23.05.2013 - 23:39 Uhr

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du gehst

Text: himberry

Ich zehre noch von der Erinnerung an weiße in sich gemusterte Bettlaken in einem spartanischen, ganz und gar nüchternen Hotelzimmer in einem Kaff irgendwo an der Bahnstrecke. Mit Vorhängen, die wie aus brauner Wolle selbst gehäkelt aussehen und die so hässlich sind, dass der Blick zur Tapete fliehen muss. Und weiter auf dein Gesicht, und plötzlich fühlt es sich nach goldenen Sonnenstrahlen an, und alles ist, wie es schon immer sein sollte. Du stehst vor mir, schaust mich an, und das triste Hotelzimmer und die Tatsache, dass ich mit dir hierhergekommen bin, am hellichten Tag, wie ein billiges Mädchen, verschwinden im Blau deiner Augen. Du streichst mir durch die Haare und ich wünschte es gäbe nur diesen einen Moment und danach nichts mehr. 
Meine Hände auf der Landkarte deines Körpers, und für eine kurze, völlig von der Welt losgelöste Zeit gehörst du mir. Nur mir. 

Du musst aufhören, sagst du. Sonst wirst du irgendwann nicht mehr gehen wollen, sagst du. Wirst bei mir bleiben wollen. Du spürst; dieser Moment kommt.

Und du gehst.


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1 Kommentar
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Cios
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Mag ich Mag ich nicht

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04.05.2013 - 22:17 Uhr
Cios

„Und du gehst. “

* Ohne Worte. Ich bin sprachlos, weil ich es kenne. *

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himberry

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