26.05.2012 - 08:56 Uhr

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Vom Aussterben bedroht: Khande, Nukak und Buschmänner - die gefährdeten Stämme der Welt

Text: durs-wacker

Die Schlagzeile ist immer gut: „Neuer Indianerstamm entdeckt“. Gerade erst kabelten die Nachrichtenagenturen um die Welt, im Amazonasgebiet Brasiliens sei ein Stamm entdeckt worden, der bislang keinen Kontakt mit dem Rest der Gesellschaft hatte – dumm nur, dass die Metyktire vor 50 Jahren schon einmal als entdeckt vermeldet wurden, dann aber verschwanden und seitdem als verschollen galten. Jetzt sind die Metyktire, die gewöhnlich in unzulänglichem Regenwald leben, in einem Dorf eines lose verwandten Stammes aufgetaucht, der Kontakt mit der modernen Gesellschaft pflegt. Nun bemühen sich Eingeborenen-Vereinigungen in Brasilien, die Metyktire vor schädlichen Einflüssen zu schützen, die der Kontakt nach sich ziehen könnte. Ob es darüber Schlagzeilen geben wird, ist fraglich – dabei beginnt die Geschichte von Stämme wie den Metyktire erst, nachdem die Entdeckung eines neuen Stammes vermeldet wird: Viele Stämme sind in Folge vom Aussterben bedroht. Ein schneller Überblick in vier Beispielen.
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farilari
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05.06.2007 - 21:09 Uhr
farilari

Vom Aussterben bedroht. Das hört sich immer so an, als ginge es um exotische Tierarten.

alcofribas
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05.06.2007 - 22:53 Uhr
alcofribas

ich finde den ausdruck sehr passend. wegen ein paar pandas oder blauwalen wird immer eine riesenshow gemacht, wenn ethnien vom aussterben bedroht sind, liest man da nur sehr selten und noch seltener anders als romantisierend davon.

dabei wird oft übersehen, daß das ganze schon dann anfängt, wenn rigorose sprachpolitik kulturen bedroht

farilari
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06.06.2007 - 10:11 Uhr
farilari

ich freue mich auf eine zeit, wenn es nur noch englisch gibt. schon die autoren der bibel erkannten, dass sprachliche vielfalt ein fluch und kein segen ist.

o0johannes0o
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06.06.2007 - 10:38 Uhr
o0johannes0o

der titel ist das allerletzte. schmeisst durs wacker raus. wer so wenig stilsicher ist kann bestenfalls noch zur bild.

Survival
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06.06.2007 - 11:17 Uhr
Survival

Leider ist es so, dass viele indigene Gruppen davon bedroht sind, ihrer Existenz beraubt zu werden, weil sie von ihrem Land vertrieben werden, durch Kontakt zur "Außenwelt" (durch Missionare, Holzfäller, Angestellte von Öl-Firmen, Abenteuer Touristen oder Regierungsbeamte) mit Krankheiten in Berührung kommen, auf die ihr Immunsystem nicht vorbereitet ist und sie unter dem Stichwort "Entwicklung" von staatlichen Almosen in Umsiedlungscamps dahinvegetieren müssen.
Survival International setzt sich dafür ein, dass genau das nicht passiert. Wir wollen erreichen, dass den Menschen ihr Recht auf Land zugesprochen wird, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können und ihre eigene Zukunft gestalten können.
Gemeinsam mit den Buschleuten in Botswana wurde schon ein Sieg vor Gericht im letzten Dezember erwirkt. Die Buschleute haben inzwischen auch ihre eigene Organisation -First People of the Kalahari- gegründet, um ihre Rechte besser vertreten zu können.
Unter www.survival-international.de gibt es dazu noch viel mehr Infos, Hintergründe und Geschichten.



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