26.05.2012 - 08:55 Uhr

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Magisterarbeit über Videoüberwachung: Voyeure und keine Aufklärung

Text: christoph-gurk

Die Videoüberwachung ist nicht das erhoffte Wundermittel, mit dem man in Deutschland die Kriminalität bekämpfen kann. Das hat Florian Glatzner, 26, in seiner Magisterarbeit zu dem Thema rausgefunden. Florian hat in Münster Politik studiert und arbeitet jetzt hauptamtlich beim Foebud e.V., einem Verein für Bürgerrechte. Bei uns spricht er über den Unsinn, für 255 000 Euro vier Plätze filmen zu lassen und über Voyeure in der Überwachung.
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florentinus
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15.05.2007 - 19:54 Uhr
florentinus

florian hätte seine meinung sicher auch ohne hilfe des fragestellers gefunden. ;)

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15.05.2007 - 19:59 Uhr
florentinus

wobei ich die arbeit nach einem ersten überflug sehr interessant und detailreich finde. das lesen lohnt sich!

farilari
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15.05.2007 - 20:58 Uhr
farilari

dann müssten sich verbrecher etc. ja eigentlich über kameras freuen. wenn das geld nicht in vermutlich effektivere polizisten, sondern in ineffektive kameras fließt.

minaura
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15.05.2007 - 21:56 Uhr
minaura

vielleicht sollte ich die seiten wechseln.

soylentyellow
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15.05.2007 - 22:21 Uhr
soylentyellow

In England ist es schon komisch, dass man zwar überall gefilmt iwrd, selber aber oft keine Fotos machen darf. (Z.B. in Shopping Centern: Packt man da eine Kamera aus ist nach wenigen Sekunden ein Sicherheitsmann da und verbietet einem dies. Also entweder oder)

ChrisJumper
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16.05.2007 - 00:09 Uhr
ChrisJumper

Schlimmer als Überwachungskammeras sind diese Überwachungsdrohnen ;) Auch wenn es bestimmt mehr Spaß macht damit zu fliegen.

Sehr interessante Arbeit die Florian da abgeliefert hat. Leider erreicht es immer nur diejenigen die in dem Bereich sowieso schon recht sensibel sind.

Der Foebud ist schon ein klasse Verein. Interessanter fand ich die Aktion mit den Payback-Karten. Leider wurde das eines Tages Eingestellt. Es ging darum eine Karte des Foebud-Vereins zu kopieren und an ganz viele Menschen weiter zu geben die dann damit Payback Punkte sammeln konnten.. und der "Gewinn" wanderte dann in Datenschutzprojekte.

Aber was will man einer Generation vermitteln, die alles für Aufmerksamkeit tuen würde?

Wie war das noch gleich? "Es ist nicht unfair wenn man einen höheren Preis als andere zahlt, da man dies nicht weiß".

der_neue_orhe
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16.05.2007 - 10:35 Uhr
der_neue_orhe

hu, eine arbeit, in der im literaturverzeichnis noch buecher stehen! sauber!

NinoLeitner
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16.05.2007 - 15:27 Uhr
NinoLeitner

Auch ich habe meine Magisterarbeit über Videoüberwachung geschrieben (Stand: Dezember 2006), habe mich aber hauptsächlich auf Großbritannien, das "Mutterland der Videoüberwachung" konzentriert.

Die Arbeit gibt es hier kostenfrei zum runterladen:
http://pl15536.macbay.de/EveryStepYouTak...

Vor allem habe ich aber auch über zwei Jahre an einem Dokumentarfilm über die dortige allgegenwärtige Videoüberwachung gearbeitet, und die Situation mit Österreich verglichen. Der Film feierte auf der Diagonale 07, dem Festival des österreichischen Films, Premiere und kam aus dem Stand unter die fünf beliebtesten Filme des Festivals - als einziger Film ohne Budget, Förderungen und sogar ohne Produktionsfirma. Einen Trailer und viele andere Informationen findet ihr auf der offiziellen Filmwebsite www.EveryStepYouTake.org.

Der Film wird im Laufe des Jahres auch noch in Deutschland auf Filmfestivals laufen, Details kommen nach Verfügbarkeit sofort auf die Website.

Ich freue mich über Kommentare und Rückmeldungen auf der Website!

Ich bin in meinem Film und der theoretischen Arbeit übrigens zu ähnlichen Schlüssen wie Florian Glatzner in Bezug auf die Situation in Deutschland gekommen.

www.EveryStepYouTake.org

Beste Grüße aus Wien,
Nino Leitner

sassolungo
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16.05.2007 - 16:40 Uhr
sassolungo

'Natuerlich' ist es billiger, mehr Polizisten einzustellen? Wie viele bekommt man denn fuer 255 EUR im Jahr? Mehr als drei werden das bestimmt nicht sein --- das duerte nicht reichen, um die vier Orte in Brandenburg zu ueberwachen.
Ohne die Arbeit angreifen zu wollen und ohne hier eine Lanze fuer Big Brother brechen zu wollen: ganz klar erscheinen mir die hier genannten Schlussfolgerungen nicht immer. Aber bevor ich zu sehr meckere: da ich die Arbeit nicht gelesen habe, kann ich nur das Interview kritisieren ;-)

lort
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17.05.2007 - 07:56 Uhr
lort

Meiner Meinung nach ist diese Videoüberwachung auch nicht besonders effektiv. Dieses Totschlag- Arguments dass derjenige der Nichts Unrechtes begeht sich, ja auch nicht von der Überwachung gestört fühlen muss, entspricht ja eben nicht der Tatsächlichkeit da die Überwachung eben die Privatsphäre nimmt. Aber eine Frage zu stellen wie "Die Wachmänner schauen also gerade jemandem auf den Hintern, während daneben eine Handtasche geklaut wird?" ist doch in einem Interview mit dem der Leser sich eine Meinung BILDEN soll, unnötig und albern.




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