08.05.2012 - 23:23 Uhr

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Und zack hab ich ne Schnapszahl an den Hacken...

Text: emillymilch

und einen fünf Jahre jüngeren Freund. Tschuldigung, dass ich an dieser Stelle so direkt werde, aber irgendwie ist es doch verblüffend. Vor einem Jahr war die Welt keineswegs in Ordnung. Ich hab gemacht, getan, geackert - was ich auch heute noch tue, aber plötzlich war da irgendwie eine Struktur. Man mag jetzt meinen - die olle spinnt und zugegeben ich war schon anstrengend. Der eine oder andere mag auch vermutet haben, ich heb jetzt jeden Moment auf, aus dem Reich der Realität, in das Reich meines Werwolfes und entschwinde mit viel zu viel Alkoholkonsum, komischen Gesprächen und auch Aktionen irgendwohin. Bin ich aber nicht.
Ich hab nicht wirklich meine Mitte, aber ich lerne damit umzugen - sie nicht zu haben und ich lerne vor allem immer wieder daraus, was mir andere VORSCHREIBEN - was korrekt ist.
Mit 33 denkt man nicht anders als mit 32 oder 25 - an die Zeit, oh Gott klingt das alt - denke ich verdammt gerne zurück.
Aber was hab ich am Rad gedreht im letzten Jahr. Leute kennen gelernt in Kneipen (Mutter), die einfach plötzlich da waren. Mein netter Instinkt - wir nennen ihn an dieser Stelle NICHT Mutterinstinkt, wobei der auch da ist - aber ich wollte eine Frau von Anfang 20 retten und hatte plötzlich selbst jemanden am Bein. Viel zu jung. Viel zu abgedreht - aber toll. Und das ist nur eine Geschichte aus dem letzten Jahr.
Wir saßen morgens um vier oder fünf auf der Schanze, mitten unter der Woche, die Frau hatte keinen Plan, wohin mit sich und ich bot ihr im angetrunkenen - betrunken war ich selten zu dem Zeitpunkt - Kopf an, bei mir zu übernachten. Soweit kam es zum Glück nie. Es kam auch nie soweit, dass ich dachte, verdammte Axt, was mach ich hier. Ich hab sie nach einem schrägen Abend ziehen lassen. Unter die Brücke, was mir in dem Moment auch völlig wurst war - weil sie alleine mit viel zu anstrengend war.
Jetzt sitze ich hier, ein Jahr später. Ein Jahr reifer und überlege, was eigentlich tolles passiert ist. Einiges - ich hab während einer Verteilaktion meiner Flyer jemanden kennengelernt. Die Zigarettenromane.de laufen super, ich bin unterwegs uns schnack eigentlich den halben Abend entweder mit dem Türsteher oder dem Personal an der Bar.
Wie wir uns in die Arme gelaufen sind, ist immer noch ein großes Rätsel, aber irgendwann nach dem ich einen noch jüngern Mann, einen Mitbewohner einer Bekannten ganz, ganz fies angemacht habe, stehen wir beide vor dem Laden und gehen .... naja, in Richtung Burger King. Tschuldigung ist nicht mein Laden. Davor gibt es aber auch noch bei Lucullus Currywurst Pommes. Hab ich Bock drauf. Mein Begleiter nicht so - er ist Vegetarier, was ich ihm nicht so ganz abnehme und ich denke nur - okay bleibt mehr für mich. Egal.
Wir fahren zu ihm, bzw. ich mach meinen Standpunkt klar - ich bin kein leichtes Mädchen - und er findet, während er immer mal zwischendurch Pfeift irgendwie alles toll. Der Taxifahrer schmeißt uns weit entfernt von seiner Heimat-Adresse raus und ich denke nur, sorry, aber hier sind wir falsch. Der Neu-Hamburger hat keinen Plan. Ich weiß nur, der Weg ist weit und ich hab keinen Bock  mehr zu laufen. Nicht, dass da was gewesen wäre, war auch die ganze Nacht nicht, um das schon mal vorweg zu nehmen. Aber witzigerweise steigen wir nach endlosem Gewandel, vielen Pfiffen seinerseits - die müssen durch den Alkohol forciert worden sein - in ein weiteres Taxi und sind bei ihm zu Hause.
Die Türe geht auf und eine Frau liegt im Bett, im Zimmer schräg gegenüber von der Türe. Sie wäre schon zu Hause ertönt es und ich denke kurz nur, wat, wat ist das hier, ne Kommune? Ich lasse mich auf das Sofa des Mitbewohners fallen. Es ist mittlerweile sechs Uhr und ich denke, scheißegal, ich will nur noch schlafen. Ich war den ganzen Tag mit Zigarettenromen unterwegs. Lass mich in Ruhe.
Das Klo lebt - feiert eine Party und ich bin fassungslos darüber, was dort abgeht. Schön ist das nicht, denke ich noch, werde aus meiner Ekelattake rausgerissen und ins Bett katapultiert. Durch den Schlafmangel, den ich schon länger hatte.
Am nächsten Morgen kommt eine Frau rein, größer, blonder als die Frau die Nacht zuvor und ich denke nur - ich muss sofort gehen. Sonst eskaliert die Sache hier. Ich erfahre, die blonde Frau ist die Cousine, die dunkelhaarige wurde zum Mitbewohner verfrachtet und ist nur eine Freundin und höre mir an, dass der Mann mich nicht mehr los  lässt. Nie wieder.
Damals fand ich es schmeichelnd. Heute weiß ich, da ist was dran. Mann, Mann, Mann und fünf Jahre jünger.
Eine Woche später lief er hier auf. Wat war ich nervös und direkt blieb er hier. Die letzten neun Monate. Keine Scheu vor irgendwem!
Und jetzt bin ich 33, selbständig und ab und zu immer noch rotierend. Der Mann ist immer da - rückt mir den Kopf zurecht und weiß genau was Sache ist und jetzt kommt er nach Hause. Zeit zu sagen - danke... und heimlich den Text wegzuschicken. Mein Mann - mit fünf Jahren weniger auf dem Buckel als ich.


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2 Kommentare

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lea2
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Mag ich Mag ich nicht

3

08.05.2012 - 23:56 Uhr
lea2

gut und weiter so!

pinkcashmere
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Mag ich Mag ich nicht

0

09.05.2012 - 08:36 Uhr
pinkcashmere

:)
(mehr bleibt mir nicht zu sagen.)


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emillymilch

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