garconne sagte:
Bei manchen Äußerungen kam bei mir dann doch dir Frage auf: 'Wie, und sowas studiert?'
das kam mir auch in den sinn. das niveau der äußerungen (besonders 2, 9, die beiden mädels und tibet) ist so derb, dass ich glatt für verzehnfachung der gebühren bin. wenns denn was hilft.
sopranina sagte:
@ice:Mal der Reihe nach: Studiengebühren können schon sinnvoll sein, allerdings nicht so, wie das hier gehandhabt wird.An sich sollte das Geld gerade NICHT für Stellen ausgegeben werden - es wird aber mittlerweile munter Personal davon bezahlt, in Baden-Württemberg sogar Professoren, die einen erheblichen Teil ihrer Zeit mit Forschung verbringen, was der vielbeschworenen "Verbesserung der Lehre durch Studiengebühren" (inklusive "Verbesserung der Betreuungsrelation") entgegen steht.Und ich weiß auch nicht, inwieweit ein neuer Rechner für den Prof (der vor nicht allzu langer Zeit schon einen neuen bekommen hat und ein- bis zweimal die Woche kommt - wird natürlich im Bericht unter "Verbesserung der EDV-Ausstattung" geführt...) oder ein BÜROSTUHL für eine Mitarbeiterin der Verbesserung der Lehre dienen!?Und ich weiß ja nicht, wie Du den Betrag drückst - aber an der LMU kostet ein Studium PRO SEMESTER 500 Euro plus 94 oder 96 oder was Euro an das Studentenwerk (kann sein, dass da auch noch die Verwaltungsgebühr drin war, die ist ja jetzt gekippt, also ggf. sind es ab Sommersemester 40 Euro weniger). Das macht aber im Jahr fast 1200 Euro, was eine monatliche Belastung von knapp 100 Euro (und NICHT 57!) ergibt. Spar das mal so nebenher ein, wenn Du in München lebst... und wer das von Dir geforderte "besondere Engagement im Studium, damit man mal einen guten Job bekommt" ernst nimmt, der will und muss sich in der Hauptsache seinem Studium widmen und kann nicht beliebig lang nebenher jobben gehen. Mit dem Bafög sparst Du die 100 Euro nicht zusammen und Stipendien gibt es kaum (und wenn, dann auch gerne mal mit (sachgebundenen) Einmalzahlungen, die bringen studiengebührentechnisch nicht viel).
Ganz genau!
Das mit den Studiengebühren war wie so vieles doch leider eine recht unausgegorene Sache. Wie gesagt, es kann auch besser laufen. Ich, und auch meine deutschen Kommilitonen fühlen uns hier im Ausland wesentlich besser betreut und generell sind die Zustände hier gut, was Bibliotheken und generell den "Service", sowie das akademische Angebot angeht. Hier ist es aber auch ein wenig leichter für Leute, deren Eltern die Studiengebühren nicht zahlen können, da es mehr Unterstützung vom Staat gibt (ja, es gibt Gesellschaften, die erkannt haben wie wichtig der "Rohstoff" Bildung ist.
[Witzige Begebenheit von heute:
Ich war vorhin in einer Veranstaltung mit Jean Claude Juncker. U.a. hatten wir Studenten die Möglichkeit Fragen zu stellen. Wir sollten dann auch immer unsere Nationalität dazu sagen. Und nach der 10. Deutschen (es waren fast nur Deutsche anwesend) meinte Juncker so: "Gibts in Deutschland keine Studienplätze?!" ;-) ]
ich bin der Wolle vom Bild,
was aber natürlich nicht mein echter Name ist.
(Und ja ich muss mal wieder zum Frisör)
Ich wollte nur nicht meinen Namen an die beiden eher unvertraulich wirkenden Damen weitergeben, die mich befragt haben.
Das hier kann man auch kaum journalistische Arbeit nennen.
Die Aussagen sind wirklich ein bisschen zusammen geworfen.
Die Art und Weise wie ich befragt wurde war eher ein bisschen dümmlich, ohne Konzept und eigentlich salopp hingeworfen. Dann kommt halt sowas bei raus.
Das soll nicht böse gemeint sein, aber das geht so nicht.
Also erstmal vorweg: Zum Privileg an einer "Elite"uni zu studieren:
Das Geld von diesem Elitetopf ist nicht für die Studenten, sondern für die Forschung und hat keinerlei Bedeutung. Es klingt halt nur schön.
Studiengebühren, wie sie zur Zeit eingesetzt werden, haben so keine Berechtigung. Das was wir effektiv bekommen
Meiner Meinung nach stimmt es, dass Bildung eine Investition des Staates und nicht von sich selbst sein muss. Der Staat verdient daran auch ein Mehrfaches.
Bildung ist auch ein Gemeinschaftsgut und dafür seh ich es auch ein Steuern zu zahlen.
Aber die ganzen Argumente gegen Studiengebühren kennen ja eh die meisten.
Ich kann nur sagen, dass ich die Einstellung: "Man kann doch eh nichts bewirken!" ganz schön enttäuschend finde. Wo leben wir denn wenn es schon so weit gekommen ist? Die fehlende Überzeugungskraft kommt doch meistens aus der Angst einen Schritt nach vorn zu machen. Deswegen gebührt dem Achtung, der für seine Meinung einsteht auch wenn er sich dabei blamiert.







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14.05.2009 - 14:14 Uhr
taylorthelatteboy