Störer im Stadt-Bild: Wie 50 junge Münchner mit der Macht der Medien spielen
Text: roland-schulz
Die Schlagzeile war gewohnt gewaltig und ungewohnt absurd: „Leser wehrt euch! 23 Exkremisten dönern deutsche Buben zu Tode“ war am 19. Februar in München auf den Plakaten zu lesen, mit denen „Bild“ seine Zeitungskästen bestückt. Ein Scherz? Schnell stellte sich heraus, dass es sich um eine gefälschte Schlagzeile handelte.
Auf einer Internet-Seite forderten die anonymen Verursacher damals dazu auf, Bild-Schlagzeilen zu verändern. Die Homepage wurde rasch gesperrt, doch am 3. März tauchte eine neue falsche Schlagzeile auf: „Heut mal nix“. Diesmal war eine Homepage in Libyen als Kontakt angeben. Dort stehen Druck-Vorlagen für eine Bild-Schlagzeile zum Download bereit – und eine E-Mail-Adresse.
Ein Treffen wird vereinbart. Am Treffpunkt gibt sich eine Gruppe junger Menschen als Urheber der falschen Bild-Schlagzeilen zu erkennen. Zwei Mädchen verabschieden sich sofort, sie müssen leider nach Hause. Vier junge Männer bleiben. In einer Kneipe in der Innenstadt geben sie ein Interview.
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19.03.2007 - 19:19 Uhr
weltherrrschaft