Ist in Deutschland ja (statistisch) genauso, die Arbeitslosenquote bei Akademikern ist geringer als für alle anderen Berufsgruppen. ABER: Damit ist noch nichts darüber ausgesagt ob die Beschäftigung (und v.a. die Bezahlung!) auch ausbildungsadäquat ist, bzw. darüber was für einen Job (und Lifestyle) man hätte hätte man bloß auf den Arbeitsmarkt gehört.
Würde man hier etwas genauer hinschauen würde man feststellen dass die Arbeitslosenquote von Historikern mit denen von Ingenieuren zwar vergleichbar niedrig ist (v.a. in den USA wo man aufgrund horrender Studiengebühren und den hieraus folgenden Schulden gezwungen ist *jeden* Job anzunehmen), die Bezahlung und die Randbedingungen (Anzahl Ferientage, gewerkschaftliche Vertretung ja/nein, wie stark ist diese, Vertrag befristet/unbefristet, Dienstwagen, in den USA: Krankenversicherung, undwasweißichnochalles) aber WEIT auseinanderklaffen.
Tut man aber nicht.
---
Irgendwie erinnert mich das Ganze (also die Diskussion ob man lieber etwas arbeitsmarktrelevantes oder etwas geisteswissenschaftliches studieren sollte) an die Diskussion über die Sprachenwahl im Gymnasium: Lieber eine tote Fremdsprache (die bestimmt intelligent macht dafür aber eine ziemlich geringe Anwendungsrealität hat) oder doch gleich eine lebende Fremdsprache, deren Studium sicherlich ähnlich intelligent macht wie das Studium einer toten Sprache und die sich darüber hinaus auch noch in der Realität anwenden lässt, immerhin kann ich etwas Französisch, ganz im Gegensatz zu einem Freund der sich in Frankreich jedes Mal ärgert dass dort kaum jemand Latein und Griechisch spricht.
auf der anderen ist es dort halt auch möglich, nach ein paar jahren im banking bereich z.B. nochmals eine karriere als wissenschaftler anzufangen. übrigens sind die schulden, die studenten aufnehmen, oft so, dass sie die erst zurück zahlen müssen, wenn sie einen job haben, der ihnen ausreichend einbringt. und wer einen college abschluss einer (guten) uni hat, der findet ohne probleme jobs, die mit einer krankenversicherung verbunden sind. aber anders als hier ist der BA in den USA auch nicht dazu da, dich auf einen beruf vorzubereiten, sondern dich generell auszubilden. das job training passiert viel mehr "on the job", oder eben in professional schools, auf die man nach dem college geht.
Setzen. Sechs.
14.02.2012 - 16:06 Uhr
schnederpelz
Ach Du lieber Gott. Angeberwörter muss man schon richtig schreiben können.







0
06.02.2012 - 19:38 Uhr
wiesson