Am Meer
Die Worte scheinen ja schnell den Geist aufzugeben, wenn sie schon jetzt beten wollen! Sie reden zu laut zum beten oder klingen jedenfalls so, als hätten sie seit langem nicht mehr gebetet. Es ist ja noch nicht einmal Schlafenszeit. Sie sind trotzdem schon sprachlos, überfordert, müde bis am Schluss. Trotz jeglichen Zeitverlustes schliessen sich die Augen nicht von selbst. Nichts mehr selbstverständlich also. Also mit mir selbst verstehe ich mich manchmal schon ziemlich gut, wenn’s mir dann gut geht. Wer sich mit mir gut versteht, das schrieben die Sterne meistens auf zu leichte Blätter. Oder es verschwimmt vor meinen triefenden Augen. Sie schwimmen ins Meer. Das tröstet mich sehr, denn am Meer geht’s mir gut. Und ob sich die Antwort schon verflüchtigt haben vor lauter Wasser oder nicht wird alsbald überflüssig. Ich verstehe mich ja mit mir selbst schon gut genug. Dem könnte jeder Geist einen Strich durch die Rechnung machen. Übrigens auch mein eigener. Beten wird überflüssig, oder umso triefender die Worte ohne Geist. Sie drehen sich um mich, um sich selbst, kommen dann endgültig zum Stillstand, wenn der Geist aufgibt. Wenn es mir gut geht, dann ist es Zeit zum Schlafen. Der Zeitverlust des Tages hat also den Geist nur schon mit geschlossenen Augen besiegt. Ertränkt sozusagen. Von unten schaue ich durch das Wasser. Ob es das Meer ist weiss ich nicht genau. Jedenfalls geht es mir beinahe gut. Es müsste also das Meer sein. Die Blätter schwimmen oberhalb der geschlossenen Augen. Worte erkenne ich nicht. Öffne ich die Augen, dann bin ich hier. Zu, das schlaflose, betende Meer, Blätter schwimmen, geistig sozusagen. Im Meer geht’s mir gut.
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28.01.2010 - 11:40 Uhr
Froschhonigkuchenpferd








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28.01.2010 - 11:40 Uhr
Froschhonigkuchenpferd