26.05.2012 - 08:51 Uhr

0 26 Über Twitter weiterempfehlen

Alle mögen den Dalai Lama. Zurecht? Blick hinter eine Fassade

Text: ralf-heimann

Alle mögen den Dalai Lama. Weil er so freundlich ist, weil er immer lächelt. Oder weil man zu wenig über ihn weiß …
Kommentare zu diesem Text abonnieren
26 Kommentare
speichern

Alle Kommentare anzeigen


marcell
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

03.02.2007 - 04:06 Uhr
marcell

Alle Jahre wieder:
Der Dalai Lama ist doch böse!
Buddhisten beteiligen sich schon lange nicht mehr an solchen Diskussionen.
Siw wissen, aus welchen Ecken das kommt.
Jeder, der sich wirklich mit dem Thema befasst und nicht nur googelt, sondern tatsächliche Aussagen des Dalai Lama prüft, weiss, das alle Anschuldigungen falsch oder Halbwahrheiten sind.
Keine seriöse Universität würde dem Dalai Lama einen Ehrendoktor gönnen, oder Friedenspreise an ihn verleihen, wenn auch nur ein Körnchen Wahrheit in den Vorwürfen wäre.
So wurde dem Dalai Lama die Ehrenbürgerwürde Kanadas verliehen, nur 3 Personen erhielten diese bisher.
Es war Einstimmigkeit im Parlament vorhanden.
Nein, nein, diese Bücher sind hasserfüllt, die Autoren wollen eins: Abkassieren auf Kosten Anderer. Das ist schäbig. Weil es bereits gerichtlich fstgestellt wurde im Falle Goldner z.B. dass diejenigen, die den Tibetern Fschismus vorwerfen, selbst faschistisches Gedankengut in sich tragen. In Falle Goldner wohl linksfaschistisches. Aber ganz rechts und ganz links ist heute eh nicht mehr zu unterscheiden.
Dieses Vergalten ist nichts anderes als Hass gegen Andersdenkende.
Und genau das verbietet die buddhistische Lehre: Hass Gier und Neid.
Damit steht sie natürlich ausserhalb westlichen Denkens. Wir lernen schon im Kindergarten sich gegen andere durchzusetzen, die anerzogenen Methoden: Hass, Gier und Neid.
Das die Süddeutsche immer mal wieder Vorreiter dieser Hass Gier und Neid Methoden ist, verwundert mich.
Aber Umsatz geht in Deutschland ja schon lange vor seriöse Berichterstattung.



Marcell

elias_b
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

08.02.2007 - 10:43 Uhr
elias_b

also recherche-mässig finde ich den artikel einseitig und sehr "fakten"-lastig. die ganze geschichte lebt von andeutungen und dem mythos des verruchten.

ansonsten sehe ich es so wie einige andere hier auch schon geschrieben haben. wir sprechen über und von menschen. und die werden nicht als heilige geboren. es gibt wie immer die mischung aus gut und nicht gut. warum sollte es gerade im vom menschen ausgeübten buddhismus anders sein? warum?

ganz schwach finde ich ausserdem, dem ach so geheimen logenwissen soviel platz einzuräumen. ja gar den artikel daran aufzuhängen. das dann pauschal auf die gesamtheit der sache zu übertragen und am ende zu behaupten, 'das ist so' - das ist so zum heulen.
was ich mich generell frage: wer hier die zitierte "daheim"- page so klasse findet, dass sie hier im kosmos für artikel herhält?

*wunder*

sooloo
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.02.2007 - 19:14 Uhr
sooloo

Den Artikel empfinde ich als einen wichtigen Verweis auf ein positives Stück Aufklärung, das von den im Text genannten Autoren seit längerem versucht wird. Diese 100%tige Affirmation ausgerechnet des tibetischen Buddhismus war mir immer schon rätselhaft, zumal die Schattenseiten ja nicht ganz unbekannt sind. Man denke nur an das Elend in dem ein Grossteil der tibetischen Bevölkerung noch bis vor 50 Jahren dahin vegetierte, etc. Diese Art Existenz im Feudalismus zu einer "natürlichen", rustikalen und spirituellen Lebensweise zu verklären gelingt wirklich nur naiven Gemütern und manch ein Machtzyniker dürfte beim Gedanken an die gesellschaftliche Struktur des tibetischen Buddhismus ins Schwärmen geraten. Aber das Bedürfnis nach Unterwerfung (Hingabe) Ritual, Magie und die naive Sehnsucht nach dem "guten König" ist offenbar auch im Westen noch recht hartnäckig. Die tibetische "spirituelle Praxis" ist meiner Ansicht nach etwas überschätzt und unterscheidet sich von anderen Traditionen hauptsächlich in der strikten Hierarchie und der Unterordnung unter Linienhalter, Guru und Gefolge. Eine Affinität in der Grundstruktur zum Faschismus ist schon recht plausibel. Es wäre zu wünschen, der Dalai Lama belehrte seinen auffallend grossen Bekanntenkreis aus diesem Milieu im Sinne eines Buddhismus der Gewaltlosigkeit, Achtsamkeit, etc.

Weiher
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

26.09.2007 - 12:58 Uhr
Weiher

Bislang kann ich alles oeffnen, weil ich eine Spezialschaltung meines Elektronik-Neffen benutze.
Die Artikel habe ich gelesen. Ich habe selbst 7 Tage in der Lueneb. Heide dem Dalai Lame zugehoert und kenne eine Menge Buddhisten. Deshalb rate ich den Redakteuren nicht irgendwelche Texte zu analysieren, sondern den lebendigen Vertretern vorurteilsfrei zuzuhoeren.
Klar ist, dass nicht in jeder Schachtel das drin ist, was drauf steht. "Buddhisten" handeln nicht immer buddhistisch, so wie "Christen" nicht immer christlich sind. Jeder Unkundige, der die Bibel kritisch durchleuchtet, wird 100te brutaler Zitate finden. Unsere eigene christliche Geschichte beinhaltet tatsaechlich unzaehlige Ereignisse, bei denen ungetaufte Eingeborene z.B. wie "seelenlose" Tiere behandelt wurden, und anderes mehr. Das ist mit dem Koran wohl aehnlich, doch wer den waagt zu kritisieren, kommt leicht auf die islamische Selbstmoerderliste. Dann ist da noch die Besonderheitseinbildung (-glaube) des auserwaehlten Volks, das seine Nachbarn systematisch unterdrueckt und den ganzen mittleren Osten zum Pulverfass macht. Der Name Goldner des Münchener Esoterik- und Psycho-"Experten" klingt auch sehr nach diesem Ursprung. Wer dieses Volkes Handlungen und Politik kritisiert, ist in Deutschland auch ganz schnell von der oeffentlichen Leinwand verschwunden. Wieviel irdische Lobby-Kraehen doch hinter all diesen "Religionen" stecken!
Weisst du einen Krieg, der im Namen Buddhas gefuehrt worden waere? Ich bislang nicht. Allerdings habe ich mich mit buddh. Symbolen etwas auseinandergesetzt. Die rote Grimasse des bewaffneten Generals in der Eingangshalle fast jedes Tempels fordert eben nicht zur Gewalt auf, sondern soll boesen Geistern Angst einfloessen. Der auf dem Ochsen reitende Manjushri haelt das Schwert der messerscharfen Wahrheitsfindung in der Hand - aehnlich unserer Justitia - mit Gewalt hat das nichts zu tun. Die mit vollbusigen Frauen korpulierenden Buddhafiguren in einigen Kloestern fordern nicht zum Geschlechtsverkehr auf, sondern symbolisieren die letztendliche tandrische Vereinigung der polaren Gegensaetze. Welcher Laie weiss das?
Sollen wir den Kraehen glauben und sie dadurch unterstuetzen, den anderen die Augen auszuhacken? Lasst uns pragmatisch beobachten, was im Namen der verschiedenen Religionen in der realen Welt Gutes oder Schlechtes bewirkt wird - das ist das Einzige, was zaehlt. Da gibt es immer wieder Menschen wie Mutter Theresa und Ghandi. Momentan gehen gerade tausende buddhistischer Moenche in Birma auf die Strasse. Trotz Diktatur, Polizeiterror und Traenengas ziehen sie mutig und gewaltlos fuer die Freiheit ihrer Mitbuerger durch die Staedte...

losedaalizue
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

26.10.2008 - 22:49 Uhr
losedaalizue

schliesse mich elias_b und elfenmaid an. pseudo-aufklärerisch.

horstrbrumm
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

11.12.2011 - 15:27 Uhr
horstrbrumm

Seit über 25 Jahren bin ich mit dem sogenannten tibetischen Buddhismus verbunden. Ich habe viele Lehrer getroffen. Ich habe auch das Buch von Herrn Trimondis gelesen. Das Buch selbst ist so verwirrend geschreiben, das es unmöglich war eine sachliche Rezension zu schreiben und so habe ich es auch sein lassen. Es ist rein auf Fantasie aufgebaut. Was er dazusammen baut hat nichts mit der Wirklichkeit des Buddhismus im Westen zu tun. Im PM Magazin wird der Schwachsinn von Herrn Trimondis dann aufs neue aufgekocht. Es geht um die Weltherschaft des Buddhismus. Da die buddhistische Lehre nur funktioniert, wenn sie angewendete wird, ist mit ihr keine Staat zu machen. Diese Lehre kann nicht durch Zwang zum Erfolg führen. Das es sogenannte buddhistische Länder gibt liegt daran das über einen langen Zeitraum die Menschen diese Lehre gerne und mit Begeisterung angenomen haben.
Das es fehlverhalten von Lehrern immer wieder mal gegeben hat liegt in der Natur des Menschen begründet und nicht in der Lehre.



Zurück Seite 1 2 3



+ - Speichern

Jetzt-Mitglied

ralf-heimann offline

ralf-heimann

ist jetzt-User und hat diesen Beitrag verfasst.

Hat Beiträge verfasst zu