Servus!
Nach 3 Jahren Studium, 2 Wochen vor unserer Abschlussprüfung kenne ich von den ungefähr 240 Leuten in meinem Jahrgang alle vom sehen. Ca. 180 kenne ich mit Namen. Mit ca. 100 habe ich schon gesprochen. Mit dir noch nicht. Du warst ruhig und zurückhaltend. Zuverlässig und brav, das war mein Eindruck. Du hast im Wohnheim unter mir gewohnt. Zwischen H. und A. bei denen es beiden nachts gerne mal länger wurde. Beschwert hast du dich darüber nie. Nur einmal habe ich dich durch das geöffnete Fenster sprechen hören. Eine klare freundliche Stimme mit der du jemandem deine Hilfe angeboten hattest. Als sie letzten Donnerstag nach dir fragten, kannte ich deinen Namen nicht. Konnte ihn nicht mit einem Bild in Verbindung bringen. Auch meinen Freunden ging es so. Erst langsam konnte ich eine Verbindung mit dir herstellen. Du warst das also. Die Polizisten die vor unserem Wohnheim stehen. Die Suchhunde unter meinem, also vor deinem Fenster. Dann der Hubschrauber der laut und bedrohlich über uns kreiste. Die anderen haben bis in die Nacht mitgeholfen nach dir zu suchen. Und nicht gefunden. In mir waren tausend Gedanken. Wie lange würde es dauern bis jemand bei mir bemerkt, dass ich fehle und mich vermisst meldet. Die vielen Male sind mir eingefallen, die ich alleine in den Wäldern hinter dem Hochschulgebäude abends laufen oder spazieren war. Sie sagten du habest das auch gerne gemacht. Als ich gestern mitten im Lachen, im Trubel des Festivals über das wackelige Wlan las, dass sie dich gefunden haben verschwam die Welt um mich. Der Gedanke an dich, da liegend in einem Teich. Ich hatte Gänsehaut und meine Gedanken schwirrten. Seither scheitert mein Kopf an dem Versuch zu verstehen, was ich nie verstehen kann. Wir hatten das gleiche Alter, den gleichen Lebenslauf, die gleichen Lebensumstände, aktuell den gleichen Prüfungsdruck, du wohntest einen Meter von mir weg. Und doch... Mach es gut liebe Mirjam!- Ground Zero 08.09.2011
- 22 Grad 23.08.2011
- Es ist zu still und hat kein Ende 01.05.2011
- Winter 03.12.2010
- so she walks away... 06.09.2010
Nach solchen Texten frage ich mich immer, was man/ich hätte tun können/ in Zukunft tun könnte...
Augen aufmachen? Ins Gespräch kommen? Weniger Nebeneinander mehr Richtung Miteinander?
Und doch bleibt nur ein ganz großes
???
und ich finde auch keine antworten...
weil ich eigentlich nicht das gefühl habe ein "nebenherleb"-Mensch zu sein
welches wohnheim war es denn, wenn ich fragen darf? hab selbst mal in regensburg studiert








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01.06.2009 - 18:56 Uhr
hurra