26.05.2012 - 10:02 Uhr

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"Dann kamen meine Eltern vorbei": Zwei Prostituierte über ihre Arbeit

Text: rudy-novotny

Diese Woche widmen sich jetzt.de und das Online-Magazin daheim dem Thema Ausverkauf. Zwei Wochen lang versuchte Rudy Novotny an Hamburgs Herbertstraße zu jeder möglichen Tages- und Nachtzeit, eine Prostituierte für ein Interview über ihren Beruf zu gewinnen. „Verpiss dich“, war noch das Freundlichste, was man ihm hinterherrief. Am Ende traf er Sandra und Tatjana. Und musste für das Gespräch zahlen
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ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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14.07.2007 - 18:03 Uhr
ein_oxymoron

entschuldige: ich möchte niemandIn auf sein/ihr alterIn und/oder geschlechtIn reduzieren. (mir war schon klar, dass du kein junge bist.)

mrsbratmaxe
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Mag ich Mag ich nicht

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15.07.2007 - 11:52 Uhr
mrsbratmaxe

also ich muss sagen, dass ich mich in dem milieu ganz gut auskenne und dieses interview ungefähr nichts wiedergibt außer die naivität mit der manche mädchen an die sache rangehen. klar, man erlebt es immer wieder, dass die frauen aufeinander aufpassen und das ist echt ne gute sache, aber es geht oft genug trotzdem was schief. es gibt einige, die grade am anfang durch das viele geld in diesen kreis gezogen werden und dann ist alles super und toll und einfach. grenzt schon fast an manie bei einigen damen. denen haben wir dann auch knallhart fotos gezeigt von einer frau die von einem freier erwürgt wurde um ihnen klar zu machen, dass es ein gefährliches milieu ist und viel passieren kann.
und von wegen keine drogen... tsss. das gibts auf jedem strich, aber so naiv wie die beiden damen scheinbar sind erkennen sies wohl nicht oder was auch immer.

zu mir sagte mal eine auf die frage hin wie sie zu dem job gekommen ist: freundinnen sagten mir, dass es echt cool wär prosituierte zu sein.

kein kommentar.
nichtsdestotrotz ist natürlich festzuhalten, dass es einige frauen gibt die das alles gut unter kontrolle haben und da vielleicht auch tatsächlich hergehören.
die anderen gehen oft unter in einem gemisch aus drogen, zuhälterei, etc. meine meinung.

ein_oxymoron
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15.07.2007 - 13:37 Uhr
ein_oxymoron

ok, dass das "berufsrisiko" hoeher ist als in vielen anderen jobs, das sollte den maedels natuerlich klar sein. ich denke nur nicht, dass es richtig ist, prostitution generell zu verteufeln. denkst du nicht, dass es weniger probleme geben wuerde, wenn es eben weniger tabu waere und man bessere (auch rechtliche) bedingungen schaffen wuerde?

mrsbratmaxe
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15.07.2007 - 13:41 Uhr
mrsbratmaxe

ich bin auch nicht gegen prostitution. keinesfalls. ich sage ja, dass es für einige echt ok ist und sieh es als job ansehen. aber das muss man können und es nicht nur sagen und nicht wissen was man da tut.

und ich bin da ganz deiner meinung. ich liebe die niederlande und die sind da bspw in dem bereich weit voraus. auch da gibts probleme aber es ist ein weitaus offenerer umgang, was sich natürlich auch auf die rahmenbedingungen auswirkt

hauschmidt
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16.07.2007 - 11:17 Uhr
hauschmidt

die rennen in turnschuhen rum? damit sie schneller weglaufen können? ich dachte immer eher an overknees aus lack.. oder gibts das auch von nike..

Bernsteinhexe
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Mag ich Mag ich nicht

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17.07.2007 - 20:53 Uhr
Bernsteinhexe

Oxymoron, was meinst Du stellt es mit dem Frauenbild eines jungen Mannes an, wenn es als voellig normal gilt, sich sexuelle Dienstleistungen zu kaufen? Wenn er als erstes lernt, dass er keinerlei persoenliche Gegenleistung (Sprich Interesse fuer die Person) fuer Sex erbringen braucht? Haeltst Du so jemanden fuer faehig eine Partnerschaft einzugehen?
Das Ganze geht natuerlich auch andersrum, aber es gibt nunmal eher weniger maennliche Prostituierte.
Prostitution degradiert Personen zu einer Ware, und ueberaus die meisten in diesem Beruf gehen jaemmerlich vor die Hunde, selbst wenn sie freiwillig damit angefangen haben.
Meinst Du im Ernst ein einfacherer Zugang zu Prostitution wuerde sich nicht auf die Auffassungen ueber Sexualitaet auswirken? OK, vielleicht gibt es Leute die der Meinung sind, Sex waere besser eine Ware und von Personen und Gefuehlen entkoppelt.

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Mag ich Mag ich nicht

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17.07.2007 - 21:07 Uhr
Bernsteinhexe

Nachtrag: Ich finde Sex sollte etwas sein, das man aus Freude teilt, egal ob in Form eines One-night-stands oder als langjaehrige Partnerschaft. Und die grundlegende Idee von Prostitution macht das kaputt und macht daraus ein Geschaeft, in dem im besten Fall koerperliche Dienstleistungen und im schlimmeren Fall Macht ueber die Prostituierte gekauft wird.

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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17.07.2007 - 21:12 Uhr
ein_oxymoron

ach hexe, prostitution gab es schon immer und es wird sie immer geben, dagegen kannst du dir noch so sehr den kopf einrennen. dagegen wuerden sich auch maenner den kopf einrennen, wenn sie wirklich die von dir beschriebene auffassung von sex und partnerschaft haetten. zum glueck können aber die meisten maenner sehr gut zwischen sex als dienstleistung (nicht personen als ware!), sex als beidseitigem vergnuegen ohne verpflichtungen (z.b. one night stand) und sex als ausdruck der zuneigung in einer beziehung unterscheiden. und ja, ich meine im ernst, dass sich das nicht aendern wuerde, wenn die bedingungen von prostituierten verbessert wuerden.

mrsbratmaxe
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Mag ich Mag ich nicht

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17.07.2007 - 21:48 Uhr
mrsbratmaxe

jap oxymoron, da geb ich dir recht.

es macht nochmal einen unterschied. sicherlich.
außerdem gibt es selbstverständlich auch genügend männer die sich prostituieren meine liebe bernsteinhexe. wird nur zumeist noch mehr tabuisiert. glaub mir.

ich kenne zudem auch einerseits frauen die als prostituierte arbeiten als auch männer, die dort gelegentlich verkehren und diese sind sehrwohl in der lage eine funktionierende Partnerschaft zu führen.

Bernsteinhexe
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Mag ich Mag ich nicht

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18.07.2007 - 22:23 Uhr
Bernsteinhexe

"prostitution gab es schon immer und es wird sie immer geben"
Nur weil etwas nicht auszurotten ist, muss es nicht gut sein. Raubueberfaelle wird es auch immer geben.

Das Thema ist verdammt vielschichtig, vermutlich kann man es in einem Buch nicht wirklich gut abhandeln, geschweige denn in einem Kommentar oder einem Artikel. Nur dieses "Eididudeiti es wuerde ja niemandem mehr schaden, wenn alles komplett legalisiert wuerde" glaube ich einfach nicht. Waere schoen, glaube ich aber einfach nicht.



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