Und als die Sonne aufgeht, sitzen wir immer noch hier.
Das Licht trifft die Küche, verschluckt die Schatten, lässt deine Haare leuchten. Du schaust mich an. Ich habe versucht es zu sagen, nicht nur einmal, habe den Mund geöffnet. Was, sagst du, sag doch. Und dann – nichts.Ich möchte, dass du gehst.
Ich glaube, dass du gehen solltest.
Du musst jetzt gehen.
Wir sitzen schon seit Stunden hier. Die Nacht ist vorbei, mit ihr der Rausch. Das Morgenlicht ist hart und schön. Was wir jetzt sagen, können wir nicht mehr abtun, können nicht mehr behaupten, wir würden uns nicht erinnern. Oder?
Ich kann mich nicht mehr erinnern, warum wir plötzlich auf dem Asphalt saßen, warum es so unabwendbar war, was dann passierte. Wir konnten es nicht mehr aufhalten, nicht diesen Blick und diesen Kuss und deine Hand in meinen Haaren.
Du sagst, du machst alles mit hundert Prozent, liebst mit Haut und Haar. Ich frage mich, ob das ein Versprechen ist. Und was mit dem Versprechen ist, das du ihr gegeben hast.
Jetzt warte doch mal kurz. Sei mal kurz still. Und schau mich nicht so an. Lass mich nachdenken. Ordnung reinbringen. Die Lösung finden.
Vor dem Fenster erwacht die Stadt.
Das Licht in deinem Gesicht.
Und ich könnte hier sitzen, bis ich alt und grau bin,
ich wüsste trotzdem nicht weiter.

Bild: Stanley Kubrick.
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