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    <title>eva-schulz.jetzt.de</title>
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    <description>Alle Texte von eva-schulz auf jetzt.de</description>
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      <title>eva-schulz.jetzt.de</title>
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    <item>
      <title>Kurz vor Film gibt's noch einen Film</title>
      <description>Jedes Jahr werden allein in Deutschland 2000 Kurzfilme produziert. Zu sehen kriegen wir die so gut wie nie, denn sie laufen fast nur auf Festivals oder im Arte-Sp&amp;#228;tprogramm. Die Kampagne &lt;a href=&quot;http://www.kurz-vor-film.de/&quot;&gt;Kurz vor Film&lt;/a&gt;  der AG Kurzfilm, der KurzFilmAgentur Hamburg und interfilm Berlin will das &amp;#228;ndern und den Vorfilm zur&amp;#252;ck ins Kino bringen. Projektkoordinatorin Heide Sch&amp;#252;rmeier erkl&amp;#228;rt, wieso.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/827065.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Frau Sch&amp;#252;rmeier, Ihre Kampagne setzt sich daf&amp;#252;r ein, dass im Kino wieder Vorfilme gezeigt werden. Warum sind die &amp;#252;berhaupt verschwunden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Krieg gab es Steuerverg&amp;#252;nstigungen f&amp;#252;r Kinobetreiber, wenn sie Kurzfilme mit Pr&amp;#228;dikat als Vorfilme zeigten. Die waren allerdings nicht immer so prickelnd. Neben Sketchen wie den alten &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/La_Linea&quot;&gt;La Linea&lt;/a&gt;-Filmen war auch die eine oder andere Tierdoku dabei... Als die Steuer dann gekippt wurde, gab es keinen Anreiz mehr f&amp;#252;r die Kinos, Vorfilme zu zeigen.  Au&amp;#223;erdem wurden immer mehr Trailer und Werbung gezeigt. Die Hauptfilme wurden l&amp;#228;nger und die Zeitschienen der Kinos enger. Heute laufen in einem Saal mitunter vier Filme pro Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://vimeo.com/14985411&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Aber gerade die gro&amp;#223;en Kinoketten werden doch nicht auf Werbeeinnahmen verzichten, um stattdessen Vorfilme aufzuf&amp;#252;hren.&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Stimmt. Deshalb richten wir uns auch eher an Arthouse- und kleine, kommunale Kinos. Dort wird oft wenig Werbung gebucht und es ergeben sich L&amp;#252;cken, um einen Vorfilm einzusetzen und sich so einen Wettbewerbsvorteil beim Publikum zu verschaffen. Vorfilme sind f&amp;#252;r diese Kinos nahezu kostenlos. Sie kriegen n&amp;#228;mlich bis zu 1500 Euro F&amp;#246;rderung von der Filmf&amp;#246;rderungsanstalt, wenn sie welche zeigen. Der Eigenanteil betr&amp;#228;gt gerade einmal 20 Prozent. Von dem Geld kann man sich schon ein Kurzfilmabo leisten. Der Kinobetreiber bekommt dann jede Woche einen neuen Kurzfilm, den er so oft zeigen kann, wie er will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was unterscheidet Kurz- von Langfilmen?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Im Kurzfilm konnten Filmemacher schon immer unglaublich viel ausprobieren &amp;#8211; seien es technische M&amp;#246;glichkeiten, neue Bildsprachen oder Experimente im Animationsbereich, wie wir sie zum Beispiel aus den Pixar-Vorfilmen kennen. Das sind lauter Dinge, die man im Langfilmbereich niemals umsetzen k&amp;#246;nnte, da sie zu zeit- und kostenintensiv w&amp;#228;ren. Weil die Produktionen schneller und g&amp;#252;nstiger ablaufen, sind Kurzfilme oft sehr aktuell. Themen wie die Zukunft der Arbeit oder die Wirtschaftskrise k&amp;#246;nnen innerhalb weniger Monate aufgegriffen werden. Es braucht keine vier bis f&amp;#252;nf Jahre wie im Langfilmbereich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Eignet sich jeder Kurzfilm auch als Vorfilm?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Im Idealfall harmonisiert der Vorfilm mit dem Langfilm, weil er Thema und &amp;#196;sthetik aufgreift und dem Zuschauer so ein Gesamtpaket bietet. Der Vorfilm sollte zehn, h&amp;#246;chstens 15 Minuten dauern und einen gewissen Unterhaltungswert haben &amp;#8211; schwerm&amp;#252;tige Stoffe eignen sich nicht so gut, wenn man danach noch eineinhalb Stunden in eine weitere Geschichte eintauchen will. Trotzdem kommt es nicht selten vor, dass am Ende des Abends mehr &amp;#252;ber den Vorfilm geredet wird als &amp;#252;ber den Hauptfilm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was kann ich als Kinobesucher tun, damit ich bald wieder mehr Vorfilme sehe?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Als Kinobesucher kann man die Kampagne bei &lt;a href=&quot;http://www.facebook.com/kurzvorfilm&quot;&gt;Facebook&lt;/a&gt; oder mit einer Unterschrift auf unserer Website unterst&amp;#252;tzen. Die gesammelten Unterschriften sollen unserer Forderung mehr Schlagkraft verleihen, wenn wir im Februar auf der Berlinale nochmal die Werbetrommel f&amp;#252;r Vorfilme r&amp;#252;hren.  Und dann kann man nat&amp;#252;rlich einfach mal im Kino seiner Wahl nachfragen: Warum zeigt ihr keine Vorfilme? Manchmal wissen die Kinobetreiber n&amp;#228;mlich noch gar nichts von den F&amp;#246;rderm&amp;#246;glichkeiten.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/517815</link>
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      <pubDate>Sun, 23 Jan 2011 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>"Alle wollten da hin" - Andreas Bernard über seinen Roman "Vorn"</title>
      <description>Andreas Bernard wurde in den 1990er Jahren Redakteur beim Jetzt-Magazin. Nun hat er einen Roman über diese Zeit geschrieben. Im Interview erzählt er, wie viel &quot;Jetzt&quot; in &quot;Vorn&quot; steckt und ob er dieser Zeit nachtrauert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dein Roman handelt von Tobias, der neu in die Redaktion von &quot;Vorn&quot; kommt – einem sehr beliebten Münchner Jugendmagazin, Mitte der Neunziger Jahre. Das erinnert doch stark ans &quot;Jetzt&quot;-Magazin, das es damals noch in gedruckter Form gab...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Natürlich hat mein Buch grob etwas mit dem &quot;Jetzt&quot;-Magazin zu tun. Gerade in München hatte das ja viele begeisterte Leser, die &quot;Vorn&quot; nun vielleicht als die Geschichte dieses Hefts lesen. Aber es ist eben kein dokumentarischer Bericht, sondern ein Roman, der auch für diejenigen interessant sein soll, die &quot;Jetzt&quot; nicht kennen. Das &quot;Vorn&quot;-Magazin aus dem Buch entspricht nicht eins zu eins dem alten &quot;Jetzt&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Du beschreibst sehr genau, wie man sich am Anfang fühlt, wenn man als Praktikant in eine Redaktion oder ein Büro kommt und versucht, zu den Leuten, die dort arbeiten, dazuzugehören. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das ist ja auch eine ganz neue Welt. Als ich vor 15 Jahren zum &quot;Jetzt&quot;-Magazin kam, haftete dieser Redaktion schon etwas Glamouröses an, viele wollten da hin. Ich glaube, es gibt im Journalismus nur alle zehn bis 15 Jahre einen Ort, der so magnetisch auf junge Schreiber wirkt. Das war in den Sechzigern die Zeitschrift &quot;Twen&quot;, in den Achtzigern &quot;Tempo&quot; und Mitte der Neunziger das &quot;Jetzt&quot;-Magazin. Man konnte sich damit identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Um das &quot;Jetzt&quot;-Magazin gab es damals einen richtigen Kult: Die Leser tapezierten damit ihre Zimmer, und als das Heft 2002 eingestellt wurde, demonstrierten sie zu Tausenden auf Münchens Straßen. Die Redakteure wurden fast schon wie Stars verehrt. Heute gibt es so etwas gar nicht mehr. Ist das besser so?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Es war auf jeden Fall eine spannende Zeit. Natürlich war auch viel von diesem Gefühl, das wir hatten, hausgemacht. Von außen betrachtet war die Redaktion wohl gar nicht so besonders, aber es gab damals definitiv eine gewisse Illusionsbereitschaft unsererseits. Wir haben zeitweise wirklich gedacht, wir erfinden den Journalismus neu. Dieser Gedanke ist zwar anmaßend, aber er hat das Ganze auch sehr produktiv gemacht! Dabei sind viele gute Texte herausgekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bei der &quot;Vorn&quot;-Redaktion ist es genauso. Die Redakteure setzen Trends, indem sie alle die gleiche Musik hören, den gleichen Designer tragen, sogar auf den gleichen Typ Frau stehen und den im Heft zum idealen Mädchen stilisieren. Ist so viel Homogenität überhaupt noch gut?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Bis zu einem gewissen Punkt bestimmt, aber dann kann sie auch etwas Erstickendes bekommen. Das war beim &quot;Jetzt&quot; genauso. Wir hatten interne Witze und Redewendungen, die wir sogar in Artikeln verwendeten. Wenn man sich heute eine Ausgabe von 1997 anschaut, sind manche Texte und Interviews wirklich nur für die sieben Leute zu verstehen, die diese Witze kannten – und sich heute noch dran erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Im Buch geht es auch um Tobias' Freundin Emily. Im Gegensatz zu ihm arbeitet sie an einem denkbar unglamourösen Ort. Letztendlich zerbricht die Beziehung daran. Wie ähnlich oder unähnlich müssen sich die zwei Welten sein, aus denen man kommt, damit das nicht passiert?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ich hoffe, dass es genau solche Fragen sind, die den Roman für die Leser spannend machen – obwohl ich leider auch keine Antwort darauf geben kann. In der Zeit nach dem Studium, mit Mitte 20, passiert das, glaube ich, sehr vielen Menschen. Man kommt in eine neue Umgebung und hat aus der alten noch jemanden mitgenommen, bei dem man sich geborgen fühlt. Aber plötzlich passt das nicht mehr. Bei Tobias kollidiert diese Vertrautheit mit einer bestimmten Vorstellung davon, wie eine Frau sein und aussehen muss. Das ist wahrscheinlich das Drama der Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich finde, manchmal hätte es in Tobias' Leben ruhig noch dramatischer zugehen können. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ja? Wie denn? Hätte ich am Ende eine Atombombe auf München fallen lassen sollen? Ich wollte ja kein Hollywood-Drehbuch schreiben, mit vielen aufregenden Plots, sondern möglichst nah an der Wirklichkeit entlang erzählen. Da geht es dann gar nicht so sehr darum, dass ganz viel Ungewöhnliches passiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Würde ein Magazin wie &quot;Vorn&quot; heute funktionieren?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Da bin ich mir nicht sicher. Ich glaube vor allem, die jüngeren Journalisten von heute haben sich verändert. Sie sind professioneller und abgebrühter und vielleicht auch weniger begeisterungsfähig. Die würden sich nicht mehr so schnell für den Nabel der Welt halten, sondern eher sagen: &quot;Wir sind ein Magazin, aber da draußen gibt es 30 000 Blogs und alles ist sowieso vollkommen dezentralisiert.&quot; Aber ich hoffe natürlich, dass es wieder einmal einen solchen Ort geben wird. Und wenn meine Theorie mit dem 15-Jahres-Zyklus stimmt, dann wäre es ja bald mal wieder Zeit für etwas Neues.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/758143.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://sz-shop.sueddeutsche.de/mediathek/shop/Produktdetails/Buch+Vorn+Andreas_Bernard/5546108.do&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Vorn&lt;/a&gt; von Andreas Bernard ist im Aufbau Verlag erschienen und kostet 16,95 Euro. Andreas Bernard liest in Leipzig am Donnerstag, den 19. März im &lt;a href=&quot;http://www.leipzig-liest.de/index.php?page=124&amp;params[2][1]=YTozOntzOjExOiJib29rZmFpcl9pZCI7czo1OiIzODk4NyI7czo3OiJjb21tYW5kIjtzOjEwOiJzaG93RGV0YWlsIjtzOjk6Imxhc3RfdmlldyI7YToyOntzOjEyOiJzaG93RnVuY3Rpb24iO3M6MTc6InNob3dTZWFyY2hSZXN1bHRzIjtzOjY6InBhcmFtcyI7YTo1OntzOjY6ImVudGl0eSI7YToxOntzOjk6InBlcnNvbl9pZCI7czo1OiI0MDcwNSI7fXM6NzoiY29tbWFuZCI7czoyNzoic2hvd0FsbEV2ZW50c0ZvckNvb3BlcmF0b3JzIjtzOjE0OiJzdWJfcHJvZ3JhbV9pZCI7aTowO3M6MTE6InNlYXJjaF90eXBlIjtzOjEyOiJzaG9ydF9zZWFyY2giO3M6NzoicGFnZV9pZCI7czozOiIyMDEiO319fQ==&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mediencamus Villa Ida&lt;/a&gt;.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/500004</link>
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      <pubDate>Wed, 17 Mar 2010 18:30:03 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>"Die Deutschen sind lockerer!"</title>
      <description>Holly Becker ist eine der erfolgreichsten &quot;Interior Design&quot;-Bloggerinnen der Welt. Ihr &lt;a href=&quot;http://www.decor8blog.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;decor8blog&lt;/a&gt; verzeichnet 35 000 Besucher täglich, inzwischen macht sie das hauptberuflich. Vor einem halben Jahr zog Holly von Boston nach Deutschland. Im Interview erklärt sie, warum ihr Blog so erfolgreich ist und wie sich amerikanische von deutschen Heimen unterscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Holly, über Inneneinrichtung zu Bloggen ist dein Beruf. Kann man denn den ganzen Tag an einem einzigen Weblog arbeiten und damit auch noch Geld verdienen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ohja! Mein Blog ist wirklich ein Vollzeitjob: Ich telefoniere häufig und schreibe Unmengen von Mails, kümmere mich um Anzeigen. Außerdem recherchiere ich viel. Ich will schließlich nicht nur schöne Produkte finden, sondern auch Bescheid wissen über die Leute, die sie herstellen. Und dann muss ich natürlich auch noch die Einträge schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dein Decor8blog ist vor kurzem unter die Top 10 der Einrichtungsblogs weltweit gewählt worden. Wie wurde es so erfolgreich?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ich habe sehr früh begonnen, im Januar 2006. Damals war das, glaube ich, eines der ersten Designblogs in New England. Über Mund-zu-Mund-Propaganda wurde es dann immer bekannter. Gleichzeitig gab es einen richtigen Schub: Ein Jahr später war die Design-Community von einer Handvoll Leute auf Tausende Leser angewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Inzwischen ist die Designblogszene – zumindest in den USA – ebenso etabliert wie die der Modeblogs. Werdet ihr Blogger also auch bald die Hochglanzmagazine wie &quot;Architectual Digest&quot; oder &quot;Elle Decoration&quot; ersetzen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Tatsächlich haben einige amerikanische Blogs inzwischen genauso viel Einfluss auf die Branche wie die großen Magazine. Die Ansätze sind aber völlig verschieden: Die Magazine zeigen uns eine durchgestylte, perfekte Wohnwelt – und die Blogs holen uns dann zurück auf den Teppich. Sie zeigen nämlich, wie Menschen wirklich wohnen, und haben damit eine ganz andere Perspektive. Ich mag es aber, beides zu lesen, genau wie bei den Modeblogs und -zeitschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wissenschaftler beobachten angesichts der Krise einen Trend zum &quot;Cocooning&quot;. Sie sagen, die Menschen ziehen sich zurück in ihr Zuhause und bemühen sich wieder mehr darum, es dort schön zu haben. Könnte das auch ein Grund für die wachsende Einrichtungsblog-Szene sein?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Bestimmt! In Depressionen und Krisen waren die Menschen schon immer besonders kreativ, das kann man auch an vielen Dichtern und Künstlern beobachten. Vor allem die Amerikaner, die leidenschaftlich gern shoppen gehen, mussten jetzt erkennen, dass man kreativ werden muss, wenn die Kreditkarte ausgereizt ist. Früher hätte man den Couchtisch vielleicht weggeschmissen, heute durchforstet man die Blogs nach Ideen, wie man etwas Neues daraus machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;So wohnt Holly:&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Im vergangenen Sommer bist du von Boston nach Hannover gezogen. Hast du schon erste Unterschiede zwischen amerikanischen und deutschen Einrichtungsgewohnheiten entdeckt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Mir gefällt, dass die Deutschen ein bisschen lockerer sind, was Inneneinrichtung angeht. Amerikaner lassen sich stark von Marken und Trends beeinflussen. Sie wollen mit ihren Wohnungen beeindrucken. Den Deutschen geht es dagegen mehr um &quot;Gemütlichkeit&quot; – ein Wort, dass wir nicht einmal kennen! Deutschen Wohnungen und Häusern kann man oft ansehen, was für ein Mensch darin wohnt. Das könnten sich die Amerikaner ruhig mal abgucken...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und was können wir umgekehrt von den Amerikanern lernen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
In Amerika sind handgemachte Dinge sehr beliebt. In jeder Stadt gibt es mindestens einen Handarbeitsmarkt im Jahr. In Boston findet sogar jede Woche einer statt. Websites wie &lt;a href=&quot;http://www.etsy.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;etsy.com&lt;/a&gt; sind unheimlich erfolgreich. Die Menschen verdienen ihr Geld damit. Amerikaner denken bei Deutschland oft an Weihnachtsmärkte. Die sind wirklich schön, aber man findet dort kaum junge Leute, die ihre Produkte verkaufen! Woran liegt das? Manchmal habe ich den Eindruck, die Deutschen hätten Angst, ihre Traditionen zu verlieren, wenn sie etwas junges, modernes einbringen. Dabei kann man doch beides haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dein Mann und du suchen im Moment nach einer neuen Wohnung in Hannover, die du dann natürlich einrichten wirst. Woher ziehst du deine Inspiration – und hast du nicht viel zu viele Ideen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ich habe ganz viele &quot;Inspiration Boards&quot; und Notizbücher und natürlich einen dicken Ordner auf meinem Computer, in dem ich Fotos von Küchen, Bädern, Wohnzimmern abspeichere, die mir gefallen. Sowieso bin ich so jemand, der seine Möbel am liebsten jede Woche verschieben und neu anordnen würde. Als ich noch Single war, habe ich das auch wirklich oft gemacht, aber mein Mann ist da viel zu praktisch – er ist eben der Deutsche in der Familie... Tatsächlich wird aber eine Wohnung kaum ausreichen, um alle meine Ideen umzusetzen. Deswegen träume ich davon, irgendwann einmal ein eigenes Geschäft zu eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Update: In der ursprünglichen Version gab es einen Übersetzungsfehler, in Bezug auf den deutschen Anbieter &lt;a href=&quot;http://de.dawanda.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;dawanda.de&lt;/a&gt;, den wir behoben haben.&lt;/i&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/497728</link>
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      <pubDate>Wed, 10 Mar 2010 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>"Marmortafeln der Römer haben einfach eine höhere Halbwertszeit als ein USB-Stick"</title>
      <description>Tobias Moorstedt und Jakob Schrenk haben das &quot;Jetztikon&quot; geschrieben - ein Buch, das die 50 wichtigsten Gegenstände des ablaufenden Jahrzehnts versammelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/744375.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Tobias, wie seid ihr auf die Idee zum &quot;Jetzikon&quot; gekommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Am Ende einer Zeitspanne blickt man immer zurück. Wir haben uns gefragt, was wohl von diesem Jahrzehnt, von uns, übrig bleiben wird. Im Altertumsmuseum findet man zu jeder Epoche entsprechende Gegenstände, in die ganz viel Sinn reingelesen wird. Mit so einem archäologischen Blick haben wir uns durch die Waren- und Konsumwelt der letzten zehn Jahre gewühlt und überlegt, was die Archäologen später einmal in unsere Gegenstände hineinlesen werden. Warum haben wir 2002 plötzlich alle angefangen, durchschnittlich vier Becher Kaffee am Tag auf der Straße zu trinken? Warum haben wir uns kollektiv in ein Gerät wie den iPod verliebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;In eurem Buch listet ihr genau 50 Gegenstände auf. Wie habt ihr die ausgesucht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wir haben viel recherchiert, waren in Archiven, haben in alten Katalogen geblättert und geschaut, was sich viel verkauft hat, was viel diskutiert wurde. Die Frage war immer, ob der kleine Gegenstand auch für einen größeren Prozess steht. Der Klimawandel, die Globalisierung oder die Wirtschaftskrise werden manchmal erst in einem Artefakt anschaulich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/744373.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was wäre denn so ein Artefakt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Am ISO-Seecontainer zum Beispiel, in dem alle möglichen Waren um die Welt verschifft werden, kann man sehr gut sehen, wie Globalisierung in den Nullerjahren funktioniert. Wenn man sich mal anschaut, was da alles reinpasst: zwei Autos, 238 Kühlschränke, 267 000 CDs – der Container ist quasi die Vorbedingung für die Globalisierung. Nur, weil man wirklich alles darin verschiffen kann, können wir uns den Wein aus Neuseeland und das billige Plastikspielzeug aus China überhaupt leisten. Trotzdem haben wir bestimmt noch ein paar Dinge vergessen. Und natürlich ist unsere Auswahl extrem subjektiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hast du denn auch – ganz subjektiv – einen Lieblingsgegenstand?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Es ist schwer, da einen herauszupicken. Viele sind ja einfach Teil meines Alltags: Ich habe heute schon einen Coffee to go getrunken und eine Bionade, und ein Leben ohne mein Smartphone kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Andere Gegenstände hingegen sind inzwischen schon wieder verblasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Segway zum Beispiel. Das neuartige Gefährt hat die Welt nicht gerade verändert, trotzdem steht es in eurer Liste. Warum?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der Segway ist ein wunderbares Beispiel für Gegenstände, die nur in den Nullerjahren überhaupt erfunden werden konnten. Er hat uns in seiner Nutzlosigkeit interessiert: Warum hat jemand sich die Mühe gemacht etwas zu entwickeln, das es eigentlich längst gibt, nämlich das Fahrrad? Die Nullerjahre waren so kreativ und erfinderisch, sie haben alles dermaßen umgekrempelt, dass sogar das Rad neu erfunden wurde. Man hat einfach alles ausprobiert, selbst, wenn es nicht gebraucht wurde. Das ist ein echtes Nullerjahre-Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/744372.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bei anderen Gegenständen kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass es die vor zehn Jahren noch nicht gab. Mir ging es mit dem Rollkoffer so.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der Rollkoffer ist wahnsinnig interessant. In den Neunzigern hatte niemand einen. Er war den Piloten vorbehalten wie den Ärzten der weiße Kittel. Dann hat sich unsere Gesellschaft diesen Gegenstand plötzlich angeeignet, wie auf Knopfdruck. Er ist ein wunderbares Symbol für den Mobilitätsschub, den wir erfahren haben, durch Billigflieger und den europäischen Arbeitsmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auf welchen Gegenstand hätte dieses Jahrzehnt besser verzichten sollen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die Autobombe und der Improvised Explosive Device, der Selbstbausprengsatz, haben eine große Bedeutung erlangt in den bewaffneten Konflikten unserer Zeit. Und auch auf Collateralized Debt Obligation, die Wertpapierderivate, hätten wir sicher gut verzichten können, natürlich verbunden mit der Mentalität, die dahintersteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Im &quot;Jetzikon&quot; finden sich auch ein paar Gegenstände, die eigentlich gar keine sind, beispielsweise die Flatrate oder Websites wie Facebook.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Stimmt, damit hatten wir die ganze Zeit zu kämpfen. Man muss den Begriff &quot;Objekt&quot; heute sehr weit fassen. Die Werkzeuge, die wir verwenden, existieren oft nur noch als Zahlen oder Software. Diese digitalen Informationen sind in gewisser Weise sehr flüchtig. Vom römischen Imperium bleibt deshalb vermutlich mehr übrig als von uns – Marmortafeln haben einfach eine höhere Halbwertszeit als ein USB-Stick. Und wenn in 100 Jahren jemand ein iPhone findet, wird er gar nicht mehr wissen, was das ist, weil dem Gerät seine Funktion nicht anzusehen ist. Dann ist der Akku leer und der Speicher auch, und man kann gar nicht erkennen, wie wichtig das einmal für die Menschen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/744374.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Das &quot;Jetztikon&quot; ist im Rowohlt-Verlag erschienen.&lt;/i&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/494352</link>
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      <pubDate>Wed, 30 Dec 2009 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der wilde Hype um die Kerle</title>
      <description>Von „500 Days of Summer“ bis „Fantastic Mr. Fox“: Der Internet-Hype um (vermeintliche) Indie-Filme ist so groß, dass sie gar nicht mehr anders können als zu enttäuschen. Leider ist das auch bei „Where the Wild Things Are“ so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;“I'm still anxiously awaiting the opportunity to see 'Where the Wild Things Are' - because I believe Spike has created something endearing, and potentially edgy, and I want to see what he has been able to do with such a beloved children's story.” Das schrieb Alex Billington im November 2008 in dem amerikanischen Kinoblog &lt;a href=&quot;http://www.firstshowing.net/2008/11/18/spike-jonze-unveils-new-where-the-wild-things-are-photos&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;firstshowing.net&lt;/a&gt;. Wann der Film, von dem er da sprach, erscheinen sollte, stand damals noch nicht mal fest. Tatsächlich dauerte es noch fast ein Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/741685.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem war der Hype um „Where the Wild Things Are“ schon damals riesig. Immerhin ging es um eines der beliebtesten Kinderbücher der Welt, das seit jeher großen Tumult verursacht hat. Die Geschichte von Maurice Sendak handelt vom kleinen Max, der von seiner Mutter ausgeschimpft wird und sich daraufhin in eine Fantasiewelt flüchtet. Dort wohnen die wilden Kerle, sieben große, fürchterliche Monster. Max schafft es, die Kerle zu zähmen und ihr König zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Buch 1963 erschien, wurde es stark kritisiert: Die Bilder seien zu gruselig, die Geschichte zu schwach und überhaupt viel zu wirr. Dennoch bekam der Autor viele Preise, und die außerordentlich guten Verkaufszahlen sprachen für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufregung war groß, als 2006 ausgerechnet der Indie-Regiesseur Spike Jonze („Being John Malkovich“, „Adaption“) mit den Dreharbeiten begann. Wie sollte es ein Buch, das gerade mal zehn Sätze und 40 Seiten lang war, auf Spielfilmlänge bringen? Wie wollte Jonze die fremde Welt der wilden Kerle gestalten, wie sollten sie überhaupt zum Leben erweckt werden, die Monster mit den „fürchterlichen Krallen“, die so „fürchterlich brüllen“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Blogs und Foren kursierten fortan die wildesten Gerüchte, die noch zusätzlich befeuert wurden von schlechten Nachrichten der Produktionsfirma: Das Testpublikum reagierte schlecht, es musste nachgedreht werden, zwischenzeitlich soll Jonze sogar mal gefeuert worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erschien im vergangenen März – mehr als ein halbes Jahr vor Kinostart - ein erster Teaser zum Film. Jetzt war klar, dass es einer dieser Indie-Kultstreifen werden würde: Er hatte gute Musik, ein selbstgemacht anmutendes Kritzel-Artwork und den Kultstatus der Buchvorlage im Rücken. Der Teaser schwappte durchs Web wie eine große Welle, die immer noch mehr Fahrt aufnimmt. Im August – noch drei Monate bis zur Premiere – kam der richtige Trailer, ein erstes Soundtrack-Schmankerl von &lt;i&gt;Yeah Yeah Yeahs&lt;/i&gt;-Frontfrau Karen O erschien bei MySpace, Posterentwürfe kursierten in der Blogosphäre. Auch der Regisseur selbst fing an zu &lt;a href=&quot;http://www.weloveyouso.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;bloggen&lt;/a&gt;. Er zeigte Videos von der Produktion und veranstaltete einen „Fan Art Contest“, bei dem es eine „Where the Wild Things Are“-Skateboard-Edition zu gewinnen gab. Die Erwartungen an Jonze und sein neuestes Werk stiegen ins Unermessliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Trailer zu „Where the Wild Things Are“:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;295&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/SsZXKLtDb-k&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/SsZXKLtDb-k&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;295&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Film am 16. Oktober endlich in den USA anlief, war es daher schon keine Überraschung mehr, dass er gleich am ersten Wochenende 32,7 Millionen Dollar einspielte. Aber war der Hype gerechtfertigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist „Where the Wild Things Are“ sehr liebevoll gemacht: Die übergroßen Puppen möchte man unbedingt einmal anfassen, einfach um zu wissen, wie sie sich anfühlen. Und wenn ihre Gesichter sich bewegen, weiß man gar nicht, wo die Puppe aufhört und der Computer anfängt, so gut sind sie animiert. Auch der erst zwölf Jahre alte Hauptdarsteller Max Records, dessen Gesicht man schon aus Musikvideos von &lt;i&gt;Death Cab for Cutie&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;Cake&lt;/i&gt; kennt, ist ein wahrer Casting-Coup: Die Geschichte verlangt ihm die komplette Bandbreite an Emotionen ab, und er meistert sie scheinbar ohne Probleme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Max sind die Monster nicht gerade Sympathieträger. Während das Buch lediglich Mutmaßungen über das Wesen der wilden Kerle zulässt, hat Jonze hier sehr umfangreich dazugedichtet. So sind Carol und Co. einerseits groß und ungestüm – sie zerstören sich gegenseitig ihre Häuser, boxen Löcher in Baumstämme und reißen einander sogar Gliedmaßen aus -, gleichzeitig haben sie aber die gleichen Ängste und Streits, Vorlieben und Abneigungen wie Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Charakteren musste natürlich auch die Handlung selbst erweitert werden, und das ist wahrscheinlich der Knackpunkt. Jonze und sein Drehbuchautor Dave Eggers haben sich gemeinsam mit Sendak verschiedene „Aktionen“ ausgedacht, zu denen Max seine Kerle anstiftet. Die passieren alle irgendwie hintereinander, ohne aufeinander aufzubauen oder eine richtige Spannung zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kommt noch die sehr karge Welt der wilden Kerle, die bloß aus Wald und Wüste besteht. Der einzige Farbtupfer sind hier ein paar blühende Kirschbäume. Das ist keine Welt, in die man sich selbst einmal hineinträumen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Dauer ist das alles zu eintönig. Man weiß nicht recht, wen man einladen soll, mit ins Kino zu kommen – bei den Freunden liefe man Gefahr, dass sie sich langweilen, und die kleine Cousine bekäme womöglich Alpträume. Als Zuschauer hat man nämlich ständig Angst, dass Max von den Monstern zertrampelt, zerquetscht, zerrissen oder gar aufgefressen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kann man auch etwas mitnehmen aus diesem Film. Für die einen werden das ausführliche Charakteranalysen der wilden Kerle sein, für die anderen die Erkenntnis, dass Kinder oft unbedingt erwachsen sein wollen, während man sich als Erwachsener manchmal die Kindheit zurückwünscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem ist „Where the Wild Things Are“ ein ungewöhnlicher, gut gemachter Film, der – dank der berühmten Buchvorlage – ein erweitertes Indie-Publikum erreichen wird. Der große Hype, die übersteigerten Erwartungen im Vorfeld waren aber zu viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Trailer zu „500 Days of Summer“:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;295&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/PsD0NpFSADM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/PsD0NpFSADM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;295&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip Hype ist trotzdem längst zur Masche der Filmstudios geworden. Ganz ähnlich lief es beispielsweise mit „500 Days of Summer“, der im vergangenen Oktober in Deutschland startete. Auch hier kursierte schon ein halbes Jahr vor der Premiere ein toller Trailer im Netz. „500 Days of Summer“ schien der perfekte Indie-Film zu sein, mit Indie-Schauspielern, Indie-Musik, Indie-Klamotten. Die Erwartungen schwappten vom Indie-Publikum auf den Mainstream über und die Besucherzahlen waren dementsprechend nicht schlecht – doch der Film war auch nicht wirklich gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Kandidat steht übrigens schon in den Startlöchern: Mit „Fantastic Mr. Fox“ kommt im Mai 2010 ein weiterer vermeintlicher Indie-Knüller ins Kino. Wieder ist es eine Kinderbuch-Verfilmung (Roald Dahl), wieder gibt es einen Indie-Regisseur (Wes Anderson), Indie-Schauspieler (Bill Murray, Jason Schwartzman) und Indie-Musik (Jarvis Cocker, &lt;i&gt;The Wellingtons&lt;/i&gt;). Wieder ist der Internet-Hype riesig. Aber wer weiß? Vielleicht wird das ja auch einfach mal ein richtig guter Film.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Am 17. Dezember startet „Wo die wilden Kerle wohnen“ in Deutschland. Jetzt.de verlost &lt;b&gt;drei Kerle-Pakete&lt;/b&gt; mit je zwei Freikarten, Stift und natürlich dem Buch zum Film unter allen, die diesen Artikel bis Mittwoch Abend um 18 Uhr 30 kommentieren.&lt;/i&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 15 Dec 2009 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wie war dein 2009? Der Jahresrückblick-Ticker</title>
      <description>In wenigen Wochen ist 2009 vorbei. Diese Zahl klingt eigentlich nicht sonderlich spannend, nicht so Blockbuster-mäßig wie „2012“ oder so dramatisch wie „1984“. Eher wie französisches Autorenkino. Aber selbst in französischen Filmen kann ja viel passieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die Einen dieses Jahr vielleicht ihren Schulabschluss gemacht haben, verloren die Anderen einen Job. Oder sehr viel Geld. Oder die Liebe ihres Lebens. Vielleicht war es auch umgekehrt, vielleicht hast du in diesem Jahr deinen absoluten Traumpartner gefunden. Ihn geheiratet. Ein Kind bekommen. Manchmal müssen die Tief- und Höhepunkte eines Jahres aber auch gar nicht so einschneidend sein. Womöglich wirst du dich bei dem Gedanken an dein Jahr 2009 zuerst an eine schöne Reise, eine miese Party oder einen Umzug erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/740325.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder aber du denkst an das, was sonst noch los war: „von Obama bis Jackson, von Afghanistan bis Winnenden, von Opel bis Quelle“. Darum geht es auch im großen Jahresrückblick der Süddeutschen Zeitung. In dem Magazin, das heute erscheint, findest du zahlreiche Reportagen, Essays und Fotostrecken von den Redakteuren der SZ. Kaufen kannst du es am Kiosk oder im &lt;a href=&quot;http://www.sz-shop.de/2009&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;SZ-Shop&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Passend dazu wollen wir heute wissen, wie dein 2009 war. Glich es einem romantischen Liebesfilm oder eher einer chaotischen Slapstickkomödie? War es vielleicht ein nervenaufreibendes Drama, eine schreckliche Tragödie – oder gar ein hochspannender Thriller?&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 08 Dec 2009 08:00:02 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wie stehst du zum Schweizer Votum?</title>
      <description>Die Mehrheit der Schweizer will den Bau von Minaretten im Land stoppen. Sind die jetzt völlig durchgeknallt, oder haben sie insgeheim recht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am vergangenen Sonntag wurde in der Schweiz darüber &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/732/496052/text&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;abgestimmt&lt;/a&gt;, ob im Land weiterhin Minarette gebaut werden dürfen oder nicht. Die Schweizer fällten ein klares Urteil: 57,5 Prozent stimmten dagegen. Das ist deutlich mehr, als die Meinungsforscher vorhergesagt hatten. Auch die Regierung steht jetzt ziemlich blöd da, war sie doch bisher bemüht, das Image der Schweiz als toleranten und offenen Staat zu pflegen. Justizministerin Widmer-Schlumpf betonte dann auch ganz schnell, dass das keine „Abstimmung gegen den Islam“ gewesen sei – aber ob sie damit recht hat?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/739149.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;txtbildcredit&quot;&gt;Mit diesen Plakaten machte die Partei SVP gegen Minarette mobil.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Kritiker im In- und Ausland empfinden das Abstimmungsergebnis jedenfalls als diskriminierend. Sie warnen außerdem davor, dass die scheinbar so ablehnende Stimmung gegenüber dem Islam sich von der Schweiz auf weitere europäische Nationen übertragen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie stehst du zum Schweizer Votum?&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/492169</link>
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      <pubDate>Wed, 02 Dec 2009 08:00:02 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>"Die Mutter-Kind-Motive gehen besonders gut"</title>
      <description>Manche Gesichter aus Zeitschriften und Anzeigen scheinen einen geradezu zu verfolgen. Eva-Marie Becker, 21, hat so ein Gesicht - sie ist Model für Stockfotos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ebay, Schlecker, Volksbank und StudiVZ – alle werben mit deinem Gesicht. Ganz schön unheimlich, oder?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Stimmt, vor allem, weil ich ja oft gar nichts davon weiß! Meistens erzählen Bekannte oder Freunde mir, dass sie mich wieder mal in einer Broschüre oder auf einer Website gesehen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/738902.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass Bilder von dir überall auftauchen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ich arbeite nebenberuflich als Model und brauchte noch ein paar frische, fröhliche Bilder für mein Buch. Genau solche Bilder fand ich zufällig im Internet, sie stammten von dem Fotografen Yuri Arcurs. Er macht Bilder von „Allerweltsmotiven“ und verkauft die über Bildagenturen im Internet. Dort kaufen zum Beispiel Werbeagenturen und Redaktionen seine Fotos und dürfen sie dann für ihre Zwecke verwenden – Stockfotografie nennt man das. Ich habe ihm geschrieben und gefragt, ob er Lust auf eine Zusammenarbeit hätte. Ein paar Monate später bin ich zu ihm nach Aarhus in Dänemark geflogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine Woche lang habt ihr dort Aufnahmen gemacht. Für welche „Allerweltsmotive“ wurdest du abgelichtet?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Arcurs hat ein großes Studio in einem ehemaligen Gewächshaus. Da haben wir die Basics gemacht, Studentenszenen, Business- und Beautyfotos. Aber auch solche Lifestylesachen, zum Beispiel auf dem Sofa im Wohnzimmer, oder Mutter-Kind-Motive. Für die habe ich mit der Tochter der Stylistin posiert – sie hätte meine Schwester sein können! Trotzdem sind gerade diese Mutter-Tochter-Szenen und die Lifestylefotos besonders erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Woher weißt du, wie gut sich die Fotos von dir verkaufen? Wirst du am Gewinn beteiligt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nein, ich habe nur einmal Geld bekommen, und das war noch nicht mal besonders viel. Ich glaube, das ist die Masche von Yuri Arcurs: Beim ersten Mal sagt er, dass er ja noch gar nicht weiß, wie gut man als Model so ist, und bezahlt nur wenig – ein zweites Mal gibt es dann aber nur selten. Wie gut sich die Bilder verkaufen, sehe ich an den Zahlen, die auf den Websites der Fotoagenturen stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hat sich das Ganze trotzdem für dich gelohnt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Klar, schließlich habe ich jetzt ein paar von den Bildern in meinem Buch! Allerdings sind die ganz hinten, hinter den Editorials, denn viele Modelagenturen bewerten Stockfotos eher negativ. Die denken dann, man wäre ein billiges Model. Ich bin aber mit 1,68 m sowieso zu klein, um hauptberuflich als Model zu arbeiten, und mache eher Werbefotos – für diese Kunden sind die Bilder super! Außerdem habe ich jetzt große Firmen wie T-Mobile oder web.de in meiner Referenzliste. Da wäre ich sonst sicher nicht so schnell dran gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Musstest du für die Stockfotos anders modeln als für die Schmuck-, Mode- oder Make Up-Strecken, die du vorher schon gemacht hattest?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Bei Stockfotos geht es darum, möglichst reale Momente einzufangen, während die Motive von Editorialfotos ja oft nicht wirklich aus dem Leben gegriffen sind. Deshalb musste ich viel weniger posen und mich nicht verstellen. Ich konnte einfach ich selbst sein – das war anfangs allerdings gar nicht so leicht. Man setzt sich vor der Kamera schnell unter Druck und denkt, jetzt muss ich auch etwas leisten. Bei den Stockfotos kam es mir eher so vor, als müsste ich gar nichts tun. Deshalb war es auch längst nicht so anstrengend wie sonst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/738903.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Du hast alle Rechte an den Bildern auf den Fotografen übertragen. Stört es dich nicht, dass jetzt jeder mit deinem Gesicht machen darf, was er will?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die Regeln sind da ziemlich streng. Für ganz krasse Zwecke sind die Bilder schon seitens der Fotobörsen gesperrt, man darf sie also nicht für Pornowerbung oder so etwas verwenden. Die Fotografen können das dann noch weiter einschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und was ist, wenn eine Werbeagentur die Bilder bearbeitet und du auf einmal viel dicker bist oder eine ganz andere Haarfarbe hast?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Auch das ist nicht erlaubt. Man darf das Bild beschneiden, mit Text versehen und auch leicht aufhellen oder abdunkeln – aber richtig bearbeiten darf man es nicht. Ehrlich gesagt habe ich darüber im Vorfeld aber gar nicht nachgedacht. Wenn es dafür nicht so strikte Vorgaben gäbe, hätte ich es im Nachhinein auf keinen Fall gemacht.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/492084</link>
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      <pubDate>Tue, 01 Dec 2009 18:30:12 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>"Kinder, wir gehen mal schnell ein Haus kaufen"</title>
      <description>Zuhause ist da, wo die Eltern wohnen. Was aber passiert, wenn die Eltern genau in dem Moment, in dem man ausziehen möchte, selber umziehen? Bei Stefanie Rudde, 20, war es genauso. Im Interview erzählt sie von neuen und alten Häusern und von einem Bruder, der sich auf ihren Auszug freut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/738672.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;jetzt.de: Stefanie, normalerweise zieht man nach der Schule doch allein um und nimmt nicht gleich die ganze Familie mit.&lt;br /&gt;
  Stefanie:&lt;/b&gt; Stimmt! Aber bei uns ging es dieses Jahr einfach drunter und drüber. Alles fing im Frühjahr an, als uns der Vermieter sagte, dass wir aus der Doppelhaushälfte rausmüssen, in der wir seit 14 Jahren wohnten. Er wollte sie auf einmal für sich selbst haben. Völlig überraschend mussten wir uns ein neues Haus suchen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Konntest du da überhaupt noch in Ruhe fürs Abi lernen?&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt; Das schon, aber man geht mit einem ganz anderen Blick durchs Haus. Manchmal lief ich an Gegenständen vorbei, die ich vorher nie wirklich wahrgenommen hatte, und dachte: Oh, dafür brauchen wir dann aber einen großen Karton! Ich konnte plötzlich auch viel leichter Dinge wegschmeißen. Und auf einmal fallen einem lauter Sachen am Haus auf, die eigentlich blöd sind. Die Heizung leckte und der Elektroherd ging genau pünktlich kaputt, aber den brauchen wir jetzt sowieso nicht mehr, im neuen Haus haben wir ein Ceranfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Warum bist du eigentlich nicht gleich nach Münster gezogen, wo du jetzt studierst?&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt; Kurz nach meinem Abi kamen meine Eltern schließlich in die Küche und sagten zu mir und meinem kleinen Bruder: „Kinder, wir gehen mal kurz ein Haus kaufen, braucht ihr sonst noch was?“ Dann ging alles so schnell, dass ich gar keine Zeit mehr gehabt hätte, mir eine Wohnung in Münster zu suchen. Jetzt pendle ich erstmal zwischen Uni und Zuhause und ziehe vielleicht zum nächsten Semester aus.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;b&gt; Aber wenn du sowieso bald ausziehen wirst, hätten deine Eltern doch auch ein kleineres Haus kaufen können – wäre das nicht praktischer gewesen?&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt; Zum Glück haben meine Eltern von Anfang an gewollt, dass ich auch im neuen Haus ein eigenes Zimmer bekomme. Mein kleiner Bruder ist allerdings scharf auf meine frisch renovierte Dachkammer. Er sagt immer: „Oben wohnt meine Schwester – noch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt; Bist du traurig, dass du jetzt nie mehr in dein Elternhaus zurückkehren kannst?&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;Es stimmt schon: Wenn ich an Zuhause denke, habe ich immer noch das alte Haus im Kopf. Aber ich glaube, das wäre noch schlimmer, wenn ich direkt nach Münster gezogen wäre. Ich habe beim Umzug viel geholfen. Wenn man da selber Laminat verlegt, Wände streicht und mit einem großen Hammer den alten Kamin raushaut, lernt man so ein Haus doch ziemlich gut kennen. Wenn ich jetzt ausziehe, habe ich wieder ein Elternhaus.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491860</link>
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      <pubDate>Sun, 29 Nov 2009 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wo du mal Zuhause warst</title>
      <description>Wenn man nach dem Abi in eine fremde Stadt zieht, denkt man an vieles, nur nicht daran, wie es den eigenen Eltern damit geht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/738673.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eigentlich will ich immer nur nach Hause“, sagt Julian. Seit zwei Monaten wohnt der 19-Jährige in Aachen, 200 Kilometer von seinem Geburtsort entfernt. Er studiert Wirtschaftsingenieurwesen, sein Wunschfach. Das Studium ist gut, es fordert ihn, aber es ist gut, und die WG mit den ehemaligen Mitschülern funktioniert auch. Trotzdem setzt er sich jeden Freitag Nachmittag in den Zug und fährt drei Stunden lang nach Südlohn im Münsterland, nach Hause. Zurück nach Aachen geht es frühestens Sonntag Abend, manchmal auch erst montags in der Früh. „Viele Leute freuen sich, wenn sie ausziehen“, sagt er. „Bei mir ist es genau anders rum.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/738676.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;txtbildcredit&quot;&gt;Das Elternpaar Schmeing&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Seinen Eltern hat das den Abschied nicht erleichtert. „Die ersten Tage waren schrecklich“, erinnern sich Ingrid und Alfons Schmeing. Julian ist ihr einziger Sohn. In der Wohnung, wo sich die drei sonst gern mal gegenseitig auf die Schippe nahmen, wenn einem von ihnen langweilig war, ist es jetzt ruhig und irgendwie nicht mehr so lustig wie noch vor ein paar Wochen. „Ich arbeite im Außendienst für einen Gartenbaubetrieb“, erklärt Alfons Schmeing, „dadurch bin ich viel unterwegs und merke das nicht so stark.“ Doch seine Frau ist Hausfrau und hat auf einmal sehr viel Zeit. „Ich lese jetzt viel mehr als früher, ich besuche meine Schwester häufiger. Und ich hätte gern wieder einen Job“, sagt sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Elke Selaskowski arbeitet werktags von acht bis eins bei einem Steuerberater. Seit ihre Tochter Lisa, 20, vor einigen Wochen als letztes von zwei Kindern ausgezogen ist, könnte sie auch locker noch nachmittags ins Büro gehen. „Plötzlich ist da so viel Zeit, die man füllen muss“, sagt sie. Ihr Mann arbeitet als Elektrotechniker und ist oft tagelang unterwegs. Dann ist ihr einziger Gefährte der Hund. „Der bekommt jetzt extra lange Spaziergänge“, sagt Elke Selaskowski. „Aber neuerdings bellt er fremde Hunde an. Wahrscheinlich vermisst er Lisa genauso wie ich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/738694.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;txtbildcredit&quot;&gt;Mutter Selaskowski&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Mit dem Vermissen ist das so eine Sache. Wie Julian studiert auch Lisa in Aachen, sie kommt aber längst nicht mehr jedes Wochenende nach Hause. Sie anzurufen, das macht ihre Mutter nicht. „Ich warte lieber, bis sie sich meldet – dann weiß ich, sie hat jetzt Zeit und Lust zu reden.“ Noch greift Lisa fast jeden Tag zum Hörer. „Ich könnte zwar auch nur alle drei oder vier Tage anrufen“, sagt sie, „aber Mama freut sich doch immer so.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Für Lisa selbst war der Auszug nicht so schmerzvoll. Das Studium, die Stadt, die Leute, alles war neu und aufregend. Jetzt freut sie sich, wenn ihre Mutter sie in Aachen besucht. „Dann gehen wir zusammen Kaffee trinken in der Stadt, das haben wir früher nie gemacht“, erzählt sie. Stattdessen gab es gemeinsame Mittagessen. Sie waren so etwas wie der Fixpunkt der Familie, zu dem man sich traf, den Tag besprach. Jetzt isst Elke Selaskowski mittags manchmal gar nichts. „Es macht einfach keinen Spaß, nur für mich allein zu kochen.“ Für Julians Familie war das Abendbrot das feste Ritual, das jeden Tag um Punkt sechs Uhr stattfand. Seit der Sohn ausgezogen ist, nehmen seine Eltern es damit nicht mehr so genau. „Wir müssen wieder Brötchen kaufen“, sagt Alfons Schmeing. „Sonst machen wir bloß auf die Schnelle was und essen vor dem Fernseher . . .“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Er hätte nie gedacht, dass es ihm so schwer fallen würde, Julian sonntags zum Bahnhof zu bringen. „Ich muss dann immer noch jedes Mal schlucken“, gesteht er. „Dabei sehen wir uns doch schon in einer Woche wieder!“ Trotzdem würde er seinem Sohn nie sagen, er solle zurück nach Hause kommen – auch, wenn der das im Moment vielleicht gern hören würde. „Julian hat schon immer lange gebraucht, um sich an ein neues Umfeld zu gewöhnen“, sagt seine Mutter. „Das wird schon.“ Und man weiß nicht genau, wem sie damit nun Mut zuspricht – ihrem Sohn oder sich selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/738675.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;txtbildcredit&quot;&gt;Das Elternpaar Günther&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Elke und Bernward Günther wären schon froh, ihre Kinder überhaupt mal wieder zu sehen. Ihr Sohn Jonas, 22, verließ schon vor Jahren das Elternhaus im westfälischen Borken, um im 600 Kilometer entfernten Ingolstadt zu studieren, und die beiden Töchter zogen dieses Jahr fast gleichzeitig aus: Johanna, 16, verbringt ein Schuljahr in Argentinien und Theresia, 19, studiert in Würzburg. Anfangs haben die Günthers gar nicht so recht gemerkt, dass jetzt alle Kinder aus dem Haus sind. „Wir waren ja ständig mit organisatorischen Dingen beschäftigt“, sagt Elke Günther. „Wohnung suchen, streichen, einrichten.“ Dafür haben sich beide extra frei genommen, sind mit Theresia nach Bayern gefahren. „Es tat gut, ihr neues Leben mitgestalten zu können“, sagt Bernward Günther. „Bei unserer Jüngsten war das so ein harter Schnitt, sie ging durch die Sperre am Flughafen und war weg. Wir wussten nicht, wo sie landen würde, ob sie sich wohl fühlen würde.“ Theresia dagegen habe man das während der Zeit in Würzburg gleich angesehen.&lt;br /&gt;
  Trotzdem fiel es vor allem ihrem Vater ganz schön schwer, sie gehen zu lassen. „Das ist wie eine Trauer, über die ich inzwischen zwar hinweg bin, die aber immer noch irgendwie da ist“, sagt er. Doch dann ist da ja auch noch die neue Tochter: Für Johanna, die nach Argentinien flog, kam Flora, eine Austauschschülerin aus Brasilien. Sie sorgt dafür, dass der Alltag im Hause Günther nicht so sehr aus den Fugen gerät, wie er es sonst vielleicht täte. Die Eltern stehen noch zur gleichen Zeit auf wie früher, Elke Günther kocht weiterhin Mittagessen und bespricht die üblichen Schulprobleme von Klausur bis Klassenfahrt – eben mit Flora. „Für mich dämpft Flora das Ganze noch ab“, sagt sie. „Trotzdem ist es nicht das Gleiche. Ich würde sie nie beim Joggen begleiten oder abends mit ihr im Bett liegen und über Gott und die Welt reden, wie ich es mit Theresia gemacht habe.“ Das vermisse sie am meisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Theresia geht es ganz ähnlich. Sie ist jetzt in Würzburg und sagt: „Ich habe hier niemanden, mit dem ich über wirklich alles reden kann. Als es mir früher schlecht ging, wusste ich, wenn ich mit meinen Eltern darüber spreche, geht es mir nachher bestimmt besser.“ Aber das funktioniert nicht so gut übers Telefon. „Manchmal lege ich mich dann lieber ins Bett und hoffe, dass es am nächsten Morgen vorbei ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Theresia will nicht, dass ihre sich Eltern Sorgen machen. Nachdem sie bei ihrem Auszug noch mal deren geballte Fürsorglichkeit mitbekommen hat, scheint es, als fühle sie sich nun auch umgekehrt verantwortlich für ihre Mutter und ihren Vater. Ganz so wie Lisa, die fast täglich anruft, um ihrer Mutter eine Freude zu machen.&lt;br /&gt;
  „Das ist am Anfang ganz normal“, sagt der Familienberater Jan-Uwe Rogge, der zahlreiche Erziehungsratgeber verfasst hat. „Wichtig ist bloß, dass daraus kein Druck auf die Kinder entsteht, Kinder zu bleiben.“ Um das zu verhindern, müssten die Eltern ihre Beziehung ganz neu strukturieren. „Dann werden aus Eltern wieder Partner, aus Mutter und Vater werden Mann und Frau.“&lt;br /&gt;
  Theresias Eltern haben zwar nicht das Problem, dass sie auf einmal zu viel Zeit hätten. „Wir könnten eher noch mehr gebrauchen“, lacht Elke Günther. Trotzdem merke man, dass es da „etwas Neues gibt, das zu füllen ist.“ Im Moment versucht sie, ihren Mann zu einem Tanzkurs zu überreden. Die beiden wollen auch bald einen Kurzurlaub machen, einfach mal so, zu zweit und ohne auf irgendwelche Ferien- oder Prüfungstermine achten zu müssen. „Ich merke auch, dass es den Kindern wichtig ist, dass wir so etwas machen“, sagt Elke Günther. „Wenn die hören, dass ich im Kino war, sind sie immer ganz begeistert.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Oft passiere die Umstrukturierung einer Partnerschaft aber auch ganz unbewusst, weiß Jan-Uwe Rogge. So ordnen manche Eltern statt ihrer Beziehung erst einmal ihre Wohnungen neu: Bei Julians Eltern haben zwei weiße Sessel einen neuen Platz bekommen, und das Ehepaar Selaskowski hat gleich im ganzen Haus die Möbel verschoben. &lt;br /&gt;
  Nur die Kinderzimmer bleiben stets unangetastet. Oft haben die früheren Bewohner nicht einmal ihre Betten mitgenommen. „Ich glaube, wenn Papa ganz übel schnarcht, ist Mama froh, dass sie in meinem Zimmer schlafen kann“, sagt Julian. „Vielleicht bügelt sie jetzt auch manchmal da.“ Doch das würde Ingrid Schmeing nie einfallen. „Um Gottes Willen“, sagt sie. „Das ist Julians Zimmer und wird es auch immer bleiben. Er soll wissen, dass er jederzeit dorthin zurückkehren kann.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Jan-Uwe Rogge plädiert dafür, aus dem alten Kinderzimmer ein Gästezimmer zu machen. „Dann ändert sich auch das Verhalten gegenüber dem Kind. Es wird ein gern gesehener und gehegter Gast“, sagt er. Bei Julian und Lisa ist das auch jetzt oft schon so: Wenn Julian nach Hause kommt, kriegt er sein Leibgericht zu essen, und Lisa und ihre Mutter streiten viel weniger als früher. Die gemeinsame Zeit ist wichtiger geworden – zu wertvoll, um sie an eine belanglose Auseinandersetzung zu verschwenden.&lt;br /&gt;
  Das hat auch Theresia gemerkt, als ihre Eltern sie vor ein paar Wochen besuchten. „Ich habe diese gemeinsamen Stunden viel mehr genossen als früher“, sagt sie. Umso mehr freut sie sich darauf, zu Weihnachten endlich wieder nach Hause zu kommen. Die Tür ihres alten Zimmers steht jedenfalls offen. „Sperrangelweit“, betonen ihre Eltern.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491859</link>
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      <pubDate>Sun, 29 Nov 2009 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Welche peinliche Sendung guckst du? Der TV-Trash-Ticker</title>
      <description>Ganz heimlich schaue ich manchmal die ARD-Telenovela &quot;Sturm der Liebe&quot;. Welche Fernsehsünden musst du gestehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei oder drei Jahren war ich mal eine Woche richtig krank, so sofakrank: Ich lag tagelang rum und konnte nicht viel tun – außer fernzusehen. Schon damals war das Nachmittagsprogramm nicht sonderlich gut, und so landete ich ziemlich schnell in der ARD und bei ihrer Erfolgstelenovela „Sturm der Liebe“. Fortan verfolgte ich täglich die Intrigen und Liebeswirren rund um das Hotel Fürstenhof. Da war die böse zweite Frau vom Geschäftsführer, die alle gegeneinander ausspielte, und die Aschenputtel-Köchin, die zwischen zwei Männern stand… Die Handlung war schrecklich vorhersehbar und zog sich wie Kaugummi, man sah der Serie den verhältnismäßig niedrigen Produktionsaufwand an und die verhältnismäßig alte Zielgruppe auch. Trotzdem konnte ich nicht anders, als jeden Nachmittag um drei wieder einzuschalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/738167.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich das nach der Genesung wieder abzugewöhnen, war gar nicht so leicht – vor allem, als sich herausstellte, dass ausgerechnet meine Großeltern die größten „Sturm der Liebe“-Fans überhaupt sind! Endlich hatten wir mal etwas, über das wir uns so richtig gut unterhalten konnten. Inzwischen weiß ich, dass man zwischen drei und vier Uhr nicht bei ihnen anrufen darf – wohl aber vorbeikommen. Manchmal mache ich das auch, dann bringt Oma mich erst auf den neuesten Stand – wer ist böse, wer ist gut, wer ist verliebt, wer hat sich getrennt – und anschließend schauen wir gemeinsam die neueste Folge. Trash-TV mit Oma und Opa, das macht richtig Spaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es das bei dir auch? Eine Fernsehserie oder –show, die du ganz heimlich dann doch magst? Feierst du jede „Traumschiff“-Wiederholung oder kannst mittags nicht ohne fiese Gerichtssendungen? Welchen TV-Trash tust du dir gern an?</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491856</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491856</guid>
      <pubDate>Sat, 28 Nov 2009 08:00:02 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Barack Obama twittert doch nicht! Ein Ticker über Internetenttäuschungen</title>
      <description>Eine britische Sexbloggerin outet sich als Krebsforscherin, und Barack Obama gesteht, dass er gar nicht twittern kann. Hast du auch schon solche Netzenttäuschungen erlebt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher war das Internet noch eine große anonyme Blase – und gerade diese Anonymität machte oft einen gewissen Reiz aus. Websites, die damals noch nicht Blogs hießen, waren mitunter nur deshalb erfolgreich, weil ihre Autoren ungenannt blieben, und in Chatrooms konnte jeder ganz einfach einen fremden Namen, einen neuen Beruf, sogar das andere Geschlecht annehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute dagegen können wir uns oftmals sicher sein, dass es die Person, mit der wir chatten, auch wirklich gibt. Bei Facebook muss man sich mit Vor- und Nachnamen anmelden, und in Weblogs findet man meistens ein Foto und fast immer ein Impressum mit der Adresse des Autors. Umso überraschender war jüngst das Outing der Autorin von &lt;a href=&quot;http://www.belledejour-uk.blogspot.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Belle de jour&lt;/a&gt;, des womöglich erfolgreichsten Sexblogs der Welt: Die vermeintliche Edelprostituierte, deren Geschichten inzwischen als Buch erschienen und verfilmt worden sind, ist eigentlich eine Krebsforscherin im englischen Bristol. Sie habe zwar mal einige Monate als Prostituierte gearbeitet, allerdings nur, um sich ihr Studium zu finanzieren, gestand die 34jährige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/736131.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;txtbildcredit&quot;&gt;Maaan: Nicht einmal die Reaktion auf den Friedensnobelpreis hat Obama selbst getwittert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Geschichten ist man eigentlich aus den späten 90er Jahren gewohnt, und obwohl man es doch eigentlich hätte wissen müssen, enttäuscht einen diese Entzauberung doch ziemlich. Noch schlimmer ist das im Fall von Barack Obama. Der amerikanische Präsident hat mit fast 2,7 Millionen Followern einen der populärsten &lt;a href=&quot;http://www.twitter.com/barackobama&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Twitterfeeds&lt;/a&gt; überhaupt. Am vergangenen Wochenende gab er jedoch zu, noch nie selbst getwittert zu haben. Seine Finger seien zu ungeschickt, um etwas ins Telefon zu tippen. Das mag bei anderen Politikern nicht weiter überraschen, bei Obama, dessen Wahlsieg in großem Maße auf das Internet und soziale Netzwerke zurückzuführen ist, verblüfft es aber schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es dir auch so? Bist du schon von gefälschten Twitterfeeds oder anonymen Bloggern getäuscht worden? Oder ist das Netz für dich viel mehr ein fiktionaler Raum, in dem man nicht mal der Wikipedia glauben darf? Wie wahr muss das Internet sein?&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491070</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491070</guid>
      <pubDate>Wed, 18 Nov 2009 08:00:02 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Meine Jacke gegen deine Hose</title>
      <description>Am kommenden Freitag findet der erste Münchener &lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/387178&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Swap-Market&lt;/a&gt;  statt. Bei dieser neuen Tauschparty kann man haufenweise schicke Klamotten absahnen – sofern man denn auch welche von sich hergibt. Claudia Casamento, die das Ganze für einen Getränkehersteller organisiert, erklärt, wie das funktioniert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/735948.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frau Casamento, was sind überhaupt Swap Markets?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das sind Partys, bei denen man eigene Kleider und Accessoires gegen die anderer Gäste tauschen kann. Der Trend kommt aus Großbritannien und den USA, dort gibt es das schon länger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und wie funktioniert das?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Bei privaten Swap Partys bringt einfach jeder Gast ein paar Stücke mit und dann wird munter getauscht. Wir ziehen es etwas größer auf, mit Musik, Cocktails und einer Art eigener Währung: Noch bis Mittwoch kann man seine Sachen an unseren Annahmestellen abgeben. In München sind das die „Pool Fashion Music Lounge“ in der Maximilianstraße 11 und „Pop Street Fashion Art“ in der Sendlinger Straße 7. Da wird dann jedes Kleidungsstück bewertet und man bekommt entsprechend viele Jetons gutgeschrieben, mit denen man bei der Party Getränke oder eben Kleidung kaufen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ist das nicht nur etwas für Mädchen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nein, absolut nicht! Bei unserem ersten Swap Market in Berlin waren auch sehr viele Männer dabei – es wird wirklich jeder fündig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Trotzdem klingt das alles irgendwie mehr nach einer Tupperparty. Warum sollte eine Kleidertauschparty cooler sein?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Weil dort mit ganz anderen Sachen gehandelt wird! Bei uns gibt es jede Menge Designerkleider und –accessoires und außerdem viele Spenden von Prominenten. Schließlich kommt der Erlös der Münchener Aidshilfe zu Gute. Am Freitag kann man zum Beispiel eine Jeans von Michael Michalsky und ein Buch von Karl Lagerfeld „erswappen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Heißt das, dass man nur Designerteile eintauschen kann und alles andere gar nicht erst angenommen wird?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Natürlich wären Designersachen super, aber das muss nicht unbedingt sein. Hauptsache, die Kleidung ist hoch- und neuwertig und nicht etwa alt und abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kann man seine alten Klamotten nicht auch praktischer loswerden – zum Beispiel über Ebay?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das mag praktisch sein, aber Swap Markets machen einfach mehr Spaß! Schließlich sitzt man bei einer Online-Versteigerung allein vor dem Computer, während man beim Swappen viele neue Leute kennenlernt. Außerdem ist die Auswahl bei uns größer und bunter als in jedem normalen Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aber hat dieser Trend in Deutschland überhaupt eine Chance, über den Werbegag hinauszukommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ich bin überzeugt, dass sich die Swap Markets durchsetzen werden. Nach der Party in Berlin haben wir viele Zuschriften von Leuten bekommen, die das auch im Freundeskreis ausprobiert haben und begeistert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/735951.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Welche Tipps haben Sie für alle, die eine private Swap Party veranstalten wollen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Man sollte unbedingt Gäste jeder Kleider- und Körpergröße einladen und sie dazu ermuntern, auch Accessoires wie Gürtel, Schuhe oder Taschen mitzubringen. Außerdem sollte man eine Umkleide einrichten und einen Ort haben, an dem die Gäste die Kleider, in denen sie gekommen sind, verwahren können, damit sie im Gewühl nicht verloren gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich glaube, ich könnte mich von nichts in meinem Kleiderschrank trennen. Kann ich trotzdem auf die Party kommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Für alle, die vorher keine Sachen abgeben haben, kostet es zehn Euro Eintritt. Die Jetons kann man für einen Euro pro Stück nachkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Werden Sie am Freitag auch mitswappen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ja, ich werde eine Tasche von Kaviar Gauche abgeben. Vielleicht bekomme ich dafür 50 bis 70 Jetons? Beim letzten Mal in Berlin habe ich bereits ein Paar tolle silberne Turnschuhe erswappen können!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Der Swap Market in München beginnt um 21 Uhr in der Postgarage, Deroystraße 5 – 7. Ein weiterer findet am 28. November in den Hamburger Ahoi Studios statt.&lt;/i&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/490941</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/490941</guid>
      <pubDate>Mon, 16 Nov 2009 18:30:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Vom Bußgeld bis zum Sexentzug - der Strafen-Ticker</title>
      <description>Philipp Lahm hat seinen Verein öffentlich kritisiert und muss zur Strafe ganz schön viel Geld bezahlen. Welche Strafe hat dir schonmal so richtig wehgetan?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Skandal um Philipp Lahm: Der stellvertretende Kapitän des FC Bayern München kritisierte in einem &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/sport/367/493712/text/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Interview&lt;/a&gt; mit der Süddeutschen Zeitung die Einkaufspolitik und das fehlende Spielsystem seines Vereins. Daraufhin gab es ordentlich Ärger mit dem Vorstand. Sich öffentlich gegen seinen Klub auszusprechen, ist ein Tabu – deshalb haben Hoeneß, Rummenigge und Co. dem Spieler eine Geldstrafe auferlegt, „wie es sie in dieser Höhe beim FC Bayern München noch nicht gegeben hat“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das seien zwischen 30 000 und 50 000 Euro, wird momentan spekuliert. Diese Summe wird selbst dem Topverdiener Lahm einen Stich versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/734564.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Strafen ist das ja so eine Sache. Nicht immer tun Geldbußen am meisten weh. Als Kind treffen einen Fernsehverbot und Hausarrest viel härter (und sind auch meist effektiver). Und in der Komödie „Lysistrata“ des griechischen Dichters Aristophanes sind die Frauen sauer auf ihre Männer, weil die die ganze Zeit Krieg führen - und bestrafen sie mit Sexentzug.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über welche Strafe hast du dich zuletzt richtig geärgert? Wofür hast du sie bekommen - und hat sie gewirkt? Oder hast du vielleicht umgekehrt schon mal jemanden bestrafen müssen?&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/490391</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/490391</guid>
      <pubDate>Tue, 10 Nov 2009 08:00:02 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Magazinschau: "LandLust" und co.</title>
      <description>Mancher Kiosk hat schon ein extra Regal: Landmagazine sind voll im Trend. Eine Magazinschau mit Bauern, Besen und jeder Menge Basteltipps.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;LandLust – Die schönsten Seiten des Landlebens&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Worum geht’s? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Um einen Riesentrend, der in Deutschland von genau dieser Zeitschrift losgetreten wurde. Seit vier Jahren gibt es das Magazin, inzwischen erreicht es 500 000 Leser, die alle vom ruhigen Landleben träumen. Dazu gehören Basteln, Backen, bäuerlich Sein – alle zwei Monate auf etwa 200 Seiten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die drei besten Headlines&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
„Land &amp; Lecker“, „Wärmende Wollkragen“, „Gotische Grundöfen“ – Alliterationen scheinen auf dem Land voll im Trend zu liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Leser…&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
ist zwar auch der Städter, der vom eigenen Kräutergarten und weniger Verkehrslärm träumt, aber vor allem der waschechte Provinzler: Die Leserbriefe kommen aus Sulzberg, Schwabach, Lößnitz. Hoffentlich gibt es da viele große Gärten, ansonsten könnte der Leser vor Sehnsucht zergehen, weil er die vielen Tipps zu „Ehrwürdigem Efeu“ (noch so eine Alliteration!), Rasenmäherwartung und Pflanzenüberwinterung nicht gleich Zuhause umsetzen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das sagt die Redaktion&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wer keinen Garten hat, soll halt auf den Friedhof gehen. Deren „melancholischer Charme hat in Herbst- und Wintertagen eine besondere Anziehungskraft. Viele Menschen lieben diese stillen Orte mit den efeuumrankten Mauergräbern, schmiedeeisernen Gittern und verwitterten Grabsteinen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bizarres Paar&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733750.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bestes Bild&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733760.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Beste Werbung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733752.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Extra&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ein kleines Zusatzheft birgt 14 Plätzchenrezepte, die sich „einfach vom Blech“ realisieren lassen. Darunter so nette wie „Pinienseufzer“ und „Ingwerknusperchen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was wir gelernt haben&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wie man sich eine Weihnachtskrippe selber sägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Liebes Land – Die beste Art zu leben&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Worum geht’s? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Um nicht so viel Garten, dafür mehr „Altes Wissen“. Diese Mischung soll dem Nachahmermagazin gegenüber dem Original „LandLust“ am Kiosk einen Vorteil sichern. Außerdem kann hier die ganze Familie mitlesen, weil es extra Kinderseiten mit Einschlafgeschichte gibt und der Antwort auf die dringende Frage, „warum Spechte kein Kopfweh bekommen“. Da lohnen sich die 20 Cent mehr!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die drei besten Headlines&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 „Gans nach Ihrem Geschmack“, „Alles in Butte“, „Hals über Knopf“ – statt Alliterationen gibt es hier wilde Wortspiele. Huj!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Leser…&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
ist vermutlich ziemlich dick. Auf fast 20 Seiten gibt es nämlich jede Menge fettiger Rezepte, darunter „Kartoffelspalten mit Bergkäse und Schinken“ und „Gänsebraten mit Dunkelbier“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das sagt die Redaktion&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
„Mit Elektromotoren bestückte Fahrräder radeln einer gewissen Zukunft entgegen […] Man gleitet leise durch die Natur, fährt langsam oder schnell und handelt sich trotzdem weder Schweiß noch Muskelkater ein.“ Hallo?! Wer auf dem Land wohnt, fährt gefälligst auch Rad. Da gehört der Schweiß doch dazu! Diese Redaktion ist nicht gerade ländlich eingestellt. Kein Wunder, sie sitzt ja auch in Stuttgart. (Vorbild „LandLust“ kommt übrigens aus dem schönen Münster.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bizarres Paar&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733753.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bestes Bild&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733754.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Beste Werbung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733755.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Extra&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
In der Rubrik „Alle Wetter!“ trauen sich drei Experten, das Wetter für ganze vier Wochen vorauszusagen. Schließlich „beobachten sie seit Jahrzehnten die Natur“! So ahnt zum Beispiel Josef Jägerhuber aus Starnberg: „Im November herrscht nebliges und unfreundliches Wetter.“ Donnerwetter!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was wir gelernt haben&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der Specht hat so eine Art natürlichen Stoßdämpfer: starke, schwammartige Knochenplatten, die am Hinterkopf sitzen. Damit kann er den ganzen Tag rumhämmern, ganz ohne Kopfweh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Landhaus Living&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Worum geht’s? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nicht so sehr um das ländliche Leben, sondern eher ums ländliche Wohnen. In großen Fotostrecken werden „das Landhaus der Saison“, ein von Nord- nach Südschweden umgezogenes Holzhaus, ein New Yorker Farmhaus und ein „unkonventionelles Zuhause“ in Johannesburg vorgestellt. Alles dreht sich darum, dass es schön aussieht, praktisch sein muss es nicht unbedingt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die drei besten Headlines&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
„Unglaublich aber wahr“ &lt;br /&gt;
„So schön kann arbeiten sein“&lt;br /&gt;
„Faszinierendes Flammenspiel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Leser…&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
ist womöglich ein Träumer, der die vielen Dekoideen und Gestaltungstipps zwar nicht wirklich umsetzen will, sich aber immer wieder wehmütig in die hübschen Häuser und Wohnungen auf den Fotos hineindenken möchte. Deshalb kauft er sich lediglich die auf den Trendseiten vorgestellte „kultige Retrodose“ mit dem „Brandt Zwieback“-Logo und freut sich ansonsten über das hübsche Layout des Heftes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das sagt die Redaktion&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Diesen Herbst sind Blütenmuster voll im Kommen: „Florale Stoffe bereichern Ihr Zuhause, egal, ob Sie auf dem Land oder in der Stadt leben.“ Dein Zimmer sollte am besten so aussehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733779.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bizarres Paar&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733774.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bestes Bild&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733763.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Beste Werbung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733771.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer in diesem Verlagsfragebogen möglichst viel davon erzählt, wie ländlich er denn nun wirklich lebt, hat die Chance auf einen von 100 Warengutscheinen im Wert von UNGLAUBLICHEN ZEHN EURO!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Extra&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Als besonderes Schmankerl wird im Bastelteil erklärt, wie man kuschelige Filzblüten selber macht und geschickt dekoriert. Das Ganze sieht leider so kitschig aus, dass es nicht einmal auf Omas Wohnzimmertisch eine Chance hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was wir gelernt haben&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
„Nichts hat mehr Flair als Accessoires und Möbel vom Flohmarkt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Martha Stewart Living&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Worum geht’s?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der internationale Platzhirsch unter den Landleben-Magazinen darf in dieser Übersicht natürlich nicht fehlen. Die amerikanische Vorzeige-Hausfrau Martha Stewart ist in ihrer Heimat omnipräsent, sie hat eigene Fernseh- und Radiosendungen, gibt mehrere Zeitschriften heraus und schreibt ein populäres Weblog. Keine schlechten Voraussetzungen, um ihren vermeintlichen Lebensstil auf sämtliche US-Mütter zu übertragen. Die geben auch bereitwillig jeden Monat fünf Dollar für „Living“ aus. Bei uns kostet der Spaß 9,70 Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die drei besten Headlines&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
„Where to Find Martha“&lt;br /&gt;
„Martha Travels to Palm Springs“&lt;br /&gt;
„Martha’s Calendar”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Leser…&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
ist ganz klar weiblich (wozu sonst die Lippenstiftempfehlungen?), hat sehr wahrscheinlich einen Hund (wozu sonst die vielen Welpenfotos?) und mag gern Süßkram (wozu sonst die ganze Schokowerbung?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das sagt die Redaktion&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die hat hier nichts zu sagen! Martha herrscht über alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bizarres Paar&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733756.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bestes Bild&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Alle von Martha natürlich! Und das sind geschlagene 16 Stück im ganzen Heft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Beste Werbung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733757.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Extra&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
In dieser Ausgabe gibt es ein dickes Halloween-Special: Wie baut man eigentlich Kürbis an? Welche Werkzeuge braucht man, um ihn zu verarbeiten? Wie bastelt man gruselige Laternen? Welche Dekomöglichkeiten bietet Baumrinde? Wie macht man eine gute Bloody Mary? Wie verpackt man die treats? Wer danach noch nicht genug hat, kauft einfach das Magazin „Martha Stewart Halloween“ - jetzt am Kiosk zwischen „Martha Stewart Weddings“ und „Martha Stewart Body+Soul“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was wir gelernt haben&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wie man einen Besen instand hält: 1. Ab und zu was feuchtes fegen. 2. Nicht auf den Borsten abstellen, lieber aufhängen oder umgekehrt aufstellen. 3. Verbogene Borsten mit warmem Wasser bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Country – Lust auf ländliche Lebensart&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Worum geht’s?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
„Deutschlands Country-Magazin Nummer 1“ setzt ebenfalls einen Schwerpunkt auf Inneneinrichtung und Wohnen. Die präsentierten Heime sind tatsächlich ganz annehmlich gestaltet - nicht so ur-ländlich, sondern mit einem modernen Dreh. Daneben gibt es eine Reisereportage über Umbrien und Ideen, wie man Marmeladengläser weiterverwenden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die drei besten Headlines&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
„Herbstliche Hausmannskost“&lt;br /&gt;
„Gar nicht frech: der Dachs“&lt;br /&gt;
„So plant man einen Garten“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Leser…&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Fährt in den Ferien wahrscheinlich immer in ein Cottage nach England oder Wales. Da freut er sich dann, wenn ihm der Wind durch die Haare rauscht und alles so schön unberührt aussieht. „Country“ halt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das sagt die Redaktion&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die hält immer schön alle Klischees übers Landleben hoch, für das ja jetzt mit dem Herbst sowieso die Hoch-Zeit beginnt: „Endlich wieder Gemütlichkeit! Am brennenden Kamin ein Buch lesen, gern mit einem Glas Rotwein. Wieder einmal aufwendiger kochen und Freunde bewirten – nicht nur den Grill anwerfen. Endlich wieder über jeden Sonnenstrahl glücklich sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bestes Bild&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733758.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Beste Werbung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ev/eva-schulz/text/regular/733759.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Extra&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ein Hochglanzwandkalender für 2010 „mit den schönsten Fotos aus vier Jahreszeiten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was wir gelernt haben&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wie man selbst Duftkerzen herstellt: Kerzenreste in einem Glas im Wasserbad schmelzen, ein paar Tropfen Aromaöl unterrühren, Docht hinein und abkühlen lassen.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/490025</link>
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      <pubDate>Thu, 05 Nov 2009 18:30:07 +0100</pubDate>
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