Ich sehe was, was du nicht siehst..
Text: _Wortspiel
Schaut euch die Welt an. Schaut genau hin, oder habt ihr dies schon verlernt? Früher als wir klein waren, konnten wir die Welt mit anderen Augen betrachten. Es schien alles so neu, so spannend. Dieser Nervenkitzel der uns ständig dazu antrieb neue Dinge auszuprobieren, verbotene Dinge zu tun, die uns nachher doch Leid taten. Wir waren von unserem schlechten Gewissen geplagt und rannten, mit der Angst, unsere Mutter würde sauer oder enttäuscht sein, in ihre Arme. Im Nachhinein war alles ok. Es war ok das wir dies taten. Wir waren klein und unerfahren. Wer konnte uns schon verurteilen?
Damals sahen wir Menschen, Ereignisse, die Natur, die Umgebung in der wir uns aufhielten anders. Wir freuten uns im Herbst mit vollgepackten Händen, die mit Kastanien gefüllt waren, durch das Laub zu laufen. Wir haben die kleinen Dinge, die meist die wunderschönsten waren, am meisten geschätzt. Stress, Druck und Kokurrenz. Sowas kannten wir nicht. Wir beschäftigten uns nicht mit Medien, dass der Tot vieler ist. Egal in welcher Hinsicht.Aussehen war für uns nicht ausschlaggebend. Egal wie wir aussahen, egal wie unsere Besten Freunde aussahen. Wir lebten unser kleiner unscheinbares Leben, das nicht wie heute von Vorurteilen und schlimmen Erfahrungen geprägt worden ist.
Es ist uns nicht mehr gleichgültig, wie wir bei anderen Menschen ankommen. Es ist ausschlaggebend wie wir uns verhalten, damit uns unsere vermeintlich „wahren Freunde“ akzeptieren. Machen wir uns langsam nichts selbst vor?
Wir denken über Reaktionen anderer nach und lassen und vom Großteil der Menschen, die uns am nächsten stehen beeinflussen.
Was ist anders geworden? Wieso können wir nicht so sein wie wir sind?
Wieso werden Menschen, die anders sind, die zu sich stehen und Stolz, Reife und Mut damit beweisen nicht akzeptiert? Was ist aus uns geworden? Wir sind Monster, ein Abbild unserer Taten.
Als wir klein waren war dies egal. Wieso sollte es heute anders sein?
Wir rennen in unser Unglück. Unser Leben aller ist vom Verstand geprägt. Doch wo gibt es die Menschen, die mit ihrem Herz beobachten und beurteilen?
Wo sind sie hin?
Nicht umsonst vermissen wir unsere Kindheit. Ihr wisst, dass dieser Satz oft ausgesprochen wird. Es ist ein Hilfeschrei an unser altes Ich, rein und unschuldig.. Damals waren wir alle noch gute Menschen. Vorurteile, Gutes Aussehen, Intrigen, Hass und Neid kannten wir alle nicht. Heute beherrscht es unser Leben.
Wir wissen es. Wir könnten was dagegen unternehmen. Wir könnten uns eingestehen, dass wir nicht mehr die Menschen sind die wir einmal waren. Es ist so offensichtlich.
Warum greifen wir nicht danach?
Weil wir den Mut, den Glauben zu uns zu stehen verloren haben?
Wo ist unser Lächeln geblieben? Wann lächeln wir überhaupt aus voller Überzeugung?
Es verbindet uns Menschen.
Dieses eine Lächeln was uns Gänsehaut bereitet. Ein unschuldiges, kleines Lächeln. Unverhofft und doch so entschlossen.
Wo ihr es findet?
In Kindergesichtern. Schaut genau hin und euch wird auffallen, dass ihr dieses auch konntet.
Früher, als wir kleiner waren.
Heute haben wie es verloren.
Was ist aus uns geworden?
Wo ist es hin? Sag es mir.
Bitte.
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30.09.2009 - 11:32 Uhr
picobine
und wahr.