20.10.2014 - 13:20 Uhr

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Verliebt wie am ersten Tag

Text: juliane-frisse  Illustration: Marie-Claire Nun

Wenn die Liebe schwindet, kann man eines Tages womöglich einfach eine Pille schlucken, schon kehrt das Kribbeln im Bauch zurück: Klingt verlockend, aber auch beängstigend. Sogenannte "love drugs" würden unser Verhältnis zur Liebe auf jeden Fall völlig verändern.
19 Kommentare
Matinkabela
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04.02.2013 - 19:20 Uhr
Matinkabela

XTC?

machomaskulinist
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Mag ich Mag ich nicht

-1

04.02.2013 - 19:52 Uhr
machomaskulinist

"Sie argumentieren außerdem, dass Paare, die eine Familie gegründet haben, moralisch eigentlich sogar verpflichtet wären, auf "love drugs" zurückzugreifen - dem Wohle ihrer Kinder zuliebe."

Bullshit. Das Einzige, was da vielleicht helfen kann, ist eine Paartherapie. Mit Mwdikamenten herumzudoktern löst keine Probleme sondern übertüncht sie lediglich.

Montagsgast
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04.02.2013 - 20:07 Uhr
Montagsgast

Matinkabela sagte:
XTC?


Exact, MDMA, das ja im Text auch genannt ist.

Muss aber natürlich ganz schröcklicht verboten sein, das Teufelszeug.

Ausser die Chemie-Dealer von Big Pharma können satt Gewinne damit machen (... und nicht irgendwelche obscuren ausländischen Betäubungsmittelgrosshändler ...).

Deswegen ist Kokain verboten, während wir Ritalin ohne drüber nachzudenken den weniger zäpfchenartigen Kindern wie saure Drops verabreichen, auf dass sie sich schön einfügen.
(Ritalin und Kokain sind chemisch nur einige marginale Schritte voneinander entfernt, die schwere Depression als "Downside" haben sie gemeinsam.)

Am lustigsten aber fand ich das hier:

"... Der Vergleich zeigt: Was möglich ist, das wird genutzt – nicht unbedingt durch jeden, aber von manchen. ..."

MDMA und vergleichbare Substanzen ("legal High") werden ebenso wie Kreativitätsverbesserer (Lysergsäurediethylamid, Psylocibin, Meskalin, Psylocin, LSA), wie Leistungsverbesserer (Kokain), wie Zeitrezipienz-verzögerer (von THC bis Opiate), und wie der ganze verschreibungspflichtige Kram (vom Benzodiazepam bis runter zu Pseudoephedrinen) "genutzt", nicht von jedem, weil ja auch die Vertriebswege bisweilen ein bisserl haarig sind, aber doch von einer deutlich wachsenden Schar selbständiger Psychodrogen-Nutzer, die sich nicht auf Whiskey, überteuerte Zigaretten und Verschriebenes reduzieren lassen wollen von willfährig Pharmainteressen vertretenden politischen Entscheidungsträgern auf dem Wege der Willkür.

Uedreissig
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4

04.02.2013 - 20:13 Uhr
Uedreissig

Liebe (Verliebtheit) mit Medikamenten forcieren, darauf hat die Welt gewartet.

Wo stellt man an der Pille ein, in wen man sich (neu) verliebt? Blöd, wenn man plötzlich auf die Kollegin anstatt auf die Partnerin "anschlägt".

Montagsgast
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04.02.2013 - 20:22 Uhr
Montagsgast

Uedreissig sagte:
Liebe (Verliebtheit) mit Medikamenten forcieren, darauf hat die Welt gewartet.

Wo stellt man an der Pille ein, in wen man sich (neu) verliebt? Blöd, wenn man plötzlich auf die Kollegin anstatt auf die Partnerin "anschlägt".


Dafür hält die findige Forschergruppe sicher ein geeignetes Kolleginnen-Antidot bereit; oder der Stoff wird nur voll wirksam wenn er gemeinsam eingenommen wird ... (was der kruden Idee der Familien-Einnahme-Pflicht entgegen käme ... "Schatz, gib's zu, Du hast Deine Pillen versteckt !!!")

Andererseits ist die Aussicht dass sich mal ein bisserl was tut in der allzu aufgeräumten Gesellschaft der politisch korrekten Internet-Dater grundsätzlich durchaus verlockend.

Ein gesellschaftlicher Aufbruch wie '68 tät Not irgendwie, doch ob sich der mit designten Beziehungsdrogen befördern lässt bezweifle ich.

drolli
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1

04.02.2013 - 22:08 Uhr
drolli

machomaskulinist sagte:
"Sie argumentieren außerdem, dass Paare, die eine Familie gegründet haben, moralisch eigentlich sogar verpflichtet wären, auf "love drugs" zurückzugreifen - dem Wohle ihrer Kinder zuliebe."

Bullshit. Das Einzige, was da vielleicht helfen kann, ist eine Paartherapie. Mit Mwdikamenten herumzudoktern löst keine Probleme sondern übertüncht sie lediglich.



Vor allem setzt es vorraus dass es fuer die Kinder das beste ist wenn genau die zwei Menschen zusammenbleiben.vielleicht ist das aber nicht so.

ThomasCrown
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04.02.2013 - 22:09 Uhr
ThomasCrown

weckt mich, wenn es das love-äquivalent zur rape-pille gibt oder wie das ding heißt.

monochromatisch
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04.02.2013 - 22:38 Uhr
monochromatisch

Dr. Faust trifft Tristan & Isolde...
Ja hat denn die Menschheit aus der Geschichte nichts gerlernt??
Man weiß doch, wie das dann weitergeht, erst ne kleine Pille, und dann fängt einer an zu erzählen, daß man mit Raumschiffen zum Mond fliegen kann.
Alles spinnerte Spinnereien!

schwindlicht
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04.02.2013 - 22:51 Uhr
schwindlicht

den zitierten philosophen muss geantwortet werden: auf den ersten blick hätte ich zwei einwände zu dem verantwortung-für-kinder-quatsch. naja, drei nur aus der aneinanderreihung jetzt:
erstens: menschen wollen nicht belogen werden. es gibt von putnam das gedankenexperiment, dass man über nacht aus seinem körper entfernt wurde und von da ab nur noch als gehirn in einem tank (mit entsprechenden reizen stimuliert) sein dasein fristen könnte. wie ein glücklicher, zufriedener "ganzer" mensch. was man sich eben aber nur noch einbildet. "matrix" klaut diese idee, erweitert sie um die wahl einer pille (s.o.) und macht da drei sehr lange filme draus. mit einem mehr als begrenzt fähigen darsteller, der begriffsstutzigkeit aber sehr gut abbilden kann. komischerweise ziehen aber die meisten, die darüber nachdenken "die wahrheit" vor, so schön das suggerierte auch sein mag. wahrheit, aufrichtigkeit, authentizität hat für uns einen wert. die medikamentös gefügige, vermeintliche modelfreundin (oder heute eine prostituierte) lege ich ab.
zweitens: da würde ich ein bisschen aristotelisch herangehen: alles was man übertreibt, geht fehl. es fehlt die richtige mitte. verliebtsein ist ausnahmezustand. (gebundene) liebe vermutlich etwas anderes. aber: permanent sich diesem auszusetzen, hieße doch, das man letztlich gar nichts anderes mehr kennt. ein permanentes hochgefühl (und kein "erdendes" tief) ist im prinzip eine nulllinie auf entsprechend hohem niveau. (insofern mochte ich für mich das bewusstseinsverändernde spektrum, dass ein psychopharmaka mir bot, eben nicht auf dauer. das war nützlich um aus einem depressivem zustand herauszukommen. aber menschen wollen eben auch nicht abhängig sein.
drittens: kann man aus zweitens eigentlich ableiten: das leben kann nicht immer nur schön sein, von dauer. die ewige dauer würde die (kostbaren) guten momente schlicht entwerten. nivellieren. da kann man übrigens jetzt auch, wenn man will, auch ein kleinen trost finden, dass wir sterblich sind.
und kindern da etwas anderes vormachen wollen (wie auch, dass man früher das rassisstische "neger" meist nicht nur unbedarft, sondern auch rassisstisch sagte), zeugt eher von paternalistischer dummheit als der gebotenen ernsthaftigkeit, wenn es daran geht diesen kleinen, hoffentlich wissbegierigen hitzköpfen zu begegnen.

lea2
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2

04.02.2013 - 22:53 Uhr
lea2

Uedreissig sagte:
Liebe (Verliebtheit) mit Medikamenten forcieren, darauf hat die Welt gewartet.

Wo stellt man an der Pille ein, in wen man sich (neu) verliebt? Blöd, wenn man plötzlich auf die Kollegin anstatt auf die Partnerin "anschlägt".

wie war das nochmal mit der frau, die mit der berliner mauer verheiratet war?



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