misterkite sagte:
Das hört sich ja schlimm an, wenngleich ich den Text nicht gelesen habe.
haha!
Würdest Du mit einer schweren Krankheit allein in ein fremdes Land gehen, wo niemand da ist und dessen Sprache Du nicht sprichst ? Da fallen mir wirklich tausend Gründe ein, warum nicht.
Beeindruckende Geschichte. Danke ! Aber es zeigt, es geht immer irgendwie weiter. Hat sie das Buch gelesen ?
Digital_Data
Digital_Data sagte:
Würdest Du mit einer schweren Krankheit allein in ein fremdes Land gehen, wo niemand da ist und dessen Sprache Du nicht sprichst ? Da fallen mir wirklich tausend Gründe ein, warum nicht.
da fragst du die falsche ;) wobei, in ein land, in dem ich mich nicht mit der mehrheit der leute verstaendigen kann, wuerde ich ueberhaupt nicht auswandern. ich gehe aber davon aus, dass es in barcelona auch englischsprachige aerzte gibt, die diese nachuntersuchungen haetten durchfuehren koennen. sag doch mal ein paar deiner tausend gruende, die dagegen sprechen.
ersteinmal wieder gesund werden. das leben ist mit diesem "zwischenstop" nicht vorbei. alles gute!
Auch wenn Janne wohl nicht lebensgefährlich erkrankt ist und somit keine völlig existentiellen Sorgen hat, stelle ich es mir unglaublich deprimierend vor, so ausgebremst zu werden - zumal, wenn man gerade dabei ist, voller Elan eine Verbesserung der eigenen Lebenssituation herbeizuführen.
Janne, bewahr dir deine Flexibilität. Mach das Beste aus dem Jahr, die nächste Gelegenheit für die Veränderung, die du dir wünschst (auch wenn das dann vielleicht eine andere ist als die ursprünglich geplante), kommt sicher früher oder später.
misterkite sagte:
Das hört sich ja schlimm an, wenngleich ich den Text nicht gelesen habe.
ws für ein saudummer kommentar.
entweder text lesen oder die klappe halten.
und: warum muss man in berlin leben? nachntersucheungen würden doch auch wonaders gehen, oder?
trotzdem, in jedem fall eine sehr harte geschichte.
und hut ab für's radikale ausmisten.
Einen Grund hat @Ashur genannt.
- Problem mit der Krankenversicherung
- Einen Arzt finden zu dem man Vertrauen kann und den man versteht
- auch bei englischer Verständigung bleiben eine Reihe von Fachausdrücken auf der Strecke, ich wüßte schon gar nicht, was alleine Gebärmutter auf englisch heißt, geschweige den auf spanisch
- auswandern erfordert Zeit für eine Neuorganisation, die Behandlung und Nachbehandlung aber erfordert auch Zeit
- wichtig ist sicher auch ein gutes Immunsystem, gerade Leben in fremder Umgebung mit fremdem Essen und anderen Hygienestandards sind eine Belastung für den Körper, der man dann eher aus dem Weg gehen sollte
genügt das für's erste.
Digital_Data
Aber ich glaube, darum geht's nicht. Mir würde so eine Nachricht einfach gründlich die Laune verhageln. Wer fängt schon voller Freude und Aufbruchstimmung ein Leben in einer neuen Stadt an, wenn sich gedanklich alles um die eigene Gesundheit dreht und vielleicht auch noch nicht so ganz klar ist, welche Behandlungen noch erforderlich werden und wie es weitergeht. Ein "Juhu, ich bin neu hier und habe tausend tolle Möglichkeiten"-Gefühl stellt sich unter solchen Bedingungen bei den meisten wohl eher nicht ein.
Ich habe großen Respekt vor Jannes Entscheidung und wünsche ihr vor allem ganz viel Glück in dieser Situation! (Das Auswandern lässt sich ja nachholen : )
krank werden leiden auch viele.
fast weggegangen sein und dann schwer krank werden ist schon selten. wie hat sich daraufhin die einstellung geaendert? vor allem hinsichtlich einer gewissen sicherheit die einem ein soziales umfeld bietet und die man woanders nicht so einfach hat. genau an dem punkt haette das interview noch interessanter werden koennen.
07.03.2010 - 20:15 Uhr
ein_oxymoron
ist es fuer mich unverstaendlich
dass sie in berlin bleiben muss.
dass sie in berlin blieben moechte
ist allerdings mehr als verstaendlich.
und ja
ich masse mir medizinische kenntnisse an.
Ich kann es total verstehen, dass sie bleiben will. Die Wortwahl der Ärztin in Frage zu stellen, heißt nicht, Jannes Entscheidung nicht zu respektieren.
oder einfach durch gaudi's park schlenderst...du packst das!
...also ich würde erwarten das mir der Arzt wenn er schon nicht anruft (ok vielleicht hat er die Nummer nicht) mich wenigstens persönlich über die Diagnose bzw. die Auswirkungen / Behandlung etc. aufklärt und mich also maximal via Brief zu nem Termin bestellt....
... aber das ist in Summe natürlich ne heftige Geschichte und wenn ich der Autorin nicht 100%ig vertrauen würde .....
ich wünsch Janne oder wie sie auch immer heissen mag natürlich alles alles gute für die Genesung und der Rest wird sich schon finden
"Was passiert wenn ich nach dem Glück greife?
Es flutscht mir aus der Hand wie n Stück Seife
Denn schöne Dinge kann man nicht festhalten
Doch gehst du deinen Weg werden sie dich begleiten
Hauptsache man bleibt in Bewegung
Und ich bin frei laß mich Leben
Ich hab kein Bock auf was wäre wenn
Will daß das Feuer in mir weiter brennt
Willst du den Sinn in diesem Leben sehn
Laß dir den Wind nicht aus den Segeln nehmen
Es ist Okay so wie es ist flüsterts in mein Ohr
Ein Schritt zurück zwei Schritte vor"
Guides through tough times!
Herr_Marcus sagte:
... ist es eigentlich üblich.. eine solch schwerwiegende Diagnose via Brief mitzuteilen....
...also ich würde erwarten das mir der Arzt wenn er schon nicht anruft (ok vielleicht hat er die Nummer nicht) mich wenigstens persönlich über die Diagnose bzw. die Auswirkungen / Behandlung etc. aufklärt und mich also maximal via Brief zu nem Termin bestellt....
... aber das ist in Summe natürlich ne heftige Geschichte und wenn ich der Autorin nicht 100%ig vertrauen würde .....
ich wünsch Janne oder wie sie auch immer heissen mag natürlich alles alles gute für die Genesung und der Rest wird sich schon finden
Herr_Marcus sagte:
... ist es eigentlich üblich.. eine solch schwerwiegende Diagnose via Brief mitzuteilen....
...also ich würde erwarten das mir der Arzt wenn er schon nicht anruft (ok vielleicht hat er die Nummer nicht) mich wenigstens persönlich über die Diagnose bzw. die Auswirkungen / Behandlung etc. aufklärt und mich also maximal via Brief zu nem Termin bestellt....
... aber das ist in Summe natürlich ne heftige Geschichte und wenn ich der Autorin nicht 100%ig vertrauen würde .....
ich wünsch Janne oder wie sie auch immer heissen mag natürlich alles alles gute für die Genesung und der Rest wird sich schon finden
ja aber es war ja dann doch kein krebs sondern nur eine vorstufe davon. keine leichte erkrankung, aber auch nichts was den patienten erstmal in rasende panik versetzten müsste.
Ich hab die Diagnose auch mal von meinem Frauenarzt bekommen und beschlossen, ich geh nicht mehr hin und tue gar nix. Außer dafür sorgen, dass es mir gut geht, seelisch. Und das ist jetzt etwa drei oder vier Jahre her, ich lebe immer noch und ich denke, auch die "Janne" hätte einfach ihren Plan in die Tat umsetzen sollen. Schließlich gibt's genug Krankheiten, die erst dadurch entstehen, dass man psychisch in einer miesen Verfassung ist. Und Krankheiten, die sich verschlimmern, wenn man unglücklich ist. Zumal grade "eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs" mehr Angst macht als der Patientin was bringt. Angst wirkt sich ebenfalls negativ auf das Immunsystem aus, da Angst zur selben Ausschüttung an Hormonen im Körper führt wie Stress. Also eher förderlich für eine Krankheit.
Go live in Australia or New Zealand for a while, get a bit of sun, just not sunburns. They have a better medicare than UK, they will take care of you.
Alles Gute.
@dd: Hast du keine überzeugenderen Gründe?
Digital_Data sagte:
@ein_oxymoron
Würdest Du mit einer schweren Krankheit allein in ein fremdes Land gehen, wo niemand da ist und dessen Sprache Du nicht sprichst ? Da fallen mir wirklich tausend Gründe ein, warum nicht.
Beeindruckende Geschichte. Danke ! Aber es zeigt, es geht immer irgendwie weiter. Hat sie das Buch gelesen ?
Digital_Data
digi, sie ist flugbegleiterin und sehr radikal in ihren entscheidungen. du kannst also sicher sein, dass sie spanisch spricht. und das nicht nur so ein bisschen.
08.03.2010 - 09:39 Uhr
octopussy
Digital_Data sagte:
@ein_oxymoron
Einen Grund hat @Ashur genannt.
- wichtig ist sicher auch ein gutes Immunsystem, gerade Leben in fremder Umgebung mit fremdem Essen und anderen Hygienestandards sind eine Belastung für den Körper, der man dann eher aus dem Weg gehen sollte
genügt das für's erste.
Digital_Data
hallo? wir sprechen von europa. Spanien. Nicht von irgendwo im Dschungel.
1. Das Krebsvorsorgeprogramm mit den entsprechenden Untersuchungen ist in Spanien mindestens genauso gut wie das Deutsche. (Die Inzidenz des Zervixkarzinoms ist dort nicht höher als bei uns).
2. Wenn nach einer Operation (wahrscheinlich Konisation) das veränderte Gewebe im Gesunden entfernt worden ist, sind die vierteljährlichen Untersuchungen wahrscheinlich nicht notwendig. Dieses Ritual stammt noch aus der Zeit, als die Ursache für Gebärmutterhalskrebs noch nicht bekannt war.
Aufgrund von Fehlinformation oder "Nichtwissen", wie ein evidenzbasiertes Patientenmanagement zu erfolgen hat, werden in Deutschland über 100.000 Konisationen an jungen Frauen unnötig durchgeführt.
Ich würde mich gerne zu diesem Thema mit der Verfasserin dieses Beitrages unterhalten, um die Reichweite Ihres Artikels für Frauen , die einen auffälligen Abstrich hatten/haben, zu erörtern.
Siehe auch www.pap3d.de.
Liebe Grüße vom schönen Bodensee
J. Zimmermann
Die erste Frage, die sich mir stellt: Warum plant die ihren Umzug nicht einfach vernünftig sondern verschenkt einfach alles und wundert sich dann, dass sie nichts mehr hat.
Die zweite Frage: Warum sollte man sich in Barcelona nicht mit Ärzten verständigen können? Als Stewardess spricht sie doch sicher prima englisch. Ist ja nicht so, dass sie jetzt in Albert Schweitzers Urwaldhospital nach Lambarene müsste. Alternativ kann ja auch gelegentlich von Barcelona nach Berlin fliegen, um sich untersuchen zu lassen. Ist ja nicht aus der Welt.
Die dritte Frage: Was wäre denn gewesen, wenn sie die Diagnose ein paar Wochen später bekommen hätte?
Sorry, aber mir kommt es so vor, dass die junge Dame einen aunangenehmen Hang zum Jammern hat und gerne alles auf Andere und aufs Schicksal schiebt anstatt ihr Leben vernünftig zu gestalten.
Auch mich hat es von Berlin nach Barcelona gezogen. Allerdings kenne ich viele Leute hier (aber das geht auch schneller als in Berlin) und kann schon ganz gut spanisch. Muss sagen zum einen ist es gut die Flucht aus Berlin anzutreten, wenn man die Nase voll hat. Es gibt einem neue Energie.
Zum anderen hat Barcelona auch viele Nachteile... teure, winzige(!) Zimmer, viel Diebstähle und Massen von nicht immer den angenehmsten Touristen. Dazu kommt die Krise und derzeit sehr hohe Arbeitslosigkeit in Spanien. Fahrradfahrer werden in Barcelona genauso angefeindet wie in Berlin ;)
Falls es ihr nach der Operation gut genug geht könnte Janne auf jeden Fall für die Nachbehandlung nach Spanien. Angeblich (laut den Spaniern die ich kenne) gibt es einen regelrechten Krebstourimus, weil Spanien eines der besten Spezialisten in diesem Bereich hat.
Suerte!
08.03.2010 - 11:02 Uhr
ju_u
Auch mich hat es von Berlin nach Barcelona gezogen. Allerdings kenne ich viele Leute hier (aber das geht auch schneller als in Berlin) und kann schon ganz gut spanisch. Muss sagen zum einen ist es gut die Flucht aus Berlin anzutreten, wenn man die Nase voll hat. Es gibt einem neue Energie.
Zum anderen hat Barcelona auch viele Nachteile... teure, winzige(!) Zimmer, viel Diebstähle und Massen von nicht immer den angenehmsten Touristen. Dazu kommt die Krise und derzeit sehr hohe Arbeitslosigkeit in Spanien. Fahrradfahrer werden in Barcelona genauso angefeindet wie in Berlin ;)
Falls es ihr nach der Operation gut genug geht könnte Janne auf jeden Fall für die Nachbehandlung nach Spanien. Angeblich (laut den Spaniern die ich kenne) gibt es einen regelrechten Krebstourimus, weil Spanien eines der besten Spezialisten in diesem Bereich hat.
Suerte!
08.03.2010 - 11:02 Uhr
ju_u
ju_u sagte:
Respekt für Jannes Konsequenz. Ich bin mir sicher nach dem ersten Schock wird sie den Traum vom Umzug noch verwirklichen.
Auch mich hat es von Berlin nach Barcelona gezogen. Allerdings kenne ich viele Leute hier (aber das geht auch schneller als in Berlin) und kann schon ganz gut spanisch. Muss sagen zum einen ist es gut die Flucht aus Berlin anzutreten, wenn man die Nase voll hat. Es gibt einem neue Energie.
Zum anderen hat Barcelona auch viele Nachteile... teure, winzige(!) Zimmer, viel Diebstähle und Massen von nicht immer den angenehmsten Touristen. Dazu kommt die Krise und derzeit sehr hohe Arbeitslosigkeit in Spanien. Fahrradfahrer werden in Barcelona genauso angefeindet wie in Berlin ;)
Falls es ihr nach der Operation gut genug geht könnte Janne auf jeden Fall für die Nachbehandlung nach Spanien. Angeblich (laut den Spaniern die ich kenne) gibt es einen regelrechten Krebstourimus, weil Spanien eines der besten Spezialisten in diesem Bereich hat.
Suerte!
gynaekologe sagte:
Es ist erschütternd zu lesen, wie durch die Fehlinformation eines ignoranten Arztes das gesamte Leben eines Menschen umgeworfen werden kann und es ist anmaßend einen Menschen aufgrund seiner Autorität dazu zu zwingen, ein ganzes Jahr seines Lebens gegen seinen Willen festzuhalten.... Ich würde mich gerne zu diesem Thema mit der Verfasserin dieses Beitrages unterhalten, um die Reichweite Ihres Artikels für Frauen , die einen auffälligen Abstrich hatten/haben, zu erörtern. Siehe auch www.pap3d.de.Liebe Grüße vom schönen BodenseeJ. Zimmermann
oh ja, danke! das ist echt so eine panikmache mit dem pap3 abstrich und selbst wenn zellauffälligkeiten vorhanden sind... das will noch nix heissen. das heisst erstmal: genauer prüfen und untersuchen. zellen entnehmen.
ich bin heilfroh, dass ich einen guten gyn habe. ich war jahrelang high risk patientin, hatte dann auch irgendwann zellauffälligkeiten, wie er mir das mitgeteilt hat, ich glaube es war am telefon. ok, dann zellentnahme, etwas unangenehm. genauere untersuchung... nix bösartiges.
mein doc hat immer gesagt, dass der HPV Virus auch bei gutem Immunsystem wieder verschwinden kann. Ein Jahr nach den Zellauffälligkeiten war er weg.
08.03.2010 - 11:23 Uhr
octopussy
JoergAuch sagte:
Oh no, noch so ein auswanderndes Naivchen, wie sie jede Woche in irgendwelchen obskuren Fernsehsendungen vorkommen. Die erste Frage, die sich mir stellt: Warum plant die ihren Umzug nicht einfach vernünftig sondern verschenkt einfach alles und wundert sich dann, dass sie nichts mehr hat.Die zweite Frage: Warum sollte man sich in Barcelona nicht mit Ärzten verständigen können? Als Stewardess spricht sie doch sicher prima englisch. Ist ja nicht so, dass sie jetzt in Albert Schweitzers Urwaldhospital nach Lambarene müsste. Alternativ kann ja auch gelegentlich von Barcelona nach Berlin fliegen, um sich untersuchen zu lassen. Ist ja nicht aus der Welt.Die dritte Frage: Was wäre denn gewesen, wenn sie die Diagnose ein paar Wochen später bekommen hätte?Sorry, aber mir kommt es so vor, dass die junge Dame einen aunangenehmen Hang zum Jammern hat und gerne alles auf Andere und aufs Schicksal schiebt anstatt ihr Leben vernünftig zu gestalten.
danke joerg. mir kommts auch so vor, dass es ein bisschen arg theatralisch ist das ganze. Auch schön der Satz "Der Plan war, noch einen Flug nach Sao Paolo zu fliegen und von dort aus direkt nach Barcelona, in mein neues Leben." Klar, sie ist Saftschubse, da ist das alles ganz normal.
Es werden sehr viele Fragen offen gelassen. Auch und besonders, was das Krankheitsbild anbelangt.
octopussy sagte:
danke joerg. mir kommts auch so vor, dass es ein bisschen arg theatralisch ist das ganze.
Dir und dem gynaekologen auch vielen Dank für die Klarstellungen!
Utalisa sagte:
Kann es sein, dass M. Lauenstein ein Problem mit der Schilddrüse hat? Auf dem Foto sieht es so aus.
sieht in der tat etwas so aus...
08.03.2010 - 12:09 Uhr
octopussy
gynaekologe sagte:
Es ist erschütternd zu lesen, wie durch die Fehlinformation eines ignoranten Arztes das gesamte Leben eines Menschen umgeworfen werden kann und es ist anmaßend einen Menschen aufgrund seiner Autorität dazu zu zwingen, ein ganzes Jahr seines Lebens gegen seinen Willen festzuhalten.1. Das Krebsvorsorgeprogramm mit den entsprechenden Untersuchungen ist in Spanien mindestens genauso gut wie das Deutsche. (Die Inzidenz des Zervixkarzinoms ist dort nicht höher als bei uns).2. Wenn nach einer Operation (wahrscheinlich Konisation) das veränderte Gewebe im Gesunden entfernt worden ist, sind die vierteljährlichen Untersuchungen wahrscheinlich nicht notwendig. Dieses Ritual stammt noch aus der Zeit, als die Ursache für Gebärmutterhalskrebs noch nicht bekannt war.Aufgrund von Fehlinformation oder "Nichtwissen", wie ein evidenzbasiertes Patientenmanagement zu erfolgen hat, werden in Deutschland über 100.000 Konisationen an jungen Frauen unnötig durchgeführt. Ich würde mich gerne zu diesem Thema mit der Verfasserin dieses Beitrages unterhalten, um die Reichweite Ihres Artikels für Frauen , die einen auffälligen Abstrich hatten/haben, zu erörtern. Siehe auch www.pap3d.de.Liebe Grüße vom schönen BodenseeJ. Zimmermann
sau, doooo!!
08.03.2010 - 12:45 Uhr
frankensteen
gynaekologe sagte:
Es ist erschütternd zu lesen, wie durch die Fehlinformation eines ignoranten Arztes das gesamte Leben eines Menschen umgeworfen werden kann und es ist anmaßend einen Menschen aufgrund seiner Autorität dazu zu zwingen, ein ganzes Jahr seines Lebens gegen seinen Willen festzuhalten.1. Das Krebsvorsorgeprogramm mit den entsprechenden Untersuchungen ist in Spanien mindestens genauso gut wie das Deutsche. (Die Inzidenz des Zervixkarzinoms ist dort nicht höher als bei uns).2. Wenn nach einer Operation (wahrscheinlich Konisation) das veränderte Gewebe im Gesunden entfernt worden ist, sind die vierteljährlichen Untersuchungen wahrscheinlich nicht notwendig. Dieses Ritual stammt noch aus der Zeit, als die Ursache für Gebärmutterhalskrebs noch nicht bekannt war.Aufgrund von Fehlinformation oder "Nichtwissen", wie ein evidenzbasiertes Patientenmanagement zu erfolgen hat, werden in Deutschland über 100.000 Konisationen an jungen Frauen unnötig durchgeführt. Ich würde mich gerne zu diesem Thema mit der Verfasserin dieses Beitrages unterhalten, um die Reichweite Ihres Artikels für Frauen , die einen auffälligen Abstrich hatten/haben, zu erörtern. Siehe auch www.pap3d.de.Liebe Grüße vom schönen BodenseeJ. Zimmermann
sau, doooo!!
08.03.2010 - 12:45 Uhr
frankensteen
gynaekologe sagte:
Es ist erschütternd zu lesen, wie durch die Fehlinformation eines ignoranten Arztes das gesamte Leben eines Menschen umgeworfen werden kann und es ist anmaßend einen Menschen aufgrund seiner Autorität dazu zu zwingen, ein ganzes Jahr seines Lebens gegen seinen Willen festzuhalten.1. Das Krebsvorsorgeprogramm mit den entsprechenden Untersuchungen ist in Spanien mindestens genauso gut wie das Deutsche. (Die Inzidenz des Zervixkarzinoms ist dort nicht höher als bei uns).2. Wenn nach einer Operation (wahrscheinlich Konisation) das veränderte Gewebe im Gesunden entfernt worden ist, sind die vierteljährlichen Untersuchungen wahrscheinlich nicht notwendig. Dieses Ritual stammt noch aus der Zeit, als die Ursache für Gebärmutterhalskrebs noch nicht bekannt war.Aufgrund von Fehlinformation oder "Nichtwissen", wie ein evidenzbasiertes Patientenmanagement zu erfolgen hat, werden in Deutschland über 100.000 Konisationen an jungen Frauen unnötig durchgeführt. Ich würde mich gerne zu diesem Thema mit der Verfasserin dieses Beitrages unterhalten, um die Reichweite Ihres Artikels für Frauen , die einen auffälligen Abstrich hatten/haben, zu erörtern. Siehe auch www.pap3d.de.Liebe Grüße vom schönen BodenseeJ. Zimmermann
sau, doooo!!
frankensteen sagte:
sau, doooo!!
gehts auch qualifizierter, du neu-nick?
Nichtsdestotrotz tut einem die Janne leid, gerade bei solchen Vorfällen ist man dem Schicksal hilflos ausfeliefert. Kopf hoch und ab nach Barca!!!!!
Also ihr tut hier ja sehr aufgeschlossen und wisst natürlich alles besser. Grundsätzlich ist nicht jede ausgebildete Gynäkologin oder Ärztin und kann dies sofort richtig einordnen. Manche hier haben ja auch anscheinend einschlägige Erfahrungen mit dem Thema (Risikofaktoren), das gilt aber längst nicht für alle, Viele wissen einfach gar nichts darüber und sind erst einmal geschockt.
Sicher gibt es auch eine Menge Leute die sehr rational reagieren, ich bin auch so jemand, trotzdem kann ich nachfühlen und weiß ich, dass es nicht jedem in die Wiege gelegt ist, ganz rational einfach mit Plan F weiter zu machen. Die Psyche spielt einem dann manchmal durchaus einen Streich, wurde auch im Text beschrieben. Gerade in einer Situation in der jemand ins Ungewisse startet ist eine zusätzliche Ungewissheit in einem wichtigen bereich nicht so einfach wegzustecken.
Auch der Plan nach barcelona zu gehen ist nicht schecht durchdacht. Sie wechselt in eine Stadt mit großem Flughafen und kann dort wahrscheinlich sogar beim gleichen Arbeitgeber weiterarbeiten. Das ist viel weiter geplant als bei den meisten anderen Auswanderern.
Da es ihr auch um Wärme geht, nehme ich mal an, dass es durchaus eine Reihe von Gründen gibt, weg zu gehen. Oft hat man in einer Stadt auch Dinge erlebt, die es einem verleiden, obwohl sie für andere die tollste Stadt der Welt ist. Aber mit Verlaub, um diese Gründe geht es in diesem Text nicht.
Aber anscheinend um Ferndiagnose aufgrund eines Bildes oder eines nicht wissenschaftlichen Textes. Manchmal frage ich mich hier echt, wie mit Leuten und deren Entscheidungen umgegangen wird. Anscheinend ist alles, was nicht ins eigene eng gerahmte Bild passt, nicht akzeptabel. Und ja, für mich wären das wichtige Gründe.
Digital_Data
Digital_Data sagte:
Sicher gibt es auch eine Menge Leute die sehr rational reagieren, ich bin auch so jemand,
?
08.03.2010 - 17:05 Uhr
JoergAuch
es gibt in diesem thread echt keinen grund für anfeindungen.
Sehr geehrter Herr Zimmermann,
ich möchte Sie darauf hinweisen, dass es möglich ist, dass Ihr Beitrag unter Angabe der Homepage Ihrer Praxis/Ihres Labors - "www.pap3d.de" - den AGB von jetzt.de zuwiderläuft, insbesondere § 4.3:
"Jeder Nutzer verpflichtet sich, das Angebot von jetzt.de nicht zu nutzen, um Inhalte einzustellen, die bzw. deren Einstellung als Meinung getarnte Werbungen sind [...]"
Ich werde Ihren Beitrag daher der Redaktion melden, wofür ich um Ihr Verständnis bitte.
Mit besten Grüßen,
matstef
ThomasCrown sagte:
mein gott, joerg. was soll das? d_d hat seine meinung des falls dargelegt
Ach Thomas, dann ließ vielleicht erstmal seinen letzten Beitrag und die Zwischentöne darin ...
Wer - wie "Janne" - in der Lage ist, so konsequent zur Tat zu schreiten und sich ganz auf sich selbst zu besinnen, ohne Netz und doppelten Boden, verdient größten Respekt.
Dass das Schicksal andere Pläne hatte, schmälert nicht den Wert des vorangegangenen Tuns.
Ich wünsche diesem Menschen die Kraft, das ursprüngliche Ansinnen in einem zweiten Anlauf umsetzen zu können.
Alles Gute, und vor allen Dingen beste Genesung.
dabei schildert er erst mal ein zutiefst persönliches Erlebnis, über das ich nicht urteilen wollte.
Da trifft jemand einen Entschluss und ein in letzter Minute eintreffendes schicksalhaftes Ereignis wirft diese Pläne über den Haufen, da gibt's eigentlich nichts zu diskutieren, könnte man selbst natürlich anders sehen oder handeln, aber ich seh da den Ansatzpunkt für die zum Teil recht harsche Kritik nicht.
Die Geschichte gibt auch zu wenig Details her, um da als (Hobby- oder Profi-)Gynäkologe, Auswanderungsspezialist oder Schicksalsbezwinger Ratschläge geben zu können.
Trotzdem könnte man natürlich über verschiedenes diskutieren: Einerseits das radikale Aufgeben allen Besitzes, auf der anderen Seite aber wohl die Sicherheit des Jobs behalten; mir kommt auch der Brief komisch vor, hätte gedacht, dass solche Mitteilungen grad nicht per Brief kommen und warum nachdem hoffentlich alles gut gegangen sein wird, der Plan so aus dem Fokus geraten ist.
http://60secondsofsilence.wordpress.com/...
08.03.2010 - 20:27 Uhr
stillenacht
http://60secondsofsilence.wordpress.com/...
und vielleicht sollte man unglücklichsein auch nicht so schnell auf die stadt schieben in der man wohnt. man kann doch überall unglücklich sein.
This town ain´t big enough for the both of us.
derartige beleidigungen finde ich schon sehr heftig, gerade von deiner seite. frag dich mal, ob du nicht selbst genau das bist, womit du mich hier bezeichnest!
matstef sagte:
frag dich mal, ob du nicht selbst genau das bist, womit du mich hier bezeichnest!
wieso das denn bitte? spiele ich mich denn jemals als vertreter von jetzt.de auf und "melde" die, die sich nicht an die regeln halten?
08.03.2010 - 23:08 Uhr
ein_oxymoron
ich wüsste gern, warum du mich mit dem wort "blockwart" bezeichnet hast? ich habe niemanden denunziert, bin ganz sicher kein nazi, sondern habe lediglich auf einen möglichen verstoß gegen die AGB von jetzt.de hingewiesen und mich ganz offen dazu bekannt.
ich weiß nicht, ob das grund für eine solche beleidigung meiner person sein kann. hast du was gegen mich persönlich?
ich bin seit etwa vier monaten bei jetzt.de und habe noch nie einen beitrag gemeldet. dies habe ich nun zum erstenmal und ganz offen getan. es widerspricht den AGB, wenn hier jemand medizinische angaben macht und dann ganz nebenbei die homepage seiner eigenen praxis/seines labors nennt.
und abgesehen von kommentaren, die gegen den "guten geschmack" gehen - das ist subjektiv. schleichwerbung widerspricht aber objektiv den AGB und die halte ich für die minimalgrundlage des guten umgangs miteinander hier.
ich empfinde "blockwart" nach wie vor als sehr beleidigend, diese neue konnotation ist mir bisher nicht bekannt. ich finde es nicht ok, wenn du mich so bezeichnest. ich bin kein "vertreter von jetzt.de" - frage du dich bitte selbst mal, ob du dir eine solche rolle anmaßt, wenn du mich hier mit dem begriff "blockwart" beleidigst!
mit einer, die mich als "blockwart" bezeichnet, kann ich nicht befreundet sein! frag dich mal, ob du mit jemandem befreundet sein wolltest, der dich so bezeichnet!
@ein_oxymoron:
du bist jedenfalls der erste mensch in meinem leben, der mich so bezeichnet hat. denk mal drüber nach. ich wünsche dir alles gute!
matstef sagte:
@ein_oxymoron:
du bist jedenfalls der erste mensch in meinem leben, der mich so bezeichnet hat. denk mal drüber nach. ich wünsche dir alles gute!
Aber nicht der letzte. Du legst hier tatsächlich Blockwart-Mentalität an den Tag. Aber bitte, jeder wie er will. Die anderen werden wissen, wie sie damit umgehen wollen.
querspieler sagte:
Ich find ja dieser Text hat erstaunlich breitgestreute Antworten provoziert, um es mal positiv auszudrücken.
dabei schildert er erst mal ein zutiefst persönliches Erlebnis, über das ich nicht urteilen wollte.
Da trifft jemand einen Entschluss und ein in letzter Minute eintreffendes schicksalhaftes Ereignis wirft diese Pläne über den Haufen, da gibt's eigentlich nichts zu diskutieren, könnte man selbst natürlich anders sehen oder handeln, aber ich seh da den Ansatzpunkt für die zum Teil recht harsche Kritik nicht.
Die Geschichte gibt auch zu wenig Details her, um da als (Hobby- oder Profi-)Gynäkologe, Auswanderungsspezialist oder Schicksalsbezwinger Ratschläge geben zu können.
Trotzdem könnte man natürlich über verschiedenes diskutieren: Einerseits das radikale Aufgeben allen Besitzes, auf der anderen Seite aber wohl die Sicherheit des Jobs behalten; mir kommt auch der Brief komisch vor, hätte gedacht, dass solche Mitteilungen grad nicht per Brief kommen und warum nachdem hoffentlich alles gut gegangen sein wird, der Plan so aus dem Fokus geraten ist.
ja, der Artikel polarisiert wohl. Warum auch immer. Bei mir, weil ich nicht genau weiß, was daran bewundernswert ist, alles auf einen Koffer zu reduzieren (und noch Sachen zu den Eltern zu bringen und die Wohnung komplett (unter) zu vermieten).
Das mit der schriftlichen Mitteilung des Befundes ist auch etwas fragwürdig und es ist auch ziemlich dramatisch textlich inszeniert. Für gewöhnlich, wenn man auf einen schwierigen Befund wartet, verschiebt man eine Auswanderung, auch wenn sie noch so fix ist. Oder aber man verlagert das Ganze ins Ausland.
Es ist definitiv ein Auswandern mit doppeltem Netz und Boden und so. Weil sie ja ihre Arbeit behält und darüber auch schnell wieder ein soziales Netz aufbauen kann.
Was mich aber wirklich stört, ist, dass hier über das Krankheitsbild so generell gar nicht aufgeklärt wird. Und da bin ich froh, dass "Gynaekologe" Schleichwerbung oder auch nicht gemacht hat. Denn es ist wirklich so, dass viele Mädchen und Frauen und auch Männer viel zu wenig Ahnung über dieses Thema haben. Und dann kommt es bei Befund gerne zu Panikreaktionen, die gar nicht nötig wären, würde mehr Aufklärung bestehen.
Ich hab kein Problem mit der medizinischen Aufklärung, ganz im Gegenteil. Ich glaub aber, das diese Geschichte dafür nicht viel hergibt.
Ich bin mir sicher, dass es genügend Themen gäbe, wo seriöse Informationen dringend nötig wären, aber das müsste halt auch ein wenig redaktionell aufbereitet sein.
diedrossel sagte:
ich kann die entscheidung sehr gut nachvollziehen. da kann man zehnmal sagen, dass es nur eine zellveränderung ist blabla und dass es auch in spanien gute ärzte gibt blabla, das wäre mir in dem moment nicht wichtig. ich hätte das gefühl, dass ich meinem körper nicht mehr trauen kann, dass er mich im stich lassen könnte - wenn man es gewohnt ist, dass man machen kann, was man will, insofern man es nur genug will - da kann so eine erfahrung schon einiges ins wanken bringen. und dann so einen neuanfang wagen, der schon kraft und auch sorglosigkeit braucht? da muss man schon ein guter verdränger sein.
weniger Verdränger als um so mehr Realist. Verdrängen sollte man da gar nix, sondern sich eben genau informieren. Eine Zellveränderung ist noch lange kein Todesurteil. Wir sprechen hier von möglichem Gebärmutterhalskrebs und selbst wenn eine Zellveränderung bösartig ist, heisst das auch noch nicht gleich Krebs-im-Endstadium. Und solange das so ist, ist das wirklich kein extrem großer Eingriff. Dass der Eingriff unangenehm ist, und was er psychologisch auslösen kann, lasse ich mal aussen vor, denn das ist wirklich sowas von individuell unterschiedlich.
09.03.2010 - 12:12 Uhr
octopussy
querspieler sagte:
@octopussyIch hab kein Problem mit der medizinischen Aufklärung, ganz im Gegenteil. Ich glaub aber, das diese Geschichte dafür nicht viel hergibt.Ich bin mir sicher, dass es genügend Themen gäbe, wo seriöse Informationen dringend nötig wären, aber das müsste halt auch ein wenig redaktionell aufbereitet sein.
Die Geschichte an sich gibt vielleicht nicht so viel her. Aber das Thema an sich, das gesundheitliche würde sehr viel hergeben. Aber darum gehts ja auch nicht. Es geht nicht um Aufklärung im gesundheitlichen Bereich, sondern es geht um eine plakative Geschichte, die Leser zieht und dramatisch und krass klingt.
Ich selbst bin schon neben Freundinnen gestanden, die einen Brief von Ihrem Frauenarzt bekamen und ziemlich verwundert waren und ihn auch etwas nervös öffneten nur um dann erleichtert festzustellen: "Ich bin gesund !" Anscheinend ist diese Breifepraxis gar nicht so unhäufig und ich könnte mir durchaus auch vorstellen, dass es für den Arzt wichtig ist, die Information darüber zu dokumentieren.
Ich finde diese Geschichte nicht zu plakativ. Es zeigt für mich wie das Leben ist, dass jemand sein Leben in die Hand nimmt und trotzdem auch damit leben muss, dass er eben doch nicht alles in der Hand hat. Selbst schon erlebt. Es entsteht daraus ja auch so eine Was-wäre-wenn-Situation, die ja durchaus hier diskutiert wird.
Digital_Data







-8
07.03.2010 - 19:02 Uhr
misterkite