flowerbaer sagte:
Ähm, will denn nicht jeder, dass die Politiker seine Interessen vertreten?
Deshalb wählt man sie doch.
oder seh ich das falsch?
DAS nennt man ökonomischen Theorie der Demokratie (du wählst den Politiker der die meisten Deiner Interessen vertritt, denk an Wahl-o-Mat)
ABER so scheint das nicht zu funktionieren (warum auch immer). Würde man den Politiker wählen der die eigenen Interessen vertritt (oder die meisten oder die wichtigsten davon) dann bräuchte ich doch nur eine Matrix mit den Positionen der zur Wahl stehenden Politiker und würde dann den wählen der meine Interessen vertritt. Schlägt man allerdings eine Zeitung zur Wahlkampfzeit auf finden sich dort erstaunlich wenige bis gar keine Matrix(en?)
D.h. man versucht den Politiker übers Image zu wählen und nicht wirklich über Sachfragen. Nicht nur Produkte finden es besser wenn man sie wegen des Images anstelle anderer, härterer Eigenschaften kauft, nein auch Politiker. Vielleicht weil man so schön seine Position wechseln kann wenn man mal an der Macht ist? Hat man dann vorher laut gesagt man sei dagegen und plötzlich ist man dafür dann muss man sich unangenehme Fragen gefallen lassen. Hatte man vorher keine klare Position kann man alles Mögliche behaupten.
Außerdem: Ginge es um Positionen könnte man nicht mehr dagegen stimmen nur weil der Antrag zur eigenen Position von der falschen Partei kam.
Beispiel: Meine Partei fordert Position X, die andere Partei (Opposition) schlägt vor X sowie auch Y (Y hätte ich gerne gefordert mich aber nicht getraut) zu machen und ich denke mir "Boah, das geht ja viel weiter als in meinen feuchtesten Träumen" - stimme aber trotzdem dagegen weil der Vorschlag nicht von mir sondern von der Opposition kam.







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11.12.2008 - 09:24 Uhr
flowerbaer
Ich sagte "wollen".