27.11.2014 - 21:40 Uhr

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Wie bleibt man nach der Schule befreundet?

Text: kathrin-hollmer

Nach dem letzten Schultag sehen sich die besten Freunde plötzlich nicht mehr jeden Tag. Das Ende der Freundschaft muss das aber nicht gleich bedeuten. Im Lexikon des guten Lebens findest du Tipps, wie man befreundet bleibt, auch, wenn man sich nur selten sieht.
6 Kommentare
octopussy
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Mag ich Mag ich nicht

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05.12.2012 - 13:49 Uhr
octopussy

Ich denke, es ist in gewisser Weise auch Typsache, ob eine Freundschaft über Jahrzehnte und über bis zu tausenden Kilometern bestehen bleiben kann.
Wenn mir jemand etwas bedeutet und mich mit ihm gemeinsame Erlebnisse verbinden, dann braucht man sich nicht mal regelmäßig sehen, weil man einfach eine feste Basis hat. Manchmal hört man nur über die Eltern voneinander und außer zu Geburtstag und Weihnachten gibt es kaum Kontakt. Und dennoch: man ist befreundet.
Wozu das Internet auf jeden Fall dienlich ist, ist bei Distanz-Freundschaften. Reisebekanntschaften halten sich durch Facebook deutlich länger und intensiver als noch vor 15 Jahren.
Um eine gute Freundschaft zu haben, muss ich auf einer Wellenlänge liegen. Dazu brauch ich keine Zukunftspläne wissen oder mir monatliche Foto-Updates schicken lassen. Die Schulfreunde, die mich interessieren, erkenne ich auch so.

was ich allerdings interessant fand im Vergleich Abitreffen zu Diplomtreffen: Beim 10-jährigen Abitreffen war weniger Gemeinsamkeit da und man konnte mit weniger Leuten reden als nach beim 10-jährigen Diplomtreffen. Beim Diplomtreffen verstanden sich alle gut, egal welchen Werdegang man eingeschlagen hatte. Beim Abitreffen war es von einiger Seite aus schon das "Mein Haus, mein Auto, mein Job, meine Familie, ..."

chrinamu
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Mag ich Mag ich nicht

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05.12.2012 - 13:49 Uhr
chrinamu

Auch wenn das unfair ist: hier hätte ich mir einen Beitrag einer etwas älteren Redakteurin gewünscht, denn mit 24 ist man ja noch recht nah dran am Abi. Bei mir selber (jetzt 29) haben viele Schulfreundschaften bis heute gehalten, was auch daran liegt, dass ich (wie die meisten meiner Schulfreunde) das Studium in derselben Region gemacht hab wie die Schule (der Nachteil: ich hab praktisch keine Studienfreunde, weil ich während der Unizeit fast alles mit den Schulfreunden gemacht hab).

Auch danach bin ich nicht sehr weit weg gezogen, so dass ich die meisten Schulfreunde mindestens zwei bis drei Mal im Jahr sehe. Allerdings haben wir uns dann bei den Treffen weniger zu sagen, da wir mittlerweile recht unterschiedliche Leben führen ... während des Studiums ging das noch, da waren zumindest alle in der Ausbildung oder Studenten, auch wenn die Fächer nicht dieselben waren. Heute merke ich bei vielen Schulfreunden, dass uns damals eher das gemeinsame Thema Schule verbunden hat... bei anderen wiederum gibt es eine solide Basis, und wir verstehen uns immer noch gut. Eine richtige beste Freundin hatte ich aber nicht.

frauP
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Mag ich Mag ich nicht

2

05.12.2012 - 17:39 Uhr
frauP

chrinamu sagte:
Auch wenn das unfair ist: hier hätte ich mir einen Beitrag einer etwas älteren Redakteurin gewünscht, denn mit 24 ist man ja noch recht nah dran am Abi. Bei mir selber (jetzt 29) haben viele Schulfreundschaften bis heute gehalten, was auch daran liegt, dass ich (wie die meisten meiner Schulfreunde) das Studium in derselben Region gemacht hab wie die Schule (der Nachteil: ich hab praktisch keine Studienfreunde, weil ich während der Unizeit fast alles mit den Schulfreunden gemacht hab).
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die frage ließe sich auch allgemeiner stellen. also wie bleiben freunde freunde, nicht nur nach dem abi, sondern nach dem ende des studiums, beginn von elternschaft etc., jeder größere schritt im leben kann dazuführen, dass man sich aus den augen verliert und nicht mehr unbedingt den alltag der/ des anderen versteht.
generell gibt der experte aber doch den, wie ich finde, hilfreichen tipp, zu versuchen, an den lebenskoordinaten und -träumen und -ängsten dran zu bleiben. und auch immer wieder zu versuchen, anteil an dem leben des der anderen zu nehmen. nicht immer nur zu versprechen, den/ die andere zu besuchen, sondern es dann auch wirklich tun. nicht nur ne facebooknachrichtschreiben, sondern auch mal anrufen, ohne das vorher angekündigt zu haben.

MaMue_34
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Mag ich Mag ich nicht

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06.12.2012 - 17:20 Uhr
MaMue_34

kann octopussy da nur zustimmen.
manchmal ist der kontakt etwas sporadisch und man sieht sich ewig nicht, aber wenn man auf einer wellenlänge schwimmt, kann die freundschaft das aushalten.
fb ist da natürlich auch hilfreich.

JoergAuch
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Mag ich Mag ich nicht

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06.12.2012 - 17:20 Uhr
JoergAuch

chrinamu sagte:
Auch wenn das unfair ist: hier hätte ich mir einen Beitrag einer etwas älteren Redakteurin gewünscht, denn mit 24 ist man ja noch recht nah dran am Abi.

Finde ich nicht. Mit 24 hat sich normalerweise entschieden, ob man mit Schulfreunden befreundet bleibt, und man ist noch nah genug dran, sich deutlich an Details zu erinnern.

Allerdings ist nie ausgeschlossen, dass man auch später noch ehemalige Mitschüler wiedertrifft und eine gemeinsame Basis findet, sogar wenn man früher gar keine hatte.

drolli
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Mag ich Mag ich nicht

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10.12.2012 - 10:30 Uhr
drolli

Ich finde man sollte nicht zu krampfhaft an Freundschaften festhalten. Kann natürlich sein dass das in der auf Facebook presenten Generation anders ist aber in meiner Generation muß man nicht fortlaufend seinen Status zum anderen definieren. Da passiert es auch mal daß man sich aus den Augen verliert und irgendwann wieder trifft. Oder kommt jetzt nach dem tunen am beziehungsleben noch das rumtunen an Freundschaften.



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kathrin-hollmer

ist jetzt-Mitarbeiterin.

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