vaus sagte:
„Wir sind eine Familie." -das bedeutet in Nl aber etwas anderes als in D, nämlich großfamilie.
unsere D-familie (kleinfamilie) heißt "gezin". siehe oben: "roze gezinnen".
ich finde auch das der titel irreführend ist. es geht hier ja um patchworkfamilien, wo jeder noch monogam lebt und nicht um irgendsoen haremsartige geschichte.
Häufig wechselnde Partnerschaften der Eltern oder Bezugspersonen ist erwiesenermaßen schlecht für die Entwicklung eines Kindes. Feste Bezugspersonen hingegen ein echter Gewinn; statistisch sogar mit größerer Lebenserfahrung und geringerer Anfälligkeit für "Gesellschaftskrankheiten".
Insofern sollte man die Frage, was man als Familie anerkennt, schon unter dieser Hinsicht betrachten. Egal welche und wie viele Personen sich entschließen, miteinander eine Familie zu bilden, müssen für diese auch die Verantwortung übernehmen, ohne gleich wieder abhauen oder sich "freikaufen" zu können.
Das bedarf einer öffentlichen Erklärung, die in christlichen oder meinethalben westlichen Ländern "Ehe" genannt wird.
Wenn man die Form der Ehe und damit Familie komplett freigibt und dadurch auch in die Beliebigkeit führt, geht jede Stabilität verloren, von Ordnung ganz zu schweigen. Beliebigkeit ist auch entgegen landläufigen Meinungen nicht gleichbedeutend mit Freiheit, manchmal sogar das Gegenteil!
Westliche Länder haben die Tradition, dass eine Familie mit zwei Bezugspersonen, idealerweise die biologischen Eltern, ein Kind großziehen und sich von dieser Verantwortung auch nicht so ohne Weiteres lösen können.
Gleiches gilt für eine Eheschließung, denn die Erklärung, auf die Dauer zusammen leben zu wollen und so bestimmte Vereinbarungen zu treffen, generiert auch Verpflichtungen und Rechte!
Das naheliegendste Beispiel wäre der Lebensentwurf, dass ein Partner den Haushalt schmeißt und dem anderen Partner den Rücken für seine Karriere freihält. Gäbe es hier keine feste Definition und somit eine Verantwortung füreinander, wäre dieser Lebensentwurf gar nicht möglich, da einer der Partner auf Dauer in eine Abhängigkeitssituation geriete. Das machte ihn auf Dauer erpressbar bzw. kann ihn nach Gutdünken des Anderen die Existenz kosten.
Der "Harem" kommt aus einer bis heute extrem männerzentrierten Kultur, die mit unserer und damit auch unserer Rechtsprechung nicht kompatibel ist. Bei derlei Dingen muss man sich als Kulturfremder anpassen. Das ist keine Frage von Rassismus oder ähnlichem Quatsch, sondern schlicht eine Vereinbarung zum Zusammenleben.
Awesomeness sagte:
Der "Harem" kommt aus einer bis heute extrem männerzentrierten Kultur, die mit unserer und damit auch unserer Rechtsprechung nicht kompatibel ist.
Im Tierreich sind alle Lebensformen bei dennen das "Männchen" deutlich größer ist als das "Weibchen" Haremsformen, also ein Männchen mit mehreren Weibchen. Insofern müssen wir annehmen, dass dies auch für die Geschichte der Menschheit gilt. Es ist anzunehmen, dass dies nicht kulturbasiert festgeschrieben wurde, sondern religionsbedingt.
Digital_Data
Awesomeness sagte:
(...) eine ganze Menge (...)
*holt Luft - überlegt sich das nochmal - atmet wieder aus*
Wenn ich "westliche Länder", "idealerweise die biologischen Eltern" und das vom "naheliegendesten" Lebensentwurf, bei dem "ein Partner den Haushalt schmeißt und dem anderen Partner den Rücken für seine Karriere freihält" schon lese... Familien sind so vielfältig wie die Menschen, die sie mit Leben erfüllen!
Und was soll das mit dem "Harem" im Zusammenhang mit diesem Text?!
Der Harem kommt von @elemorubio
Er beschreibt ihn als "heilig" und daher "geschützt", was in Breiten, in denen er die Regel ist, wohl auch zutrifft.
Allerdings nicht in unseren!
@Digital_data
Natur und Kultur sind wohl definiert und können zueinander in Beziehung gesetzt werden. Religion bestimmt zwar ganz maßgeblich die soziale Kultur einer Gesellschaft, allerdings bestimmen sie diese nicht vollständig.
So oder so, Menschen sind nicht Sklaven ihrer Triebe, sie haben das Rüstzeug, sie zu kontrollieren. Und das tun sie, damit das Zusammenleben in der Gruppe funktioniert. Und die Gruppe ist in diesem Fall der Kulturkreis!
elemorubio sagte:
Der Haren kam von einer Person über mir! Ich hab versucht dem in etymologischer Hinsicht was gutes abzugewinnen.
Schon klar, ich war auch eher von Awesomeness' und Digital_Datas Einlassungen irritiert...








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08.02.2013 - 18:44 Uhr
vaus
unsere D-familie (kleinfamilie) heißt "gezin". siehe oben: "roze gezinnen".