Manchmal hat man den Eindruck, dass Freunde mit Problemen ein Gefühl panischer Hilflosigkeit in euch auslösen, weil ihr denkt, sofort eine Lösung parat haben zu müssen.Von panischer Hilflosigkeit würde ich nicht sprechen, aber die Sache mit der paraten Lösung stimmt schon. Nur dass die oft - wie afrirali gerade schrieb - ziemlich unangenehm wahr für die/den zu Tröstende(n) sein kann. Und weil wir wissen, dass zwar ein Freund das verträgt, nicht aber unbedingt eine Freundin oder selbst DIE Freundin, haben wir die Wahl zwischen ungewohnter (und eigentlich von uns ungewollter) Unehrlichkeit und Panik ob der zu erwartenden Kollateralschäden.
28.12.2012 - 20:50 Uhr
JoergAuch
Frauen wollen Probleme wälzen, Männer wollen Probleme lösen.
helena-kaschel sagte:
Oft hilft ohnehin nur reden, reden, reden
Herr erbarme!
JoergAuch sagte:
... man kann es natürlich auch kurz und knapp auf den Punkt bringen:
Frauen wollen Probleme wälzen, Männer wollen Probleme lösen.
Das fasst es schön zusammen.
28.12.2012 - 23:37 Uhr
eisengrau
28.12.2012 - 23:40 Uhr
marquez
JoergAuch sagte:
Manchmal hat man den Eindruck, dass Freunde mit Problemen ein Gefühl panischer Hilflosigkeit in euch auslösen, weil ihr denkt, sofort eine Lösung parat haben zu müssen.Von panischer Hilflosigkeit würde ich nicht sprechen, aber die Sache mit der paraten Lösung stimmt schon. Nur dass die oft - wie afrirali gerade schrieb - ziemlich unangenehm wahr für die/den zu Tröstende(n) sein kann. Und weil wir wissen, dass zwar ein Freund das verträgt, nicht aber unbedingt eine Freundin oder selbst DIE Freundin, haben wir die Wahl zwischen ungewohnter (und eigentlich von uns ungewollter) Unehrlichkeit und Panik ob der zu erwartenden Kollateralschäden.
manchmal ist es einfach noch nicht die zeit für konstruktive arschtritte und lösungsvorschläge - und das verstehen halt manche männer überhaupt nicht und reagieren dann pampig, wenn die konkreten vorschläge nicht sofort dankbar angenommen werden. und das ist das allertollste von der welt - wenn man gerade am boden ist und dem menschen, dem man am meisten vertraut sein leid klagt - und dann bekommt man noch ein paar tritte gratis dazu, weil man ja zu doof sei, die ach so tollen ratschläge wertzuschätzen. da kann man jetzt was vom ach so tollen männlichen, konstruktiven tatendrang faseln, man kann es aber auch mangelnde empathiefähigkeit nennen. wenn jemand trost braucht, dann geht es nicht darum, was man selber für korrekt hält (friss oder stirb), sondern darum, was demjenigen in dem moment gut tut. deswegen nennt man es ja auch trösten und nicht beratschlagen.
eisengrau sagte:
Ansonsten: Ich weiß nicht, ob das generationen- oder szene- oder regional bedingt unterschiedlich ist, aber ich habe bisher noch nicht viele Gespräche unter Männern erlebt, wo tatsächlich wortreich Trost zugesprochen wird. Meistens beschränkte sich das auf ein stummes Schulterklopfen als Zeichen der Anteilnahme oder auf kurze Beschwörungsformeln à la "Andere Mütter haben auch hübsche Töchter", womit dann meist das Unterhaltungsprogramm zur kollektiven Ablenkung eröffnet wurde.
meine erfahrung war ja, dass man durchaus mehr reden kann, wenn man mal den versuch macht, das zu tun. aber dann tuts manchmal erstmal weh. was gut ist.








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28.12.2012 - 20:28 Uhr
afrirali