26.05.2012 - 10:01 Uhr

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Fall für Zwei: Weltrettung oder Weltwerbung - der Fall "Live Earth"

Text: durs-wacker  dirk-vongehlen

Zwei Milliarden Menschen, Konzerte auf allen Kontinenten, ein Lineup mit der Creme de la Creme des Pop - das weltweite Konzert "Live Earth", das in der Nacht auf Samstag beginnt, soll die Erde gegen den Klimawandel mobilisieren. Was soll man davon nur halten?
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kulturgut
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Mag ich Mag ich nicht

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08.07.2007 - 17:55 Uhr
kulturgut

übrigens finde ich den vorwurf an die stars wegen der fliegerei zwecks konzert unglaublich blöd, selbst aus eurer eigenen "church of global warming"-perspektive heraus.

meint ihr denn im ernst, die wären nicht sowieso irgendwohin geflogen? wenn nicht da hin, dann halt woanders hin? und die besucher hätten sich nicht auch nicht irgendwohin bewegt, um ein sommerwochenende an einem anderen platz als dem gewohnten oder ungeliebten zu verbringen? und die ganzen aufbauten hätten halt woanders stattgefunden, vielleicht auf mehrere aufführungsorte von einzelkünstlern oder andere festivals verteilt. es ist halt viel los im sommer, mal mehr, mal weniger, zb wenn sich teile europas mal wieder total dem global warming verweigern ;)

der wunsch zu reisen, an irgendeinen neuen oder besonders geliebten platz, gehört zu unserem lifestyle. gottseidank. vorhergehende generationen wären auch gerne mehr und weiter gereist, aber sie konnten es nicht. und wenn durs-wacker ganz ehrlich ist, dann würde er vielleicht auch gerne mehr reisen. verzichtet er wirklich als klimaschützer darauf - oder weil es aus ökonomischen gründen nicht geht? ;) falls das eine bösartige unterstellung ist: verzeihung.

madonna ist übrigens für das konzert eher weniger geflogen als ohne live earth. die hatte es ja nicht weit von marylebon. sonst wäre sie womöglich wieder auf ne adoptionsrunde unterwegs gewesen, in afrika oder so.

DagnyTaggart
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Mag ich Mag ich nicht

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08.07.2007 - 18:05 Uhr
DagnyTaggart

Einer Prognosse aus der Jahrhundertwende, damit meine ich von 1899/1900 sagte, dass London binnen weniger Jahre oder Jahrzente Meterhoch im Pferdemist begraben sein muss. Aufgrund streng wissenschaftlicher Hochrechnungen.....

diedrossel
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08.07.2007 - 19:10 Uhr
diedrossel

"lifestyle"

wegen eines akuten brechreizes konnte ich nicht weiterlesen.

kulturgut
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09.07.2007 - 00:22 Uhr
kulturgut

drossel: nun, das wort lifestyle ist wirklich ein etwas überstrapazierter terminus, aber in dem beschriebenen sachverhalt könntest du dich wiedererkennen. biste doch eine typische nutzniesserin der bewegungsfreiheit, die uns moderne technik ermöglicht. natürlich wirst du zu dieser (aus deiner sicht) klimakritischen intensivmobilität von höheren mächten gezwungen und hast sie nicht selbst gewählt, darum kann man dich dafür nicht haftbar machen, stimmts? ;)

der_onkel
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09.07.2007 - 11:08 Uhr
der_onkel

alles quatsch!

mein persönlicher beitrag zum live earth:

am samstag in brandenburg einige kilometer in fun-panzer t55 rumgefahren, der 7l diesel auf 1 km verbraucht

diesen post schreibe ich aus london, wo ich aber nur heute bin, weil ich die kollegin aus frankreich lieber sehe als übers telefon mit ihr zu reden. wer mir antworten will, muss ein wenig warten, ich fliege nach frankfurt zurück und dann nochmal kurz nach wien, hallo sagen, und im café sitzen.

shafty
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09.07.2007 - 11:17 Uhr
shafty

Ich finde dieses Aufzählen all der angeblichen Widersprüchlichkeiten im Zusammenhang mit einem solchen Event dermassen ermüdend und unnötig.
Ich persönlich bin kein besonderer Fan von solchen Veranstaltungen, aber die Forderungen bzw. Vorwürfe die da im Text aufgeworfen werden spiegeln genau diesen verbiesterten Geist wider, der leider zumindest neuerdings fester Bestandteil aller Protestbewegungen ist.
Natürlich mache ich mich angreifbar in meinem Handeln, wenn ich mir Klimaschuatz oder irgendein anderes Anliegen so groß auf die Fahne schreibe, aber man muss doch auf dem Teppich bleiben.
Die vorstellung von Typen mit Akustikgitarren auf mit Kerzen beleuchteten Bühnen die extra gedichtete Protestsongs zum besten geben finde ich she schlimm.
Wenn nach Samstag ein paartausend Pappnasen denen sowas sonst am Arsch vorbeigeht ein bisschen umweltbewusster handeln ist doch OK. Wie schon gesagt: ansonsten hätten halt Festivals ohne Motto stattgefunden.

kulturgut
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09.07.2007 - 11:22 Uhr
kulturgut

onkel, ich bin stolz auf dich. und speziell das mit dem panzer: geil.

ShesSoHigh
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Mag ich Mag ich nicht

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09.07.2007 - 16:10 Uhr
ShesSoHigh

Ich finde das Hinweisen auf Widersprüchlichkeiten wie z.b. das Sponsoring durch Chevy (hahahaha) sehr interessant und zum totlachen.
Es deckt einfach auf, worum es eigentlich geht, und zwar: um Geld. Für die Künstler. Weil heute jeder in den Laden rennt und Madonna-Alben kauft.
Das Motto "Künstler gegen Klimawandel" ist zudem derart bescheuert, dass ich mich darüber gern noch 100 Mal aufrege. Es bringt genauso viel wenn ich "ShesSoHigh gegen schlechtes Wetter" ausrufe.

Als einfaches Musik-Event war es aber ganz lustig, wenigstens musste ich Bonos Fresse überraschend einen ganzen Tag lang nicht sehen obwohl ja sonst wirklich jeder da war.

kulturgut
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09.07.2007 - 16:16 Uhr
kulturgut

SSH: nicht allen geht es um geld. einigen geht es eher um prestige, anerkennung, macht, geld ist dann eher ein angenehmer nebeneffekt. al gore aber hätte wahrscheinlich auf andere weise mehr verdienen können.

an das eigentliche thema, diesen klima-unsinn, glauben von diesen leuten aber mit sicherheit nur sehr wenige ernsthaft. das hat mehr so den charakter eines primitiven volksglaubens.



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