21.08.2014 - 14:06 Uhr

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Hard Skills, please

Text: bernd-kramer

Angeblich muss man tüchtig an seinen Soft Skills arbeiten, wenn man es im Beruf zu was bringen will. Können wir mal aufhören mit dem Quatsch - und einfach arbeiten?
103 Kommentare
Elaine_Anderson
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.11.2012 - 19:37 Uhr
Elaine_Anderson

guter Artikel zu einem frustrierenden Thema.

chrinamu
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Mag ich Mag ich nicht

10

12.11.2012 - 10:30 Uhr
chrinamu

Ja, guter Artikel. Und das Gemeine an den Soft-Skill-Kursen ist, dass man dort nicht die Skills selber lernt, sondern lernt, wie man sie richtig benennt und verkaufen kann. D.h. ein herzensguter Mensch zu sein bringt viel weniger, als von sich überzeugend sagen zu können, man sei "ein begeisterungsfähiger Teamplayer", ganz egal ob man das nun ist oder nicht.

izzy_bizzy
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Mag ich Mag ich nicht

2

12.11.2012 - 12:30 Uhr
izzy_bizzy

Die ganze Sache mit "Teamwork" wird eh überbewertet aus meiner Sicht. Es gibt Menschen die arbeiten alleine total gut, sind in einem Team aber unterfordert, bzw. genervt weil jeder seinen Senf dazu gibt und nichts vorankommt.

Montrose
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7

12.11.2012 - 16:50 Uhr
Montrose

Was ich nicht ganz verstehe: Warum wird in diesen Texten immer davon ausgegangen, dass jeder Karriere machen will? Oder noch allgemeiner: Dass 'Karriere machen' per se gut ist, während 'nicht Karriere machen' irgendwie luschig, versagend, frustrierend oder sonstwas ist?

Vielleicht stehen ja die Familienhintergrundfuzzies mit Mörderkarriere nur viel mehr unter Druck, es ihrem Daddy (oder ihrer Mutter) zeigen zu müssen? Und kommen deshalb weiter?

Ich muss gar nichts. Schon gar nicht Karriere. Denn das Leben der da oben möchte ich sicher nicht haben. Ich gehe nämlich gerne nach 8h nach Hause und habe ein Wochenende.

Und ansonsten: Ich finde Leute mit soft skills durchaus angenehmer im Umgang also Leute ohne. Also bitte bringt den Leuten Benehmen bei. Auch wenn es nicht wirklich Karrierevoraussetzung ist, wenns mein Leben angenehm macht, ist es gut.

Grrmpf
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4

20.11.2012 - 20:25 Uhr
Grrmpf

Montrose sagte:
Was ich nicht ganz verstehe: Warum wird in diesen Texten immer davon ausgegangen, dass jeder Karriere machen will? Oder noch allgemeiner: Dass 'Karriere machen' per se gut ist, während 'nicht Karriere machen' irgendwie luschig, versagend, frustrierend oder sonstwas ist?

Die wenigsten von uns machen Karriere. Logisch: Wir mögen die bestausgebildetste Generation sein; die Chefposten haben sich nicht im gleichen Maß vermehrt, wie die Einser-Abschlüsse an den Unis. Das mag man für sich selbst frustrierend empfinden oder auch nicht; Dass Leistung beim beruflichen Fortkommen offensichtlich immer noch so wenig zählt, ist jedenfalls ungerecht.

vammy
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Mag ich Mag ich nicht

1

20.11.2012 - 20:48 Uhr
vammy

zitat :
Letztlich geht es bei der Arbeit doch nur darum, dass der ganze Kram erledigt wird.


Naja... Es geht dabei aber z.B. auch darum, Prioritäten zu setzen, was macht man zuerst, was als letztes, welchen Termin verschiebt man, wie bringt man dem Kunden bei, dass sich das Projekt verspätet, usw.

So ähnlich wie Steinmetz (super Geschichte übrigens, wer sie nicht kennt, hier: http://www.matmod.com/interestinglinks_files/Humor/HumorCPS.html):
Making one chalk mark: $1.00
Knowing where to make one chalk mark: $9,999.00

Der Vergleich hinkt etwas, aber:

Man kann zwar fachlich super drauf sein (mit der Kreide ein Kreuz markieren), aber wer das nicht vermitteln kann und bei den Kollegen und dem Chef ständig aneckt und mit Kunden Probleme hat (wissen, wo man das Kreuz macht), wird nicht weit kommen.

Ob man das in Kursen erlernen kann, ist allerdings fraglich. Vielleicht ist es ja hilfreich für die Kinder aus Arbeiterfamilien, die die feinen Codes und Umgangsformen des gehobenen Bürgertums eben nicht von den Eltern gelernt haben.

melancholieunduebermut
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0

20.11.2012 - 21:50 Uhr
melancholieunduebermut

vammy sagte:

Ob man das in Kursen erlernen kann, ist allerdings fraglich. Vielleicht ist es ja hilfreich für die Kinder aus Arbeiterfamilien, die die feinen Codes und Umgangsformen des gehobenen Bürgertums eben nicht von den Eltern gelernt haben.


lol ich hoffe das ist nun ironie

shafty
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Mag ich Mag ich nicht

1

20.11.2012 - 21:59 Uhr
shafty

ich kenne diese kurse und seminare nicht, kann sein dass die nichts bringen oder überflüssiges vermitteln.
aber eines weiss ich: es gibt nur sehr wenige jobs, bei denen man nie berührungspunkte mit anderen menschen hat. und sobald man, in welcher form auch immer, mit anderen menschen zusammenarbeitet mag es zwar immer noch darum gehen "dass der ganze kram erledigt wird" aber das wird er nur, wenn die schnittstellen gut funktionieren. und dazu gehört eben nunmal dass man aufeinander eingehen kann, mit gegensätzlichen meinungen konstruktiv umgehen kann, sich auf verschiedene diskussionsstile, herangehensweisen etc. einstellen kann.
ein autistischer fachidiot nützt nur in ganz seltenen fällen irgendwas in einem unternehmen.
und wenn wir dann gar von führungspersonen sprechen dann werden die fachlichen fähigkeiten tatsächlich immer weniger wichtig und die soft-skills entscheidend.
warum soft skills hier mit alphatiergehabe, ellenbogen und gespür für herrenwitz gleichgesetzt wird verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
warum ist es ungerecht, dass in den führungsetagen nur leute zu finden sind, die gewisse umgangsformen beherrschen? wer denkt, er müsse mit den chinesischen investoren zum all you can eat fingerfood buffet und nachher am späti bier und jägi holen und im park abhängen hat in der position vielleicht nichts verloren, weil eben auch diese umgangsformen und das wissen um ei angemessenes verhalten in der situation zur jobbeschreibung gehören.

auch wenn das in dem artikel als unzumutbare zusatzanforderung beschrieben wird "jetzt muss ich schon das ganze zeug können und jetzt soll ich auch noch NETT sein und zwischenmenschlich kommunizieren können? frechheit" es geht nicht ohne und das ist auch gut.

und wer einfach kein "begeisterungsfähiger teamplayer" ist, der wird es immer schwer haben im arbeitsleben es sei denn er ist leuchtturmwächter und selbst der hat wahrscheinlich funkkontakt und muss mal smalltalk machen mit nem kapitän.

shafty
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Mag ich Mag ich nicht

1

20.11.2012 - 22:23 Uhr
shafty

der text ist von roger willemsen? sehe ich ja jetzt erst.
haha, roger willemsen echauffiert sich über soft skills und umgangsformen der elite?
ich lach mich schlapp. ohne soft skills wäre der doch mal garnichts. ausser seinem schreiben beruht doch alles was der macht auf soft skills. oder ist moderieren und auf der buchmesse smalltalken und in talkshows geschliffen daherreden jetzt knallharter hardskill-beruf bei dem "der kram erledigt wird"?

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

8

20.11.2012 - 22:36 Uhr
alcofribas

Das ist das eine Schlimme. Das andere ist, dass ganze Berufszweige praktisch parasitär davon leben, dass man glaubt, man könnte soft skills entweder erwerben oder vermitteln. Die Welt wäre eine bessere ohne die ganzen Coaching-Lemuren, Personality-Trainer, Rhetorik-Pädagogen und Vetrriebsschleifer. Ich mache aus einem begabten IT-Nerd keinen Vertriebscrack und aus einem fachlich kompetenten sonstigen Arschloch keinen Praktikantenversteher. Egal wieviele Wölkchen anmalen, Traumfänger töpfern oder Videocoachings ich ihn machen lasse.



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