wegen eines akuten brechreizes konnte ich nicht weiterlesen.
mein persönlicher beitrag zum live earth:
am samstag in brandenburg einige kilometer in fun-panzer t55 rumgefahren, der 7l diesel auf 1 km verbraucht
diesen post schreibe ich aus london, wo ich aber nur heute bin, weil ich die kollegin aus frankreich lieber sehe als übers telefon mit ihr zu reden. wer mir antworten will, muss ein wenig warten, ich fliege nach frankfurt zurück und dann nochmal kurz nach wien, hallo sagen, und im café sitzen.
Ich persönlich bin kein besonderer Fan von solchen Veranstaltungen, aber die Forderungen bzw. Vorwürfe die da im Text aufgeworfen werden spiegeln genau diesen verbiesterten Geist wider, der leider zumindest neuerdings fester Bestandteil aller Protestbewegungen ist.
Natürlich mache ich mich angreifbar in meinem Handeln, wenn ich mir Klimaschuatz oder irgendein anderes Anliegen so groß auf die Fahne schreibe, aber man muss doch auf dem Teppich bleiben.
Die vorstellung von Typen mit Akustikgitarren auf mit Kerzen beleuchteten Bühnen die extra gedichtete Protestsongs zum besten geben finde ich she schlimm.
Wenn nach Samstag ein paartausend Pappnasen denen sowas sonst am Arsch vorbeigeht ein bisschen umweltbewusster handeln ist doch OK. Wie schon gesagt: ansonsten hätten halt Festivals ohne Motto stattgefunden.
Es deckt einfach auf, worum es eigentlich geht, und zwar: um Geld. Für die Künstler. Weil heute jeder in den Laden rennt und Madonna-Alben kauft.
Das Motto "Künstler gegen Klimawandel" ist zudem derart bescheuert, dass ich mich darüber gern noch 100 Mal aufrege. Es bringt genauso viel wenn ich "ShesSoHigh gegen schlechtes Wetter" ausrufe.
Als einfaches Musik-Event war es aber ganz lustig, wenigstens musste ich Bonos Fresse überraschend einen ganzen Tag lang nicht sehen obwohl ja sonst wirklich jeder da war.
an das eigentliche thema, diesen klima-unsinn, glauben von diesen leuten aber mit sicherheit nur sehr wenige ernsthaft. das hat mehr so den charakter eines primitiven volksglaubens.







0
08.07.2007 - 17:55 Uhr
kulturgut
meint ihr denn im ernst, die wären nicht sowieso irgendwohin geflogen? wenn nicht da hin, dann halt woanders hin? und die besucher hätten sich nicht auch nicht irgendwohin bewegt, um ein sommerwochenende an einem anderen platz als dem gewohnten oder ungeliebten zu verbringen? und die ganzen aufbauten hätten halt woanders stattgefunden, vielleicht auf mehrere aufführungsorte von einzelkünstlern oder andere festivals verteilt. es ist halt viel los im sommer, mal mehr, mal weniger, zb wenn sich teile europas mal wieder total dem global warming verweigern ;)
der wunsch zu reisen, an irgendeinen neuen oder besonders geliebten platz, gehört zu unserem lifestyle. gottseidank. vorhergehende generationen wären auch gerne mehr und weiter gereist, aber sie konnten es nicht. und wenn durs-wacker ganz ehrlich ist, dann würde er vielleicht auch gerne mehr reisen. verzichtet er wirklich als klimaschützer darauf - oder weil es aus ökonomischen gründen nicht geht? ;) falls das eine bösartige unterstellung ist: verzeihung.
madonna ist übrigens für das konzert eher weniger geflogen als ohne live earth. die hatte es ja nicht weit von marylebon. sonst wäre sie womöglich wieder auf ne adoptionsrunde unterwegs gewesen, in afrika oder so.