21.11.2010 - 19:13 Uhr

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Der Menschenfänger

Text: melborousse

Seine Flöte klingt hell in der Nacht, Alles lauscht, alles wacht, Wer ist da nur, Wo hat er sich versteckt, Die Töne locken, Die Menschen träumen ihnen hinterher, Ach, wüssten sie, in welches Schicksal sie da rennen, Sie werden alle den Wegen folgen, Einer dem anderen hinterher, Blankgeputzte Steine unter ihnen, So viele schon sind gegangen, So viele noch werden folgen, Den Klängen folgen die Menschen, In den düsteren Wald, Bald in ein Moor, Zeitlebens ohne Halt, Rast, Ruh, Im Sumpf dann endet der Exkurs, Kopf unter Wasser, Die Ohren stumm, Augen taub, Mund blind, Ach, wären sie nur nicht blind gefolgt, Hätten sie nicht stumm gehorcht, nach der Flöte, Ach, wären sie nicht taub verblieben, Nach der falschen Melodie zu horchen, Sie hätten sich vielleicht sogar gefunden.


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