26.10.2014 - 09:29 Uhr

2 38 Über Twitter weiterempfehlen

„Ich steh' eh auf Kriegsfuß mit der MVG“

Text: magdalena-pemler  Fotos: Magdalena Pemler

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten gibt es in München kein Semesterticket. Seit diesem Mittwoch können die Studenten über ein Angebot für ein Uni-Ticket entscheiden. Wir haben gefragt, wie sie sich entscheiden werden.
38 Kommentare
xees
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

23.11.2012 - 09:07 Uhr
xees

Toll wie der 18 jährige Christian. Anspruchsdenken und sonst nix. Geld für die Parties ist schon da aber nicht fürs Ticket, dann lieber Schwarzfahren. Der ist dann später so einer der mit 200 durch die 30er Zone fährt und wenn er erwischt wird auf den Polizeistaat schimpft und per Anwalt die Gerichte belastet. Soll er halt zu Fuß gerben wenn das Geld für die Fahrkarte nicht reicht, müssen andere ja auch. Ein richtiges Semesterticket sollte der MVV schon einrichten. Wieso müssen da die Unis involviert sein?

xees
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

23.11.2012 - 09:17 Uhr
xees

In Wien kostet das Semesterticket rund um die Uhr komplette Stadt für 5 Monate 75 Euro.
Dort kostet allerdings auch das normale Jahresticket ab 31 Euro im Monat für die ganze Stadt. Und das bei 1 Minutentakt der U-Bahn, Wochenende 24h Dienst usw.

http://www.wienerlinien.at

München hat also schlechten Service und ist dafür hoch teurer als vergleichbare Städte.

Digital_Data
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.11.2012 - 21:52 Uhr
Digital_Data

Ich weiß ja nciht, ob das jetzt noch so ist, aber auf der ältesten U-Bahn-Linie des eruopäischen Kontinents in Budapest, Ungarn, fahren die einen 45-Sekunden-Takt. Da ist vorne bei der Tunneleinfahrt eine Digital-Uhr, die startet bei 0:00, wenn die aktuelle ausfährt und bei 0:20 fährt die nächste ein. Die dann bei 0:45 wieder startet. So was ist in Deutschland undenkbar. Wundert aber nicht bei Wagenherstellern wie Siemens, die nicht einmal ICEs rechtzeitig ausliefern können.

Digital_Data

jakao
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

24.11.2012 - 13:37 Uhr
jakao

1) Ich bin mir nicht sicher, ob es sich um ein Nullsummenspiel handelt: wurden nur die aktuell erworbenen Zeitkarten ermittelt oder eben auch alle Einzelfahrten via Streifenkarte. Letzteres stelle ich mir sehr schwer kalkulierbar vor.
---> vielleicht eben kein Nullsummenspiel, da Streifenkartenverbrauch der Studenten schwer ermittelbar ist/war

2) 10€ im Monat sind momentan in der Regel:
- 2,3 Fahrten Rundfahrten in Monat. (mehr als eine S-/Ubahnstation) (Stand jetzt. 2013 wird die Streifenkarte wieder teurer...)
- 1 einfache Fahrt zum Flughafen
- 14,40€ müsste man mit Streifenkarte zahlen für eine Rundfahrt ins Umland zB. zum Starnberger- oder Ammersee
--> Jeder Student bekommt eine Leistung, die er jetzt schon (mehr oder weniger) durch Streifenkarten in Anspruch nimmt (auch zu den Randzeiten, vor allem Wochenende). Bzw. mit dem Semesterticket wird seine Mobilität/Flexibilität gesteigert. Selbst wenn es nicht jeden Monat 10€ oder mehr sind, verringert sich so der "finanzielle Verlust" von 10€.

3) Nur durch die Einführung eines Semestertickets hat man ein klares und eindeutiges Ticket, dass die ganze Studentenschaft umfasst u betrifft.
--> Grundlage, womit Subenventionen oder eben Verteuerunsstopp politisch besser erreicht werden können. (gegen die Erhöhung der Streifenkarte wird man nur schwer politisch als Studentenschaft argumentieren können.)

4) Solidarisch kann auch sein, wenn Studenten durch einen geringen fianziellen Mehraufwand (siehe Punkt 2), anderen Studenten (aus welchen Gründen und Verhältnissen auch immer) enorme finanzielle Entlastung ermöglichen können. Es gibt viele Studenten die 50-60€ IM MONAT für die Monatskarte zahlen müssen.

--> es geht nicht um eine ungerechte finanzielle Umverteilung, sondern um die Einführung eines Instruments, mit dem die Studentenschaft endlich mal auch besser gegen die "liebe" MVV/MVG argumentieren kann. Für die 10€ gibt es eine attraktive Gegenleistung, die im gewissen Umfang sowieso schon (mehr als) genutzt wird.

= PRO SEMESTERTICKET

menschmaschine
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.11.2012 - 14:02 Uhr
menschmaschine

Als ich noch in München zur Uni ging, habe ich 85 Euro im Monat für die Monatskarte bezahlt. Mein Kritikpunkt am Semesterticket war bislang immer, dass es anderswo - wie jetzt hier in Wien - attraktivere Angebote für weniger Geld gibt (die 75 Euro/Semester gelten allerdings nur für hauptgemeldete Studierende aus Wien und Umgebung, aber ist ja kein Problem). Mein Gedanke war, dass man - ist man als Studierendenschaft erstmal mit einem Angebot wie dem jetzigen abgespeist - dann keine Handhabe mehr hat, auf weitere Verbesserungen hinzuarbeiten. Nach der Argumentation: Ihr habt ja schon euer Semesterticket, besser wirds für euch nicht. Mittlerweile gebe ich aber jakao Recht, dass man als große Gruppe von zahlender Semesterkartenkundschaft wahrscheinlich besser zusammengefasst, besser organisiert ist und mehr Handhabe hat, Kritik und Bedürfnisse an die MVG zu bringen. Vielleicht wird man besser gehört - das wäre wünschenswert. Auch wenn es besser ist das als der status quo, optimal ist das Angebot nicht.

Digital_Data
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.11.2012 - 17:41 Uhr
Digital_Data

jakao sagte:
14,40€ müsste man mit Streifenkarte zahlen für eine Rundfahrt ins Umland zB. zum Starnberger- oder Ammersee


Es geht billiger. Eine Tageskarte Single Gesamtnetz kostet 11,00 Euro (Partner 20,00 €uro ab 9.12. 11,20 und 20,40 €).

Digital_Data

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

25.11.2012 - 14:47 Uhr
eisengrau

anagramm sagte:
ist münchen wirklich so klein, dass man weniger als vier mal im monat als student mit öffentlichen fährt oder ist schwarzfahren so cool, dass man aus prinzip nix zahlen will?


In München fährt man Fahrrad. Die U-Bahn ist für die Touristen und Pendler.

eisengrau
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

25.11.2012 - 14:48 Uhr
eisengrau

the_6th_sense sagte:
p.s.: seit wann siezt man sich hier?


Tja, wir werden hier alle nicht jünger... ;-)



Zurück Seite 1 2 3 4



+ - Speichern

Jetzt-Mitglied

Avatarbild von magdalena-pemler unbekannt

magdalena-pemler

ist jetzt-Mitarbeiterin.