06.12.2011 - 11:52 Uhr

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blicke

Text: vabene



fast schon nebel
der sich um die stadt wölbt
bloß durchdrungen von sonne
leuchtend weiß entgleitend

wohin soll der blick
in diesem dampfenden hier
ständig flieht er in die schneeberge
und kehrt ungläubig zurück

die könige granadas lächeln
in ihren luftstühlen
auf ihren thronen
denn es ist die zeit des sich aufrichtens
und erhobener häupter:

über den verfärbten wäldern
lehnt die burg
und flüstert die suren ihrer rundbögen
darunter verstummt alles weltliche

die weißen flanken der gipfel
fallen darüber samten ins tal
und blenden uns zu tränen aus staub
die wir zu ihren füßen legen

ewig gegenläufig
und mit uralten gesten
herrschen sonne und mond
über die zeit

darin
in den funken unaufhaltbarer trägheit
zerstieben unsere herzen
und zurück bleiben
zerzauste körper



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