Ein echter Jam(mer)! Je nach Betrachtungsweise.
Auf der anderen Seite ist es aber auch gemein die Leute so abzukanzeln: Bei einem Slam - nicht bei Slamwettbewerben - findet ja keine Auslese oder Qualitätskontrolle statt. Jeder kann da auf die Bühne gehen und faszinieren oder langweilen oder sich peinlich machen. Darum ist es ja klar, dass da die meisten eben gar nicht gehen. Also genau das Castingshow-Modell: Von 100 ist einer vielleicht wirklich gut.
Auf der anderen Seite gefällt sich der Literaturzirkel eben in seiner künstlerischen Elitebildung. Was durchaus auch sehr lanweilig sein kann. Trotz höherer Qualität.
Ich biete zum Vergleich die WDR.De Videos von Ken Yamamoto oder Felix Römer an, oder auch Mirko Buchwitz.
Natürlich gibt es auch die klassischen Schotenreißer, die manchmal selber nicht wissen, dass ihr Text ganz gut ist und aus Mangel an Selbsteinschätzung dann zwanghaft irgendwas mit Blasen, Ficken oder so einbauen müssen.
Oder die Generation "Ich bin ein süßer Typ der eigentlich ein Arschloch ist, ich mache jetzt Comedy, auch wenn Sat1 mich noch nicht kennt."
Interessant wäre die Frage, was wichtiger ist, bei einem Slam. Oft ist es glaubich der Vortragsstil, als der Inhalt, oder eben die Menge an Pointen (zum lachen, weinen oder schlucken]
Ich mag die Slams trotzdem.
Richtig gut dagegen ist der:
Anelm Neft.
the-wrong-girl sagte:
Also gerade was den Stil betrifft, bin ich von den meisten entäuscht. Die lesen doch aber alle gleich, gambit, mit diesem leicht indignierten, genervten, entäuschten Unterton.
Richtig gut dagegen ist der:
Anelm Neft.
ja, viele. es scheint das publikum aber auch anzusprechen. manchmal frag ich mich, ob es nicht am publikum liegt, wie slams gestaltet werden. mir hat schon mal einer den tip gegeben "der text von dir war zu kompliziert für den slam, die haben garnicht alle verstanden".
einmal hab ich gefragt "wollt ihr nen guten text oder nen lustigen"
und alle riefen "den lustigen".
^^
Das ist genauso, als ob einer in Kentucky war und nun meint Amerika zu kennen.
weisbrod hingegen hat wirklich die Tour gemacht. Auch beim Finale des Nationals war er dabei und wer das gesehen hat, wird im Leben nicht auf die Idee kommen, Slam als Hobbyveranstaltung zu sehen. Da waren 1700 zahlende Zuschauer, mit ZDF Übertragung. Gewonnen hat Marc-Uwe mit einem sozialkritischen Text ohne irgendwelche Anzeichen von Comedy.
Sorry Herr scharnigg, aber Sie kennen sich einfach nicht aus. Gehen Sie mal auf ein paar gute Slams in Berlin und München, oder auch in Zürich und versuchen Sie es dann nochmal. So ist ihre Meinung völlig wertlos.







0
06.01.2008 - 19:14 Uhr
lesspublicly