Dr_Wolf sagte:
Aha. Ein paar tausend Menschen machen ihrem Ärger Luft. Das erinnert mich eher an einen Samstagabend im Wirtshaus zu vorgerückter Stunde, als an eine Revolution. Kleiner Tipp wenn wir von Demokratie sprechen: Wählen gehen oder selbst machen und besser machen.
Ich vermute mal, der Großteil war damals wählen... als nichtwähler würde ich mich auch nicht so über die merkel ärgern wie jetzt.
BananenBill sagte:
Ich vermute mal, der Großteil war damals wählen... als nichtwähler würde ich mich auch nicht so über die merkel ärgern wie jetzt.
#schwachertrost: Zumindest kann ich sagen "ich wars nicht!"
Ich finde das gar nicht so abwägig, dass einige schon nach Revolution rufen. Das wird ne weile belächelt und irgendwann werden immer mehr einstimmen. Man muss sich doch nurmal anschaun was heute geschieht. Die Welt ist wahnsinnig geworden, kein Wunder wenn Leute "Fuck you Washington" rufen. Es müssten noch viel viel mehr sein!
Wenn es also nach Ihnen geht hat jeder seinen Mund zu halten und alles kommentarlos abzunicken. Das Problem dabei ist das die Politikerkaste mittlerweile immer mehr degeneriert und aus purer Machtbessenheit jeglichen Bezug zur Realität verliert. Und somit werden sie auch diese Aktion geflissentlich ignorieren. Leider.
Es ist reines Stammtischgenöhle ohne konstruktiven Mehrwert.
Natürlich ist das momentane kompromisslose Verhalten der Politiker in Amerika verantwortungslos. Aber sie spiegelt doch die zerrissene, kompromisslose amerikanische Gesellschaft wider.
Denn selbst wenn alle eine Veränderung wollen, so wollen doch nicht alle die gleiche Änderung. Und man kann wetten, dass anschließend viele mit jeder Veränderung, die kommt, unzufrieden sind. Und danach nicht minder laut schreien werden.
Ein "machts halt besser" ist aber genauso wenig hilfreich in einem System, welches von der Blockadehaltung zweier entgegengesetzter Parteien dominiert wird.
das stimmt schon großteils. Allerdings ist das heute nicht mehr getan mit neue Leute wählen, dann wird das besser. Es hat sich in den letzten Jahrzehnten ein System gebildet, welches hochkorrupt und durchsetzt von Seilschaften ist. Es haben sich extrem viele Dinge radikal geändert allein im Bereich Technik und Information. Das Finanzsystemhat sich großteils verselbständigt und allein die Tatsache, dass wir jedes Jahr einige % mehr herstellen, davon immer mehr von unten nach oben umverteilt wird, zeigt die Richtung der neoliberalen an. Das führt unweigerlich zur Rebellion...
Und wenn, man müsste ich es ja fast bis zum Bundeskanzler schaffen um etwas zu ändern (siehe Basta, Fraktionszwang oder andere undemokratische Aktionen). IN Amerika sind es ja auch sensationell bornierte Einzelpersonen, die den Kompromiss verhindern.
Ich wähle ja gerade Leute dafür, die behaupten sie werden das nach bestem Wissen und Gewissen gut machen. Und dann ?
Und eine Revolution geht nie von der Mehrheit aus, sie startet immer durch eine kleine Gruppe unzifriedener.
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25.07.2011 - 18:58 Uhr
Dr_Wolf