Verlust IV
Frau Ws Vater ist neulich gestorben. Er war offenbar sehr betagt, aber auch sehr krank gewesen. Als Frau W nach einigen Tagen wieder ins Büro kam, ging ich zu ihr. Ich sprach ihr mein Beileid aus, erkundigte mich nach ihrem Befinden und wie ich helfen könne. Ich finde, wenn jemand eine sehr schwere Zeit durchmacht, soll man ihn fragen, wie es um ihn steht. Die Antwort, die man erhält, ist nicht das simple „Schlecht.“ oder „Wie soll es mir schon gehen?“. Die Antwort ist differenziert, auf eine Art besonnen und ausgewogen. Frau W erzählte, wie ihr Vater im Koma gelegen hatte, wie er schliesslich von ihnen gegangen war, wie es ihr nun gehe. Und obwohl Frau W erheblich älter ist als ich, erkannte ich mich in jenem Moment wieder. Es war nicht die Trauer über den Tod eines geliebten Menschen, die sie an mich erinnerte. Nicht die Verletzlichkeit. Es war das Tapfersein, die Kraft und Gefasstheit in dieser Zeit. Dann ging ich ins Bad, und ich weinte.- Heiraten und Kinder kriegen 21.05.2012
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und ich habe festgestellt, dass sich Freunde freuen,
wenn man einfach fragt und ehrliches Interesse zeigt.
LG aus dem Nürnberger Land
triathlet








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13.11.2006 - 15:51 Uhr
landratte