Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn warnt vor den Gefahren des Klimawandels - Deutschlands Umweltpolitik aber hält er für nutzlos: "Ölsparen bringt nichts."
Oh Mann, ohne auch nur einen einzigen Brillenleser durch den Vergleich beleidigen zu wollen, kann man die volkswirtschaftliche Kurzsichtigkeit dieses Mannes in Dioptrien überhaupt noch messen?!
Jahrelang war er mit seinem Mantra von der "Wettbewerbsfähigkeit" Stichwortgeber für die Lobbyvereine IFO und INSM. Im Namen seiner "Wettbewerbsfähigkeit" wurden die armen, arbeitslosen Sch*** mit Hilfe von Hartz IV, Minijobs und großzügigem Beschnitt der Arbeitnehmerrechte "flexiblisiert". Wenn nur der Preis der Arbeit weit genug sinke - man sich eventuell dem Preis- und Flexibilitätsniveau der englischen Kohlegruben des 19. Jahrhunderts annähern könnte - dann, ja dann würden wie durch Zauberhand all die Arbeitslosen wieder Arbeit finden. Und? Hat's was genutzt? Nein, es gibt in Deutschland immer noch 3 Millionen offiziell Arbeitslose und geschätzte 2 Millionen durch diverse Statistiktricks versteckte. Weil Herr Sinn das eigentliche Problem verkannt hat, das ist nämlich nicht, dass Arbeitskraft zu teuer ist sondern, dass bestimmte Arbeitskraft angesichts der zunehmenden Mechanisierung und Optimierung großer Industriezweige schlicht und ergreifend nicht mehr gebraucht wird. Da liegt also einer am Boden weil er seinen Job als Gabelstaplerfahrer verloren hat und dann nimmt der Werner seinen Hartz IV Stiefel tritt rein, schreit "Flexibilisierung!" und meint der steht dannach auf und sucht sich einen Job? Als VWL Professor vielleicht? Das Problem ist nicht, dass die Arbeit zu teuer ist, sondern dass sie nicht mehr da ist (wer s nicht glaubt setze sich in München in eine Vorlesung des Professor Beck zum Thema "Arbeit" oder lese eines seiner Bücher). Die "Flexiblisierung der Arbeitsmärkte" kaschiert also nur kurzsichtig und kurzfristig ein viel größeres Problem und gefährdet langfristig (durch den Beschnitt des Umverteilungsmechanismus Sozialhilfe) den sozialen Frieden im Land.
Und jetzt, weil es angesichts der Finanzkrise demnächst vielleicht sogar nochmal mehr Arbeitslose geben wird, denen alle Flexibilisierung nichts genutzt hat, da sattelt er um, auf "öko" und "grün" ist ja grad schick, oder? Und fängt da wieder an mit seiner "Wettbewerbsfähigkeit" und erzählt uns, dass es "ökonomisch" und ökologisch unsinnig wäre wenn gerade wir mit dem Energiesparen anfangen. Dass es doch viel besser wäre auf die Anderen zu zeigen und so lange weiter zu machen bis die anfangen. Mit Öl und Kohle und vielleicht Atomstrom (da haben die Jungs von der INSM ja auch ein Faible für) und damit verbunden ist ja auch nur ein Problem in weiter Ferne, das verschwimmt in Herrn Sinns "ökonomischer Perspektive" ganz sicher und sieht deshalb auch ganz harmlos aus. Er pickt sich ein Beispiel für einen weniger gelungenen Versuch (Biosprit und die Steigerung der Lebensmittelpreise) der grünen Energieversorgung heraus und versucht damit jedes Unternehmen in dieser Richtung zu diskreditieren.
"Widersprüche zwischen Ökologie und Ökonomie" sieht nur wer nicht weit genug schaut. Ohne Ökologie keine Ökonomie, so einfach ist das nämlich wenn man weit genug vorausschaut.
jeder wissenschaftler und publizist ist auch unternehmer in eigener sache, demzufolge wird meistens auch nur das "produziert" (=publiziert), was sich verkaufen lässt.
Süddeutsche Zeitung
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29.10.2008 - 02:35 Uhr
obsidian
Jahrelang war er mit seinem Mantra von der "Wettbewerbsfähigkeit" Stichwortgeber für die Lobbyvereine IFO und INSM. Im Namen seiner "Wettbewerbsfähigkeit" wurden die armen, arbeitslosen Sch*** mit Hilfe von Hartz IV, Minijobs und großzügigem Beschnitt der Arbeitnehmerrechte "flexiblisiert". Wenn nur der Preis der Arbeit weit genug sinke - man sich eventuell dem Preis- und Flexibilitätsniveau der englischen Kohlegruben des 19. Jahrhunderts annähern könnte - dann, ja dann würden wie durch Zauberhand all die Arbeitslosen wieder Arbeit finden. Und? Hat's was genutzt? Nein, es gibt in Deutschland immer noch 3 Millionen offiziell Arbeitslose und geschätzte 2 Millionen durch diverse Statistiktricks versteckte. Weil Herr Sinn das eigentliche Problem verkannt hat, das ist nämlich nicht, dass Arbeitskraft zu teuer ist sondern, dass bestimmte Arbeitskraft angesichts der zunehmenden Mechanisierung und Optimierung großer Industriezweige schlicht und ergreifend nicht mehr gebraucht wird. Da liegt also einer am Boden weil er seinen Job als Gabelstaplerfahrer verloren hat und dann nimmt der Werner seinen Hartz IV Stiefel tritt rein, schreit "Flexibilisierung!" und meint der steht dannach auf und sucht sich einen Job? Als VWL Professor vielleicht? Das Problem ist nicht, dass die Arbeit zu teuer ist, sondern dass sie nicht mehr da ist (wer s nicht glaubt setze sich in München in eine Vorlesung des Professor Beck zum Thema "Arbeit" oder lese eines seiner Bücher). Die "Flexiblisierung der Arbeitsmärkte" kaschiert also nur kurzsichtig und kurzfristig ein viel größeres Problem und gefährdet langfristig (durch den Beschnitt des Umverteilungsmechanismus Sozialhilfe) den sozialen Frieden im Land.
Und jetzt, weil es angesichts der Finanzkrise demnächst vielleicht sogar nochmal mehr Arbeitslose geben wird, denen alle Flexibilisierung nichts genutzt hat, da sattelt er um, auf "öko" und "grün" ist ja grad schick, oder? Und fängt da wieder an mit seiner "Wettbewerbsfähigkeit" und erzählt uns, dass es "ökonomisch" und ökologisch unsinnig wäre wenn gerade wir mit dem Energiesparen anfangen. Dass es doch viel besser wäre auf die Anderen zu zeigen und so lange weiter zu machen bis die anfangen. Mit Öl und Kohle und vielleicht Atomstrom (da haben die Jungs von der INSM ja auch ein Faible für) und damit verbunden ist ja auch nur ein Problem in weiter Ferne, das verschwimmt in Herrn Sinns "ökonomischer Perspektive" ganz sicher und sieht deshalb auch ganz harmlos aus. Er pickt sich ein Beispiel für einen weniger gelungenen Versuch (Biosprit und die Steigerung der Lebensmittelpreise) der grünen Energieversorgung heraus und versucht damit jedes Unternehmen in dieser Richtung zu diskreditieren.
"Widersprüche zwischen Ökologie und Ökonomie" sieht nur wer nicht weit genug schaut. Ohne Ökologie keine Ökonomie, so einfach ist das nämlich wenn man weit genug vorausschaut.