sicherlich kann ich das argument nachvollziehen, dass einige studenten mithilfe solcher online-angebote frust ablassen wollen und natürlich auch können.
es ist jedoch auch so, dass jeder mensch seine meinung sagen darf. egal, ob diese aus frustration über eigenes unvermögen, persönliche abneigung gegen den dozenten oder ähnliches motiviert wird.
als beispiel kann sich jeder auf besagter internetseite mal die kommentare zu den vorlesungen von prof noltemeier, infomatik, uni würzburg durchlesen. 2 kommentare - zwei welten. ein ausgleich. der eine meint, das skript und der aufbau der vorlesung seien - zitat - "scheiße"; der andere ist höchst zufireden. sicherlich treffen hier genau die einwände von lisa-goldmann zu. doch sollte man deshalb in den kritik-krieg gegen diese seite ziehen?
zwar ist sie nämlich noch nicht repräsentativ, jedoch bietet sie eine überregionale möglichkeit, professoren zu bewerten und sich ein bild der deutschen hochschullandschaft aus sicht der studenten zu machen.
auch an unserer uni verteilt ein bruchteil der professoren zu ende des semester evaluationsbögen. aber da dies nicht jeder dozent tut, halte ich die möglichkeit, auf meinprof.de zu evaluieren für eine gelungene art der meinungsäußerung.
die bewertungskompetenz von managern, lehrern und dozenten wird aufgrund ihrer stellung als gegeben angesehen. wenn aber diejenigen die unter ihnen arbeiten/lernen müssen bewerten, wird sofort ihre bewertungskompetenz in frage gestellt.
dabei führt eine bewertung von beiden seiten mit entsprechenden konsequenzen (z.b. schulungen bei schwächen oder boni für gute bewertungen aber auch im negativen sinne bei störrischen vertretern) zu einem wesentlich effizienteren lern- und wirtschaftsbetrieb. aber autorität darf in deutschland immer noch nicht hinterfragt werden, sondern muss als richtig akzeptiert werden.
diese gleichschaltung von autorität gleich fehlerfrei und unkritisierbar, kostet deutschland jede menge produktivität.
Eine Berwertung der Profs ist schon OK, aber aber dann mit offenem Visier. Der Student ist mit Namen und Matr.Nr. registriert, wenn er den Prof. bewertet, ist er auch mit einer Bewertung seiner Leistungen im Internet mit Nennung seines Namens einverstanden. Ein zukünftiger Arbeitgeber fände das sicherlich sehr interessant.







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06.04.2006 - 01:57 Uhr
Stephan786