himberry sagte:
ich hab auch nichts gegen Pathos; nur bitte nicht bei einer Trennung. das hat was respektloses.
Das hätte ich nun gern erklärt.
Aristipp sagte:
monochromatisch sagte:
Hannes ist ein Idiot.
Ist es mittlerweile politisch korrekt, Menschen mit (vermutlich) leichtem Asperger als Idioten zu bezeichnen? Nur weil die soziale Norm lautet, dass man immerzu supertollkommunikativ zu sein hat?
Ist es denn legitim, aufgrund zweier von einer dritten Person berichteten Einschätzungen einer Situation als Außenstehender eine psychische Erkrankung zu vermuten?
mhmnaja sagte:
Aristipp sagte:
monochromatisch sagte:
Hannes ist ein Idiot.
Ist es mittlerweile politisch korrekt, Menschen mit (vermutlich) leichtem Asperger als Idioten zu bezeichnen? Nur weil die soziale Norm lautet, dass man immerzu supertollkommunikativ zu sein hat?
Ist es denn legitim, aufgrund zweier von einer dritten Person berichteten Einschätzungen einer Situation als Außenstehender eine psychische Erkrankung zu vermuten?
Etwas zu vermuten, ist grundsätzlich immer legitim. Zudem halte ich es nicht für eine Schande, psychisch krank zu sein, daher ist eine solche Vermutung auch keine Beleidigung - anders als die Bezeichnung als Idiot. Darüberhinaus ist Asperger eigentlich keine Krankheit, sondern allenfalls eine Störung, eine Anomalie. Wobei ich sogar so weit gehen würde, leichte Ausprägungen dieses Syndroms (wie ich es im Falle von Hannes vermute) noch nicht einmal als Anomalie, sondern als einen Randbereich des Spektrums normaler menschlicher Charaktereigenschaften zu betrachten. Ich selber bin zum Beispiel mit einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom diagnostiziert, gleichwohl betrachte ich mich keineswegs als krank, dennoch hat die Diagnose für mich zwei Vorteile: erstens verschafft sie mir Zugang zu entsprechenden Hilfsangeboten und zweitens erleichtert sie es mir, Unterstellungen meiner Mitmenschen, ich sei faul oder blöd, nur weil ich in bestimmten Bereichen anders funktioniere, fundierter zurückzuweisen. Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass man durchaus das Recht hat, sich in Gegenwart vieler unbekannter Menschen unwohl zu fühlen, auch gegenüber nahestehenden Personen gelegentlich Rückzugsbedürfnisse zu verspüren und seine Gefühlsmodulation nicht nach dem Motto "Alles muss raus" zu betreiben, auch ohne auf ein klinisches Syndrom verweisen zu können und vor allem ohne sich von eher extravertiert tickenden Leuten, die sich allein deswegen offenbar für wertvolleres Menschenmaterial halten, als Idioten bezeichnen lassen zu müssen.







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10.08.2010 - 19:04 Uhr
himberry
ich hab auch nichts gegen Pathos; nur bitte nicht bei einer Trennung. das hat was respektloses.