26.05.2012 - 08:51 Uhr

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Alle mögen den Dalai Lama. Zurecht? Blick hinter eine Fassade

Text: ralf-heimann

Alle mögen den Dalai Lama. Weil er so freundlich ist, weil er immer lächelt. Oder weil man zu wenig über ihn weiß …
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tdemon
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Mag ich Mag ich nicht

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28.01.2007 - 22:01 Uhr
tdemon

Interessanter Text! Inspiriert mich mal ein wenig mehr nachzulesen. Merci.

juvenal
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Mag ich Mag ich nicht

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29.01.2007 - 01:34 Uhr
juvenal

und ich dachte immer, hier handelt es sich um eine saubere religion, nein sowas. an was soll man in diesen gottlosen zeiten eigentlich glauben?

elfenmaid
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Mag ich Mag ich nicht

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29.01.2007 - 08:29 Uhr
elfenmaid

???? man sollte sich vielleicht doch ein wenig differenzierter befassen???
und frage: warum sollten tibeter besser sein als alle menschen, massenreligion ist massenreligion, das macht den dalai lama nicht schlechter! er kämpft seit ewig für den frieden, und gut, dass mal jemand lächelt! der beitrag ist großer quatsch!

maotouying
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29.01.2007 - 09:03 Uhr
maotouying

Kein Laecheln fuer den Dalai Lama :
Ich lebe in Tibet's Nachbarprovinz Yunnan und war vor einem Vierteljahr in einem kleinen tibetischen Kloster ( http://www.adayo.net/uhu/dali/index.php?paged=2 ). Daraus ist ein kleiner Bericht ( http://adayo.net/uhu/text/tibet.xhtml ) und ein Reihe von Bildern ( http://adayo.net/uhu/cpg148/thumbnails.p... ) entstanden.
Ich bin ein alter Mann, ein Buddhist und ich habe schon viel gesehen,- dachte ich. Aber ich kann ralf-heimann's Bericht nur bestaetigen und die miserablen Erlebnisse, die tieftraurigen Bilder haengen mir immer noch im Kopf herum.

octopussy
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29.01.2007 - 09:16 Uhr
octopussy

"Das Buch ist ein schwergängiger Wälzer, voll mit kaum nachprüfbaren Fakten."
Können Fakten, die nicht nachprüfbar sind, überhaupt Fakten sein?

Und: welche Frage stellt sich hier jetzt überhaupt? Oder welche Behauptung wird hier aufgestellt? Dass der Buddhismus böse ist? Dass der Buddhismus auch seine dunkle Seite hat?
Um welchen Bezug geht es?
Wenn man den Buddhismus in Bezug auf unsere Gesellschaft sieht und wie er sich in der weltlichen Welt verbreitet, dann dürften diese dunklen Geschichten nicht relevant sein.
Im Übrigen wird Buddhismus zwar als "Religion" bezeichnet, ist aber streng genommen keine.
Buddhismus mag seine dunkle Seite haben, aber dann fragt auch mal jmd, der zb in der katholischen Kirche aktiv ist/war, und der wird euch auch einige aktuelle westliche dunkle Seiten erzählen können...

hm.

Und wenn seine Heiligkeit, der Dalai Lama sagt "Kritik an seiner Person interessiert ihn nicht" dann mag das arrogant und überheblich klingen, aber man bedenkt dabei auch nicht, wie dieser Mann selbst aufgewachsen ist und lebt.

hm.

anderwandlang
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29.01.2007 - 09:51 Uhr
anderwandlang

Die meisten Diskussionen sind vielschichtig. Jeder Betrag hat die Neigung, zu beeinflussen. Urteilsbildung aus 3. Hand ist die Regel. Vorurteile sind die Folge. Welches Thema auch, es gerät genau in diese Verwandlung.
Ein wacher Intellekt stellt sich selbst immer wieder in Frage. Damit das Gehörte, Gesehene, Gedachte, Gemachte.
Glauben sollte nicht blind sein: er bestätigt sich bei guter Betrachtung oder zerstört sich.
Zu dem Artikel fehlt noch, dass Buddhisten geldgierig sind und es in geheimen Orten anhäufen - stimmt nicht! Es gibt Wesen, die mühen sich in den buddhistischen Lehren und sind doch geldgierig oder machtgierig oder sexgierig. Wenn in den Lehren genannt wird: Aus Unwissenheit dessen was ist entsteht Neid. Aus Neid entsteht Gier. Und aus Gier entsteht wieder Unwissenheit - was ist daran falsch?
Was ist daran falsch, es zu versuchen, diesen Kreis aufzubrechen?
Buddhismus ist tatsächlich keine Religion sondern eine praktikable Darstellung von Methoden, die zu Erkenntnissen führen und diese wiederum zu Methoden. Also: wenig Glauben und viel Arbeit.
Was ist falsch an dem Bestreben, selber Erkenntnisse durch gesicherte Methoden zu erreichen? Das ist doch eine Grundaussage des historischen Gautama: nicht glauben, sondern bestrebt sein, zu durchschauen und zu erkennen und danach sein Leben auszurichten. Abschliessend: Buddhistische Lebensweisen sind ein Thema für den Stammtisch!

air_kaviar
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29.01.2007 - 11:01 Uhr
air_kaviar

einzige absicht des artikels scheint mir, das einseitig positive bild vom dalai lama und dem buddhismus um eine facette zu erweitern, die so in den meisten medien noch nicht erwähnt wurde.

jonas49
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29.01.2007 - 12:44 Uhr
jonas49

nachdem ich ein halbes jahr in einem buddhistischen kloster in der gegend um darjeeling gelgt habe, kann ich die interpretationen des autors einiger aspekte dieser religion nicht nachvollziehen.
tibeter sind tatsaechlich äusserst friedfertige, liebenswerte und respektvolle menschen.
der autor analysiert zu recht, dass kritik von aussenstehenden häufig mit unwissenheit abgewertet wird. gerade in bezug auf den buddhismus ist es unmöglich einzelne aspekte dieser religion herauszupicken, zu analysieren und zu veruteilen. der buddhismus ist eine lebensaufgabe und keine freizeitreligion. nur vor dem hintergrund der entstehungsgeschichte des tibetischen buddhismus, im speziellen dessen uebernahme einzelner praktiken der prebuddhistischen religion bön, ist sein okkulter wesenszug zu verstehen. der autor möge sich einmal in die lage der moenche in der hochebene tibets im winter versetzen und ich meine hier die zeit bevor die chinesen den zug nach lhasa gebaut haben. der surreale charakter des lebensraumes prägt die religion. viele praktiken in den dharma texten sind methaphorisch zu verstehen. der buddhismus hat tibet befriedet und eine der geheimhnisvollsten kulturen dieser welt aufgebaut dies war nur mit der integration des bön möglich.

die sorge davor, dass der buddhismus die welt uebernehmen will kann ich nicht nachvollziehen. der dalai lama rät offen davon ab buddhist zu werden, wenn man beispielsweise als christ aufgewachsen ist. seine religion steht für toleranz und frieden und dafür steht der dalai lama.
er reist und lehrt dennoch, weil ihm das in seinem heimatland verwehrt ist ganauso wie die offene praktik des buddhismus in tibet unter strafe steht. die ausbreitung des buddhismus in der welt heutzutage wurzelt, wie in einem anderen kommentar schon erwähnt, aus dem selbsterhaltungstrieb, der menschlich ist genau wie die praktiker jeder religion auch.

der autor spricht sexuelle rituale an, in denen angeblich minderjährige teilnehmen. wie definiert der autor minderjährig? unter westlichen gesichtspunkten ist damit meistens das erreichen eines bestimmten alters gemeint. hat damit jeder achtzehnjährige aber dieselbe reife? das tantra unterliegt tatsächlich der geheimhaltung und deshalb ist es nicht möglich für den aussenstehenden, mich eingeschlossen, ein gerechtes urteil zu fällen. dass es jedoch aktive rituale gibt, in denen kinder gegen ihren willen zu sexuellen praktiken gezwungen werden, halte ich für absurd.

ich denke, dass der buddhismus das leben in all seinen facetten besser verstanden hat und auch sogennate schattenaspekte der menschlichen seele zu integrieren verstanden hat. der westen mit seiner vermeintlich fortschrittlicheren gesellschaftsform schafft es nicht seine gesellschaft von perversen und vergewaltigern rein zu halten.

was ist an lachen zu kritisieren. vielleicht würde das streben nach glückseligkeit und nicht reichtum oder macht uns allen gut tun.

Rochen68
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29.01.2007 - 13:36 Uhr
Rochen68

Also, ich bin selbst kein Fan irgendeiner Religion und weit davon entfernt, religiöse Rituale zu verteidigen, egal welcher Couleur, und deshalb offen gegenüber Kritik an Religionen. Aber ein Buch, dass sich auf dubiose Quellen stützt und diese als Fakten verkaufen will, ist schlicht unseriös und unglaubwürdig.

Dass eine ehemalige Liebhaberin sich spektakulär rächen will, hat es dagegen schon öfter gegeben. Taugt also nicht als Zeugin, es sei denn andere bestätigen ihre Aussagen.

Kann es vielleicht sein, dass die Autoren selbst nicht so richtig kapiert haben, worum es da geht? Das klingt doch alles sehr nach Bild-Zeitung.

Und: Wenn man sich schon als (Hobby-)Journalist mit so einem Thema beschäftigt, sollte man sich doch als erstes um alternative Quellen kümmern, die den eigenen Beitrag galubwürdig machen.
Na ja, ähnlich schlecht rechierte Sachen hat man ja von Daheim-Schreibern hier schon früher gelesen ...

kulturgut
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29.01.2007 - 13:38 Uhr
kulturgut

was jeder leicht nachprüfen kann sind einige sehr dumme, sehr schädliche und verachtenswerte aussagen des dalai lama zu politischen fragen, die seine angebliche friedfertigkeit ad absdurdum führen. gründliches googeln genügt und nein, die arbeit nehme ich euch nicht ab.

aber vom ästhetischen standpunkt aus finde ich leute, die immer lieb lächeln, durchaus in ordnung. wenn wir das alle machen, immer lächeln, sehen wir alle schöner aus und können wir uns wieder mehr auf inhaltliches konzentrieren.



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