Das jetzt.de-Projekt: Tagebuch 2012
Text: max-scharnigg | 15 15 Kommentare | Redaktionsblog | Leben | 25.10.2014 08:19  


Wir haben diesmal tatsächlich einen guten Vorsatz: Wir möchten 2012 weniger vergessen. Deswegen schreiben wir alles auf. Damit es lesenswert wird, musst du auch mitmachen!




Wenn so ein Jahr vorbei ist, merkt man es immer besonders deutlich: Was man alles vergessen hat. Man merkt es nicht anhand der Jahresrückblicke im Fernsehen, sondern wenn man seinen Geldbeutel ausleert und darin den Kassenzettel vom Surfbrettverleih findet. Man merkt es, wenn man die Hose anzieht, die man lange nicht anhatte, und der Fahrradschlüssel in den Tasche ist, den man nicht vermisst hat, weil das Fahrrad längst gestohlen wurde und auch das hatte man schon wieder vergessen. Man merkt es, wenn man seine Mailbox ausmistet und endlich mal die Fotos von der Speicherkarte zieht.

Was man da merkt, ist die Zeit, die vergangen ist und die die ganzen schönen und schlimmen Kleinigkeiten überspült hat. Wir finden das schade und haben uns für 2012 etwas Altmodisches vorgenommen: Tagebuch schreiben. Nicht nur allein daheim, sondern zusammen mit dem ganzen jetzt.de-Kosmos wollen wir unser 2012 dokumentieren und mit möglichst vielen Stimmen abbilden, wie es ist, jetzt hier jung zu sein.

Dafür brauchen wir deine Mithilfe. Schreib von deinem Tag, deiner Woche, auch wenn sich nichts Besonderes ereignet hat. Schreib auch, wenn du nicht alle Geheimnisse verraten möchtest oder eigentlich gar keine Lust hast. Schreib kurz im Telegrammstil oder lange, das einzige was wichtig ist: Es geht um deinen Alltag, das Leben zwischen den paar großen Momenten, das, was gerade ist. Geschichten und Erzählungen, Phänomenologien und Abrechnungen haben weiterhin als normale Texte bei jetzt.de Platz – ins Tagebuch gehört die schlichte Chronologie deines Jahres, dein Stundenplan, dein Fahrtenbuch.

Wenn wir durchhalten haben wir am Ende von 2012 nicht nur ein monumentales Lesewerk sondern vermutlich auch den besten, vielstimmigsten Jahresrückblick, den es je gab. Und daraus machen wir dann ein Buch, oder ein Kunstwerk oder ein Tanztheater oder alles zusammen.  

An der technischen Umsetzung basteln wir gerade noch (wir hatten die Idee ein bisschen spät im Jahr), im Idealfall gibt es bald eine eigene schöne Tagebuchmaske zum Eintragen: Bis es soweit ist, schreibe dein 2012er-Tagebuch einfach unter dem Label 2_0_1_2. Wir versammeln dann so schnell wie möglich alle Einträge zu einem einzigen großen Tagebuch.


Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/535234