Das besagt zumindest eine Internet-Studie, nach der niemand gefragt hat. Kannst du dich zu diesem Thema bitte sinnvoll einbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/869231.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Tolle an der digitalen Welt ist, dass sie Datenerhebungen liefert, nach denen kein Mensch je gefragt h&amp;auml;tte. So hat der Link-K&amp;uuml;rzungsdienst bit.ly k&amp;uuml;rzlich seine Eingaben &lt;a href=&quot;http://blog.bitly.com/post/13216461842/do-kittens-really-rule-the-internet&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;ausgewertet&lt;/a&gt; und festgestellt, dass Inhalte mit niedlichen Hunden weitaus gefragter sind als niedliche Katzen oder aller anderen niedlichen Tiere. Dabei sind Hunde doch Alltag und Pinguine oder &amp;Auml;ffchen haben eigentlich den gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Nachrichtenwert &amp;ndash; sollte man meinen. Aber nein, die leicht zu domestizierenden K&amp;ouml;ter machen das Rennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verstehst du das? Sind Hunde wirklich das H&amp;ouml;chstma&amp;szlig; der Knuddligkeit? Was w&amp;uuml;rdest du bei der Auswahl zwischen witzigem Hunde- und Katzenvideo nehmen? Hast du schon mal bei YouTube gezielt nach Tiervideos gesucht? Kannst du eines empfehlen, das wir noch nicht kennen? Und wie niedlich sind bitte diese neuseel&amp;auml;ndischen Zwergpinguine, die, vom &amp;Ouml;l gereinigt, wieder in die Freiheit entlassen werden! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://www.youtube.com/watch?v=DH23rhO6ypA&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(Genauso st&amp;uuml;rmt &amp;uuml;brigens die jetzt.de-Redaktion immer in die Kantine, wenn um halb zw&amp;ouml;lf die T&amp;uuml;ren aufgehen)&lt;/em&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/533369</link>
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      <pubDate>Fri, 25 Nov 2011 08:00:01 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>So wird Til Schweiger als Tatort-Kommissar</title>
      <description>Die Bildzeitung pfeift es von den D&amp;#228;chern - Til Schweiger soll fast ganz sicher neuer Hamburger Tatort-Kommissar werden. Was erwartet uns da? Ist doch klar! Wir haben schon mal das Wichtigste zu Kommisar Til zusammengefasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/868210.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Das wird sein Charakter:&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Hei&amp;szlig;sporn, der nicht so gerne im Team arbeitet und dauernd mit seiner ruppigen Art aneckt &amp;ndash; gerne auch beim Verh&amp;ouml;r. Weil unter der verbogenen Schale aber doch&amp;nbsp; zuverl&amp;auml;ssig ein g&amp;uuml;ldenes Herz zum Vorschein kommt, das sich immer in einem schiefen L&amp;auml;cheln am T&amp;uuml;rrahmen &amp;auml;u&amp;szlig;ert, kann man ihm nie so richtig b&amp;ouml;se sein. Nischenkulturen, Jugendbewegungen und Frauensorgen finden bei ihm kein offenes Ohr, stattdessen legt er eine subtil gespielte &amp;Uuml;berheblichkeit an den Tag, die ihn das ein oder andere Mal in die Bredouille f&amp;uuml;hrt. Nur gut, dass die lieben aber leider uncoolen Kollegen ihm dann aus der Patsche helfen und daf&amp;uuml;r - logo - ein schiefes L&amp;auml;cheln im T&amp;uuml;rrahmen bekommen.&amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das werden seine Nebenhandlungen:&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Kommissar Til denkt, dass die Tochter der Nachbarin von ihm ist und hat Panik. Zum Gl&amp;uuml;ck nur falscher Alarm.  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommissar Til st&amp;uuml;rzt mit der hei&amp;szlig;en Zeugin ab und l&amp;auml;sst ermittlungsrelevantes Material verschwinden. Zum Gl&amp;uuml;ck ist die Frau aber unschuldig.  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommissar Til interessiert sich privat f&amp;uuml;r Muskelaufbaupr&amp;auml;parate und ger&amp;auml;t in einen bulgarischen Medikamenten-Schleuser-Ring, kommt aber mit einem imposanten blauen Auge davon, das ihm ein bisschen Hohn eintr&amp;auml;gt aber auch interessant macht (wg. er ist so verletzlich, nicht nur wenn er schief l&amp;auml;chelt.)  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommissar Til hat den Dienstwagen bei einer privaten Vergn&amp;uuml;gungsfahrt an den Baum gesetzt und will die Sache vertuschen. Zur Strafe muss er seine Knarre abgeben und hat Innendienst, nat&amp;uuml;rlich nur so lange bis die Tagesthemen schon fast vor der T&amp;uuml;r stehen. Dann boxt er sich schnell im Alleingang seine Ehre zur&amp;uuml;ck.  &amp;nbsp;  &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das werden seine Spr&amp;uuml;che:  &amp;nbsp; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zur Praktikantin:  &lt;br /&gt;&lt;em&gt;&amp;bdquo;Ey, kannst mal Kaffee bringen, oder wof&amp;uuml;r ist dein h&amp;uuml;bsches Fahrgestell sonst noch gut?&amp;ldquo; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Vorgesetzen: &lt;br /&gt;&lt;em&gt; &amp;bdquo;Sorry Boss, aber ich bin zur Zeit echt durch den Wind.&amp;ldquo;  &amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Partner beim Currywurstessen:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&amp;bdquo;Ey, zahlst du, ja? Danke, ich schenk dir auch mal was.&amp;ldquo; (Schiefes L&amp;auml;cheln ohne T&amp;uuml;rrahmen)  &amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum dringend Tatverd&amp;auml;chtigen: &lt;br /&gt;&lt;em&gt;&amp;bdquo;Ey, du Schwein packst aus, sonst mach ich dich fertig beziehungsweise kalt!&amp;ldquo;  &amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur h&amp;uuml;bschen, minderj&amp;auml;hrigen Tochter des Opfers:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&amp;bdquo;Was h&amp;ouml;rst du da f&amp;uuml;r coole Musik? Darf ich auch mal? Ey, ist das ein Skateboard? Willst du gratis meinen knackigen Hintern sehen?&amp;ldquo; &lt;/em&gt; &amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Seine Running Gags: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Kann kein Blut sehen, sagt es aber keinem. Will au&amp;szlig;erdem immer mit dem Rauchen aufh&amp;ouml;ren und parkt seinen Sportwagen immer auf dem Parkplatz vom Chef.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt; Sein schwerster Fall:&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Kommissar Til ermittelt im Fall einer skrupellosen M&amp;auml;dchenschieberbande aus W&amp;uuml;rzburg. Eines der M&amp;auml;dchen ist 13 Jahre alt und ein freches G&amp;ouml;r, das aus dem Waisenhaus ausrei&amp;szlig;t und pl&amp;ouml;tzlich wieder bei Kommissar Til vor der T&amp;uuml;r sitzt. Anfangs passt ihm das &amp;uuml;berhaupt nicht in den Kram, wegen Disco und Rotweingl&amp;auml;ser am Boden. Sp&amp;auml;ter aber werden die beiden dicke Freunde, was bei einem gemeinsamen Kochabend deutlich wird, bei dem sie sich enthemmt Ketchup ins Gesicht klatschen und dabei sehr viel lachen m&amp;uuml;ssen. Als die M&amp;auml;dchenschieber das M&amp;auml;dchen am helllichten Tag wieder entf&amp;uuml;hren, knallen bei Kommissar Til alle Sicherungen durch. Es kommt zum Showdown in einer stillgelegten Fabrik und Til muss sich entscheiden, ob er sein Leben f&amp;uuml;r das M&amp;auml;dchen aufs Spiel setzt ...  &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(Tut er nicht, schiefes L&amp;auml;cheln und Abspann.)&lt;/em&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/533004</link>
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      <pubDate>Wed, 16 Nov 2011 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Blue Eyes to go</title>
      <description>Glutaugen m&amp;#252;ssen nicht sein, sagt ein Arzt in den USA und hat eine Methode entwickelt, mit der man in 20 Sekunden blaue Augen bekommt. Tolle Sache oder kaputter Schei&amp;#223;? Was sagst du?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/867825.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Von amerikanischen Forschen und ihren Pressemiteilungen ist man ja einiges gew&amp;ouml;hnt, aber das l&amp;auml;sst dann doch aufhorchen. Ein gewisser Dr. Gregg Homer, so verk&amp;uuml;ndet&lt;a href=&quot;http://www.bbc.co.uk/news/technology-15596885&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; BBC News&lt;/a&gt;, hat mit seinem Team eine Methode entwickelt, die aus braunen Augen blaue Augen macht. Einfach 20 Sekunden ablasern und dann w&amp;auml;re die Schicht weg, die f&amp;uuml;r die dunkle F&amp;auml;rbung der Iris verantwortlich ist, so beschreibt Herr Homer seine Methode &amp;ndash; &amp;auml;hnlich verf&amp;auml;hrt man ja schon in der Sch&amp;ouml;nheitsdermatologie mit Sommersprossen oder Altersflecken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klingt fast zu einfach. Besch&amp;auml;digt werden soll dabei aber nichts, die Sehkraft der Patienten w&amp;uuml;rde nat&amp;uuml;rlich nicht in Mitleidenschaft gezogen, das h&amp;auml;tten bereits zahlreiche Tests bewiesen, beteuert der Erfinder der Blau&amp;auml;ugigkeit on demand. Andere &amp;Auml;rzte &amp;auml;u&amp;szlig;ern sich aber angesichts dieser Neuigkeiten skeptisch und glauben nicht, dass sich eine nat&amp;uuml;rlich Schutzschicht des Auges ohne Folgen entfernen l&amp;auml;sst. Dr. Homer war fr&amp;uuml;her Anwalt, bevor er in Stanford Biologie studierte und danach das Augenprojekt mit erheblichem Aufwand vorantrieb. Es bedarf nun weiterer Tests, bis die Methode tats&amp;auml;chlich zugelassen ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nachfrage nach blauen Augen aber d&amp;uuml;rfte ziemlich gro&amp;szlig; sein &amp;ndash; schlie&amp;szlig;lich gelten sie allgemein als attraktiv, offen und ehrlich.&amp;nbsp;  H&amp;auml;ttest du gerne blaue Augen und w&amp;uuml;rdest dich &amp;ndash; Sicherheit vorausgesetzt &amp;ndash; f&amp;uuml;r ein paar tausend Euro lasern lassen? Hast du blaue Augen &amp;ndash; wie bist du mit ihnen zufrieden? Kommt man mit blauen Augen weiter? Oder findest du dunkle Augen sch&amp;ouml;ner?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/532869</link>
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      <pubDate>Sun, 13 Nov 2011 21:12:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Mädchen, schenkt ihr wirklich so gerne?</title>
      <description>Immer zum Wochenende: Jungs fragen M&amp;#228;dchen fragen Jungs. Weil manches versteht man einfach nicht bei denen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Jungsfrage:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/867529.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ja, sie naht wieder, die Saison mit der subtilen Geschenkthematik. Als Junge hat man mit der Schenkerei eigentlich naturgem&amp;auml;&amp;szlig; nicht so viel am Hut. Wenn in der siebten Klasse die M&amp;auml;dchencliquen sich gegenseitig mit Niedlichkeiten und selbstgemachten Liebeskarten eindeckten und sich reihum in die Arme fielen, blieb uns nur basses Erstauntsein &amp;uuml;ber dieses innige diddln und dr&amp;uuml;cken. Ich meine, wir haben nicht mal unseren besten Freunden was zum Geburtstag geschenkt, Schulterklopfen reichte schon, h&amp;ouml;chstens zum 18., da gab's vielleicht irgendwas, das sich unter dem Oberbegriff &amp;bdquo;Schei&amp;szlig;&quot; ganz gut zusammen fassen lie&amp;szlig;. Auch sp&amp;auml;ter wird uns das Schenken nicht unbedingt nat&amp;uuml;rlicher &amp;ndash; klar, die Freundin und Mama bekommen etwas, weil wir wissen, dass es sonst Knatsch gibt. Aber dieser Irrsinn bei jedem Treffen und Besuch etwas aus der Handtasche zaubern zu m&amp;uuml;ssen, das kennen wir eigentlich nur von euch. St&amp;auml;ndig muss irgendeine sogenannte Kleinigkeit f&amp;uuml;r irgendwen und irgendeinen Anlasse h&amp;uuml;bsch verpackt werden, weil es sonst ja doof ist, ganz ohne was da zu stehen. Nur f&amp;uuml;r diesen Wahn wurden ganze Gesch&amp;auml;ftskonzepte wie Butlers und Co. eingerichtet, die immer randvoll sind mit Damen aller Altersklassen, die Windlichter und witzige Bilderrahmen einkaufen, nur um sie sich wenig sp&amp;auml;ter gegenseitig in die Hand zu dr&amp;uuml;cken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das muss aufh&amp;ouml;ren! Wir sind nicht gegen materielle Zuneigungsbekundungen, ganz und gar nicht, aber doch nicht mit dieser t&amp;uuml;ddeligen Selbstverst&amp;auml;ndlichkeit und obwohl keiner der Beteiligten Bock darauf hat. Macht euch das wirklich Spa&amp;szlig;? Kittet das zwischenmenschlichen Spannungsfugen, die wir nicht sehen? Oder warum lasst ihr es nicht einfach bleiben? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die M&amp;auml;dchenantwort:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/na/nadja-schlueter/text/regular/867531.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wenn ich mich richtig erinnere, wurden die M&amp;auml;dchen schon im Kindergarten und in der Schule eher dazu angehalten, etwas zu basteln als die Jungs, beziehungsweise hat man von ihnen einfach die besseren Ergebnisse erwartet. Das ist vielleicht die Weiterentwicklung der Hauswirtschaftslehre, wirkt zwar etwas emanzipierter, l&amp;auml;uft aber auf die selben Rollenbilder hinaus: Jungs sollen mit den H&amp;auml;nden reparieren k&amp;ouml;nnen, notfalls auch unter extremen Schmutzbedingungen und mit groben Handgriffen, M&amp;auml;dchen sollen mit den H&amp;auml;nden feinmotorischen und reinlichen Kleinschei&amp;szlig; zustande bringen.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist die Erziehungsseite der ganzen Sache. Dass uns dieses feinhandwerkliche Geschick, das man w&amp;auml;hrend unserer Kindheit von uns erwartet, dann, ob vorhanden oder nicht, auch unser ganzes restliches Leben lang abverlangt wird, hat einen anderen Grund. Den findet man im unterschiedlichen Sozialverhalten innerhalb der zwei Geschlechtergruppen. Jungs bekunden sich untereinander einfach anders ihre Zuneigung als M&amp;auml;dchen. Es gibt da ungeschriebene, aber deutlich sp&amp;uuml;rbare Gesetze. Ihr umarmt euch, klopft euch dabei den R&amp;uuml;cken, ihr fragt den anderen, was er grade so macht, lasst ihn erz&amp;auml;hlen und nickt dazu und euer Kompliment lautet nach einem das Gegen&amp;uuml;ber allumfassenden Blick: &amp;bdquo;Gut siehst du aus!&quot; Ihr begegnet euch l&amp;auml;ssig. M&amp;auml;dchen umarmen sich ganz anders, so fest und eng, und manchmal schaukeln sie dann noch ein bisschen hin und her dabei (besonders, wenn sie sich wirklich lange nicht gesehen haben). Im Gespr&amp;auml;ch ist das aufmerksame, genaue Nachfragen wichtig, als Zeichen daf&amp;uuml;r, dass man noch dabei ist, auch gelegentliche Verst&amp;auml;ndnisbekundungen (&amp;bdquo;Das kenn ich!&quot;, &amp;bdquo;Das ist so wie...&quot;) werden gerne eingestreut. Das Kompliment eines M&amp;auml;dchens an ein anderes M&amp;auml;dchen ist ebenfalls mit der Ausstellung der eigenen Aufmerksamkeit verbunden, es geht meist &amp;uuml;ber ein &amp;bdquo;Gut siehst du aus&quot; hinaus und umfasst noch irgendein Detail: die sch&amp;ouml;nen Schuhe, der gesunde Teint, die neue Jacke. Wir begegnen uns eifrig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter M&amp;auml;dchen ist es also die Regel, einen genauen Blick zu haben, Feingef&amp;uuml;hl zu beweisen und ins Detail zu gehen. Und da liegt auch der Geschenkehund begraben! Denn Feingef&amp;uuml;hl, einen genauen Blick und Detailverliebtheit kann man &amp;uuml;ber Geschenke besonders gut transportieren. Es ist wichtig, dass man beim &amp;Uuml;berreichen eines P&amp;auml;ckchens nicht nur einen Gegenstand verschenkt, sondern auch die Gedanken und die M&amp;uuml;he, die man sich vorher gemacht beziehungsweise die Zeit, die man investiert hat. Es gilt: Ein Geschenk muss nicht gro&amp;szlig; sein und auch nicht teuer, aber ein guter Gedanke, eine h&amp;uuml;bsche Karte und eine ansprechende Verpackung machen auch das winzigste Teil zu einem strahlenden Kleinod auf dem Gabentisch. Das ist bei uns schon seit der Kindheit so und zieht sich durch alle Geburtstage und Weihnachtsfeste hindurch. Und wenn man mal wirklich erwachsen ist, dann hat es sich gr&amp;uuml;ndlich eingeb&amp;uuml;rgert und man f&amp;uuml;hlt sich verpflichtet, etwas mitzubringen, wenn man irgendwohin eingeladen ist, weil man damit erstens &amp;bdquo;Danke&quot; und zweitens &amp;bdquo;Ich habe schon vorher ganz viel daran gedacht, dass ich hierher eingeladen bin&quot; sagt.      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob uns das wirklich Spa&amp;szlig; macht? Kurz gesagt: Manchen ja, manchen nein. Lang gesagt: Es gibt M&amp;auml;dchen, f&amp;uuml;r die es entspannend, fast meditativ ist, ihre H&amp;auml;nde zu benutzen und damit etwas Sch&amp;ouml;nes zu erschaffen, die gut schneiden, falten, malen und kleben k&amp;ouml;nnen und die ihre Karten immer selbst basteln. Und es gibt M&amp;auml;dchen, die k&amp;ouml;nnen das alles nicht so gut. Aber wenn sich diese M&amp;auml;dchen auf die allj&amp;auml;hrliche Freundinnen-Weihnachtsfeier vorbereiten oder auf den Geburtstag einer Freundin, dann lastet da schon dieser M&amp;auml;dchen-machen-sich-Gedanken-und-erschaffen-sch&amp;ouml;ne-Dinge-Druck auf ihnen. Wie gesagt: ungeschriebene, aber deutlich sp&amp;uuml;rbare Gesetze.      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ja, wir wissen schon, man sollte sich dem auch mal widersetzen, zumindest, wenn man keinen Bock darauf hat oder alle Karten, die man bastelt, nur so mittelsch&amp;ouml;n werden. Aber das Schenken ist nun einmal ein Ritual, eine extrem bedeutungsvolle Geste unter uns, es ist schwer, sich dem zu widersetzen &amp;ndash; vor allem, weil einem diese Geste selbst dauernd entgegengebracht wird. Es ist wie ein H&amp;auml;ndedruck, den erwidert man auch, das geh&amp;ouml;rt sich so. Allerdings wie ein H&amp;auml;ndedruck unter Frauen. Euch verzeihen wir es ja sogar, wenn ihr eure Geschenke nicht mal einpackt. Vielleicht solltet ihr uns mal erkl&amp;auml;ren, wie ihr das macht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;nadja-schlueter&lt;/strong&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/532794</link>
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      <pubDate>Fri, 11 Nov 2011 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Kerrang! Und dann?</title>
      <description>Musik lesen ist doch wie Architektur kauen. Oder was glaubst du, welche Chancen hat ein neues Rockmagazin f&amp;#252;r Deutschland?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wird man auch nicht mehr allzu h&amp;auml;ufig erleben: Es gibt ein neues Rock&amp;rsquo;n'Roll-Magazin auf dem hiesigen Zeitschriften-Markt. Der Bauer Verlag spendiert am 9. November seinem englischen Musikflagschiff &amp;bdquo;Kerrang!&amp;ldquo; eine deutsche Ausgabe, allerdings erstmal nur als einmaliger Testballon. Voil&amp;aacute;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/866993.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die britische &amp;bdquo;Kerrang!&amp;ldquo; steht traditionell f&amp;uuml;r die eher knochigen Spielarten der Rock- und Popmusik und so soll es auch bei dem Experiment bei uns sein &amp;ndash; naja, auf dem Cover sind die &lt;em&gt;Beatsteaks&lt;/em&gt; und es gibt zwei XXL-Poster, eines mit &lt;em&gt;Metallica &lt;/em&gt;und eines mit Dave Grohl. Dabei kommt einem doch nicht nur das Prinzip &amp;bdquo;Poster&amp;ldquo; seltsam altmodisch vor, den Punkt &amp;bdquo;Musikzeitschrift am Kiosk kaufen!&amp;ldquo; hatte man doch eigentlich auch schon lange nicht mehr in seiner To-Do-Liste. Bei aller fr&amp;uuml;heren Verbundenheit mit den Rockheftchen &amp;ndash; in Zeiten von Blogs und 25 weiterer M&amp;ouml;glichkeiten vom Schreibtisch oder Bett aus neue Bands und ihre Musik kennenzulernen, scheint einem so ein gedrucktes Heft doch ein wenig unn&amp;ouml;tig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder wie siehst du das? Informierst du dich noch aus der gedruckten Musikpresse? Hast du es je getan? Und welche Hefte waren/sind dabei deine Favoriten? Welche Chancen r&amp;auml;umst du der deutschen &amp;bdquo;Kerrang!&amp;ldquo; ein? Und wie gerne h&amp;auml;ttest du ein XXL-Poster von Dave Grohl?&lt;br /&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/532609</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/532609</guid>
      <pubDate>Mon, 07 Nov 2011 08:00:00 +0100</pubDate>
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