Die Journalistin Lindsey Hoshaw finanzierte die Recherche für eine Geschichte in der "New York Times mit Spenden" - ein Interview
3 Kommentare
hmmm, kommt drauf an: was wenn es sich bei der spendenden Interessengruppe auf einmal nicht mehr nur um Umweltschützer, sondern um den Verband der Tabakkonzerne handelt?
Ein spendenfinanzierter Journalismus ruft doch die Lobbys geradzu auf den Plan. Und dann wäre die Unabhängikeit des Journalismus gefärdet
Ein spendenfinanzierter Journalismus ruft doch die Lobbys geradzu auf den Plan. Und dann wäre die Unabhängikeit des Journalismus gefärdet
@henriette...
absolut. andererseits sind natürlich auch heute verlage fast immer einer politischen richtung zuzuordnen (bzw. in hand eines eigentümers, der bestimmte ansichten vertritt), was auch bei den artikeln durchschlägt. und wenn sich die tabakindustrie mal einen autor kauft muss der schon sehr berühmt sein, damit das, was der schreibt landesweit wahrgenommen wird (in der medizin ist das heute natürlich schon pervertiert: die pharmafirma zahlt die studie, die die unschädlicghkeit des eigenen medikamentes beweisen soll).
ich glaube (fürchte?), dass wir uns in der zukunft die relevanten informationen bruchstückhaft im netz zusammensuchen müssen. das wird sehr schwierig, da jeder, der einen journalistischen beitrag leistet, den irgendwie "verkaufen" muss und daher fast schon marktschreierisch vorgehen muss - übertreibungen, weglassungen usw. sind fast nicht vermeidbar. da ist mir seriös recherchierter, weitgehend neutraler journalismus von ard + zdf fast immer noch lieber...
absolut. andererseits sind natürlich auch heute verlage fast immer einer politischen richtung zuzuordnen (bzw. in hand eines eigentümers, der bestimmte ansichten vertritt), was auch bei den artikeln durchschlägt. und wenn sich die tabakindustrie mal einen autor kauft muss der schon sehr berühmt sein, damit das, was der schreibt landesweit wahrgenommen wird (in der medizin ist das heute natürlich schon pervertiert: die pharmafirma zahlt die studie, die die unschädlicghkeit des eigenen medikamentes beweisen soll).
ich glaube (fürchte?), dass wir uns in der zukunft die relevanten informationen bruchstückhaft im netz zusammensuchen müssen. das wird sehr schwierig, da jeder, der einen journalistischen beitrag leistet, den irgendwie "verkaufen" muss und daher fast schon marktschreierisch vorgehen muss - übertreibungen, weglassungen usw. sind fast nicht vermeidbar. da ist mir seriös recherchierter, weitgehend neutraler journalismus von ard + zdf fast immer noch lieber...









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07.12.2009 - 10:32 Uhr
cathie