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    <title>christoph-koch.jetzt.de</title>
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    <description>Alle Texte von christoph-koch auf jetzt.de</description>
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      <title>christoph-koch.jetzt.de</title>
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    <item>
      <title>"Musik zu erwerben ist heute ein moralischer Akt."</title>
      <description>Thees Uhlmann ist die lauteste und vielleicht wichtigste Stimme des deutschen Indie&amp;#173;rock. Ein Interview &amp;#252;ber Pop und Provinz in Zeiten des Internets.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;jetzt: Die Nullerjahre sind mit dem Tod Osama Bin Ladens endg&amp;uuml;ltig zu Ende gegangen. Wei&amp;szlig;t du noch, wo du warst, als sie am 11. September 2001 begannen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Thees Uhlmann: Das wei&amp;szlig; ich noch genau. Ich denke, das wei&amp;szlig; jeder in unserem Alter. Ich war damals Webmaster bei dem Hamburger Plattenlabel L'age D'Or&amp;thinsp;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;...&amp;thinsp;der Heimat unter anderem von Tocotronic, f&amp;uuml;r die du vorher als Roadie gearbeitet hast.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Genau.Das kann man sich heute auch nicht mehr vorstellen, dass ich mich damals mit Homepages und so auskannte. Aber damals war das mein erster richtiger Job, und ich war tierisch stolz. Am 11. September kamen pl&amp;ouml;tzlich die ersten Onlinemeldungen rein, und ich dachte erst noch, das sei nur so eine kleine Cessna und sicher ein Unfall. Den Rest des Tages bin ich dann zwischen Fernseher und Internet hin- und hergesprungen. Ich erinnere mich noch genau, dass in einem englischsprachigen Forum jemand schrieb: &amp;bdquo;I wouldn't want to be in Afghanistan right now &amp;ndash; that place will soon look like a fucking parking lot.&quot; Und so kam es dann ja auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hat es dich pers&amp;ouml;nlich mitgenommen? Oder hat es sich eher angef&amp;uuml;hlt wie ein Katastrophenfilm?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es hat mich insofern mitgenommen, als dass Gail &amp;ndash; eine Verwandte, von der auch der Tomte-Song Walter &amp;amp; Gail handelt &amp;ndash; an dem Tag gesch&amp;auml;ftlich in Manhattan war. Die Telefonleitungen waren zusammengebrochen, und man konnte einfach niemanden dort erreichen. Erst &amp;uuml;ber das franz&amp;ouml;sische Handy einer Kollegin konnte sie irgendwann durchgeben, dass sie noch am Leben war. Durch den Tag und was danach folgte, hat sich alles ver&amp;auml;ndert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/me/mercedes-lauenstein/text/regular/854718.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Grob gesagt, war das aber auch die Zeit, als deine Band Tomte anfing, gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Erfolg zu haben. Welche Erinnerungen hast du daran?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das stimmt, damals war gerade unsere zweite Platte Eine sonnige Nacht erschienen, die Konzerte wurden voller &amp;ndash; und ich bekam zum ersten Mal eine Ahnung davon, dass es richtig sein k&amp;ouml;nnte, alles auf eine Karte zu setzen und zu versuchen, von Musik zu leben. Ich wollte das so sehr &amp;ndash; und der einzige Weg, das durchzuhalten, schien mir damals so eine gewisse Hemds&amp;auml;rmeligkeit zu sein. Mich hinzustellen und zu schreien: Ich bin Thees Uhlmann, ich bin Tomte, und ich bin so laut und mache das so vehement, dass man mir einfach zuh&amp;ouml;ren muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gleichzeitig ging damals die Musikindustrie den Bach runter &amp;ndash; laut Menschen wie Dieter Gorny vor allem durch das b&amp;ouml;se Internet. Siehst du das auch so?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;bdquo;Das Internet ist schuld&quot; ist meiner Meinung nach ein Satz ohne Sinn. Es ist einfach eine technische Ver&amp;auml;nderung, die man nicht umkehren kann. Ich wei&amp;szlig; aber auch nicht, was die Musikindustrie h&amp;auml;tte anders oder besser machen sollen, um zu verhindern, dass heute fast niemand mehr Musik kauft. Musik zu erwerben ist heutzutage ja ein moralischer Akt geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Als Reaktion auf die Krise der Plattenfirmen hast du damals mit Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff von Kettcar euer eigenes Label Grand Hotel van Cleef (GHVC) gegr&amp;uuml;ndet. Auch aus Trotz?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bestimmt auch ein wenig. Zuerst wollten wir das ja gar nicht &amp;ndash; wir w&amp;auml;ren lieber zu einer etablierten Plattenfirma gegangen. Aber die haben alle gesagt: Was ihr da macht, will kein Mensch h&amp;ouml;ren. Da haben wir uns gedacht: Das wollen wir doch erst mal sehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die ersten Jahre waren sehr erfolgreich f&amp;uuml;r GHVC &amp;ndash; macht euch der R&amp;uuml;ckgang der Verk&amp;auml;ufe inzwischen auch zu schaffen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Klar, wir verkaufen auch immer weniger CDs &amp;ndash; und leider gleichen das die bezahlten Downloads nicht ann&amp;auml;hernd aus. Aber wir haben das zum Gl&amp;uuml;ck rechtzeitig gemerkt und auch unsere eigene Booking-Agentur und einen eigenen Musikverlag gegr&amp;uuml;ndet. Das Geld kommt also nicht mehr ausschlie&amp;szlig;lich aus Albumverk&amp;auml;ufen. Nat&amp;uuml;rlich &amp;auml;rgere ich mich manchmal, dass ich nicht vor 20 Jahren ein erfolgreicher Musiker und Labelbesitzer war &amp;ndash; denn dann w&amp;auml;re ich Million&amp;auml;r geworden. Aber so kann ich auch noch davon leben. Zwar nicht glamour&amp;ouml;s, aber immerhin. Richtig schwierig ist es vor allem f&amp;uuml;r die Bands, die jetzt erst anfangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was w&amp;uuml;rdest du jemandem raten, der jetzt an demselben Punkt ist wie du vor zehn Jahren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde muss ich denen jetzt dieselben Ratschl&amp;auml;ge geben, &amp;uuml;ber die ich mich fr&amp;uuml;her so aufgeregt habe: Lern erst mal was Vern&amp;uuml;nftiges! Mach erst deine Uni zu Ende! Es ist zum Kotzen, aber es wird einfach immer schwieriger &amp;ndash; denn es wird zwar immer noch Geld f&amp;uuml;rs Musikh&amp;ouml;ren ausgegeben, aber eben in Form von Internet-Flatrates.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gleichzeitig ist es aber f&amp;uuml;r Musiker durch das Internet auch einfach geworden, auf sich aufmerksam zu machen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das stimmt. Da kann ein Typ aus Norddeutschland, der auf Plattdeutsch rappt, morgen von der ganzen Welt geh&amp;ouml;rt werden &amp;ndash; ohne dass er daf&amp;uuml;r bei einer Plattenfirma vorsprechen muss. Auch das Aufnehmen ist einfacher und billiger geworden. Du kannst heute mit einem Aldi-Rechner Songs aufnehmen, die tausendmal besser klingen als vor zehn Jahren Eine sonnige Nacht von Tomte, als wir in einem professionellen, richtig teuren Studio waren. Au&amp;szlig;erdem finde ich es gro&amp;szlig;artig, wenn K&amp;uuml;nstler wie Kanye West das Internet als Erweiterung ihres k&amp;uuml;nstlerischen Seins begreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie hat das Internet f&amp;uuml;r dich den Kontakt und den Austausch mit den Fans ver&amp;auml;ndert?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich finde es super, dass die Kommunikation so direkt und unkompliziert geworden ist! Ich war nie Freund davon, als K&amp;uuml;nstler ein Mysterium um mich herum zu schaffen, so eine Unerreichbarkeit. Klar, kann man machen, aber das gef&amp;auml;llt mir nicht. Mir hat es gefallen, dass damals auf meiner Lieblingsplatte der Punkband Boxhamsters hinten die Postadresse des S&amp;auml;ngers Martin Coburger draufstand und ich dem mein Demo schicken konnte. Und dass der sich gemeldet hat, obwohl unser Demo totaler Schrott war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schreibst du allen Leuten zur&amp;uuml;ck, die sich bei dir melden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es ist vor allem eine Zeit- und Energiefrage, wenn ich es nicht schaffe, jede Mail und jede Facebooknachricht und jede Frage nach einer Textzeile zu beantworten. Aber ich habe durch diese Kommunikation auch schon echte neue Freundschaften geschlossen &amp;ndash; ich habe zum Beispiel einen neuen 21-j&amp;auml;hrigen Bruder bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie kam das?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Er ist Tomte-Fan und kommt aus Sachsen. Seine Freundin hatte mit ihm Schluss gemacht, und er war aufgew&amp;uuml;hlt, und wir haben hin- und hergemailt. Irgendwann habe ich ihm meine Handynummer gegeben, und dann hat er angerufen und so geschluchzt und ges&amp;auml;chselt, dass ich ihn kaum verstanden habe. Da habe ich gesagt: &amp;bdquo;Du setzt dich jetzt mal in den Zug, kommst nach Berlin und pennst auf meiner Couch.&quot; Und jetzt ist er so was wie mein kleiner Bruder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf deinem Soloalbum gibt es ein Lied, das vom Aufwachsen auf dem Dorf handelt. Wie hat das Internet das Aufwachsen in der Provinz ver&amp;auml;ndert?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Total. Wir hatten damals ja nix! Heute kannst du in Hemmoor aufwachsen und trotzdem in Sachen Drone Metal perfekt auf dem Laufenden sein. Ob das besser oder schlechter ist? Keine Ahnung. Aber wenn ich zur&amp;uuml;ckschaue, w&amp;uuml;rde ich dem 16-j&amp;auml;hrigen Thees Uhlmann aus Hemmoor einerseits sehr w&amp;uuml;nschen, dass es damals schon das Internet gegeben h&amp;auml;tte mit Onlineforen, in denen man sich mit Leuten austauschen kann, die so sind wie man selber. Aber es war nat&amp;uuml;rlich auch spannend damals, sich dieses Umfeld und das Verstandenwerden alles m&amp;uuml;hsam selber zusammenzubasteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Woraus hast du es dir zusammengebastelt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zum Beispiel aus Fanzines. Kleine, selbst kopierte Magazine, die ich bei anderen Provinzhoschis bestellt habe und die mir geholfen haben, mit dieser ganzen Teenagerangst und der Entfremdung, die ich damals sp&amp;uuml;rte, besser klarzukommen. Wenn der Postbote so ein Heft in den Briefkasten meiner Eltern gestopft hat &amp;ndash; das waren Momente des reinsten Gl&amp;uuml;cks. Oder eben die damals so raren Konzertbesuche, f&amp;uuml;r die man eine halbe Weltreise unternehmen musste. Alles extrem m&amp;uuml;hsam &amp;ndash; aber genau dadurch bin ich eben auch der geworden, der ich bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kannst du das genauer erkl&amp;auml;ren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich habe zum Beispiel angefangen, Musik zu machen, weil ich mich allein f&amp;uuml;hlte und mit meiner Position in der Welt nicht klarkam. Der Weg aus dieser Isolation war eben meine Akustikgitarre, auf der mir mein Pastor die ersten drei Akkorde gezeigt hat. Das h&amp;auml;tte ich vielleicht nicht angenommen, wenn ich mich damals schon auf Facebook mit der ganzen Welt &amp;uuml;ber Straight Edge und vegane Lebensf&amp;uuml;hrung h&amp;auml;tte unterhalten k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In einem gro&amp;szlig;en Interview f&amp;uuml;r die jetzt.de-Zeitungsseite in der SZ haben wir vor acht Jahren sehr ausf&amp;uuml;hrlich &amp;uuml;ber deine Jugend und deine Eltern gesprochen. Wie geht es denen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich bin inzwischen wieder so h&amp;auml;ufig in Hemmoor wie noch nie, seit ich von dort weggezogen bin. Mindestens eine Woche alle zwei Monate &amp;ndash; auch wegen meiner eigenen Tochter Lisa. Wenn die im Bett ist, trinke ich mit meiner Mutter ein Flasche Wei&amp;szlig;wein, und wir unterhalten uns &amp;ndash; oder gucken Tierdokus. Mein Vater ist immer noch schwer krank, die multiple Sklerose hat ihn niedergerungen. Aber meiner Mutter geht es gut. Ich kenne niemanden, der so oft mit seiner Mutter telefoniert wie ich. Das genie&amp;szlig;e ich sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Macht sie sich immer noch Sorgen um dich?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das hat sich zum Gl&amp;uuml;ck gelegt. Ich mache mir inzwischen vermutlich mehr Sorgen um sie als sie um mich. Damals hatte ich ja jahrelang keine Krankenversicherung, das hat sie schon beunruhigt. Inzwischen hat sie es sich zum Hobby gemacht, Zahnzusatzversicherungen und so was f&amp;uuml;r mich abzuschlie&amp;szlig;en. &amp;bdquo;F&amp;uuml;r nur zwei Euro im Monat&quot;, wie sie mir dann freudig berichtet. Ich glaube, ich bin inzwischen der am besten versicherte Mensch in ganz Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://www.youtube.com/watch?v=okC0HG9sjVU&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zur&amp;uuml;ck zur Musik: Warum nach f&amp;uuml;nf Alben mit Tomte jetzt ein Solo&amp;shy;album?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Weil ich nach zw&amp;ouml;lf Jahren Tomte einfach noch mal was machen wollte, das 100 Prozent nur ich selbst bin. Aber es muss ja niemand Angst haben: Wir haben uns nicht verkracht, die anderen in der Band haben auch alle ihre eigenen Dinge zu tun &amp;ndash; und es kommt mir so vor, als w&amp;auml;re ich noch nie so gut mit den anderen befreundet gewesen wie jetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was war musikalisch der beste Tomte-Moment des letzten Jahrzehnts?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich bin sehr dem&amp;uuml;tig dem gegen&amp;uuml;ber, was mir erlaubt wurde, mit meiner Musik zu erleben. Das ging von ganz klein bis sehr gro&amp;szlig;, Journalisten haben mich super gefunden, Journalisten haben mich schei&amp;szlig;e gefunden, diese Band hat mich gedisst, jene Band hat mich gedisst &amp;ndash; aber ich bin durch das alles durchgegangen. Einer der besten Momente war sicher, zum ersten Mal bei Rock am Ring aufzutreten &amp;ndash; und zwar weil ich es selber organisiert hatte, ohne Hilfe von einer Plattenfirma oder irgendwem. Dabei habe ich mich innerlich so gef&amp;uuml;hlt, als w&amp;auml;re ich 20 Minuten vorher noch in R&amp;ouml;hrenjeans und Kreator-Shirt auf dem Fahrrad mit Kassettenrekorder auf dem Gep&amp;auml;cktr&amp;auml;ger betrunken &amp;uuml;ber den Deich gefahren. Und pl&amp;ouml;tzlich steht man da auf der gro&amp;szlig;en B&amp;uuml;hne. Oder das erste Mal Hurricane Festival: 40&amp;thinsp;000 Menschen schauen dir dabei zu, wie du das machst, was du dein ganzes Leben lang machen wolltest. Das ist schon der Hammer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kannst du einsch&amp;auml;tzen, wie du dich selber in den letzten zehn Jahren ver&amp;auml;ndert hast?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Vor zehn Jahren war ich 27 und bin vermutlich auch einer Menge Leuten auf die Nerven gegangen. Ich hatte keine Berufsausbildung, hatte das Studium an die Wand gekachelt und wusste: Musikmachen ist meine einzige Chance, wenn ich nicht Erzieher werden will. Ich wollte so lange und so sehr Musiker sein, dass ich mich, als es dann geklappt hat, wahnsinnig laut dr&amp;uuml;ber gefreut habe. Ich habe damals eben ohne Facebook auf mich aufmerksam gemacht.&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;em&gt;Das erste Soloalbum von Thees Uhlmann (es hei&amp;szlig;t wie der S&amp;auml;nger) erscheint am 26. August 2011 bei Grand Hotel van Cleef.&lt;/em&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/528697</link>
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      <pubDate>Sun, 07 Aug 2011 18:30:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Produktbiografie: Meine Videoclips</title>
      <description>Zu einer Biografie gehören nicht nur die Schulabschlüsse und Wohnorte, sondern auch die Produkte, Frisuren und Moden, die man mit der Zeit so mitgemacht hat. Heute geht es um Christophs Videoclips&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;1. Smashing Pumpkins „1979“ &lt;br /&gt;
  (1996, Regie: Jonathan Dayton &amp; Valerie Faris)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/694604.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=wrivjzw0RlI&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt;-Link &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   Schon wieder Rumrasen zu Fuß und Körperteile aus dem Autofenster halten, schon wieder nordamerikanische Weite, schon wieder bunte Schlabberklamotten. Verrückte Neunziger. Meine Faszination für amerikanischen High-School-Fun zwischen nächtlichem Pool, leeren Supermarktparkplätzen und dem Hügel über der verhassten Kleinstadt war immer noch ungebrochen, wie ein Junkie saugte ich das alles via MTV und VHS-Kopien von „Breakfast Club“ und „Ferris macht blau“ auf. Und in einem wunderschönen „Life Imitates Art“-Moment lief – als ich in jenem Jahr zum ersten Mal die Turnhalle einer (wenn auch kanadischen) High School betrat – tatsächlich und ungelogen „1979“ über die Lautsprecher. Oberkürbis Corgan hält das Video nach wie vor für das beste, das seine Band je gemacht hat – angeblich musste es zweimal gedreht werden, da jemand die Bänder nach dem Dreh auf einem Autodach liegen ließ. Endlich jemand, der noch verpeilter war als man selbst. Wie hätte man nicht Fan sein können?&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;  2. Air „All I Need“ &lt;br /&gt;
  (1998, Regie: Mike Mills)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/694605.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=tqBCOBRcMqc&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt;-Link&lt;/i&gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht naiv, zum Studium in eine westfälische Mittelstadt aufzubrechen und zu hoffen, dass das Leben dort sein würde wie in dieser wundervollen Kurzdokumentation über die große Liebe von Werbefilmer, Spielfilmmacher, Marc-Jacobs-Stoffdesigner, Covergestalter und Skateboard-Tausendsassa Mike Mills. Die nächsten Jahre verbrachte ich statt mit coolen Skategirls und Fugazi-Postern mit Wohnheim- und Verbindungspartys, überfüllten Hörsälen, „Feuerzangenbowle“-Screenings und anderem studentischen Amusement. Selber schuld.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;b&gt;3. Wu-Tang Clan „Gravel Pit“ &lt;br /&gt;
  (2000, Regie: Joseph Khan)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/694606.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=MOG255GTE8g&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt;-Link&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Ähnlich wie bei den elektronischen Beats von Massive Attack stand ich als Gitarrenjunge auch dem Phänomen Hip-Hop immer mit einer gewissen Skepsis gegenüber. Was hatte das mit meinem Leben zu tun? Offenkundig nichts. Aber das hatten Skateboarden in Kalifornien und Liebesdramen in der High School ja auch nie gehabt. Und beim Wu-Tang Clan durfte man ja auch als weißer Gymnasiast mit dem Kopf nicken. Hier ging es vielleicht zum ersten Mal in meiner Videowelt nicht mehr um Teenage Angst, Bands in Wohnzimmern, Sehnsucht und den neugierigen Blick auf eine große weite Welt, sondern um gute Laune, Dekadenz, Bikinis, Spieltische, Ninjas und solche Sachen. Man kann sich’s ja nicht immer aussuchen, was einen wie erwischt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;b&gt;4. Junior Senior „Move Your Feet“   (2003, Regie: Shynola)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/694607.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=NfqL7bwx9fs&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt;-Link&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ausflug nach Italien mit Freunden, die noch Spitznamen trugen und mit denen man sich nahezu blind verstand. Das kleine dunkle Apartment verfügte über einen Fernseher und das italienische Musikfernsehen verfügte noch über etwas, was dem deutschen gerade abhanden kam: Musikvideos. Freund eins schulte danach sofort zum Grafikdesigner um, wir beiden anderen hüpften einfach weinbeschickert zur Musik umher und freuten uns über das Eichhörnchen. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;  5. UNKLE „Heaven“&lt;br /&gt;
  (2009, Regie: Spike Jonze)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/di/dirk-vongehlen/text/regular/694608.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=fh5gC-ziH2w&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt;-Link&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Momente, in denen man heute überhaupt noch Musikvideos zu sehen bekommt (wenn man nicht bei YouTube gezielt danach fahndet), sind rar geworden: In einem Flughafencafé in Ägypten tanzt Beyonce ohne Ton und bei „Singstar“ auf der Playstation stelle ich fest, dass die Pipettes ein sehr lustiges Video zu „Pull Shapes“ gemacht haben. Aber auf MTV läuft nur noch „Flavor of Love“ und bei den Plattenfirmen hat wohl niemand mehr Geld für dreieinhalb Minuten Kurzfilmkunst, über die dann doch keiner mehr spricht. Nur manchmal versteckt sich in den Hunderten „Heyho, guck dir mal den Link an“-Mails zwischen Fotos von niedlichen Tieren und anderen Internetschockern noch ein Musikvideo wie dieses hier. Spike Jonze hat es gedreht , dessen Werk von „Drop“ und „Buddy Holly“ über „Sabotage“ und „Weapon of Choice“ bis zu „Praise You“ und „Elektrobank“ eh eine ganz eigene Produktbiografie verdient hätte. Skateboardfahren, Sonne und Explosionen. Gänsehaut und Nostalgie. Und der Wunsch, das eigene Leben möge doch auch bitte von jemandem wie Spike Jonze permanent in Zeitlupe abgefilmt werden.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Sun, 03 May 2009 18:30:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Skandal: Hurricane-Festival beinahe regenfrei!</title>
      <description>Statt Sturm und Matsch regierten dieses Jahr in Scheeßel Sonne und Staub&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;fWer aus Erfahrung die Gummistiefel eingepackt hatte, schwitzte beim diesjährigen Hurricane-Festival am vergangenen Wochendene noch mehr. Denn abgesehen von einem kurze Gewitter mittenrein in Tocotronics &quot;Kapitulation&quot; schien die Sonne auf die 75 000 jungen Menschen in ihren tollkühnen Kluften: Frotteebademäntel, Aluminiumhüte, Herzchensonnenbrillen und Eddingtätowierungen standen besonders hoch im Kurs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls EM-Spiele und langes Warten in der Bierschlange standen einem ununterbrochenen Konzertwandern zwischen den drei Bühnen und Konzerten von Radiohead, Deichkind, The Wombats, Foo Fighters, Maximo Park, Kettcar und über 50 anderen Bands im Weg. Für alle, die gerade woanders waren: jetzt.de präsentiert die schönsten Fotoeindrücke von drei Tagen Rock, Staub und Freudentränen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Klick auf das erste Bild hier geht's in die neue jetzt.de-Galerie!&lt;br /&gt;
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&lt;script language=&quot;javascript&quot; type=&quot;text/javascript&quot;&gt;onloads[onloads.length] = makeImageLightbox; var myLightbox = null; function makeImageLightbox() { myLightbox = new JetztImageLightbox(); }&lt;/script&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/437765</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/437765</guid>
      <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 19:00:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Live! Im Auge des Nachrichten-Orkans</title>
      <description>Zwischen Pizzakarton und Präsidenten-Prognose: Wie der amerikanische Nachrichtensender CNN den „Super Tuesday“ der US-Vorwahlen aufbereitet – eine Reportage aus New York.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Central Park in New York ist einer der wenigen Orte, die selbst bei Nieselregen und grau drückendem Himmel majestätisch strahlen. Von den oberen Stockwerken des Time-Warner-Gebäudes direkt an der südwestlichen Ecke des Parks kann man das gut sehen. Doch heute hat niemand hier Muße für den beeindruckenden Ausblick. Es ist „Super Tuesday“, der vermutlich entscheidende Tag im Vorwahlkampf um die amerikanische Präsidentschaft. 22, beinahe die Hälfte aller Bundesstaaten entscheidet heute, wen sie auf Seiten der Republikaner und wen für die Demokraten ins Rennen schicken wollen. Noch mehr Staaten als sonst haben sich für diesen Termin entschieden, manche sprechen deshalb auch vom „Super-Duper Tuesday“ oder vom „Tsunami Tuesday“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor zwei Tagen erst haben die New York Giants überraschend den Super Bowl gewonnen, die Stadt jubelt – so enthusiastisch das im geschäftig-coolen New York möglich ist. „Super Bowl, Super Tuesday – noch mehr Supersachen und wir werden alle einen Herzinfarkt erleiden“, scherzt CNN-Chef Jonathan Klein professionell, als er die Studiozuschauer zur Sondersendung „Conversations on the circle“ begrüßt. Drei Panels aus CNN-Reportern und Redakteuren des (zum selben Konzern wie CNN gehörenden) Time-Magazins versuchen, die Ergebnisse des heutigen Wahltages zu analysieren, so lange draußen im Land noch die Stimmen abgegeben werden und noch keine Ergebnisse zu vermelden sind. „40 Stunden Liveberichterstattung“, verspricht CNN und mehrere Moderatoren drohen an: „Es wird eine lange Nacht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/544904.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lasst nicht die Analysten reden – lasst die Kandidaten reden“, so hatte die Devise Kleins für die Wahlkampfberichterstattung seines Senders gelautet. Statt „Talking Heads“ und „Spin Doctors“ also mehr echte Debatten der Kontrahenten. Doch nun schweigen die Kandidaten für einen Moment, und es müssen doch die Experten ran und so lange darüber orakeln, was passieren könnte, müsste, sollte – bis es tatsächliche Ergebnisse gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Stock des Time-Warner-Gebäudes beherbergt ein Nobeleinkaufszentrum und die Kette „Border’s Books“ hat vor ihrem Laden Platz gemacht für die Kameras, eine kleine Bühne und viele rote, weiße, blaue Stühle auf denen internationale Journalisten, CNN-Mitarbeiter, Werbekunden und Freunde des Hauses Platz genommen haben. Auf dem Podium moderiert Anderson Cooper, der neue Starmoderator von CNN mit dem früh ergrauten Haar und den stahlblauen Augen eine Diskussionsrunde über die republikanischen Kandidaten. Ist McCain den Republikanern konservativ genug? Welche Rolle spielt der abgeschlagene Mike Huckabee noch? Ist New York wichtiger – oder Kalifornien? Kurze prägnante Statements sind gefragt, zackzack, dann geht es wieder in die Werbepause. Vor und nach jedem Reklameblock wird auf die CNN-Webseite hingewiesen, ebenso mantra-artig wird der Slogan „the best political team on television“ wiederholt. Der Sender – bei dem Larry King sonst auch Paris Hilton eine Stunde lang zu ihrem Leben befragt – meint es ernst, wenn es um die Wahlen geht. Das signalisiert auch der Schriftzug „CNN = Politics“, der die ebenfalls blau-weiß-rote Deko ergänzt und immer wieder unten im Bild eingeblendet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1980 gegründete Sender tut gut an dieser Linie: Das Interesse der Amerikaner an diesem Wahlkampf ist enorm, die letzte Debatte der Demokraten war die meistgesehene, die je ein Nachrichtensender gezeigt hat. FOX News, der von Rupert Murdoch gegründete Konkurrenzkanal, ist quotenmäßig abgeschlagen, seit Amerika im Wahlfieber ist. Vor allem junge Wähler interessieren sich wieder stärker als bei den letzten Wahlen – vielleicht weil diesmal noch alles möglich erscheint. Von einer Doppelkandidatur Obama/Clinton bis zu einem überraschenden Antreten von New Yorks Bürgermeister Bloomberg. Auch als am Ende der Diskussionsrunde erste Ergebnisse aus West Virginia bekannt gegeben werden, die Mitt Romney in Führung sehen, sind sich alle einig: Das heißt noch gar nichts. Alles geht. Es wird eine lange Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/544902.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;txtbildcredit&quot;&gt;Wolf Blitzer in Aktion&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Stunden und mehrere Ergebnisrunden später moderiert Wolf Blitzer, der onkelige Anchor mit dem grauen Vollbart aus dem „Situation Room“. Im Weißen Haus ist der „Situation Room“ das Zimmer, in dem sich der Präsident mit seinen Generälen trifft, wenn es irgendwo auf der Welt so richtig Ärger gibt. Bei CNN ist es das modernste der zahlreichen Studios im 2004 eröffneten Neubau mit den über acht Meter hohen Decken und 80 000 Kilometern verlegten Kabeln. Blitzer steht vor einem riesigen Bildschirm auf dem immer neue Diagramme und Ergebnisse erscheinen: Barack Obama hat Illinois und Georgia geholt, Hillary Clinton Oklahoma und New Jersey. Bei den Republikanern scheint momentan John McCain das Rennen zu machen, er konnte seinen Konkurrenten in Illinois, Connecticut und New Jersey ausstechen, Mitt Romney holte dafür Utah und Massachusetts. Letzteres für die Experten, die so genannten „pundits“ nicht weiter überraschend, war er dort doch früher Gouverneur. Die Analysten sitzen teilweise weniger Meter entfernt von Blitzer im Studio, andere werden von außen zugeschaltet und befinden sich in den Hauptquartieren der Kandidaten, wieder andere sitzen in anderen Stockwerken des Gebäudes in „Flash Studios“ - etwas größeren Wandschränken mit einer Kamera darin, und werden bei Bedarf zugeschaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Nächste Seite: Im Raum der tausend Bilder&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Macht darüber, welches von all diesen Gesichtern wann auf dem Bildschirm zu sehen ist, hat David Bohrman. Der Washingtoner Bürochef von CNN sitzt ausnahmsweise in New York und produziert dort vom Control Room aus die Sendung. Die schwarzen Locken kleben dem Schwergewicht ein wenig im Nacken, während seine Augen blitzschnell über die rund 30 Bilder tanzen, die verschiedene CNN-Kameras aus dem ganzen Land auf eine riesige Bildschirmwand vor ihm übertragen. Im Eiltempo wird hin und her geschaltet zwischen einer Dankesrede von Hillary Clinton zu einer Einschätzung von CNN-Korrespondent John King, dann wieder zurück ins Studio zu Wolf Blitzer. Produzent Bohrman will eine Grafik von der Entscheidung in New York haben, ruft er durch den mit Menschen und Getränkedosen überfüllten Raum, doch der Verantwortliche ruft – nachdem er sein Headset konsultiert hat – zurück, es gebe noch keine aussagekräftigen Zahlen. Es wird noch eine lange Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Newsroom, wo an endlosen Reihen von Monitoren Redakteure sitzen und Zahlen auswerten, Agenturmeldungen deuten und Fakten recherchieren, riecht es nach Essen. Ein Kameramann, der gerade Pause hat, schiebt sich eine Stange grünen Spargel in den Mund, hinter ihm werden dreißig riesige Pizzakartons zur Tür herein getragen. Es ist weniger laut, als man es bei so vielen Menschen, so vielen Informationen und so viel Hektik erwarten würde. Finger fliegen über Computertastaturen, Menschen hasten vorbei und finden trotz ihrer Eile ein freundliches „Hey, what’s shaking?“ für ihre Kollegen. Kräne werden geschwenkt, deren rasante Kamerafahrten die Räume im Fernsehen viel größer wirken lassen, als sie in Wirklichkeit sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/544903.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;txtbildcredit&quot;&gt;Alles rechnet, einer spricht. Anderson Cooper, ganz hinten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderson Cooper, der zwischenzeitlich in Jeans und Kapuzenpulli durch die Gänge lief, hat sich wieder in seinen Anzug geworfen und moderiert nun mit Wolf Blitzer zusammen den weiteren Wahlabend. Hektisch klappt er in einer Werbepause das eine Notebook zu, ein anderes auf, wirft dazwischen einen Blick auf sein Blackberry. Dann hält er kurz inne, den Blick ins Nichts gerichtet und der Stimme aus dem Knopf in seinem Ohr lauschend, die ihm verrät, wie es nach der Werbeunterbrechung weitergeht. Könnte man die Masse an Informationen sichtbar machen, die hier in diesen Stunden durch die Luft schwirren, man würde vermutlich auf der Stelle blind werden. Doch genau das, das Sichtbarmachen der letzten Neuigkeiten, ist die Aufgabe der rund 600 CNN-Mitarbeiter am Standort New York. Denn schon wieder gibt es neue Ergebnisse: Hillary Clinton hat New York, Tennessee und Arkansas geholt und damit einigen Abstand zu ihrem Rivalen Obama gewonnen. Bei den Republikanern setzt sich John McCain mit Siegen in New York, New Jersy und Arizona weiter von Konkurrent Romney ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach Mitternacht – nachdem sowohl Hillary Clinton als auch Barack Obama in ihren Reden zwar selbstbewusst aufgetreten sind, sich jedoch aufgrund der Pattsituation nicht als Sieger feiern können – schnallt sich schließlich CNN-Veteran Larry King die Hosenträger um und löst mit einer Sonderausgabe von „Larry King Live“ die bisherigen Moderatoren ab. Das Rennen in Kalifornien, aufgrund seiner vielen Einwohner einer der wichtigsten Staaten der Nacht, ist noch immer nicht entschieden. Zu knapp liegen sowohl Obama und Clinton als auch McCain und Romney beisammen. Es wird noch immer – eine lange Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Auf den nächsten Seiten: Eindrücke aus dem CNN-Hauptquartier während des &quot;Super-Tuesday&quot;&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/544924.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
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&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/544925.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
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&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/544926.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
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&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/544927.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
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&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/544928.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
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&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ma/max-scharnigg/text/regular/544929.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
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      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/419675</link>
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      <pubDate>Wed, 06 Feb 2008 09:15:00 +0100</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Mies aufgelegt: DJ Whitebread bei der Weihnachtsfeier</title>
      <description>Die besten DJs erzählen von ihren schlimmsten Nächten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein blödestes DJ-Erlebnis fand Ende letzten Jahres statt. Ich war für die Weihnachtsfeier einer Werbeagentur gebucht, die im Berliner Club Weekend stattfinden sollte. Eigentlich habe ich ja keinen Bock Dance-Hit-Scheiße zu spielen, wie sie auf solchen Veranstaltungen gewünscht ist. Meistens lege ich zusammen mit einem Kumpel unter dem Namen „Whitebread und Meatpipe“ Old-School-Hiphop auf, zum Beipsiel im Rio oder im Magnet Mitte. Aber weil die Weihnachtsfeier im Weekend war, und ich damit noch einen weiteren guten Berliner Club auf die Liste bekommen konnte, sagte ich zu. Außerdem war die Bezahlung auch recht gut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/311946.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie mit der Mitarbeiterin, die mich gebucht hatte, verabredet, kam ich also gegen 22 Uhr mit den Plattenkoffern an und wollte auch gleich loslegen. Das ging aber nicht, denn ich musste mir zunächst über ein Stunde verschiedene Performances und Kunststückchen der Mitarbeitergruppen und Abteilungen anschauen, die damit die Weihnachtsfeier aufpeppen wollten. Oder wahrscheinlicher und fast noch schlimmer: Sie wollten den Vorgesetzten ihre Kreativität beweisen. Am schlimmsten bzw. schönsten war eine Aerobic-Performance zu den Klängen von Eric Prydz’ „Call On Me“, dem damaligen House-Hit mit den Aerobic-Tänzerinnen im Video. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen halb zwölf durfte ich dann anfangen, und ich schaffte es auch gleich mit dem ersten Lied, die Menge zum Tanzen zu bringen. Ich hatte Sheila E. aufgelegt – ein Kompromiss zwischen Mainstream-Smasher und kredibler Qualität, den man machen kann, finde ich. Wenn es so weitergeht, kann ich mich nicht beklagen, dachte ich zufrieden. Doch noch während des ersten Tracks kam der erste Geschäftsführer der Agentur und meinte, er hätte jetzt den total passenden Knaller. Mit der Ankündigung, den wolle er als nächstes spielen, klappte er sein iBook auf und klickte sich durch seine iTunes-Playlist. Mit einem von „It’s Raining Men“ gequälten Lächeln ließ ich ihn gewähren, da ich dachte, er würde sicherlich bald wieder verschwinden. Doch nachdem er drei bis vier Hits rausgehauen hatte (neben den &lt;i&gt;Weather Girls&lt;/i&gt; auch Robbie Williams), war nicht etwa Schluss. Nein, jetzt kam der zweite Geschäftsführer und meinte er wolle auch mal ran. Gesagt getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ging es den ganzen Abend. Mein Song-Count blieb bei „1“ stehen und die beiden Geschäftsführer wechselten sich hinter ihren Notebooks ab. Ich fragte mich, ob ein Lied im Weekend zählen würde als dort „aufgelegt“ zu haben und dachte ansonsten an das leicht verdiente Geld. Während ich wie ein Adjutant hinter dem DJ-Pult stand,  ließ ich mich von der Sekretärin des ersten Geschäftsführers mit Buletten vom „Flying Buffet“ füttern. Die waren echt lecker. Und die Sekretärin auch am nächsten Morgen noch ganz nett. Vielleicht war es also doch kein so schlimmer Abend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DJ Whitebread heißt eigentlich Lars und geht in Berlin einem seriösen Beruf in der Marketingbranche nach. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p align=&quot;right&quot;&gt;Protokoll:&lt;/p&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/318818</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/318818</guid>
      <pubDate>Mon, 10 Jul 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Battle of the Länder: Argentinien - Deutschland</title>
      <description>Zum Viertelfinale am Freitag - ein Ländervergleich in Bildern&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312705.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Trainingseinheit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312703.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Vorwiegender Tanzstil&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312717.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rauschgiftsüchtiger Prominenter&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312716.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Paarungsritual&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312715.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt; Urahnen in Firmenlogos&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312771.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nationalgetränk&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312709.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fortbewegung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312707.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Musikinstrument&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312711.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nationalheld&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312714.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Meistfotografierter Fan&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312708.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Form auf der Landkarte&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312772.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verrücktester Fan&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312706.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Umsetzung der Homoehe&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312767.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nationaldroge&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312704.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mode für Übergangsjahreszeiten&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312713.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Liest man gerne&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312770.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hollywood-Version&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312710.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Klassenkampf&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312712.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ohrschmuck&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312764.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Achtelfinale verlor Deutschland zwar den &lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/317628&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ländervergleich Deutschland-Schweden &lt;/a&gt; - gewann dafür aber das Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p align=&quot;right&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Von &lt;a href=&quot;/jetztpage/max-scharnigg&quot;&gt;max-scharnigg&lt;/a&gt; und&lt;/p&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/318953</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/318953</guid>
      <pubDate>Thu, 29 Jun 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>jetzt-WM: Die Viertelfinale</title>
      <description>Jeweils am Vortag der WM-Spiele werden bei der jetzt-WM die Begegnungen am redaktionseigenen Tipp-Kick-Tisch ausgetragen. Die Ergebnis-Übersicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Samstag, 1. Juli 2006&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/313497.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Ecuador - Argentinien (17 Uhr, Gelsenkirchen)&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5 : 6 &lt;/b&gt;(nach Verlängerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Spiel: England - Portugal)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/313499.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Tschechien - Togo (21 Uhr, Frankfurt)&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2 :3 &lt;/b&gt;(nach Verlängerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Spiel: Brasilien - Frankreich)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Freitag, 30. Juni 2006&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312576.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Paraguay - Elfenbeinküste (17 Uhr, Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5 : 4 &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Spiel: Deutschland - Argentinien 5 : 3 (nach Elfmeterschießen)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/312577.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Kroatien - Frankreich (21 Uhr, Hamburg)&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1 : 5&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Spiel: Italien - Ukraine 3 : 0)&lt;/i&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/319134</link>
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      <pubDate>Thu, 29 Jun 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Fußball kommt nach Hause – mit Fettes Brot, Kettcar und Superpunk</title>
      <description>Hey, schon gemerkt? ´s is WM! König Blatter, Kaiser Franz und Public Viewing Areas regieren – und wenn es mal regnet in schwarzrotgeil-Land, darf man mit einem Hornbach-Schirm nicht ins Stadion, weil OBI mehr Geld bezahlt hat. Aber das ist egal, trotzdem sind alle mit einem Mal Fußballfans, analysieren Ecuadors Sturm und die Abseitsfalle der Schweizer. Selbst Leute, die sonst stets einen Distinktionsgewinn daraus ziehen, sich „so dermaßen null“ für Fußball zu interessieren, werden plötzlich aufgeregt und machen bei Tippspielen und Fangesängen mit. Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles stinkt natürlich denjenigen, die sich Wochenende für Wochenende ins Stadion schleppen und auch dann ihre Mannschaft anfeuern, wenn Günther Jauch am Abend keine Bilder davon launig durchmoderiert. Die sich auch bei Novemberniesel in die Fankurve stellen, den Schal enger schnallen und was es an frustigen Härtebildern noch so in unserem Kopf geben mag. Die Hamburger Pop-Innenverteidigung hat sich zusammengetan und eine kleine Hymne aufgenommen, in der die uneingeschränkte Liebe zum Fußball auch in den vier Jahren zwischen den WMs besungen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/311474.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fußball ist immer noch wichtig“, beschwören &lt;i&gt;Fettes Brot&lt;/i&gt; den hadernden Fan in sich. Nach und nach eingewechselt werden: Bela B. (&lt;i&gt;Ärzte&lt;/i&gt;-Schlagzeuger und Kuttner-Lover), Carsten Friedrich (&lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/315805&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Superpunk-Sänger&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/269049&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;WM-Hasser&lt;/a&gt;) und Marcus Wiebusch (&lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/298846&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kettcar-Sänger&lt;/a&gt; und Pauli-Geher). Anfangs melancholisch, später kämpferisch – wie es sich für die Fankneipe gehört. &lt;a href=&quot;http://www.fussball-ist-immer-noch-wichtig.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; kann man das Lied herunterladen, ein heimgemachtes &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=-eJcnuztiZM&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Video&lt;/a&gt; gibt es auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Speichern unter:&lt;/b&gt; Du gehst niemals allein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Mehr Fußball-Lieder zum Runterladen gibt es &lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/315217&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/i&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/318609</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/318609</guid>
      <pubDate>Tue, 27 Jun 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>jetzt-WM: Die Achtelfinale</title>
      <description>Jeweils am Vortag der WM-Spiele werden bei der jetzt-WM die Begegnungen ausgetragen. Die Ergebnis-Übersicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dienstag, 27. Juni 2006&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/310832.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Brasilien - Tschechien (17 Uhr, Dortmund)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3 : 4&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Ergebnis: Brasilien - Ghana 3 : 0)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/310843.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Ukraine - Togo (21 Uhr, Hannover)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2 : 4&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Ergebnis: Spanien - Frankreich 1 : 3&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Montag, 26. Juni 2006&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/310844.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
USA - Kroatien (17 Uhr, Kaiserslautern)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4 : 5 (nach Elfmeterschießen)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Ergebnis:  Italien - Australien 1 : 0)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/310837.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Frankreich - Spanien (21 Uhr, Köln)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4 : 2&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Ergebnis:  Schweiz - Ukraine 0 : 3 (nach Elfemterschießen))&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sonntag, 25. Juni 2006&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/310841.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Schweden - Ecuador (17 Uhr, Stuttgart)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2 : 4&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Ergebnis: England - Ecuador 1 : 0)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/310839.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Mexiko - Argentinien (21 Uhr, Nürnberg)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;0 : 1&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Ergebnis: Portugal - Niederlande 1 : 0)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Samstag, 24. Juni 2006&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/310833.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Deutschland - Paraguay (München, 17 Uhr)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5 : 8&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Ergebnis: Deutschland - Schweden 2 : 0)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/310836.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste - Portugal (21 Uhr, Leipzig)   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;8 : 7&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(reales Ergebnis: Argentinien - Mexiko 2 : 1)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Du willst mehr über die jetzt-WM wissen? &lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/313787&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; gibt es eine Übersicht über das &quot;Wer ist wer?&quot; und zudem ein &lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/313794&quot;&gt;Interview&lt;/a&gt; über Modus und Ablauf der jetzt-WM.&lt;/i&gt; Die Ergebnisse der Vorrunde stehen &lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/313805&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/318247</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/318247</guid>
      <pubDate>Mon, 26 Jun 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Jungsein in der Provinz - zu Besuch in Kleinstädten im Osten und Westen</title>
      <description>Wenn man Magazine liest und fernsieht, meint man, in Deutschland jung zu sein, bedeute Kaffeetrinken in München und Ausgehen in Berlin. Aber Deutschland ist Provinz: Vom Flugzeug aus sieht man das – Dörfer aus denen Neubaugebiete wie Krebsgeschwüre herauswachsen und Kleinstädte mit tristen Gewerbeparks, von Feldern umgeben. Wie lebt es sich dort, weit ab von allen Clubs und Bars? Fotografin Benja Weller und Reporterin Katarina Bader waren zwei Wochenenden lang in ländlichen Gebieten unterwegs: einmal im äußersten Nordosten und einmal tief im Südwesten Deutschlands. Eine Tour zu Bauwagenfesten, Bushaltestellentreffs und Fußballer-Vereinsheimen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/309533.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/317621&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Osten:  Jeden Tag ein Abschied&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ducherow sitzen Punks und Rechte gemeinsam auf dem Supermarkt-Parkplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/317622&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Westen:  Leben auf Abruf&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lossburg trinkt die Dorfjugend neben dem Stammtisch Cola-Weizen&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/317620</link>
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      <pubDate>Sun, 25 Jun 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Nachwuchs-Ideen</title>
      <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Schlechte Idee: Jugendarbeit mit Spuckerändern&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Ashcroft hält sich nicht nur für &lt;a href=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/254939&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jesus&lt;/a&gt;, sondern auch für einen talentierten Streetworker: „Hallo, ich bin Richard und ich werde hier ein bisschen Jugendarbeit machen“, frohlockte ein leicht derangiert wirkender Ashcroft am Montagabend im Bridge Club zu Chippenham, während ihn rund 60 Teenager mit großen Augen ansahen. Augenzeugen berichteten einer englischen Zeitung: „Er war den Tränen nah. Er sagte immer wieder, er wolle mit Kindern arbeiten und ,gute Dinge´ tun. Er war absolut nicht aggressiv, sondern sehr charmant und freundlich, immer wieder umarmte er die Mitarbeiter und Jugendlichen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/309352.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ashcroft, der zwei Abende zuvor im Old Traffor Cricket Ground zu Manchester das größte Solokonzert  seiner Karriere gegeben hatte, habe „wie ein Penner“ ausgesehen, erinnern sich die Anwesenden, „er war zerzaust und unrasiert, seine Klamotten waren dreckig und um seinen Mund war Spucke festgetrocknet“. Da der ehemalige &lt;i&gt;Verve&lt;/i&gt;-Sänger allen freundlichen Aufforderungen, doch bitte wieder zu gehen, widerstand, wurde er von der Polizei vorübergehend festgenommen und nach einer Standardstrafe von 80 Pfund für Ruhestörung wieder auf freien Fuß gesetzt. Gründe für den absonderlichen Auftritt sind nicht bekannt, „Es sieht so aus, als sei er betrunken gewesen“, gab ein Polizist fachmännisch zu Protokoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gute Idee: Tourbus mit Lauftstall&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt sich high wie ein verdammter Lenkdrachen an fremde Kids ranzuwanzen, setzt man vielleicht lieber selbst welche in die Welt, wenn die Sehnsucht nach der Jugend so groß ist. So haben es jedenfalls Judith Holofernes und Pola Roy von &lt;i&gt;Wir sind Helden&lt;/i&gt; gemacht. Judith Holofernes ist im vierten Monat schwanger, der Geburtstermin ist im Dezember. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/309462.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Pressemitteilung äußern sich die beiden werdenden Eltern begeistert über den Nachwuchs: &quot;Wir freuen uns sehr auf das Baby und der ganze &lt;i&gt;Wir-sind-Helden&lt;/i&gt;-Reisebus ist entzückt. An bärtigen Babysittern wird es uns auf jeden Fall nicht fehlen. Alle für dieses Jahr angekündigten Konzerte werden gespielt. Im Herbst werden wir uns zurückziehen, um weiter an der neuen Platte zu arbeiten. Diese dritte Platte wird im nächsten Jahr herauskommen - nach einer Babypause im Winter. Und wenn unser Baby beim Anblick unserer wilden Horde nicht anfängt zu weinen, werden wir 2007 mit Kind und Kegel und neuer Platte auch Konzerte spielen.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer glaubt, nach Konsumkritik sei nun Kinderkriegen das neue Thema, mit dem die &lt;i&gt;Helden&lt;/i&gt; im Windschatten von Ursula von der Leyen die Feuilletons vollreden wollen, muss sich eine zynische Weltsicht attestieren lassen: Die beiden Musiker wünschen keine weitergehende Berichterstattung zu diesem Thema und wollen keine Interviews geben. Auch Anrufe von Richard Ashcroft werden bislang nicht angenommen.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/317543</link>
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      <pubDate>Fri, 23 Jun 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Hundert Jahre Einsamkeit - Pop und das Alleinesein</title>
      <description>Kaum ein Sujet ist in der Popmusik so beliebt wie die Einsamkeit. Ob das Girl weggelaufen ist, die neue Stadt einen mit verschränkten Armen begrüßt, einfach keiner anruft oder man generell nicht klarkommt mit diesen komischen anderen Leuten - man ist ja oft irgendwie alleine und dann ist es gut, wenn man Lieder darüber schreiben kann - oder zumindest hören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anlässlich des Einsamkeitsschwerpunkts auf jetzt.de haben wir die 50 besten Songs zum Thema &quot;ohne die doofen Anderen&quot; gesammelt. Noch nicht einsam genug? Immer zu viele Kumpel und Kumpelinen um dich herum? Dann einfach die gelisteten Songs beim Downloadhändler deines Vertrauens einkaufen, auf den mp3-Player spielen und sinister durch die anonyme abweisende Stadt laufen. Yeah, wie geil verzweifelt und einsam wird das denn noch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308944.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;The Lonesome Kicker&quot;&lt;/b&gt; Adam Sandler &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;One&quot;&lt;/b&gt; Aimee Mann &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308939.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Tired Of Being Alone&quot;&lt;/b&gt; Al Green&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Hope There Is Someone&quot;&lt;/b&gt; Antony &amp; The Johnsons &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;In My Room&quot;&lt;/b&gt; Beach Boys &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Lonesome Tears&quot;&lt;/b&gt; Beck &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;The Loneliness of a Middle Distance Runner&quot;&lt;/b&gt; Belle &amp; Sebastian&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308940.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Song For The Dumped&quot;&lt;/b&gt; Ben Folds Five&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Es wird noch ein sehr schöner Tag werden&quot;&lt;/b&gt; Bernd Begemann &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Das Herz ist ein einsamer Jäger&quot;&lt;/b&gt; Bienenjäger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Dancin' With Myself&quot; &lt;/b&gt;Billy Idol &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Auf Niemandes Seite&quot; &lt;/b&gt;Busch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308933.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Exklusiv zum Schweden-Tag am Samstag - der schwedische Einsamkeitssong!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;3.45 No Sleep&quot;&lt;/b&gt; Cardigans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Lonely Weekends&quot;&lt;/b&gt; Charlie Rich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;I Get Along Without You Very Well&quot;&lt;/b&gt; Chet Baker &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Me, Myself And I&quot;&lt;/b&gt; De La Soul &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Your Heart Is An Empty Room&quot; &lt;/b&gt;Death Cab For Cutie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;My World&quot; &lt;/b&gt;Descendents &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Alone&quot; &lt;/b&gt;Dinosaur Jr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308941.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Lonely Teenager&quot; &lt;/b&gt;Dion &amp; The Belmonts &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;All By Myself&quot; &lt;/b&gt;Eric Carmen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;I Want To Be Alone&quot; &lt;/b&gt;Green Day &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Ich geh jetzt schlafen ohne Dich&quot; &lt;/b&gt;Heinz aus Wien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Choked And Separated&quot;&lt;/b&gt; Hot Water Music &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;I'm So Lonesome I Could Cry&quot;&lt;/b&gt; Hank Williams&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308943.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Don't Want To Know If You Are Lonely&quot;&lt;/b&gt; Hüsker Dü &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;I'm a Lonesome Fugitive&quot; &lt;/b&gt; Jerry Lee Lewis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Lonesome To The Bone&quot;&lt;/b&gt; Johnny Cash&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Isolation&quot; &lt;/b&gt; Joy Division &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Sunday Morning Coming Down&quot;&lt;/b&gt; Kris Kristofferson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Lonely in Love&quot;&lt;/b&gt; Lyle Lovett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;No One Will Ever Love You&quot; &lt;/b&gt; Magnetic Fields &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;My Life Is A Succession Of People Saying Goodbye&quot;&lt;/b&gt; Morrissey &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;I'm Not Going Anywhere Tonight&quot;&lt;/b&gt; Owen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;I Am Always The One Who Calls&quot; &lt;/b&gt; Pedro The Lion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308950.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Lonely Day&quot; &lt;/b&gt; Phantom Planet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;So Lonely&quot;&lt;/b&gt; Police &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308949.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Only The Lonely&quot;&lt;/b&gt; Roy Orbison&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;I Think Of You When My Phone Doesn't Ring&quot;&lt;/b&gt; Subterfuge &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club Band&quot;&lt;/b&gt; The Beatles &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Ask The Lonely&quot;&lt;/b&gt; The Four Tops &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;I'm a Loner, Dottie, a Rebel&quot;&lt;/b&gt; The Get Up Kids &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Lonely Days&quot;&lt;/b&gt; The Bee Gees &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Heaven Knows I'm Miserable Now&quot;&lt;/b&gt; The Smiths &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Lieber allein&quot;&lt;/b&gt; Tilman Rossmy &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Als letzter auf der Bank&quot;&lt;/b&gt; Tocotronic &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Die Nacht, in der ich starb&quot;&lt;/b&gt; Tomte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308948.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;One&quot;&lt;/b&gt; U2 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;The World Has Turned And Left me Here&quot;&lt;/b&gt; Weezer&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/317291</link>
      <guid>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/317291</guid>
      <pubDate>Thu, 22 Jun 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Bush-Tochter bei Radiohead - wie politisch kann Pop noch sein?</title>
      <description>Hohen Besuch bekam die Band &lt;i&gt;Radiohead&lt;/i&gt; vor einigen Tagen bei ihrem  Gastspiel in New York. Eine der beiden Töchter von US-Präsident George Bush ließ sich auf dem Konzert der Briten sehen – und sorgte offenbar beim Verlassen der Halle durch ein starkes Aufgebot an Personenschützern für größere Unruhe. Auf ihrer Website zeigte sich &lt;i&gt;Radiohead&lt;/i&gt;-Sänger Thom Yorke daraufhin selbst ratlos darüber, wie man sich als Band bei unerwünschtem Besuch zu verhalten habe und erwog verschiedene Reaktionsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a)	Geehrt&lt;br /&gt;
b)	Amüsiert&lt;br /&gt;
c)	Irritiert&lt;br /&gt;
d)	Fragen, ob sie ein Ticket hatte&lt;br /&gt;
e)	Nachträglich aus moralischen Gründen protestieren&lt;br /&gt;
f)	Sie noch einmal fragen, ob sie wirklich ein Ticket hatte und in Frage stellen, ob es das ist, worum es bei unseren Gigs geht&lt;br /&gt;
g)	Der Tochter nicht die Schuld für den Vater geben&lt;br /&gt;
h)	Die Klappe halten und lächeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat eine schwierige Frage. Was bedeutet es, wenn Leute, die man latent unsympathisch findet, plötzlich dieselbe Musik mögen wie man selbst? Taugt Musik noch zur Abgrenzung gegen weltanschaulich Andersdenkende? Ist Pop immer politisch? Oder eben doch nur Musik, zu der jeder mit dem Kopf nicken kann, der zwei funktionierende Ohren hat? Ein Fall für Zwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wer geht schon noch auf ein Radiohead-Konzert?, &lt;br /&gt;
fragt &lt;a href=&quot;/jetztpage/max-scharnigg&quot;&gt;max-scharnigg&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308515.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem ist der Konsens. Das ist eine These, nahezu eine Phrase, aus den neunziger Jahren, einer Zeit in der die Distinktion und ultracoole Selbstreflexion der Gesellschaft ihren dekadenten Höhepunkt erreichte. Alles, was der popliterarisch getunte Konsument kaufte, hörte oder trug, war Statement, Expertise, Abzeichen. Early Adopter zu sein war Pflicht, am besten in allen Kulturbereichen und fast noch wichtiger war es, definieren zu können, wann genau der entdeckte heiße Scheiß das äußerst unsichtbare Geheimtipp-Ghetto verließ und von der hässlichen Masse geschluckt wurde. Wann man sich also abzuwenden hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die Popmusik wurde dabei zu einem Schlachtfeld, auf dem sich der Frontverlauf schneller änderte, als die WOM-Verkäufer die Platten der diskutierten Bands einsortieren konnten. Die freilich dort, bei WOM, schon wieder nahe am Abgrund des kommerziellen und ideologischen Ausverkaufs standen. Worum ging es damals jenen, die ihre Plattensammlungen und Bandkenntnisse wie Orden trugen und die bestimmten, dass etwa die Band &lt;i&gt;Air&lt;/i&gt; schon kurz nach ihrem furiosen Erscheinen nur noch Kaufhausfluren würdig war? Es ging (und geht) ihnen um eine Angst, die aus einer einfachen Annahme entsteht: Wenn der BWL-Spiesser, der Fitnessclub-Besitzer, George Bush, der Mallorca-Bierbauch und jeder andere Uncoolist die gleiche Musik hört, wie man selber, wäre es ja auch denkbar, dass man sonst einiges mit ihm gemein hätte. Und das möchte man nicht. Man möchte eigentlich nicht mal beim selben Bäcker wie der einkaufen. Und eben schon gar nicht Emotionsgüter wie Musik mit ihm teilen. Weil es die ganze lang erarbeitete Insider-Kulisse einstürzen lassen würde und die Mühe lächerlich gemacht hätte, mit der dieser verquaste Lebenssinn einherging, dieses anstrengende Sammeln rarer Fanzines und das ewige Aufnehmen ausgetüftelter Kassetten mit Tophits, die niemand kennt. Hatte man einmal damit angefangen, sich vom Goldkettchen-Tschakko abzugrenzen, musste man unheimlich am Ball bleiben, sonst hieß es: Hallo Lebenslüge! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ganze weichte mit Anfang dieses Jahrtausends etwas auf, der globale Individualismus erhob sich über die fortwährende ironische Selbstreflexion und Kategorisierung, etwa eines Nick Hornby. Immer mehr Leute machten, was sie wollten, und immer weniger fanden sich auf der anderen Seite bereit, das zu katalogisieren, zu schmähen und ihren eigenen Lebenskurs daran abzugleichen. Der Satz „Ich habe Karten fürs &lt;i&gt;Wir sind Helden&lt;/i&gt;-Konzert“ konnte 2005 ja nicht nur von nahezu allen Gesellschaftsteilnehmern stammen, es wollte sich auch kaum ein Volljähriger mehr finden, der daran Anstoß nahm, deswegen seinen Freundeskreis nachjustieren mochte oder verächtlich die Augenbrauen hochzog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man wünscht viel Spaß, trägt auf seinem iPod Hiphop, Oliver Pocher, &lt;i&gt;Air&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;My Bloody Valentine &lt;/i&gt; spazieren, mit Vans an den Füßen, Lacoste-Polohemd am Körper und mit einem Religionsmix aus Kabalaa und „Papstmögen“ im Kopf. Alles ist möglich, das popintellektuelle Kastensystem ist abgeschafft, anything goes und alles (vor allem alte Hippies und ihre Kinder) jubelt. Wer heute im Internet eine Plattenrezenion mit Kommentarfunktion postet, hat sich innerhalb kurzer Zeit die genaue Gegenmeinung und vier unterschiedlich gefärbte Stellungnahmen eingefangen. Und dann stehen eben irgendwann die Bush-Sisters bei &lt;i&gt;Radiohead&lt;/i&gt; und zwar ganz einfach weil sie - anything goes – überhaupt kein Widerspruch sehen zwischen erzkonservativer Erziehung und liberal-avantgardistischer Popmusik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist schade, aber das ist ein Zeichen der Zeit und alle, die sich daran stören oder darüber grübeln, zum Beispiel Thom Yorke, sind nun mal Geistespflanzen der neunziger Jahre. Einer Zeit, in der es noch möglich war, dass auf einem Konzert ausschließlich tolle Menschen zusammen kamen. Als das Schubladendenken nicht nur „total unfair Andersdenkende ausgegrenzt“ hat, sondern eben auch total fair, ganz schnell und problemlos diejenigen vereinte, die die richtigen Orden am richtigen Revers trugen und die sich liebten und verstanden. Hat auch was für sich. Und ein bisschen Abgrenzung könnte heute gelegentlich nicht schaden - allerdings natürlich nicht am &lt;i&gt;Radiohead&lt;/i&gt;&gt;-Konzert, da ist es ja schon völlig wurscht. Wer geht denn schließlich heute noch auf ein &lt;i&gt;Radiohead&lt;/i&gt;-Konzert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alle dürfen alles hören – sagt &lt;a href=&quot;/jetztpage/christoph-koch&quot;&gt;christoph-koch&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/308516.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„It’s not the band I hate, it’s their fans“ sang die kanadische Gruppe &lt;i&gt;Sloan&lt;/i&gt; in ihrem Song “Coax Me” und beschrieb damit perfekt jenes Gefühl, das einen manchmal auf Konzerten ereilt: Den Wunsch, bestimmen zu dürfen, wer bestimmte Musik hören darf und wer nicht – bloß weil man diese Musik vielleicht einen Tick früher gehört hat als die breite Masse. Richtig klug war dieser Wunsch nie, seit Postmoderne, Internet und so weiter ist er jedoch endgültig over.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den elitären Status, den jede Nischenmusik jenseits des Mainstream einmal mit sich brachte – sei es Jazz, EBM, Psychobilly oder Drum&amp;Bass - speiste sich zumindest teilweise aus den Schwierigkeiten, die man auf sich nehmen musste, um die Musik zu hören. Man musste Clubs in schlechten Gegenden aufsuchen, muffige Plattenladen-Keller durchwühlen, die richtigen Leute kennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute reicht es, einmal den richtigen Bandnamen aufzuschnappen und man kann sich nicht nur sofort von ausführlichen Hintergrundinfos bis zum musikalischen Gesamtwerks als MP3 alles Notwendige im Internet besorgen, sondern über die ähnliche-Künstler-Funktion „dies wird ihnen auch gefallen“ auch an einem gemütlichen Sonntagvormittag per Mausklick die komplette Hiphop-Historie zum Angeben auf den Rechner ziehen. Dass sie dann dort liegt, bedeutet folglich – nichts mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich mit jemandem anfreundet, nur weil die CD-Sammlung stimmig erscheint, beweist also nicht Geschmack und Kennerschaft, sondern vor allem Kurzsichtigkeit. Und wer einen herzensguten Menschen allein deshalb verschmäht, weil dieser sich nur CDs von Madonna, Robbie Williams und Kylie Minogue kauft („die meisten hab ich eh geschenkt bekommen“), macht einen Fehler und sein eigenes Leben ärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch es geht gar nicht nur um cool oder uncool. Sondern auch darum, dass Musik weit weniger Inhalt transportiert als gedacht. „Die machen doch voll kritische Lieder gegen ihren Papa!“, denken sich manche &lt;i&gt;Radiohead&lt;/i&gt;-Fans empört, „Wie kann die Bush-Tochter da in der ersten Reihe ausflippen?“. Und vergessen dabei, dass bei einer Straßenumfrage zur Bedeutung des &lt;i&gt;Radiohead&lt;/i&gt;-Albumtitels „Hail To The Thief“ drei Antworten zu erwarten sind: „Radio…was?“ (99 Prozent), „Äh, geht’s um einen Juwelendieb?“ (0,995 Prozent) und „Darin prangert die Band die gestohlenen Wahlstimmen an, mit denen Bush Präsident wurde“ (0,005 Prozent).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist doch schön, wenn im Weißen Haus auch mal Bush-kritische Musik aus den Zimmern der trinkenden Präsidententöchter dröhnt. Und wenn der Doofmann aus der Parallelklasse &lt;i&gt;Wir Sind Helden&lt;/i&gt; hört, statt &lt;i&gt;Böhse Onkelz&lt;/i&gt; ist das vielleicht schon mal ein erster kleiner Schritt weg von der Doofheit. Andererseits sollt klar sein, dass es piepegal ist, ob der Nachbar seine Frau zu Klängen von &lt;i&gt;Rammstein&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Röyksopp&lt;/i&gt; verprügelt. Und wer glaubt, dass es letzteres nicht geben kann, lebt – Obacht! Doppelter Wortsinn! – in Lala-Land. Pop und die gleichnamige Musik taugen nicht mehr als Signifikant für Einstellungen, Wertesysteme, Meinungen. Der Punk mit dem schwarz-rot-gold gefärbten Echthaar-Iro, der heute Mittag an mir vorbeiradelte, sei mein Zeuge!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach so, und die Antwort auf die obige Multiple-Choice-Frage sollte sowieso klar sein: Wenn man Thom Yorke ist – immer, immer, immer h)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Illu:dirk-schmidt&lt;/i&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/317026</link>
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      <pubDate>Wed, 21 Jun 2006 19:36:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Happy Birthday, L'Age D'Or!</title>
      <description>Vor fast haargenau beinahe exakt 20 Jahren dründete sich das Hamburger Plattenlabel L'age D'Or. Zunächst nur als eine Art Konzertkollektiv angetreten entwickelte sich die Indiefirma um Carol von Rautenkranz und Pascal Fuhlbrügge im Lauf der Jahre zu einem der wichtigsten Umschlagplätze für relevante deutsche Popmusik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbige &quot;darf nicht dumm sein&quot;, so lautete ein frühes Motto des für gutes Sloganieering ebenso bekannten Labels wie für seine Künstler: Tocotronic, Die Sterne, Superpunk, Stella - sie alle zogen von hier aus, um die Welt - oder zumindest Popdeutschland zu betören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft von L'Age D'Or, die sich vor geraumer Zeit mit Ladomat 2000 ein elektronsiches Spielbein geschaffen hat. Zum Jubiläum gibt es eine Zeitreise in Plattencovern, angefangen von den ganz frühen Veröffentlichungen wie dem &quot;Dies ist Hamburg (Nicht Boston)&quot;-Sampler, bis zu den aktuellen Releases wie dem ersten amerikanischen Lado-Signing &lt;i&gt;The Gossip&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;vorspann&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1986 – Konzerte, keine Veröffentlichungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 – V.A. „Vorwärts Hamburg ‚87“ (Cassettensampler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305777.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 – Der Schwarze Kanal „Der endgültige Abschluss des Erdgasröhrengeschäfts“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305779.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 – V.A. „Dies ist Hamburg nicht Boston“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305780.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 – Kolossale Jugend „Leopard II“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305781.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 – Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs “Für Zuhause”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305782.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 – Huah! „Scheiß Kapitalismus“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305783.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 – Mastino „Brüder und Schwestern“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305784.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 – Die Regierung „Unten“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305785.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 – Tocotronic „Digital ist besser“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305786.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 – Rockabilly Mafia „Das ist Rockabilly!!!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305790.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997 – Stella „Okay, Tomorrow I’ll Be Perfect“ (Maxi)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305791.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 – Stella „Extra Life“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305792.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 – Aeronauten „Extremadura”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305793.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2000 – Tocotronic „K.O.O.K. Variationen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305795.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 – Superpunk „Wasser Marsch“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305798.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 – Turner „A Pack Of Lies”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305799.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 – Spillsbury „Raus“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305800.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 – Boxhamsters „Demut und Elite“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305801.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 – The Robocop Kraus „They Think They Are The Robocop Kraus“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305803.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 – The Gossip „Standing In The Way Of Control“&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
      <link>http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/315805</link>
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      <pubDate>Sun, 18 Jun 2006 20:30:00 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Eltern können auch zu viel Liebe geben</title>
      <description>&lt;b&gt;In ihren aktuellen Filmen spielen Katharina Schüttler und Constantin von Jascheroff Schüler, die mit Leistungsdruck umgehen müssen&lt;/b&gt;

Katharina Schüttler (26) und Constantin von Jascheroff (20) gelten als zwei der besten jungen Schauspieler des Landes. Während Katharina neben Filmrollen („Die innere Sicherheit“, „Das weiße Rauschen“) vor allem Theater spielt und zum Beispiel als „Hedda Gabler“ zum Theatertreffen eingeladen wurde, ist Constantin nebenher als Synchronsprecher und Musiker erfolgreich. Mit „Wahrheit oder Pflicht (Katharina) und „Falscher Bekenner“ (Constantin) sind derzeit beide im Kino zu sehen. Das gemeinsame Thema der Filme: Elterliche Erwartungen, Leistungsdruck und Versagensängste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ihr seid beide gerade im Kino zu sehen: beide in der Rolle von Kindern, die die Erwartungen ihrer Eltern, was Schule und Ausbildung betrifft, nicht erfüllen können – und darunter leiden. Glaubt ihr, das sind nur Einzelfälle, die sich Drehbuchschreiber ausdenken?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Die meisten Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, das kann man voraussetzen. Aber viele machen dann trotzdem einiges falsch – und setzen ihre Kinder unter Druck. Jeder geht anders mit diesem Druck um. Armin, meine Rolle in „Falscher Bekenner“, lässt das einfach über sich ergehen. Er ist zu faul und zu müde, um mit seinen Eltern zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;br /&gt;
Stattdessen geht er zu sinnlosen Vorstellungsgesprächen und flüchtet sich in eine Traumwelt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Ich glaube, das kommt tatsächlich häufig vor bei Leuten, die mit der Schule fertig werden und sich nie Gedanken gemacht haben, was sie nachher eigentlich machen wollen. Die geraten dann in so eine Leere.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305896.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;txtbildcredit&quot;&gt;Fotos: Edgar Zippel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ihr habt beide schon früh mit der Schauspielerei angefangen – gab es diese Phase der Unentschlossenheit also nie?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Nein, ich bin früh in die Schauspielerei hineingewachsen. Es gab auch nie dieses Sicherheitsdenken, erst etwas Solides als Grundlage zu machen und sich dann in der Kunst zu versuchen.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin, war für dich auch immer klar, was du werden willst?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Eigentlich schon. Aber ich will auch nicht nur Schauspieler sein. In ein paar Jahren möchte ich Regie führen, Drehbücher schreiben, ich mache Musik in meinem eigenen Studio – ich habe also mehrere Standbeine, das ist meine Art, mich abzusichern. Aber jeden Morgen zu einem langweiligen Bürojob zu gehen, das könnte ich mir nicht vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Manchmal hat man den Eindruck, das kann sich heute niemand vorstellen. Alle wollen sich „selbst verwirklichen“, künstlerisch arbeiten, „was mit Medien“ machen oder gleich Stars werden. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Man muss sich schon des Privilegs bewusst sein, das man hat, wenn einem das tatsächlich gelingt. Aber natürlich kann das nicht für alle funktionieren. Ich kann mir vorstellen, dass deshalb viele dann Kinder kriegen. In der New Economy waren die in irgendeiner Agentur und jetzt läuft es halt nicht mehr so toll. Da wird dann ein Kind schnell zur Rettung, zum neuen Lebensinhalt. In solchen Fällen schließt sich dann der Kreis wieder – denn Kinder, die im Rahmen einer solchen Sinnsuche entstehen, sind natürlich wieder eine ungeheure Projektionsfläche für ihre Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Weil sie selbst gescheitert sind, müssen die Kinder umso erfolgreicher sein?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Ich fürchte, dass es vielen Eltern schwer fällt, zu akzeptieren, dass das, was dein Lebensinhalt ist, einen eigenen Willen hat, sich von dir loslöst und irgendwann weg will. Und mit seinem Leben etwas Eigenes anfangen will, mit dem die Eltern vielleicht überhaupt nichts anfangen können oder was sie sich nie vorgestellt haben für ihr Kind. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dein Charakter Annika sagt zu ihrem Vater: „Du hast doch auch kein Abi“ . . .&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Ja, das ist typisch für diesen Wunsch vieler Eltern, in ihren Kindern das nachzuholen, was sie selbst nicht erreicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; So entsteht dann der Druck, der von den Eltern ausgeht. Der kann ja auch dadurch ausgeübt werden, dass sie zu viel Liebe geben. Ich kenne viele Leute in meinem Alter, die von ihren Eltern zu sehr behütet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Ich glaube, zu viel Liebe kann man gar nicht schenken. Die Frage ist ja nur, wie sich das äußert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Das meine ich ja. Gute Eltern werden es nie böse meinen, wenn sie mal mit ihren Kindern schimpfen. Der Hintergrund ist ja, dass man als Kind weiß, dass man trotzdem geliebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Es kommt aber schnell diese Angst, nicht um seiner selbst Willen geliebt zu werden, sondern nur in einer bestimmten Funktion. Als erfolgreiches Kind, das ein gutes Abi macht, dann einen Beruf lernt und glücklich sein Leben auf die Reihe kriegt. Eine wichtige Frage ist dann: Wofür werde ich eigentlich geliebt? Und: Liebt ihr mich denn auch, wenn ich das alles nicht hinkriege?&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Könnt ihr euch an Entscheidungen erinnern, die ihr auf der Grundlage getroffen habt, ob eure Eltern das jetzt gut finden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht. Denn ich weiß, dass meine Eltern, wofür ich mich auch entscheide, zu mir stehen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Meine Eltern haben gesagt: Was auch immer du tun willst, das ist auch das, was wir wollen. Das ist es ja, was Elternliebe ausmacht ist: dass es bedingungslose Liebe ist. Und genau das ist auch das Tolle – dass man sich eines Menschen sicher sein kann. Schwierig wird es dann, wenn du das Gefühl hast, dass es doch Bedingungen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Mein Vater hat zu mir gesagt: Ich steh zu dir, was auch immer du machst. Und wenn du wegen Mord ins Gefängnis kommst, werde ich trotzdem noch dein Vater sein und zu dir halten. Ein krasses Beispiel, aber es hat mir verdeutlicht, was bedingungslose Liebe ist. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Armin wird in dem Film „Falscher Bekenner“ von der Liebe seiner Eltern beinahe erdrückt, die mit ihm Bewerbungsgespräche auf der Wohnzimmercouch üben. Constantin, du hast für deine Rolle als Armin sehr gute Kritiken bekommen. Wie hast du dich vorbereitet?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Für mich war das sehr schwierig, weil Armin das komplette Gegenteil von mir ist. Ich konnte mich nur schwer in die Lage versetzen, ganz alleine zu sein, keine Freunde zu haben. Deshalb habe ich mich dann eine Woche völlig zurückgezogen und abgeschottet. Habe Leute beobachtet, von denen ich das Gefühl hatte, dass die einsam sind. Und habe versucht, mir deren Bewegungen anzueignen, deren Art, eine Tasse zu halten oder zu gehen oder was weiß ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Könntest du dir vorstellen, mit jemandem wie Armin befreundet zu sein?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Nee. Wir würden uns auch nie über den Weg laufen. Und wenn, dann würden wir uns nicht wahrnehmen. Das sind einfach zwei verschiedene Welten. Aber ist ja auch nicht schlimm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Das ist auch noch eine Parallele zwischen unseren Rollen: Beide sind isoliert. Annika kommt in diese Isolation, weil sie niemandem erzählen kann, dass sie gar nicht mehr auf der Schule ist. Irgendwann steht sie ganz alleine da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kannst du jemanden wie Annika verstehen, die nach und nach in eine Lügengeschichte reinschliddert? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Mir würde das so wohl nicht passieren, aber ich kann es schon nachvollziehen. Annika verschweigt das alles ja nicht nur, weil sie Angst hat, jemanden vor den Kopf zu stoßen, da hängt ja noch mehr dran: das Eingestehen des eigenen Scheiterns, die ganzen Konsequenzen. Da kann ich schon verstehen, dass man das erst mal weg schiebt . . .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Dass man es verdrängt, klar. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin, du hast die Schule ohne Heimlichtuereien geschmissen, oder?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Ich hatte ein gutes Filmangebot, wusste aber, dass ich das während des Abis nicht drehen könnte. Gleichzeitig wusste ich nicht, ob danach auch noch Angebote kommen würden. Deshalb habe ich mich auf der Schauspielschule beworben und als ich da genommen wurde, ist es mir leichter gefallen, die Schule abzubrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Wie haben deine Eltern reagiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Die waren cool. Mein Vater hätte schon gerne gehabt, dass sein Sohn Abi hat, klar. Aber wenn nicht, dann eben nicht. Darauf kommt es doch auch nicht an. Klar hätte ich vielleicht mehr Allgemeinbildung, wenn ich noch drei Jahre zur Schule gegangen wäre, aber so bin ich auch erfolgreich und glücklich. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ch/christoph-koch/text/regular/305895.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie ist das mit dem Druck unter Gleichaltrigen? Nimmt der zu?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Ich habe das Gefühl, dass schon alles immer schneller gehen muss. Man kann viel jünger viel höher steigen und der Moment, in dem du altersmäßig rausfällst, kommt auch immer früher. Deshalb steigt natürlich der Druck, in sehr jungen Jahren bereits sehr erfolgreich sein zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Mit 35 musst du es nicht mehr auf Schauspielschulen versuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Man muss sich also früher entscheiden, was man machen will und dieses Ziel dann zielstrebig wie möglich verfolgen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Mein Bruder und meine ehemaligen Mitbewohner sind zum Beispiel zehn Jahre älter als ich und ich habe das Gefühl, dass diese Generation eine ganz andere Erfolgsmentalität hat. Die haben nicht so eine Eile, glaube ich manchmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Es geht ja nicht nur in beruflichen Fragen früher los, sondern mit allem: mit Drogen, mit Sex, mit Autos. Gleichzeitig war es früher leichter, sich zu konzentrieren, weil es nicht so viel Ablenkung gab durch Medien, durch Technik, Computer und so weiter. Heute ist es leichter, sich zu verrennen, zu verzetteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Mir kommt es oft so vor, als seien Kinder oder Jugendliche heute viel professioneller, viel abgeklärter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Abgebrühter, auf jeden Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Ich war mit 16 viel naiver. Wenn ich heute auf Filmpartys so ganz junge Mädchen oder Jungs sehe, dann habe ich den Eindruck, die sind viel mehr in der Lage dieses ganze System total zu durchschauen und zu bedienen. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Liegt das an dem Boom von Castingshows? Dass jeder das Gefühl hat, er weiß, wie er zum Star wird?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Ein Freund von mir hat für MTV die Sendung „Made“ gemacht, wo auch Nobodys zu Stars gemacht werden. Er erzählte, dass mittlerweile beinahe jeder Jugendliche eine Agentur hat, die ihn vermittelt. Das fand ich merkwürdig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Neulich haben mich zwei Typen gefragt, höchstens 13, ob ich Gras kaufen will. Mit dem Sex geht es auch früher los, die sind da einfach offener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina, du schaust gerade, als wärst du nicht einverstanden.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Ich weiß nicht, ob wirklich alle offener werden. Wenn wir im Theater Publikumsgespräche haben, nach Stücken, in denen Nacktheit vorkommt, bin ich regelmäßig schockiert, wie verklemmt die Leute bis Anfang Zwanzig sind. Jedes Mal wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Constantin:&lt;/b&gt; Wirklich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Katharina:&lt;/b&gt; Ja, die fragen dann immer: „Muss das denn sein? Warum sieht man da den Busen durch das Hemd? Also, ich finde das nicht gut.“ Wahrscheinlich hat das damit zu tun, dass sie sich stellvertretend für den Schauspieler schämen, weil es für sie selbst so eine Horrorvorstellung ist, sich vor so vielen Menschen auszuziehen. Man ist eben doch noch nicht so abgebrüht, wie man gerne wäre.&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/img&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;&lt;/br&gt;</description>
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      <pubDate>Sun, 18 Jun 2006 20:30:00 +0200</pubDate>
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