<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
<rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
 
  <channel>
    <title>elEktrolYd.jetzt.de</title>
    <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/jetztpage/elEktrolYd</link>
    <description>Alle Texte von elEktrolYd auf jetzt.de</description>
    <language>de-de</language>
    <atom:link href="http://jetzt.sueddeutsche.de/rss/elEktrolYd" rel="self" type="application/rss+xml" />
    <image>
      <url>http://jetzt.sueddeutsche.de/img/jetztxml/jetzt.gif</url>
      <title>elEktrolYd.jetzt.de</title>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de</link>
    </image>

 
    <item>
      <title>Dächer</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/661039.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/661040.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/661041.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
crossentwickelt</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/460840</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/460840</guid>
      <pubDate>Fri, 09 Jan 2009 12:41:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>„Wir wollten unser letztes MELT! und wir haben es bekommen!“</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen dürfte dieses Festival für so ziemlich jeden, der Interesse an elektronischer und Gitarrenmusik hat, ein Begriff sein. 2005 (und da war ich eine der Langsamen) war dem noch nicht so. Wenn ich erzählte „In diesem Jahr fahre ich zum MELT!“ erhaschte ich meist fragende Blicke. An Begeisterung kaum zu toppen, kam ich damals von der Veranstaltung zurück und legte mich ins Zeug auch meine Freunde im nächsten Jahr für das gemütliche Festival zwischen den Baggern, direkt am See, zu gewinnen. Meine Hauptargumente war damals „Das ist was gaaanz anderes als die Großen! Nicht auf Masse! Ein einzigartiges Ambiente!“ Was ist passiert? Seither sind doch gerade mal drei Jahre vergangen. Die Besucherzahlen verdoppelten sich und alles, was dem MELT! noch an Charme bleibt sind die Bagger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im letzten Jahr zeichnete sich ab, was uns dieses Jahr tatsächlich erwartete. &quot;Nokia-irgendwas-Stage&quot;, &quot;Coca Cola-irgendwas-Tent&quot; usw.. Werbung soweit das Auge reichte… und Preise für die man auf den Jahresurlaub schon mal verzichten kann. Aber die Geldautomaten standen bereits im letzten Jahr zwischen den überteuerten Fress- und „Becks“-buden. Praktisch! Wenn die 5 Euro für ein Stück Pizza fehlen, kommt man zumindest nicht in die Bredouille. &lt;br /&gt;
Wir gaben dem MELT! jedoch noch eine letzte Chance… &quot;MELT! 2008&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank unserer hervorragenden Festivalmitstreiter bekamen wir, obwohl wir erst Freitagabend anreisten, einen ausgezeichneten Busplatz inklusive toller Zeltnachbarn. Sogar ein Programmheft lag schon für uns bereit. Unser Glück! Ansonsten hätten wir denselben Weg einschlagen müssen, wie manch andere, die wie gewohnt zum Veranstaltungsort pilgerten, um das Bändchen zu erhalten, den langen Weg zurück zum Zeltplatz laufen mussten, um dort am brechend vollen (Achtung!) „Mixery-Zelt“ (ganz in der Nähe des Mutanten „Mixery“-Zeltplatzes) neben ca. 5.000 weiteren Besuchern das Ticket loszuwerden. Warum man einem das Ticket komplett abnahm, statt es nur zu entwerten, verstehe ich bis heute nicht. Aber vielleicht wird ja das Konzert- und Festivalkarten sammeln total überbewertet… Außerdem nahm man uns so wenigstens gleich die Erinnerung an dieses Desaster!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wenig verstand ich, warum wir unser Wegbier an jener einzigen Umtauschzentrale entweder aus- oder wegkippen – also auf Ex – mussten. Denn zwischen dieser Station und dem Festivalgelände lagen um die 15 Minuten Fußmarsch. Shuttle war von dort aus ein noch weniger erreichbares Ziel als vorn vom Startpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hercules and Love Affär“ sollten unser diesjähriges MELT! einläuten. Hm, das Equipment wurde aufgebaut, jedoch kurze Zeit später wortlos wieder von der Bühne entfernt, um es gegen ein DJ-Pult einzutauschen. Ich persönlich hatte keine Ahnung wer das nun auf der Bühne war, aber Vermutungen ließen auf „Alter Ego“ tippen. Keine Ansage! Weder über den Ausfall - noch über den aktuellen Auftritt. Am Intro-Infostand flog später ein handgeschriebener A4-Zettel rum mit der traurigen Botschaft „Hercules and Love Affär entfällt“ (ohne Entschuldigung und ohne Begründung versteht sich). Meine doch noch positive Stimmung begann zu kippen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ok, erstmal Festivalgelände abklappern und dann geht’s weiter! Alles halb so schlimm! Na ja… neben der Baggerbeleuchtung wurde man von „Converse“ und seinen Werbefreunden fast erschlagen. Schön groß, überall und sogar auf dem Bagger über der (Achtung!) „Converse-Mainstage“ prangte Werbung – sehr hübsch! Leider lenkte diese zu sehr von der großen Diskokugel, die neben der Mainstage in diesem Jahr ebenfalls ihren Platz wechselte, ab, so dass man sie erst lange suchen musste ehe man sie über der Hauptbühne entdeckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächster Programmpunkt war „Modeselektor“ – im Anschluss Kampf um einen der begehrten Shuttleplätze, damit man auf dem Zeltplatz seine mitgebrachten Lebensmittel konsumieren konnte, um nicht den Nahrungsmittel- und Getränkeverkäufern des Festivalgeländes auf den Leim zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pullern wäre nach ausreichendem Bierkonsum irgendwie auch grad toll. Ups! Aber was ist das? Die Zeltplatztoiletten sind über Nacht geschlossen? Sehr sinnig bei einem Festival, das bis in die späten Morgenstunden geht! Verbesserungsvorschlag: Drückt dem Gorilla, der das Klo bewacht (warum auch immer) doch einfach eine Kasse in die Hand und die Leute müssen nicht daneben pissen und scheißen! Sowas habe ich noch nie erlebt! 95 Euro für eine Eintrittskarte für eine Werbeveranstaltung, wo man Geld sparen will, indem man nachts die Toiletten schließt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück am Festivalgelände blühte uns, warum die Programmheftchen so bald ausgingen – sie dienten schlichtweg zur groben Orientierung der Reihenfolge. Man merkte schnell, dass es hier von Bühne zu Bühne unterschiedliche Verzögerungen zwischen ein bis zwei Stunden gab und hetzte von einer Umbaupause in die nächste… An einen aktualisierten Zeitplan an der jeweiligen Bühne war nicht zu denken. Hätte mir der großartige Auftritt von „Gus Gus“ nicht die Freitagnacht gerettet, wäre ich Samstag wieder gen Heimat gestartet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/604856.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstag nahmen wir uns vor wieder bei Null anzufangen und den letzten Abend als Verkettung unglücklicher Umstände abzutun. Leider hielt diese positive Stimmung nicht lange an. Genauer gesagt reichte sie gerade mal bis zu den 20 Meter entfernten sanitären Anlagen. Geduscht hatten wir gleich früh um 7 als die Anlagen wieder öffneten (ich könnt mich heut noch totlachen). Was ich an dieser Stelle sehr merkwürdig fand, war, dass der Kassierer nur einen 1 Euro-Bon abriss (die Dusch- und Toilettenbesuche der Festivalgäste wurden nämlich gezählt), uns jedoch jeweils fürs Duschen 1,50 abknüpfte. Ich hab bis heute nicht rausgefunden, ob das Duschen nun allgemein 1,50 kostete oder 1 Euro oder ob das ganz und gar nach Willkür ging. Umgekehrt waren die Kassierer allerdings nicht so locker. Als ein Mädchen mit Bauchschmerzen vor ihnen stand, jedoch die 50 Cent vergessen hatte, wurde das arme Ding wieder weg geschickt und ist kurz vor ihrem Zelt wahrscheinlich geplatzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls begann es an diesem Samstagnachmittag wie aus Eimern zu schütten und lass es fünf Anstehende gewesen sein, die da Schutz unter dem Pavillon der Kloangestellten suchten und sogleich angemotzt wurden, sie sollen sich gefälligst in eine Schlange stellen. Der „freundliche“ Kassierer verweigerte so lange seine Arbeit bis dies auch geschah. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass hier absolut keine Gefahr oder ähnliches drohte, dass die Wartenden die Klos stürmen oder den Pavillon umreißen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitsverweigerung erfuhr ich auch an anderer Stelle. Das Shuttle! Ein Thema, das mir ebenfalls auf der Seele brennt. In diesem Jahr war ich erstmals auf diesen angewiesen, da ich ganz vorne an der Straße campte (deswegen kann ich zumindest nicht mit den Vorjahren vergleichen). Nicht vorhandene Kommunikation wurde auch hier erwartungsgemäß recht groß geschrieben. Die einen Busfahrer ließen die Deppen, die zum Ausstieg rannten, um überhaupt eine Chance zu haben rein zu kommen, hinein und fuhren dann mit vollem Bus an den Wartenden am Einstieg vorbei oder waren von dieser Situation so angepisst, dass sie die Leute an der Endstation rausschmissen, drehten und mit leerem Bus an uns vorbei zum Festivalgelände fuhren. Fragt man sich doch, ob man im Kindergarten ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgepasst! Jetzt kommt mein Lieblingsthema: Das ersehnte Konzert von „The Notwist“. Die Freitagnacht sollte für mich ja eigentlich die beste werden, aber letztendlich sah ich nur wirklich einen Act komplett. So freute ich mich besonders auf die drei Konzerte am Samstag: Notwist, Whitest Boy Alive und Franz Ferdinand. Bei „The Notwist“ stand ich in der 3. Reihe – Wolkenbruch! Der Platz war voll, man trotzte dem Regen und wartete auf eines der Sternchen des Festivals. Hm, anstatt loszulegen wurden die Instrumente mit Planen abgedeckt und die Lichtanlage runtergefahren, auf die ein einzelner Mensch Stück für Stück Mülltüte an Mülltüte klebte, um die Scheinwerfer vor dem „unvorgesehenen“ Wasser von oben zu schützen. Ich dachte die verarschen mich! Zum einen war seit 10 Tagen klar, dass es an diesem Wochenende schauerartigen Regen geben wird und zum anderen regnete es bereits die Nacht zuvor. Wie kann man derart unvorbereitet sein? Das Prozedere dauerte dann etwa eine dreiviertel Stunde, mit dem Ergebnis, dass zwei der fünf Frontscheinwerfer bereits ausgefallen waren. Bitte, bitte „Converse“ sponsert doch im nächsten Jahr eine Plane/Markise, auf der Ihr noch mal ganz groß Euer Logo drucken könnt!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war keine Überraschung, dass der Auftritt von „The Notwist“ eher ungewohnt lieblos war. Sicher bekamen sie vorher noch schnell ins Ohr geflüstert „Aber die 40 Minuten nicht überschreiten ja!“. Auf die (seit der neuen Platte) übliche 1. Zugabe „Good Lies“ musste somit verzichtet werden. Die Band musste, kurz nachdem sie sich warm spielte, die Bühne wieder verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider war das MELT! gänzlich frei von solch besonderen Momenten, in denen eine Band zurück auf die Bühne kommt und noch ein bis zwei Hits spielt! Genau diese emotionalen Momente, in denen das Publikum vor Freude ausrastet, gab es schlichtweg nicht! Nicht eine einzige Zugabe durfte ich auf diesem Festival erleben. Klar, man muss sich an den Plan halten! Aber man könnte auch einige Acts weniger buchen und für die, die da sind aber wenigstens soviel Zeit einplanen, dass noch eine Zugabe drin ist, wenn es das Publikum denn wünscht. (Achtung! Auch an dieser Stelle könnte man Geld für Nachttoiletten sparen.) Es war aber lustig oder eher traurig, dass die Besucher bereits Samstagabend völlig desillusioniert auf Zugaberufe verzichteten… Hatte ja eh keinen Sinn!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ok, ein wenig enttäuscht dann von dem ganzen Rundherum dieses Konzerts, ging es dann hoffnungsvoll in Richtung MELT!Klub zu „The Whitest Boy Alive“… Schnell standen wir vor einem See, wo man sich auch gut hätte Enten drauf vorstellen können, die man mit Brotkrumen füttert. Zumindest beobachtete ich einige Festivalbesucher beim unfreiwilligen Baden gehen oder Schlammcatchen. Es sei an dieser Stelle nochmals erwähnt, dass es lange vorher absehbar war, dass es regnen wird! Etwas Rindenmulch wäre klar von Vorteil gewesen (auch auf den Zeltplatzwegen) – an dieser Stelle sei auch nochmals auf den Ticketpreis von 95 Euro + Werbeeinnahmen hingewiesen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, in den MELT!Klub war schlicht kein Reinkommen mehr. Gefühlte Hunderte von Menschen standen völlig durchnässt, mit enttäuschten Gesichtern davor. Traurig! Mehr fällt mir dazu kaum noch ein! Warum man diese Band in den MELT!Klub gelegt hat ist mir unklar! Warum man über 20.000 Besucher auf ein Festival-Gelände lässt, für die man keine Kapazitäten hat und nicht mal für einen begehbaren Boden sorgen kann, ist mir ebenso unklar! Vielleicht hätte man sich direkt am Nachmittag in den MELT!Klub setzen müssen und warten bis „The Whitest Boy Alive“ am späten Abend ihren Auftritt haben… &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir es später schafften einen Skyballon auf das Festivalgelände zu bekommen, frage ich mich heute noch... Vielleicht, weil das Ding nicht aussah wie ein nicht originalverschlossenes Tetrapack. Egal! Wir zündeten den Ballon und es dauerte keine fünf Sekunden, dass drei Security-Menschen um uns standen und uns drängten ihn wieder auszumachen. Ich danke an dieser Stelle allen, die um uns standen, mit ihre Feuerzeuge unter den Ballon hielten, die Security versuchten abzulenken, uns anfeuerten und uns somit ermöglichten den Skyballon in dem Moment fliegen zu lassen, in dem Franz Ferdinand sein „This fire is out of control” sang! Dies war für mich der einzig wirklich schöne Moment an dem gesamten Wochenende! Die Leute um uns applaudierten… Es war fast wie eine kleine Rebellion! Dankeschön!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebes MELT!Veranstaltungteam, verzichtet doch bitte auf die albernen Flammenwerfer auf den Baggern und setzt für das Geld auch in der Nacht eine Kassiererin vor die sanitären Anlagen der Zeltplätze! Hängt doch die große Diskokugel wieder dahin, wo sie am besten zur Geltung kommt (Achtung! – dadurch entstehen keine zusätzlichen Kosten). Nehmt doch bitte im nächsten Jahr „Playstation“ als Sponsor! Dann könnt Ihr die Bühnen einfach „Playstation I“, „Playstation II“ usw. nennen (das Prollvolk wird es kaum merken) und wie gesagt „Converse“ kann ja die Plane über der Hauptbühne beisteuern... Aber man könnte die Bands ja auch nötigen „Converse“-Shirts zu tragen. Wie wär’s?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ändern wird es sich wohl leider nicht mehr! Unser Festival gibt es nicht mehr! Die, die das MELT! einst schätzten, bleiben ein für allemal weg und die Idioten, die es einfach nicht besser wissen, werden ihren Freunden erzählen, wie „geil“ es war und sich an dieser Stelle vermehren. MELT! Ihr habt nur noch Eure Bagger – in allem anderen hebt Ihr Euch von kommerziellen Festivals nur noch ab, indem Ihr schlechter organisiert seid und beachtliche Kommunikationsprobleme habt! Und wenn Ihr genau das noch als ein erfolgreiches Festival bezeichnet, dann ist das einfach nur arm! Aber selbstverständlich ist ja „erfolgreich“ im wirtschaftlichen Sinne gemeint… Klopft Euch auf die Schulter für die Besucherzahlen, für die Abzocke, für die Desorganisation und dafür, dass Ihr treue Festivalfreunde verloren habt, aber nun die VIP-Lounge und den Backstage-Bereich weiter vergrößern könnt! Vielleicht bekommt Ihr ja die leeren Flächen vor der Mainstage, die Ihr offensichtlich für die „erwarteten“ Menschenmassen geschaffen habt, die aber gleichzeitig „ganz überraschend“ alle auf einmal ein Bändchen am Einlass wollten, voll, indem Ihr Michael Jackson bucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Freund fasste das vergangene Wochenende perfekt mit den Worten zusammen: „Wir wollten unser letztes MELT! und wir haben es bekommen!“ Danke liebes MELT!-Team, unsere Erwartungen wurden somit erfüllt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href='http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/kirmeswerdung-der-open-air-familie/' target=&quot;_blank&quot;&gt;http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href='http://www.melt-festival.de/forum/viewforum.php?id=4' target=&quot;_blank&quot;&gt;http://www.melt-festival.de/forum/viewfo...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so war es mal: &lt;a href='http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/324147' target=&quot;_blank&quot;&gt;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzei...&lt;/a&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/441135</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/441135</guid>
      <pubDate>Tue, 22 Jul 2008 19:15:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wasserleiche</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/579821.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/432444</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/432444</guid>
      <pubDate>Wed, 14 May 2008 16:40:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>toter Spreepark</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/544348.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/544349.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/544350.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/544351.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/419466</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/419466</guid>
      <pubDate>Mon, 04 Feb 2008 20:48:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>nach der Hochzeit</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/481497.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/481503.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/481501.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/481505.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/481507.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/395547</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/395547</guid>
      <pubDate>Thu, 23 Aug 2007 22:25:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Mein MELT!bild</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/474475.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/474476.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/474485.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/393046</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/393046</guid>
      <pubDate>Fri, 03 Aug 2007 17:41:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Nouvelle Vague ist irgendeine Darkband! und: Love will tear us aparts-Interpretation mit Blasinstrumenten!</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitagmittag – oder besser gesagt -nachmittag. Mein Magen jedenfalls ist auf Mittag, weil es ja Mittag erst Frühstück gab. Mein Mitbewohner Wolfgang und ich entscheiden uns schnell für ein Nudelgericht – wahlweise Spaghetti mit Tomatensoße. Was anderes haben wir auch nicht da – wie immer also! Im Hintergrund ertönen aus Wolfgangs Zimmer einige, von ihm zusammengestellte Nouvelle Vague-Songs. Wir sind noch am Kochen als ich ein Saxophon erklingen höre. Ich äußere mich negativ zum Thema Saxophon. Wolfgang: „Komisch, dass Frauen oft ein Problem mit Blasinstrumenten haben…?“. Ich grinse und erwidere, dass es immer auf das Blasinstrument ankommt und schon sind wir beim Thema Volksmusik – ist ja auch naheliegend! Mit dieser scheint sich Wolfgang ganz gut auszukennen, denn er zitiert: „Ich kauf mir lieber einen Tiroler Hut, der steht mir so gut, der steht mir so gut… Dann mach ich jeden Abend Blasmusik – immer nur dasselbe Stück.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beginnen mit dem Essen. Es dauert so ziemlich genau 1 Sekunde bis Wolfgang Tomatensoße auf der Hose hat. Ich empfehle ihm großfressig ein Geschirrtuch auf den Schoß zu legen, stehe auf, um mir ein Stück Küchenrolle zu holen, er lacht und verweißt auf den roten Fleck auf meiner Jeans – sehr fein! Ich: „Ich würde niemals beim ersten Date Makkaroni essen!“ Nouvelle Vagues-Interpretation von „Love will tear us apart“ läuft. In diesem Fall kommen unsere Wissensstände ziemlich genau auf einen Nenner, was die ungefähre Anzahl der Coverversionen betrifft – nämlich: „unendlich viele“! Was selbstverständlich daran liegen könnte, dass wir beide denselben Link in unserer Favoritenliste haben. Wer diesen fantastischen Song nun alles gecovert hat, bekommen wir zwar nicht so ganz zusammen – also er vier und ich zwei. Wobei Zwei bei mir „irgendeine Darkband“ war. Aber New Order ist ja mehr als naheliegend! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen bei der 2. Portion, schlinge ich die Nudeln, den Kopf nahe dem Teller, in mich rein, ziehe sie genüsslich in den Mund und spritze dabei die Soße in alle Richtungen. Wolfgang: „Jetzt weiß ich, warum Du beim 1. Date keine Makkaroni isst… Es könnten ja Erwartungen geweckt werden, so wie Du daran saugst…“ Ich ergänze: „Erwartungen, die später nicht erfüllt werden!“ Die Auswahl der Nouvelle Vague-Tracks beginnt ihre 2. Runde, wir sind wieder beim Thema Sex und froh nur miteinander zu wohnen. Zum einen wegen der Wohngeldstelle und zum anderen, weil so unsere „Beziehung“ selbst nach einem halben Jahr noch gut funktioniert. Mahlzeit!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href='http://myoldkyhome.blogspot.com/2006/05/love-will-tear-us-apart.html' target=&quot;_blank&quot;&gt;http://myoldkyhome.blogspot.com/2006/05/...&lt;/a&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/393036</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/393036</guid>
      <pubDate>Fri, 03 Aug 2007 17:27:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Zeitlöcher Nähe Distanz Liebe Freundschaft Musik Bier Zigaretten</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MySpace September Kreuzberg Panoramabar Soulseek Malory Worte Nächte Tränen Nähe Lachen Momente Erfurt Berlin Lights Archive Küssen Freundschaft Liebe Spaghetti Musik Bier Zigaretten Gespräche Nähe Distanz Freundschaft Erfurt Malory Schlafsack Alkohol Träumen Fahren Reden Hören Schauen Berlin Nächte Tage Tage Nächte Rocket Brothers Momente Filme Musik Musik Musik Liebe Zeitlöcher Schlafen Nähe Zahnbürste Frühstücken Domian Lachen Wärmflasche Worte Schweigen Träumen Filme Alkohol Bier Zigaretten Musik Sex Kein Sex Aufwachen Zeitlöcher Erinnerungslücken Liebe Freundschaft Nähe Distanz Nähe Gefühlschaos Party Weekend S-Bahnstation Streit Bett Tränen Distanz Worte Soulseek Bang Bang Nancy Sinatra Eierwurstgott Nähe Liebe Freundschaft Mauerpark Tocotronic Schatten Reden Nähe Tränen Freude Angst Lieben Alkohol Bier Zigaretten Schlafen Träumen Aufwachen Frühstücken Zahnbürste S-Bahn Zeitlöcher Schreiben Park Sterne Reden Küssen Frieren Momente Ungewissheit Warten Soulseek Romeo Und Julia Kartoffelbrei Gehacktes Schlafen Frühstücken Zahnbürste Zeitloch Bier Zigaretten Platten Schlafen Träumen Nähe Angst Soulseek „Liebe Freundschaft Geborgenheit Spass Zärtlichkeit Gewissheit Irrsinn Lachen Tanzen Weinen Denken Küssen Deine Hand Meine Hand“ Tränen Worte Nähe Distanz Ballhaus Party Alkohol Zigaretten Konzert 8mm-Bar Distanz Worte Schweigen Distanz Liebe Freundschaft Mai Angst Distanz Worte Distanz Schmerz</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/381804</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/381804</guid>
      <pubDate>Thu, 17 May 2007 18:10:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>"Tasche sucht Tasche" oder "Die kürzeste Liebesgeschichte der Welt"</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitagabend, der 4. Mai 2007. Jens Friebe spielt im Bang Bang Club Berlin, ich spiele hinterm Tresen - mit Bierflaschen - und übe mich im Kopfrechnen. Ein Mann betritt den Club. Er fällt nicht nur durch seine Größe auf - denn er ist sehr groß und schlank - er hat auch dunkle Haare, irgendwie nah beieinander stehende Augen und ich mag seinen Stil, der definitiv keiner ist. Er sieht ganz &quot;normal&quot; aus – normal alternativ eben und er trägt eine Tasche, die offensichtlich schon viel erlebte. Träger und Tasche sind mir auf gewisse Weise sympathisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/439853.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz darauf kommt die Tasche samt ihrem Besitzer zu mir an die Bar. Doch nicht etwa um etwas zu Trinken zu bestellen. Nein, er fragt nach einer Garderobe. Ich habe so ein verdammtes Glück, dass wir an diesem Abend keine Garderobe machen! Er jedoch schaut ein wenig enttäuscht und traurig zugleich. Seine Tasche will er gern in Sicherheit wissen - auf seinen schmalen Schultern allerdings ist sie zu schwer, um sie das ganze Konzert bei sich zu tragen. Ich frage ihn, ob es um seine Tasche geht. Ein wenig hoffnungsvoll sieht er mich an und bejaht. Selbstverständlich biete ich ihm an seine Tasche neben meine Tasche zu stellen. Seine Augen leuchten und er fragt: „Das würdest Du tun?“ Ich: „Ja!“ Er: „Na ja, mal schaun, vielleicht haben wir ja dann, wenn ich sie wieder abhole, viele kleine Taschen.“ In diesem Moment beginnen meine Augen zu leuchten und ich erwidere, dass das sehr schön wäre und sie dann sicher rot wären mit weißen Punkten...  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzert beginnt und ich habe unendlich viel zu tun. Zwischendurch kreisen meine Blicke immer wieder suchend im Raum. Ich beobachte wie er sich leicht, fast ein wenig schüchtern, zur Musik bewegt. Ich weiß es ganz genau - ich weiß ganz genau, was ich zu ihm sagen werde, wenn er seine Tasche wieder abholt! Ich sage: „Das mit den kleinen Taschen hat zwar leider nicht geklappt, aber vielleicht ist ja deine Telefonnummer in meine Tasche gesprungen!“ Das Konzert dauert zwar ziemlich lange, aber für mich ist es definitiv zu kurz – zu kurz (mit Schilddrüsenunterfunktion ist man immer ein bisschen langsamer), um klar und rational denken zu können und das zu tun, was jeder normale Mensch in dieser Situation tun würde: Einen der vielen Flyer vom Club nehmen, die eigene Nummer darauf schreiben und sie in seine Tasche stecken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon steht er vor mir. Ich bin zwar ein wenig aufgeregt, tue aber lässig – keine Frage! Gebe ihm seine Tasche und sage NUR, dass leider keine kleinen Taschen dabei raus kamen. Er: „Das ist aber schade! Vielleicht sind unsere Taschen ja einfach zu schüchtern!“ Ich: „Ja, bestimmt!“ Er: „Vielleicht klappt’s ja beim nächsten Mal!“, dreht sich um und geht. Und ich Trottel lasse ihn gehen – lasse ihn gehen, um mich anschließend für meine Dumm- und Schüchternheit am liebsten selbst in den Hintern zu beißen. Dass jeder meiner Freunde, dem ich diese Geschichte erzähle, lacht und fragt: „Lyd, warum hast Du nicht einfach deine Nummer in seine Tasche gesteckt?“ brauche ich an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Ach, leckt mich doch alle mal!!!</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/380227</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/380227</guid>
      <pubDate>Tue, 08 May 2007 01:20:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Doi – sing the boy electric</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/438953.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Debütalbum der dänischen Band würde ich als eine Melange aus Sigur Rós, Baxter Dury, Kashmir, Múm, Mogwai und God is an Astronaut beschreiben. Von allem ist ein wenig dabei, aber keine der Einflussbands – wenn es diese überhaupt waren – setzt sich wirklich durch. Deshalb ist Doi dann irgendwie doch etwas Neues. Eine junge Band aus Kopenhagen, die es zweifelsohne verdient groß zu werden – erwachsen ist sie bereits! &lt;br /&gt;
Auch was sie auf der Bühne darstellen ist gut genug für große Bühnen und übertrifft das Hören von CD noch um einiges! Der Sänger – ein smarter Typ, bei dem man nicht sagen kann, ob seine Augen vor Freude oder vor Traurigkeit glänzen – bewegt sich wie in Trance. Das Publikum scheint er nicht wahrzunehmen. Er schwebt und gleitet dahin, steht auf einem Bein und spielt dabei Gitarre, seine Arme bewegen sich in der Luft als wolle er einen Traum einfangen. Es fällt schwer den Blick von ihm zu wenden, um auch den anderen Bandmitgliedern die Beachtung zu schenken, die sie verdienen. Ein „Knabe“ beispielsweise, der nicht nur aussieht als käme er gerade aus Island – von Sigur Rós persönlich geschickt – sondern der auch noch sanft einen Geigenbogen über seine E-Gitarre streichen lässt… An die Trompete allerdings, die auf dem Album zu hören ist, kann ich mich live nicht entsinnen. Das Konzert im Berliner Maschinenhaus war großartig und voller Spannung. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href='http://www.myspace.com/doimusic' target=&quot;_blank&quot;&gt;http://www.myspace.com/doimusic&lt;/a&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/379963</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/379963</guid>
      <pubDate>Sun, 06 May 2007 23:31:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Was für ein beschissener Tag!</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer schlaflosen Nacht – geprägt von Gedankenverwirrungen und Bauchkrämpfen – begann der Tag mit einer großen Frühstücksrunde im Kreise trauter Freunde. Nach Gesellschaft war mir an diesem Morgen so gar nicht zumute. Alleinsein konnte ich aber auch nicht. Ich wusste nicht, was mir gut tat. Reden oder Schweigen? Also tat ich beides. Ich redete und schwieg. Und ich bekam Post, Post von dem Mann, von dem ich dachte, ich könnte mich in ihn verlieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mail jedoch war nicht weniger unerfreulich als die vom Vortag, in der er mir mitteilte, dass die Gefühle von seiner Seite ausschließlich auf „Freundschaftskarte“ zeigen. Diesmal jedoch kam noch die Information hinzu, dass er jetzt eine Freundin hat. Hui, das war verdammt hart – auch wenn ich es bereits ahnte. Aber Schwarz auf Weiß ist es noch mal etwas anderes. Ich beschloss, dass es mir von diesem Augenblick an noch beschissener geht und entschied mich schnell fürs Alleinsein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte nur noch heulen, mich betrinken, rauchen und meine Gedanken verschriftlichen. Geschrieben habe ich. Auch wenn der Empfänger meinen Seelenmüll erst in drei Tagen lesen wird, tat es verdammt gut! Mit dem Sekt fing ich erst gegen 5 Uhr oder so an und mit den wohltuenden Zigaretten musste ich mich noch bis zum Abend gedulden, was einzig und allein am Nichtvorhandensein dieser lag. Die Wohnung jedoch eher als nötig verlassen, kam für mich nicht in Frage. Schlimm genug, sie heute überhaupt noch verlassen zu müssen. Wo mir doch der Sinn nur nach Bett und in Selbstmitleid versinken steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit checkte ich einige Mails auf sämtlichen Online-Profilen. Ups, eine Mail in einem Portal, wo ich mich immer wieder frage, wie die Leute dort überhaupt auf mich aufmerksam werden, weil ich da verhältnismäßig eher unaktiv bin. Die Zeilen waren von einem Hobbyfotografen, der mich gern mit nackten Füßen auf einem – das wird noch nicht verraten – fotografieren möchte. Als erstes ging mir „Fußfetischist!“ durch den Kopf, aber ich fasste es als Kompliment auf und antwortete, dass ich es nur machen würde, wenn er meine Wärmflasche trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Wärmflasche würde er gern tragen, das Problem ist nur, er komme aus der Nähe von Köln. Super! Das hat mir noch gefehlt! Der Mann, der für meine Traurigkeit verantwortlich ist, kommt nämlich auch von dort. Aber die Idee reizt mich tatsächlich und ich werde die Fotoserie sicher verwirklichen. Auch wenn ich ganz genau weiß, dass mein Füße bei den derzeitigen Außentemperaturen sehr bedenkliche Farben annehmen werden und abzusterben drohen. Aber mal ganz ehrlich: Mit Füßen steht es sich doch auch nicht leichter im Leben, warum es dann nicht mal ohne versuchen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abfahrtzeitpunkt zum Blackmail-Konzert rückte bedrohlich nah. Ich warf einen Blick in den Spiegel, den ich mir unbedingt hätte sparen sollen! Ich sah beschissen aus, wie schon lange nicht mehr. Kleine, in Falten gelegte, Augen und eine übertriebene Blässe zierten mein Gesicht. Selbst Wimperntusche hätte an dieser Stelle nichts mehr rausreißen können. Ich entschied mich wenigstens noch für zwei geflochtene Zöpfe und marschierte hinunter zum Zigarettenautomat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch bevor ich die erste Zigarette anzünden konnte, kamen auch schon Anni und Doro. Das ist, glaube ich, das erste Mal, dass die beiden pünktlich waren. Während der Fahrt redeten wir darüber, dass uns Weimar irgendwie immer depressiv macht und parkten, dort angekommen, auf einem Hotelparkplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Weg im Klub führte zur Bar – keine Frage! Dann ein prüfender Blick ins Publikum… Oh, welch Überraschung, halb Erfurt ist da! Na wunderbar! Die Vorband verbringe ich rauchender und trinkender Weise im Nebenraum – in der Nähe der Bar selbstverständlich. Ein Mann setzte sich direkt mir gegenüber und gaffte mich permanent an. Ich wartete auf den Spruch „Du siehst so traurig aus, was ist denn los?“ Ich wartete auf die „Lass mich dich trösten!“-Nummer. Lange musste ich nicht warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnell erzählte er mir, dass er auf seine Erfahrung mit dem Psychiatrieaufenthalt nicht verzichten wolle. Ich „Oh Gott, willst du mir jetzt sagen, jeder sollte in seinem Leben mal in der Psychiatrie gewesen sein?“ Gelangweilt fragte ich, warum er denn dort war – was ich natürlich schon wusste, da er auch aus Erfurt kam und hier ja bekanntlich die Geschichten den Leuten vorauseilen. Er dachte er wäre der Enkel von Adolf Hitler und Berthold Brecht. Wahnsinn! Ich hätte nicht gedacht, dass ich an einem solchen Tag noch eine derartige Begegnung machen würde. Ich erwiderte: „Hallo, ich bin übrigens die Enkelin von Saddam Hussein und Friedrich Schiller.“ Er: „Machst Du Dich lustig?“ Ich: „Nein, niemals!“ und dachte: „Volltrottel!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blackmail begannen zu spielen. Der Enkel von Adolf und Berthold wich mir nicht von der Seite. Er stierte mich ununterbrochen an. Ich dachte wieder: „Was für ein beschissener Tag!“ Plötzlich begann er auch noch Berührungspunkte zwischen uns zu suchen – ich war kurz vorm Durchdrehen. Wollte ihm gern in die Eier treten, jedoch war mir heute genauso wenig nach Aufmerksamkeit erregen, wie nach einem höflichen „Kannst Du das bitte lassen!“ zumute. Ich entschied mich für die Fluchtvariante und ging schleunigst aufs Klo. Dort angekommen, stand ich vor den Rücken einiger Männer, die wiederum vor Pissuars standen. Verdammt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Minute nachdem ich wieder – an einer anderen Stelle als vorher selbstverständlich – im Saal stand, hatte auch ER wieder einen Platz neben mir gefunden. Wie penetrant kann ein Mensch denn sein? Noch ein Versuch und er wird mein Knie zwischen seinen Beinen haben. Glücklicherweise rettete mich das schnelle Konzertende vor dieser Situation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zurück am Hotelparkplatz hatte irgend so ein dämlicher Hoteltyp unser Auto zugeparkt und verlangte 12 Euro dafür, weil wir kein Recht hatten dort zu stehen. Mit Müh und Not gelang es uns den Preis auf 5 Euro runterzudrücken, die er mit der Bemerkung „Die kommen in die Kaffeekasse!“ (haha) in seine eigene Tasche steckte. Fucker! Wir verließen schleunigst diese derart unsympathische Stadt. Doro wollte noch in die Takt (unsere regionale Veranstaltungszeitung) kotzen. Den Grund dafür habe ich vergessen, gehe aber davon aus, dass es am unbefriedigenden Angebot lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuhause angekommen, wusste ich, dass ich eh nicht schlafen können würde und telefonierte noch zwei Stunden mit einem Freund. Erst schimpfte ich auf alle Männer dieser Welt, dann stellten wir fest, dass eh alles sinnlos ist und brachten noch schnell unsere Waage, was die Anzahl unserer Sexualpartner angeht, auf den aktuellen Stand. Dabei wurde mir bewusst, dass neben Brot, Brunch und was es sonst noch so in nicht Single-gerechten Portionen gibt, selbst Kondome bei mir verfallen. Was für ein beschissener Tag!</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/349933</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/349933</guid>
      <pubDate>Mon, 04 Dec 2006 21:59:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der Tod und der Swimmingpool</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/374814.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/374815.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/374816.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/374817.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/374818.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/374819.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/374820.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/374821.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotos: Anja Häring</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/348627</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/348627</guid>
      <pubDate>Sun, 26 Nov 2006 22:35:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Vom Umtausch ausgeschlossen!</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist los mit uns? Manchmal habe ich das Gefühl mich umgeben nur noch traurige Menschen. Der Grund lässt sich mit einem Wort kaum definieren. Klar ist, es ist etwas Tiefes, keine temporäre Unzufriedenheit. Es betrifft zwar jeden allein und nur für sich, aber irgendwie auch eine ganze Generation – na ja, vielleicht nicht die ganze, aber viele von ihnen... Sind wir die Generation der „schwer Vermittelbaren“, der „Anspruchsvollen“, der „Resignierenden“ oder einfach nur der „Einsamen“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor ein paar Jahren schien Partnerschaft noch ein Leichtes zu sein. Bei der kleinsten Erregung fühlten wir uns verliebt und einer Bindung stand nichts mehr im Weg. Doch was ist heute? Wo sind die Schmetterlinge? Eine Magenverstimmung ist wahrscheinlicher als ein Meer von Insekten im Bauch. Dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf und warten, warten, warten und warten... Ja, worauf?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich sollte der Anspruch ganz gering sein – vielleicht nur das Gefühl, heute genauso gern neben demjenigen aufzuwachen, neben dem wir gestern einschliefen... Seine Füße zu mögen, obwohl sich darauf Haare befinden und über seine Witze zu lachen, die alles andere als komisch sind… weil er uns Nähe gibt, Vertrauen schenkt und unsere Macken genauso mag wie wir seine. Aber da ist noch etwas anderes. Etwas, das wir immer wieder spüren, wenn der Wind sich dreht. Es sind die Narben, die Spuren, die an uns hinterlassen wurden, Furchen, die uns vorsichtig und ängstlich machen... uns teilweise erkühlen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein guter Grund – meinen wir – einkaufen zu gehen. Klar, was sonst? Wir leben ja schließlich in einer Konsumgesellschaft. Und Frusteinkäufe haben noch keinem geschadet – außer dem Portemonnaie vielleicht. Wir kaufen, verbrauchen, kaufen wieder und tauschen um – tauschen um, weil das, was eben noch Begeisterung auslöste, uns plötzlich nicht mehr gefällt. Vielleicht ist dessen Bedienung auch nur zu schwierig und wir haben weder Lust noch Zeit uns damit zu befassen. Oder wir merken, dass Innovationen alte Modelle ablösen und gehen mit der Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Partnerschaften das Spiegelbild unseres Konsumverhaltens? Die Bereitschaft sich mit dem anderen auseinanderzusetzen wird mit zunehmendem Alter, oder besser gesagt, mit der Anzahl an Erfahrungen, immer geringer und „Kompromiss“ wird zu einer Art Fremdwort. Zu oft spielten wir diese Spiele der Liebe, des Gefühls endlich „angekommen“ zu sein. Wir sind müde – nicht lebens- aber vielleicht liebesmüde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir lassen uns nicht mehr berühren, haben keine Energie mehr zu investieren und sind kaum noch bereit zu kämpfen. Die kleinste Macke kann zum größten Problem werden und bei Streit wird schnell die ganze Beziehung – welche wir ja nur ungern als solche definieren – in Frage gestellt. Der Weg sich zu trennen sobald es kompliziert wird, scheint der einfachste. Deshalb kaufen und tauschen wir weiter. Bloß nicht öffnen. Denn nach dem Öffnen der Verpackung ist die Ware vom Umtausch ausgeschlossen! Nichts riskieren – lieber resignieren. Das Ergebnis: Einsamkeit.</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/345510</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/345510</guid>
      <pubDate>Sun, 05 Nov 2006 19:43:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der Feiertag, der Bäcker und sein f6-rauchender Hund</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist Feiertag. Die Zeitumstellung macht mir noch immer zu schaffen. Das heißt, ich stehe statt halb elf noch halb zehn auf. Früher ins Bett komme ich allerdings nicht. Im Halbschlaf denke ich darüber nach, woher ich heute eigentlich meine Frühstücksbrötchen bekomme. Hm, der Bäcker um die Ecke hat zwar auch sonntags geöffnet, aber ich erinnere mich dunkel, an einem Feiertag mal vor verschlossenen Türen gestanden zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe keine andere Wahl, ich will es wenigstens versuchen. Ansonsten habe ich ja nichts Essbares im Haus. Auf dem kurzen Weg dahin denke ich darüber nach, ob heute eigentlich Reformationstag und morgen Allerheiligen ist oder umgekehrt. Welche Bundesländer heute frei haben und welche morgen. Bei den Bayern würde es mich nicht wundern, wenn sie beide Tage nicht arbeiten müssen. Um die Berliner ist es wohl am schlimmsten bestellt. Sie dürfen an keinem dieser Tage feiern. Oh Gott, habe ich mir das mit dem Umzug gut überlegt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gedanken versunken halte ich Ausschau nach dem Ofenfrische-Brötchen-Schild, das im Normalfall vorm Laden steht. Ich ahne Schlimmes! Alles Dunkel! Verdammt! Ich kehre um und laufe dabei an dem griesgrämigen Opi vorbei, der hier regelmäßig mit einem Hund seine Runden dreht und die Leute anpöbelt. Plötzlich schreit er mich von der Seite an „Steht doch aufm Kalender, dass heut Sonntach is!“ Mein Kopf beginnt zu rattern. Sonntag? Habe ich was verpasst? Was war dann vorgestern? Er ruft weiter „… oder Feiertach!“ Ahh, ich bin doch nicht völlig verblödet. Danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Moment erinnere ich mich, wie mich meine Oma vor vielen Jahren, auf ihren Einkauf wartend, völlig verwirrt anrief. Sie war ganz fest der Meinung, es sei Mittwoch und fragte mich: „Aber Kind, wie kommt denn das, dass bei Euch heute Dienstag ist und bei uns Mittwoch?“ Hm, ich wusste gar nicht, dass wir innerhalb der Stadtmauer einer 15 000 Seelen-Gemeinde in verschiedenen Zeitzonen leben???&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/367085.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur düster erinnere ich mich, mich gestern Nacht, nachdem ich von Anni kam, ins Parkverbot gestellt zu haben und wollte den Brötchenkauf gleich mit dem Umparken verbinden. Am Auto angekommen, stelle ich erneut fest, dass ich mit etwas Alkohol im Blut irgendwie besser einparken kann als ohne. Ich lasse noch mal kurz Revue passieren, was und wieviel ich letzte Nacht eigentlich trank und erschrecke, als mir bewusst wird, eine ganze Schachtel f6 geraucht zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wo ich jetzt eh einmal im Auto sitze, kann ich auch schnell zum Domplatz fahren. Dieser Bäcker hat immer auf. Wie erwartet ist es ziemlich voll dort und ich bin heilfroh – entgegen meiner Gewohnheit – nicht das Schalfanzugoberteil unter der Jacke zu haben, sondern einen Pullover. So kann ich sie wenigstens aufmachen, während ich anstehe. Beim Warten geht mir der „Frauen sehen frühmorgens am erotischsten aus.“-Satz durch den Kopf. Welcher Trottel hat das eigentlich gesagt? Ich gehöre definitiv nicht dazu! Und möchte jetzt bitte kein bekanntes Gesicht sehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von hinten allerdings entdecke ich jemanden, der aussieht, wie einer, der mich schon etwa zehn Mal auf irgendwelchen Partys angesprochen hat. Letztes Silvester meinte er zu mir, es sei jetzt genau ein Jahr her, als er mich das erste Mal ansprach. Ich korrigierte: „Nein, es ist bereits anderthalb Jahre her.“ Meine Befürchtung jedoch bestätigt sich nicht. Gut so! Denn auf so eine Begegnung habe ich um diese Zeit nun wirklich keine Lust. Obwohl er ein netter Kerl ist. Ich bestelle meine obligatorischen zwei Kürbiskernbrötchen und marschiere zum nahe gelegenen Geldautomaten, drehe mich um und sehe den Mann, der mich schon zehn Mal ansprach, mit dem Fahrrad an mir vorbeifahren und höre ihn „Hallo“ sagen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endlich an unserem WG-Küchentisch sitzend, graben wir in alten Zeiten und holen gedanklich unsere C. C. Catch-Buttons raus, um sie den anderen zu zeigen. Der Herkunftsort unserer aller Buttons war irgendein Flohmarkt in Ungarn. Da sind wir uns einig! Ich erzähle, wie ich mit fünfzehn in einem Fanbus nach Frankfurt zu meinem ersten Depeche Mode-Konzert fuhr, von den Sandra- und Bros-Postern meiner Schwester und Jana gesteht ihr peinlichster Lieblingsstar sei Boy George gewesen. Zu guter Letzt klären wir noch das Feiertagsproblem und kommen zu dem Schluss, dass heute der Reformationstag sein muss, und dass – laut Jana – mehr Bundesländer morgen frei haben, weil Bayern so groß ist. Häää?</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/344750</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/344750</guid>
      <pubDate>Tue, 31 Oct 2006 16:58:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Spass im Gras</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/el/elektrolyd/text/regular/365936.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/344254</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/344254</guid>
      <pubDate>Fri, 27 Oct 2006 21:54:00 +0200</pubDate>
    </item>

  </channel>
 
</rss>
