01.02.2013 - 13:41 Uhr

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MEIN NAME IST NÖTIG -UNNÖTIG-

Text: changer

143 Minuten meines Lebens. In der Zeit könnte man sich das Komplette Hörbuch von „Reiterhof Eulenburg“ auf zwei Audio-Cd´s anhören oder man kann sich „Skyfall“ ansehen. Was besser ist weiss ich nicht. Der neue James Bond Film vom Regiesseur Sam Mendes (American Beauty) erweckt im Zuschauer eine regelrechte Hassliebe. Hingegen man nie wirklich sagen kann, was in Plumpudding steckt, erfährt man in Skyfall relativ schnell das Rezept, was bei weitem kein Erfolgsrezept ist. 


 Nach „Casino Royal“ was sich vor Schnitten kaum retten lies und „Ein Quantum Trost“ bei dem keiner wirklich verstand um was es geht nun der Dritte Bond Film mit Daniel Craig in dem man sich das erste mal sein fast schon versoffenes Aussehen von gebrauch macht. Jedoch gleicht der Film einer Historischen Fahrt durch die Action Klassiker der letzen zehn Jahre. Die Handlung, eine abgewandte Vision von Mission Impossible, was früher die NOC-Liste war ist hier auf einer Festplatte und droht an die Öffentlichkeit zu kommen. Die ersten zwei Drittel des Films kommen laufend Szenen hervor, bekannt aus Hannibal, Der Schakal, Mission Impossible und The Dark knight da man gänzlich versucht Raoul Silva den Gegenspieler von Bond in die charismatische Idiotie des Jokers zu führen. 


 Das letzte drittel jedoch verläuft nach dem Prinzip a´la „Kevin - Allein zu Haus“ und wird mit einer Sentimentalen Einlage des doch so kalten Agenten gekürt. Auch jegliche Erwartungen auf Spezialwaffen und Agenten gadgets wurden nicht gestillt dafür bekam man einen kleinen Einblick in die Macht des Medialenzeitalters und was man von „Stirb Langsam 4.0“ sonst noch alles so übernehmen kann. Zur Beruhigung aller verzichtet „Skyfall“ auf übermässig gefederte Autos und blutverschmierte Tanktops und setzt auf Nadelstreifen und Luxusschlitten. Zu 50 Jahren James Bond wurde sogar der Aston Martin DB5 noch mal abgestaubt.


 Fast sieben Jahre nach „Casino Royal“ sind deutliche Nachwirkungen durch die Damalige Bekanntschaft mit dem fröhlich umherschwingendem Seil und dem neckischem Knoten zu erkennen. Weder heiße Bond-girls noch bedeutungslose Liebschaften sind in „Skyfall“ zu finden. 


 
Im großen und ganzen ist es ein Film den man sich hätte sparen können wenn man sich James Bond wegen James Bond ansieht. Jedoch müsste man sich somit ein Haufen anderer Filme ansehen. Für jeden der sich nur ausruhen will, wie es der Film auf seinem Kultstatus macht und James Bond als Action Held der Moderne sieht ist es zumindest unterhaltsam, flaches Actionkino. Alle anderen die 143 Minuten Zeit haben, sollten sich einen Regenschirm besorgen, sich darunter verstecken und den „Reiterhof Eulenburg“ geniessen. 



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3 Kommentare
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Robert_Herold
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Mag ich Mag ich nicht

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01.02.2013 - 18:24 Uhr
Robert_Herold

Skyfall als flach zu bezeichnen finde ich etwas harsch, behandelt er doch auf der metafiktionalen Ebene die Vergangenheit der James Bond Filme. Viele der Dialoge zielen nur hierauf ab und stellen einen Abgesang an den kühlen, übercoolen Bond der früheren Filme dar, die ironischerweise mit der Anfangsszene genau dieser Filme endet.
Die Handlung mag mittelmaß sein, aber der Machart sollte man wirklich Respekt zollen.

changer
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Mag ich Mag ich nicht

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02.02.2013 - 11:12 Uhr
changer

Dennoch geht meiner Meinung nach James Bond langsam als James Bond unter und wird in letzter Sekunde auf das Rettungsboot mit Tom Cruise, Jason Statham und Matt Damon gezogen. Mit Sicherheit kann er die Ballerparade anführen, da er definitiv mit dem besten Anzug glänzt.

Robert_Herold
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Mag ich Mag ich nicht

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03.02.2013 - 02:16 Uhr
Robert_Herold

Der frühere James Bond hat als Typus wohl ausgedient, ja.

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