26.05.2012 - 10:22 Uhr

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70 200 Zettel für die Gema

Text: dirk-vongehlen  Foto: Leowee Polyester

Wie Johannes Kreidler für ein besseres Urheberrecht kämpft
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poschi99
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25.08.2008 - 23:25 Uhr
poschi99

Bravo!

MorbusBahlsen
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26.08.2008 - 00:39 Uhr
MorbusBahlsen

Die Kunst der Übertreibung :)

der_neue_orhe
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26.08.2008 - 11:15 Uhr
der_neue_orhe

mir wollte die gema ja sogar geld aus dem kreuz leiern, weil ich musik auf meiner website habe - meine eigene musik. ich sollte also gema-gebu8ehr fuer mich selbst zahlen. haha.
insofern ist diese aktion ganz nach meinem geschmack.

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26.08.2008 - 11:17 Uhr
der_neue_orhe

[eigentlich muesste die ueberschrift ja "70 201 zettel fuer die gema" heissen, oder? ein formular plus 70 200 anlagen.]

Deftig
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26.08.2008 - 12:46 Uhr
Deftig

Wieso sollte Musikantenstadl keine Kultur sein? Alles von dem Herren war ja ganz nett, aber der Satz geht gar nicht. Genauso verbohrt wie die Herren MI und GEMA.

leowee
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26.08.2008 - 16:22 Uhr
leowee

als stream darfst du deine eigenen werke wohl online stellen, aber nicht zum download anbieten (pervers genug).

genauso werd ich (theoretisch) bei meinen aufführungen zur kasse gebeten, wenn ich mit johannes zusammenarbeite und er für meine produktionen die musik komponiert.

unter dem telepolis-blog zum thema http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/285... erzählte eine userin, dass die GEMA ihr die aufführung einer theatermusik vereitelt hat, die ihr komponistenfreund samt musikern eigens für sie produziert hatten, weil der preis, den die GEMA dafür verlangte, zu hoch für sie gewesen wäre.

ist das krank oder ist das krank?

Make_war
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26.08.2008 - 18:12 Uhr
Make_war

Durch den Kommentar übers Musikantenstadl disqualifiziert er leider seinen kompletten Ansatz...

Stattdessen: "Die Verbaleskapaden einer alternden Diva bruchlanden auf dem hypnotisierenden Klang-Tablet ihres Venusboy in Furs..."

Scho recht...

poschi99
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26.08.2008 - 20:10 Uhr
poschi99

Wo er Recht hat hat er Recht - das Musikantenstadl kann man doch keinen "Bildungsauftrag" nennen.

kumpelnest3000
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26.08.2008 - 20:55 Uhr
kumpelnest3000

Ach Johannes Kreidler....

Die GEMA ist ein bürokratisches Monster mit zig Hunderten Angestellten, und die Abrechnungen für Komponisten sind ein absurdes Beispiel dessen, was passiert, wenn ein Verein dieser Grösse es allen Recht machen will oder muss, vom TV Jingle Producer über den Textdichter, vom Schöpfer 'schwieriger' Werke Neuer Musik bis zu Dieter Bohlen.

Und das in Zeiten, in denen sich die Herstellungs.- und Verteilungsverfahren für Musik dramatischer ändern jeden Tag neu, als je zuvor in der Geschichte.

Soweit, so klar. Nun bin ich mir aber sicher, die GEMA weis all das, und ist sich auch ohne Deiner Aktion bewusst, das sie sich ändern muss, wenn sie nicht völlig bedeutungslos werden soll.

Und diese GEMA hat zig tausende Mitglieder im Rücken, die genau das von Ihr fordern!

Was soll es also bringen, diesen Laden, vom dem auch Du Geld bekommst (!!!) damit zu beschäftigen sinnlose Formulare zu bearbeiten, statt sich um wichtigere Dinge zu kümmern?

Macht es Spass, eine Sachbearbeiterin öffentlich vorzuführen?

Aber vielleicht ist die GEMA ja nicht ganz so naiv, wie Du sie mit Deiner Aktion darstellst? Denn es bleiben zwei interessante Fragen unbeantwortet:

1. Wenn Du 72000 Musikstücke 'zitierst', hast Du diese 72000 Stücke auch erworben? Oder wie kommen die auf Deine Festplatte ?

2. Alles was Du über Deine "Komposition" verrätst. ist, dass sie aus 72000 Schnipseln anderer Werke besteht. Du hast also einen PD Patch geschrieben, wie man auf dem Video sieht, oder vielleicht sogar von jemandem schreiben lassen, und dieser Patch baut 512 Samples lange Schnippsel von Audiofiles automatisch zusammen. Keine Grosse Leistung, wenn man ein bischen fit ist in PD oder MAX /MSP.

Nur: wo liegt hierbei die "Komposition", die Du anmeldest?
Du könntest genausogut einen "Roman" schreiben, der einzelne Wörter aus anderen Romanen zufällig zusammenwürfelt. Oder ein Bild "malen", mit der selben Technik.

Wenn ich die GEMA wäre, ich würde dich abblitzen lassen.

Johannes Kreidler kämpft nicht für ein besseres Urheberrecht, sondern mancht billige Promotion.

Sorry, das musste ich loswerden.

leowee
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26.08.2008 - 23:15 Uhr
leowee

einige leute scheinen das verfahren der satire (= mithilfe von Ironie, Witz und Übertreibung entlarvende und kritisierende künstlerische Darstellungsform) noch nicht ganz realisiert zu haben. natürlich ist das stück ratzfatz computergeneriert, das ist doch gerade der witz. wo behauptet er denn, dass das in den kanon der musikgeschichte eingehen soll?

natürlich hätte er genauso gut einen roman zusammenwürfeln können, zufälligerweise ist er aber komponist. es geht hier ums prinzip: den unzeitgemäßen formalismus der gema ad absurdum zu führen und den begriff der schöpfungshöhe zu hinterfragen, um neue einnahmemodelle für künstler zu diskutieren, und zwar öffentlich.

es geht nicht darum, dass die gema die formulare tatsächlich bearbeiten soll (auch wenn sie das dem derzeitigen rechtsstand nach müsste - DAS soll ja eben angefochten werden!).

die gema hat sich übrigens inzwischen charmant bei ihm gemeldet. :)



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dirk-vongehlen

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