Stellungswechsel
Du stehst nun dort, wo ich einst stand. Ich hatte versucht dich einzuholen, während du dein Leben jenem immer ähnlicher werden lässt, welches ich als abgetragenes Kostüm an Ort und Stelle liegen ließ, als ich dich entdeckt hatte. Wir tauschten mit den Perspektiven auch die Wünsche, die Träume und Erwartungen. Als hätten wir im Kampf unsere Herzen aus ihren knochigen Käfigen gerissen und sie des Triumphes wegen behalten.
Hätte ich bevor ich los lief auch nur geahnt, dass du mit deinem neuen, meinem alten Blick nicht länger zu schätzen vermagst, welchen Traum ich dir nun zu leben gäbe, dann wäre ich nicht in die Schlacht gezogen. Ich wäre nicht siegessicher mit den Scheuklappen der Zuversicht nach vorn geprescht, um dich einzuholen, hätte ich nur geahnt, dass du während dessen meinen verlassenen Posten beziehst.
weil man sonst seine Blinden Flecken nicht erkennt und ein Standortwechsel hat ja auch noch weitere Vorteile, der Blickwinkel verändert und erweitert sich ungemein.
Dadurch erkennt man sehr oft, welcher Illusion man unterlegen ist! Eine Ent-Täuschung
ist immer auch eine Selbst-Täuschung, die man nun aufdeckt ,-)
Schöner Text ... etwas Demut schadet nie!
Welcher Kampf es auch sein mag - es ist Meistens der eigene Widerstand, der überwunden werden will ... Liebe lässt frei ... die Liebe besetzt nicht und herrscht nie ...









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05.02.2013 - 06:10 Uhr
dramarain