02.10.2014 - 00:21 Uhr

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"Wir wollen zeigen, dass Schwarzsein und Deutschsein kein Widerspruch ist"

Text: johannes-barthel  Foto: Autor

Diesen Mittwoch startet in Nürnberg die Ausstellung Homestory "Deutschland - Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart" über afrodeutsches Leben in den letzten 300 Jahren. Die Organisatorin Lydia Maria Taylor spricht im Interview über bewegende Lebensgeschichten, Fremddarstellung und ihre eigenen Erfahrungen als Afrodeutsche.
41 Kommentare
ZeroDegrees
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Mag ich Mag ich nicht

0

22.01.2013 - 19:32 Uhr
ZeroDegrees

Schade, die Ausstellung ist mir gerade entgangen... :/

Aber eine sehr gute Idee. Danke für das Interview.

emil81
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Mag ich Mag ich nicht

-1

22.01.2013 - 22:23 Uhr
emil81

Was jetzt - wenn sie "Deutsche mit anderer Hautfarbe" ist, dann braucht sie doch keine multikulturelle Gesellschaft.

battlegnom
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Mag ich Mag ich nicht

-1

22.01.2013 - 23:54 Uhr
battlegnom

Ambivalent.
Einerseits sagt mir das Interview, dass noch viel Arbeit auf diese Gesellschaft wartet.
Andererseits hab ich die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich nicht um die Hautfarbe, Herkunft etc kümmert, viele Leute sehr irritiert sind und sich rechtfertigen oder das Thema dann zur Sprache bringen.
Was zum Teufel mach ich falsch? Oder mach ich überhaupt was falsch?

SchmidtGeorg
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Mag ich Mag ich nicht

-2

23.01.2013 - 07:33 Uhr
SchmidtGeorg

sie wird von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen-ist doch das beste Zeichen oder was ? und sie kennt ein paar......die ja was, muss man immer ein bischen negativ sein?

mandelkrokant
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Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2013 - 09:20 Uhr
mandelkrokant

emil81 sagte:
Was jetzt - wenn sie "Deutsche mit anderer Hautfarbe" ist, dann braucht sie doch keine multikulturelle Gesellschaft.


das impliziert, dass alle deutschen, egal welcher hautfarbe etc., keine multikulturelle gesellschaft brauchen.
ich denke aber, dass es genau andersherum ist. wir alle, egel welcher hautfarbe etc., könnten eine ernsthaft gleichberechtigte multikulturelle gesellschaft gebrauchen.

battlegnom sagte:
Ambivalent.
Einerseits sagt mir das Interview, dass noch viel Arbeit auf diese Gesellschaft wartet.
Andererseits hab ich die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich nicht um die Hautfarbe, Herkunft etc kümmert, viele Leute sehr irritiert sind und sich rechtfertigen oder das Thema dann zur Sprache bringen.
Was zum Teufel mach ich falsch? Oder mach ich überhaupt was falsch?


Interessant, meine Erfahrung sieht da tatsächlich anders aus. Du selbst willst überhaupt nicht darüber reden, weil es eigentlich völlig egal ist und weil man sich ja auch selbst nicht unbedingt als irgendwie anders wahrnimmt und trotzdem scheint es eine Selbstverständlichkeit zu sein, eine ehrliche, aber unspektakuläre Antwort auf die Frage "Woher kommst du?" nicht ernst zu nehmen. Meist wird dann angenommen man hätte nicht ganz verstanden und deswegen hängt man noch schnell "Nein, ich meine ursprünglich." ran.
Ich glaube, es hat viel damit zu tun, wie man sich selbst wahrnimmt. Wenn man nun mal hier geboren und aufgewachsen ist, dann ist dieses Land auch der Ursprung für einen selbst, aber ich kann mir auch ganz gut vorstellen, dass es viele Afrodeutsche gibt, die ein ganz anderes Verhältnis zu der Herkunft ihrer Eltern haben, sich mehr damit identifizieren und die wollen dann vielleicht ja unbedingt gefragt werden, "wo ihre Wurzeln liegen"...am Ende aber machst du wahrscheinlich gar nichts falsch.


SchmidtGeorg sagte:
sie wird von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen-ist doch das beste Zeichen oder was ? und sie kennt ein paar......die ja was, muss man immer ein bischen negativ sein?


Nicht wahrgenommen zu werden bedeutet nicht angenommen zu sein/respektiert zu werden/als real existenter Teil der Gesellschaft betrachtet zu werden.

SchmidtGeorg
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Mag ich Mag ich nicht

-1

23.01.2013 - 10:02 Uhr
SchmidtGeorg

nicht wahrgenommen zu werden , heisst nix anderes, als dass andere Menschen, ob in Hautfarbe oder Glauben, heute zum Alltagsbild in Deutschland gehören, gehe ich bei uns einkaufen zB begegne ich Farbigen ( Neger sagt man nicht mehr) Türken , Kurden, Pakistani, Indern, die von hellbraun bis tiefschwarz als Hautfarbe haben, manche in ihrer Nationaltracht, von den ganzen Asiaten ganz zuschweigen ,also, was ist nun besonders dabei?.soll ich jetzt bei jedem Ausländer ah sagen oder was?

SchmidtGeorg
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Mag ich Mag ich nicht

-5

23.01.2013 - 10:03 Uhr
SchmidtGeorg

PS manchmal wünschte ich mir, die Ausländer, sag ich mal, würden sich untereinander und gegenseitig so kümmern, wie dei Deutschen sich um die Ausländer bemühen !

pitz
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Mag ich Mag ich nicht

8

23.01.2013 - 10:15 Uhr
pitz

Und zack!, schon ist der erste Kommentar wieder bei "Ausländern", während es um Deutschsein geht.

JoergAuch
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Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2013 - 11:02 Uhr
JoergAuch

mandelkrokant sagte:
battlegnom sagte:
Ambivalent.
Einerseits sagt mir das Interview, dass noch viel Arbeit auf diese Gesellschaft wartet.
Andererseits hab ich die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich nicht um die Hautfarbe, Herkunft etc kümmert, viele Leute sehr irritiert sind und sich rechtfertigen oder das Thema dann zur Sprache bringen.
Was zum Teufel mach ich falsch? Oder mach ich überhaupt was falsch?


Interessant, meine Erfahrung sieht da tatsächlich anders aus. Du selbst willst überhaupt nicht darüber reden, weil es eigentlich völlig egal ist und weil man sich ja auch selbst nicht unbedingt als irgendwie anders wahrnimmt und trotzdem scheint es eine Selbstverständlichkeit zu sein, eine ehrliche, aber unspektakuläre Antwort auf die Frage "Woher kommst du?" nicht ernst zu nehmen. Meist wird dann angenommen man hätte nicht ganz verstanden und deswegen hängt man noch schnell "Nein, ich meine ursprünglich." ran.
Ich glaube, es hat viel damit zu tun, wie man sich selbst wahrnimmt. Wenn man nun mal hier geboren und aufgewachsen ist, dann ist dieses Land auch der Ursprung für einen selbst, aber ich kann mir auch ganz gut vorstellen, dass es viele Afrodeutsche gibt, die ein ganz anderes Verhältnis zu der Herkunft ihrer Eltern haben, sich mehr damit identifizieren und die wollen dann vielleicht ja unbedingt gefragt werden, "wo ihre Wurzeln liegen"...am Ende aber machst du wahrscheinlich gar nichts falsch.

Ich hab das neulich schon mal unter einem anderen Artikel mit ähnlichem Thema geschrieben:

Mir geht es ähnlich. Als Norddeutscher, der im Schwäbischen lebt, werde ich auch oft gefragt, wo ich herkomme. Meistens nenne ich dann meinen aktuellen Wohnort, und wenn jemand nachfragt oder von Vornherein offensichtlich ist, dass er auf meinen Dialekt abzielt, erzähle ich ihm von meiner ursprünglichen Herkunft und ggf. auch von den vielen Stationen dazwischen und der Herkunft meiner Eltern und freue mich, dass jemand Interesse daran hat.

fettesmaedchen
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Mag ich Mag ich nicht

3

23.01.2013 - 11:16 Uhr
fettesmaedchen

Es ist ganz einfach: man teilt die Welt in Arschlöcher und Nicht-Arschlöcher ein. Egal, ob sie weiss, schwarz oder gelb sind. Oder grün und vom Mars.



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