altpapier
stapel in der klappkiste. etwas in der hand halten zu müssen. jeder hat seine macken. in entwürfen war er gut.
„in verdana, bitte“ und sie „das heißt verdun.“ ein simpler ausdruck. dies bisschen schrift für eine lesung. ein typographiler und eine schwarzseherin auf dem holzweg in den ersten weltkrieg. als sie noch alltägliches teamwork durch unalltägliches intimwerk aufgefangen hatten, gab es eine chance für balance.
croissants. und ein knistern. vor der zeitung ist hinter der zeitung. der blick in den montag, in den dienstag, der mittwoch ist der hässlichste tag der welt. zu weit weg vom anfang, zu weit weg vom ende, da wird am allermeisten gestorben. manches wurde zu sport, manches wurde zu wirtschaft, die seite mit dem humor ist nur was für kinder. „guten morgen“ – „morgen"
sie hat blumen gekauft und sie auf den tisch gestellt, wie schön es ist aus dem schlafzimmer in die küche zu kommen.
wer literatur macht, macht keine liebe, die vertragen sich nicht. das sagte sie damals in ihrer lieblingskneipe, ohne ihn anzuschauen, aber mit einem biss auf die unterlippe. und so gut er das zucken ihrer mundwinkel auch studierte, er hatte keine ahnung vom gewitter in ihren augen. sie mit dem blick über seinem manuskript, dieser vagen idee, während der barmann die zukunftsmusik etwas lauter drehte. „bist du dir sicher auf seite drei mit diesem wort? ‚moratorium’? das verstehen nicht viele“ fragte sie, als ihr kinn auf ihrem handgelenk zur ruhe kam. „nun“, und er legte eine pause ein „das könnte ein trendsetter werden“. es war ein sonntag abend, sie verließen die bar gegen mitternacht. september und gar nicht mal kalt. die straßen schmunzelten noch. während des spaziergangs nannte sie ihn verkitscht, er nannte sie füchsin, sie ihn einen guten beobachter und er sie wiederum feige. als er seine hand unter ihr kleid schob, vergaß sie ihre fluchtinstinkte. vielleicht tat sie ihm unrecht.
„ich muss los, kannst du die stapel runterbringen, ich hab mich die nacht verlegen“ sie rauschte zur bahn. eine tür fiel ins schloss. draußen sang eine amsel. seine beine bewegten sich in den flur, seine hände schoben sich unter die stöße, seine augen erblickten verdana.
ich hoffe, dass wir es irgendwann umdrehen
dein lautestes „echt?“
und mein leisestes „ja“
mit den hunderten ausrufezeichen.
das älteste lag ganz oben.
- This is the beginning. 12.10.2011
- die letzte hand am jenga-turm war meine 09.10.2011
- zwischen den strähnen (#16) 22.02.2011
- noplacespecial nun auch auf CD ! 24.08.2010
- linie 11 (#15) 27.07.2010
Ich mag Calibri jedenfalls lieber als Verdana.
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22.02.2012 - 15:36 Uhr
gaen
(...und sie vertragen sich doch.)